wie lange wird sie durchhalten??

Archiv des urbia-Forums Trauer & Trost.

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Forum: Trauer & Trost

Fehlgeburt, Tod eines geliebten Menschen, Angst, nicht enden wollende Trauer um ein Sternenkind: Leider stehen wir nicht immer auf der sonnigen Seite des Lebens, diese Erfahrung muss jeder von uns machen. Oft hilft es, mit anderen darüber zu sprechen...

Beitrag von ich-habe-zwei-davon 17.09.08 - 23:03 Uhr

hallo,

vielleiht hat ja schon jemand etas ähnliches erlebt und kann ein wenig berichten,...

mein vater seine frau hat zwei söhne und einer davon ist vor 9 wochen erneut papa geworden. während der schwangerschaft haben sie die eltern aufgeklärt das ihre tochter strak geistig behindert zur welt kommen wird und keine nieren hat.

mein "stiefbruder" (so sage ich jetzt mal zu ihm) entschied sich, dass sie das kind nicht zu bekommen, da er (mitte 20) sich den anforderungen nicht gewachsen sei und auch dem kind das leid ersparen wollte. sie (23jhre alt) entschied sich jedoch dazu das baby zu bekommen.

sie lehnte die kleine wochenlang ab, zeigte keine reaktion, keine emotionen und ging sie auch anfangs nicht auf der kinderintensivstation besuchen - ER war im gegenzug tagtäglich bei der kleinen.

die mausi ist jeden tag wegen den nieren angeschlossen an den geräten und hat wohl auch noch weitere gerätschaften (ich selbst hab noch nicht mit den eltrn reden können, sondern alles nur von der frau meines vaters erfahren - wir wohnen alle etwas weiter auseinander gezogen).

die kleine püppi soll nah hause kommen - dort wird alles vorbreitet und die eltern werden momentan im krankenhaus geschult, damit sie mit allem umgehen können wenn es soweit ist.

sie warten nun auf eine spenderniere für sie - sollte mausi die augen schließen bevor es eine spenderniere gibt, so leiten sie keine lebenserhaltenen maßnahmen ein,..


ich befinde mich gefühlsmäßig in der zickmühle,...


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Beitrag von -avenahar- 18.09.08 - 11:55 Uhr

Hallo Du!

Ich kann mir natürlich nur annähernd vorstellen, wie es dir im Moment geht...

Hast du das Baby denn auch schon besuchen können?

Ich möchte dir aber gerne ans Herz legen, dass du versuchen solltest deine Schwägerin NICHT zu verurteilen.
Es ist eine verdammt harte und sehr schwierige Entscheidung, ob man sein Baby, welches man bereits in sich spürt wegen einer Behinderung vorzeitig herzugeben... diese Entscheidung ist frei von Logik und Vernunft. Auch wenn ich die Sichtweise deines Bruder verstehen kann und auch eher dahin tendiere...
Aber überlege mal: könntest du dich gegen einen Abbruch entscheiden (sicherlich nach 4 Monaten)???? Wie würdest du damit umgehen?

Dass deine Schwägerin das Mäuschen jetzt ablehnt zeigt nur, wieviel Angst und Verzweiflung sie JETZT in sich trägt.
Deine Schwägerin braucht Hilfe, sonst macht sie sich ein Leben lang Vorwürfe.

Lasst sie nicht allein. Habt ihr die Krankenhausseelsorge angesprochen? Die können einen ersten Kontakt zur Mutter aufnehmen!

Ich wünsche, dass die Kleine schnell eine Niere bekommt und trotz Behinderung eine Bereicherung für die Familie ist.

Ich wünsche deinem Bruder und deine Schwägerin viel Kraft und ich wünsche allen, die kein verständnis für die Mutter aufbringen können, dass sie etwas ihr Herz erwärmen und erkennen, in welcher Not sie jetzt steckt.

LG
Anja

Beitrag von ich-habe-zwei-davon 19.09.08 - 18:47 Uhr

hallo anja,

lieben dank für eine worte.

aus der familie wird die frische mama nicht verurteilt oder verachtet - nein auf keinen fall, denn sie ist eine ganz herzenswarme person.

wie ich mich entschieden hätte kann ich dir nicht sagen, denn ich denke erst wenn man in einer brikären (?) situation steckt, kann man handeln so wie man es für richtig sieht.

bisher konnte ich die kleine mausi auch noch nicht sehen, hoffe ds sich das aber ändern wird #herzlich

lg2