Was meint Ihr dazu? Beikostbeginn mit 4,5 Monaten

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Forum: Stillen & Ernährung

Muttermilch oder Flasche? Was schmeckt kleinen Kindern aufs Brot? Hier könnt ihr Fragen zur Säuglings- und Kleinkindernährung, aber auch zu eurer eigenen Ernährung während der Stillzeit stellen. Unsere Stillberaterin Christina Law-Mclean beantwortet eure Fragen täglich in unserem Expertenforum.

Beitrag von li123 18.09.08 - 10:05 Uhr

Hallo Ihr Lieben,

ich hätte gern mal ein paar Meinungen...

Ich weiß, eigentlich ist es zu früh, aber meine Mutter meinte, ich solle vielleicht mal einen Abendbrei einführen, weil Ina seit 2 Wochen alle vier Stunden nachts wach wird. Vorher hat sie ganz toll geschlafen und eine Schlafphase von 7-9 Stunden gehabt. Traumhaft!#freu

Ich erinnere mich, dass meine Hebi im Stillcafé einer Mutter neulich geraten hat, Haferflocken zu essen, damit die Milch gehaltvoller würde. Das könnte ich ja ausprobieren. Allerdings muss ich gestehen, ich müsste mich jetzt echt überwinden Haferflocken zu essen. In der Schwangerschaft habe ich mich quasi davon ernährt und jetzt habe ich das Gefühl, ich habe für mein Lebtag genug davon. #hicks

Ich weiß, man soll so lange stillen wie möglich. Und sechs Monate wollte ich eigentlich auch voll machen. Aber irgendwie gibt mir das schon zu denken, was meine Mama gesagt hat.

Sie hat bei meinem Bruder mit 3 oder 4 Monaten schon mit Beikost angefangen.
Ist halt auch ne andere Generation.

Gibts noch andere Sachen (außer Haferflocken), die die Milch gehaltvoller werden lassen? Oder muss ich da jetzt einfach durch, und es regelt sich von selbst?

Was meint Ihr?

Danke für Eure Meinungen und Tipps!

Alles Liebe

Li mit Ina (*9. Mai)

PS: Mein Bruder hat übrigens auch total viele Allergien.
Ich wurde allerdings auch nur 3-4 Monate voll gestillt und habe keine einzige Allergie.

PPS. Mein Mann stößt eigentlich ins gleiche Horn wie meine Mama. Er will schon ewig mit Brei anfangen...oder wenigstens mit Fläschchen, damit er auch mal füttern kann. #augen (ich pumpe schon manchmal ab, und wenn ich weg bin, füttert er natürlich)

Beitrag von bambela86 18.09.08 - 10:15 Uhr

meine Kia hat mir dazu geraten ab beginn des 4. Monats anzufangen und das hab ich auch gemacht. Sie meint es ist blödsinn bis 6. monat zu warten, kann man muss man aber nicht.

jetzt haste dir natürlich genau das richtige kampf thema ausgesucht. Die Meinungen gehn nämlich hier weit auseinander.

Wenn dir dein Geühl sagt ich fang an dann versuch es mal. Du siehst ja dann ob dein Kind schon soweit ist und wenn nicht wartest einfach noch etwas.

Beitrag von sunflower.1976 18.09.08 - 10:16 Uhr

Hallo!

Zeigt Deine Tochter denn schon deutliches Interesse an Eurem Essen? Also schaut sie nicht nur neugierig sondern sabbert verstärkt, wenn Ihr esst, kaut mit, ohne was im Mund zu haben? Versucht sie, Essbares zu erwischen und in den Mund zu stecken?
Ist der Zungenstreckreflex schon abgeschwächt? Der sorgt dafür, dass das Baby in den ersten Lebensmonaten nichts falsches verschluckt und dazu gehört auch Brei. Erst wenn der Reflex abgeschwächt ist, ist der Körper beikostreif. Manche Eltern finden es "süß", wenn das Baby den Brei und den Löffel wieder aus dem Mund rausschiebt und meinen, dass es am Geschmack liegt. Dabei ist es ein Schutzreflex, der sich erst von alleine abschwächen muss. Das kannst Du testen, indem Du Deine STochter mit einem leeren Löffel oder mit Wasser vom Löffel fütterst.
Hat Deine Tochter im unterstützten Sitz (nur testweise!) eine sehr gute Kopfkontrolle?
Hat sie länger verstärkt Hunger, ohne im Schub zu stecken oder vorher krank gewesen zu sein?
Wobei ich alle vier Stunden nachts völlig normal finde. Das Schlafverhalten ändert sich immer mal wieder, selbst wenn die Kleinen schon durchgeschlafen haben.

Erst wenn das alles gegeben ist, dann ist Deine Tochter wirklich beikostreif. Sie zeigt Dir dadurch eigentlich selber, wann sie etwas anderes als Mich braucht. Bei manchen Babys ist das im 5. Lebensmonat soweit, bei anderen zum Beispiel erst im 7. oder 8.

Du kannst die Fragen ja mal für Dich durchgehen. Vielleicht erleichtert Dir das die Entscheidung, wann Du mit Beikost beginnst.

Ich denke, dass Deine Milch nicht "weniger gehaltvoll" geworden ist. Es ist einfach eine normale Phase, die sich auch wieder gibt.

LG Silvia

Beitrag von qrupa 18.09.08 - 10:17 Uhr

Hallo

ja, deine Mma ist eine andere Generation und da hieß es oft noch ab dem 4. Monat reicht die Milch nicht mehr aus. Ist aber Blödsinn. Deine Milch muß auch nicht gehaltvoller werden. Wenn du dich normal gesund ernährst enthält deine Milch alles was dein Baby braucht. Dass deine kleine zur Zeit öfter kommt ist ganz normal zu diesem zeitpunkt und ändert sich auch bald wieder. Sie ist nur gerade dabei die Milchmenge an ihren Bedarf anzupassen.
Wenn du selbst vom stillen überzeugt bis und wenisgtens die ersten 6 Monate voll stillen willst, würde ich mir da nciht reinreden lassen. Nicht alles was man früher für sinnvoll und normal hielt ist auch tatsächlich gut und richtig (sonst hätten wir heut noch die Prügelstrafe).
Deinem Mann könntest du evtl mal zeigen was die WHO zu dem Thema sagt (von solchen Dingen lassen sich Männer oft mehr beeindrucken).

LG
qrupa

Beitrag von steffi2107 18.09.08 - 10:19 Uhr

Hi,

na klar kannst du beginnen aber nur damit sie durchschläft??? Das hat nix mit satt sein zu tun. Wenn sie das nachts noch braucht denn braucht sie das auch wenn du ihr abends Brei gibst. Meine Kleine hat mit drei Monaten durchgeschlafen und ich habe voll gestillt und der Lütte von meiner Freundin schläft immer noch nicht durch obwohl er Brei bekommt. Kinder sind da unterschiedlich.
Wenn du mit Beikost beginnen willst, denn mach das mittags mit Gemüse. Wenn du abends beginnst und er das noch nicht abkann, denn quält er sich die ganze Nacht.
Um die Milch gehaltvoller zu bekommen, musst du dich einfach nur gesund und ausgewogen ernähren und viel viel trinken.

LG Steffi

Beitrag von gordana 18.09.08 - 10:22 Uhr

hallo,

also ich hab in der zeit, also kurz nach dem 4. monat, mit brei angefangen, allerdings mittags - es heißt dass evtl unverträglichkeiten dann noch am tag erkannt werden können und mit dem abendbrei hätte man dann - falls unverträglichkeiten entstehen - nachts damit zu tun. aber man kann schon abends anfangen.

wenn du wirklich anfangen möchtest mit beikost dann versuch doch einfach ob die kleine das überhaupt möchte, egal ob fläschchen oder brei, denn nur weil wir vielleicht wollen, wollen das die kleinen nicht umbedingt ;-)
mein kleiner hat nämlich gut angefangen und dann haben wir eine zweiwöchige pause eingelegt weil er nicht mehr mochte. was ja auch ok ist.

aber lass dir nicht reinreden dass du es sollst, denn es kan ja auch sein dass es nur eine phase ist und es legt sich dann wieder und sie schläft wieder durch!
wenn sie sonst satt wird dann still einfach weiter, das nächtliche schlafen - oder nicht-schlafen - kann verschiedene gründe haben.

lg,
gordana

Beitrag von muehlie 18.09.08 - 10:29 Uhr

Hallo Li,

wenn du schon so früh anfangen willst, okay. Aber einen Vorteil hat es wirklich nicht. Schau dich im Schlafforum um, da gibt es genug Kinder, bei denen schon das Abendbrot (und andere Mahlzeiten) ersetzt wurde, und die schlafen auch noch nicht durch. Durchschlafen hat wirklich absolut NICHTS mit der Sättigung zu tun.
Mein Sohn hat übrigens auch mit 2 Monaten durchgeschlafen. Als er 3 Monate alt war, war's dann plötzlich vorbei. Das Schlafverhalten der Kleinen ändert sich immer wieder mal.

Zum Beikostbeginn: ich weiß nicht, warum es hier im Forum beim Zeitpunkt des Beikostbeginns immer nur um Allergien geht. Über die beste Strategie zur Allergieprävention streiten sich die Experten immer noch (wobei es durchaus logisch erscheint, dass der Körper eher eine Reaktion auf "fremde" Stoffe zeigt). Das möglichst lange Stillen bietet aber noch eine ganze Reihe weiterer gesundheitlicher Vorteile.
Die Tatsache, dass es zahlreiche früh beikostgefütterte Kinder ohne Allergien und zahlreiche Langzeitstillkinder mit Allergien gibt, würde für mich noch lange nicht für die frühe Einführung von anderen Lebensmitteln sprechen. :-)

LG
Claudia

Beitrag von muehlie 18.09.08 - 10:39 Uhr

Fällt mir gerade noch ein, was ich vor Kurzem irgendwo gelesen habe. Da stand, dass in der Muttermilch ein Stoff enthalten ist, der Babys ruhigstellt. Im Laufe des Tages nimmt die Konzentration dieses Stoffs in der MuMi jedoch immer mehr ab. Erst, wenn die Mama sich ausruht, kann der wieder neu gebildet werden, daher wird empfohlen, dass Mama sich nachmittags noch mal eine Runde aufs Ohr legt.

;-)

Beitrag von li123 18.09.08 - 11:03 Uhr

Danke schon mal für Eure Antworten.

Ich glaube ehrlich gesagt überhaupt nicht, dass Ina schon so weit ist. Sie zeigt eigentlich kein großes Interesse an unserem Essen und irgendwie habe ich den Eindruck, sie ist noch nicht so weit.

Werde mich nicht bequatschen lassen. Aber die Idee, dass sie vielleicht nicht satt wird, hat mich schon etwas nachdenklich gemacht.

Obwohl ich heute Nacht dachte, sie friert vielleicht. Die Arme sind sooooo eiskalt nachts.

Von den Fragen, die ich mir stellen sollte (#danke Sunflower76), kann ich eigentlich nur eine positiv beantworten (die mit der Kopfkontrolle - allerdings erst seit ein paar Tagen! Ina macht das jetzt schon sooooo toll! *PlatzvorStolz* ;-)).

Von daher warte ich noch.

Liebe Grüße und vielen vielen Dank!

Li

PS. Fällt es Euch auch manchmal so schwer, Euch mit Eurer eigenen Meinung und Gefühl, durchzusetzen? Und dann auch noch gegen den eigenen Mann... Oh Mann! #augen Ganz schön blöd...

PPS. Sie könnte ja auch gerade mitten im 19. Woche-Schub stecken. Ist ja gerade die 19. Woche bei uns. Und es geht ja schon ein paar Wochen so.

Beitrag von juliocesar 18.09.08 - 17:58 Uhr

hallo li

lass dich nicht verunsichern. dass deine mutter dir rät, bereits brei zu geben, liegt daran, dass das bei ihrer generation so üblich war. dass dein mann dir dazu rät, liegt vielleicht daran, dass sich die väter oft nicht so intensiv mit der ernährung auseinandersetzen wie die mütter und sich an dem orientieren, was angeboten wird (z.b. gläschen ab dem 4. monat, also wärs doch jetzt an der zeit - jeden fall bei uns so der fall). klär die beiden auf und sag ihnen, dass du dich genaustens informiert hast und dein kleines noch nicht beikostreif ist. sunflowers argumente kannst du anbringen, die haben hand und fuss.

lg gabriela.

Beitrag von rick75 18.09.08 - 11:04 Uhr

Hallo Li,
ich hatte bei bennet auch mit beikost angefangen mit 4,5 Monaten Er hatte starkes Interesse an meinem Essen gezeigt und mir die Pommes vom Teller geklaut. Er fand es am Anfang glaube ich spannend weil neu aber dasnn wurde es ein Kampf und das wollte ich gar keinen fall und hab wieder aufgehört. Werde dem Spatz noch ein paar Wochen Zeit lassen und dann nochmal probieren. ich denke er war noch nicht soweit und hat mir das gezeigt. Und zum Essen zwingen geht nicht er soll ja mal Spaß dabei haben. Also wird er weider voll gestillt udn irgendwaan probieren wir wieder udn wenn snicht klappt dann machts auch nix dann wird wekiter gestillt bis zum nächsten Anlauf.........! Er wird schon irgendwann bereit sein. Ich denke Du merkst das.
Aber mit Nachts durchschlafen hat Beikost meiner Meinung nach nichts zu tun.
Gruß rick75