Angst vor knallgeräuschen

Archiv des urbia-Forums Leben mit Handicaps.

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Forum: Leben mit Handicaps

Stolpersteine im Leben sind manchmal überwindbar, manchmal muss man sich mit ihnen arrangieren. Hier ist der Ort, um darüber zu sprechen: Entwicklungsverzögerung beim Kind, ADHS, das Down-Syndrom, Spina Bifida, Leben im Rollstuhl ...

Beitrag von lunschen 17.09.08 - 19:36 Uhr

Hallöchen :)

Kurz zu Vorgeschichte, mein Sohn ist 6 Jahre alt wurde vor kurzem eingeschult und leidet an mehreren Defiziten. Emotionale und Soziale, Konzentrationstörung, ADS, Visuelle Wahrnehmung und eine leichte Entwicklungsverzögerung.
Und nun zum eigentlichen Problem, er hat schon als Säugling unheimliche Angst vor Knallgeräuschen gehabt, ich weiss nun nich ob so eine Angst auch zwingend zu solchen Defiziten gehört aber es ist mitlerweile einfach nur noch eine Tortur, besonders das Tägliche zur Schule fahren. Das Kinder gemein sind weiss jeder und wenn sie einen Sündenbock gefunden haben lassen sie auch gern alles an ihm aus. Aber im Bus ist es ganz extrem. Sie kätscheln natürlich wie in dem Alter normal alle Kaugummi und erfreuen sich daran wenn der Kleine jedesmal Heulkrämpfe bekommt wenn sie mit dem Kaugummi knallen. Auf bitten es zu unterlassen reagieren diese natürlich nur mit einer kotteriegen (vorlauten) Klappe und denken das Thema sei gegessen. Ich weiss momentan ehrlich gesagt nicht wirklich was ich dagegen tun soll. Gegen meines Lüddens Angst kann ich ja nun wenig ausrichten. Und ihn extra ne Stunde später zur Schule antanzen lassen auch nich, es muss doch etwas geben das die Kids wenigstens im Bus endlich mal begreifen das sowas nich Lustig ist....
Hat jemand ähnliche erfahrung hier schon mal mit seinem zwerg gemacht? Wäre super mal was von andern Eltern zu hören die eventuell ein ähnliches oder gleiches Problem haben.
Und entschuldigt wenn ich etwas Wirr geschrieben habe.

LG
Lunchen

Beitrag von connie73 17.09.08 - 22:23 Uhr

hi
ich kann nicht sagen, das alle kinder gemein sind. bei uns an der grundschule, gibt es die sog. regenbogen kinder, dh. unsere grundschule ist eine kooperationsschule, die kinder mit, zb. downsydrom werden mit in die klassen integriert. man erklärt auch den anderen kindern warum die regenbogen kinder so sind wie sie sind, was sie haben, und auf was man achten sollte, das man sie nicht bösartig ärgern sollte, usw. das finde ich klasse. kannst du dir nicht mal die jungs aus dem bus schnappen, entweder an der bushalte stelle oder auch an der schule, und ihnen erklären, das dein junior eine krankheit hat, und warum er sich so erschreckt. viell. verstehen sie es viel mehr, als wenn man sie nur als blöde störenfriede behandelt.
lg connie

Beitrag von lunschen 18.09.08 - 07:02 Uhr

Das hab ich ganz zu Anfang an der Bushaltestelle versucht, allerdings kommt da nicht mehr als das es ja nicht ihr Problem wäre. :-( #fest Ich muss dazu erwähnen das ist eine Sonderschule von der ich leider nichts anderes erwartet habe. Im Grunde wird in diese Schule alles gedrückt was nicht in eine Grundschule passt. Rücksicht kennt da kaum einer, dabei denke ich hab sogar die ihre kleinen Probleme in bestimmten Dingen.

Beitrag von connie73 18.09.08 - 10:10 Uhr

ja , ich denke in der sonderschule herrscht noch mal ein anderer sozialer ton, schade das deiner da hin muss.
hast du dich schon mal nach einer anderen schuleinrichtung erkundigt?
würde er sich auchwoanders wohl fühlen?
lg connie

Beitrag von lunschen 18.09.08 - 13:30 Uhr

Ja allerdings müssen wir dafür auch in eine andere Stadt ziehen, das ist allerdings erst für anfang januar 09 gedacht. früher geht das leider nicht. Naja ich hatte heut morgen schon ein Gespräch mit der Lehrerin ich hoffe das diese etwas ausrichten kann, denn sie meinte schon die Jungs die das tun sind hier eh die Störenfriede. So heisst es wohl abwarten und tee trinken

Beitrag von arkti 21.09.08 - 00:19 Uhr

Nunja es ist wie du schon selber geschrieben hast, es ist ein Kaugummialter.
Kann man den Kids schlecht verbieten.
Finde es auch sehr wage zu behaupten das sie das nur extra machen, denke da gibt es auch täglich unabsichtliche Fälle.

Vielleicht mal versuchen im begreiflich zu machen das es nichts schlimmes ist.
Eventuell gibt es ja auch Therapien, gibt es ja für viele Sachen.

Beitrag von tinebine 21.09.08 - 20:51 Uhr

Hallo,

habe keine Erfahrung mit meiner Süßen, kann aber aus eigener Erfahrung berichten. Habe seit meiner Kindheit das selbe Problem. Hast Du ihn schon mal gefragt, ob ihm das Knallen in den Ohren "wehtut"? Ist bei mir der Fall. Hängt mit irgendeinem Nerv zusammen, der nicht richtig angewachsen ist. Dadurch ist die Schmerzgrenze bei bestimmten Schallfrquenzen runtergesetzt. Ärzte können Dir (die meisten) wenig bis gar nicht helfen. Ich habe mir inzwischen beim Hörgeräte-Laden Stöpsel anfertigen lassen, die Höhen und Tiefen (vom Schall) rausfiltern. Vielleicht wäre das eine Möglichkeit. Wenn Du noch Fragen hast, melde Dich einfach kurz.

Liebe Grüße

Christine