Angst vor Ersticken durch feste Nahrung

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Forum: Stillen & Ernährung

Muttermilch oder Flasche? Was schmeckt kleinen Kindern aufs Brot? Hier könnt ihr Fragen zur Säuglings- und Kleinkindernährung, aber auch zu eurer eigenen Ernährung während der Stillzeit stellen. Unsere Stillberaterin Christina Law-Mclean beantwortet eure Fragen täglich in unserem Expertenforum.

Beitrag von 15101975 17.09.08 - 20:49 Uhr

Hallo

mein 2. Sohn ist nun bereits 7 Monate alt und je länger je mehr, möchte er unbedingt auch mal was anderes als Brei. Er ist ein sehr guter Esser, bekommt Brei seit er 4 Monate alt ist und als Ergänzung wird er auch noch gestillt.

Ich möchte hier nicht auf die Umstände eingehen - aber als ich 7 Jahre alt war, ist meine damals 5jährige Schwester erstickt. Dadurch bin ich seeehr ängstlich bei allem, was irgendwie mit Erstickungsgefahr zu tun hat.

Bei meinem ersten Sohn habe ich sehr spät angefangen mit fester Nahrung....aber es war einfach, er war der erste und ich konnte es vor ihm verstecken. Irgendwann habe ich dann mal mit einem Weggli angefangen, mit Reiswaffeln und Babyzwieback etc. Äpfel bekam er erst viel später...

mein zweiter Sohn jedoch guckt dem älteren förmlich alles weg...die Mübe meinte gestern, ich müsse wohl über meinen Schatten springen und dem Kind zuliebe damit anfangen....

Nun zu meiner Frage: Womit beginnt Ihr denn bei Euren Babies und in welchem Alter? Soll ich ihm jetzt morgen einfach mal eine Reiswaffel in die Hand drücken? Oder ab wann soll ich ihm ein Weggli geben? Worauf achtet Ihr? Und gibt es hier auch Mamis, die egal aufgrund von welchen Erfahrungen sehr ängstlich sind?

Ich wäre Euch super-dankbar, wenn Ihr mich etwas über diese Übergangszeit begleiten würdet mit einem kleinen Erfahrungsaustausch!

Liebe Grüsse

Dani & Felix (2.5 Jahre) & Alex (7 Monate)

Beitrag von muckel1204 17.09.08 - 20:55 Uhr

Ich weiß ganz genau wovon Du spichst, bei mir war es eine Patientin, die vor unseren Augen erstickt ist. Seitdem ist alles anders.
Ich bekomm schon ne Krise wenn der Große sich nur verschluckt:-[

Wie ich das dann beim Kleinen mache, weiß ich auch beim besten Willen nicht.
Auf alle Fälle hab ich immer Sachen gegeben, die nicht so gekrümelt haben, also Reiswaffeln fielen da schonmal raus, die hat er zum Glück eh nie gemocht.
Ich hab immer Babykekse gegeben, oder Brötchen.

Ich hoffe Du bekommst das hin und kannst mir dann von Deinen Erfahrungen berichten.
LG Carina

Beitrag von eumele76 17.09.08 - 20:58 Uhr

Hi,

wir ziehen in 3 Wochen in die schöne Schweiz, nur so nebenbei ;-).

Ja, ich bin da auch etwas ängstlich. An einer Reiswaffel hat er sich mal verschluckt und dann quer über den Fussboden gespuckt. weil mein Mann ihn aus dem Hochstuhl rausgerissen hat. Da war er ca. 10,5 Monate alt.

Ab da gabs so trockenes Zeug nicht mehr.

Das es bei den 2. Kindern schwerer ist glaube ich dir gerne.

Ich würde es mit weichen Sachen probieren. Weiche Birne z.B.. Reiswaffel etc. brauchen sie im Endeffekt noch nicht.

Oder mal etwas Banane geben. So stückeweise, das er es gut kauen kann ohne daran zu würgen.

Langsam machen. 7 Monate ist ja noch kein Alter für sowas. Samuel bekam in dem Alter grade mal seinen Getreide-Obst-Brei und mittags Gemüsebrei.

Lg,
Nina mit Samuel 15 Monate

Beitrag von sunflower.1976 17.09.08 - 21:50 Uhr

Hallo!

Auf jeden Fall weiche Sachen und keine harten Obst- und Gemüsestücke (also Apfelschnitze usw.)...
Beim 1. Hilfe-Kurs bei Kindernotfällen meinte der Kursleiter, dass man harte Sachen frühestens mit zwei Jahren geben solle. Denn vorher können die Kleinen noch nicht richtig kauen (sondern nur den Unterkiefer hoch- und runterklappen). Da harte Stückchen schlecht oder gar nicht ausgehustet werden können, sollte man so lange warten, bis das Kind richtig kauen kann.
Gib vielleicht erstmal kleine Stückchen Banane, Brot o.ä. Dann kann Dein Sohn schon mal nicht zu große Stücke abbeißen und sich daran verschlucken.

Ich bin auch ziemlich ängstlich, was das Verschlucken anbelangt weil ich zwei Mal kritische Situationen (ein Kleinkind und ein Erwachsener) mitbekommen habe.

LG Silvia

Beitrag von jindabyne 17.09.08 - 22:02 Uhr

Ich kann Dir Deine Ängste ebenfalls nachfühlen. Die Tochter eines Arbeitskollegen ist vor einigen Jahren am Abendessen erstickt. Das hat mich damals sehr schockiert, da ich das Mädchen auch gekannt habe. Ich war deshalb bei meiner Großen immer sehr nervös, wenn sie sich auch nur ein bisschen am Essen verschluckt hat - und das ist anfangs ständig passiert.

Mir hat es geholfen, einen Erste-Hilfe-Kurs für Säuglinge und Kleinkinder zu besuchen. Die Kursleiterin habe ich dann gelöchert zum Thema Ersticken und was man alles tun kann/muss, um Schlimmeres zu verhindern.

Meiner Tochter habe ich anfangs vor allem Lebensmittel gegeben, die weich sind und gut "rutschen" (z.B. Banane). An Brot hat sie sich lange fürchterlich verschluckt, also hat sie es als richtige Mahlzeit erst mit über einem Jahr bekommen. Heute isst sie zum Glück sehr gut und kaut auch gründlich. Ich achte auf eine ruhige Atmosphäre beim Essen und dass sie nicht schlingt. Gut gekautes und eingespeicheltes Essen (sorry für die Details ;-)) rutscht einfach besser runter.

Bei meiner zweiten Tochter werde ich es ebenso machen, wenn sie in einigen Monaten soweit ist.

LG Steffi

Beitrag von morie 17.09.08 - 23:16 Uhr

Hallo Dani!

Ich war/bin, was das anbetrifft auch recht ängstlich. Am einfachsten zu essen sind, glaube ich, geschälte Stücke einer wirklich reifen Birne!
Empfand ich als "gefahrloser" ;-) als Banane!
Reife Mangos, Nektarinen und Pfirsiche sind auch nicht verschluck-gefährlich, aber da wäre Dein Kleiner wohl noch zu jung für...dann fallen mir noch Dinkelstangen ein.
Solange er die lutscht und nicht abbeißt, gibt das zwar eine Riesensauerei, aber ersticken kann man an dem Dinkel-Sabber-Gemisch sicher nicht :)

LG,

Silke