1. mal = üble geburtsgeschichte, wie jetzt entbinden?

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Forum: Geburt & Wochenbett

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Beitrag von mixibaby 18.09.08 - 11:09 Uhr

hallo,

klicke mich so durch die foren, in denen geburtsberichte stehen und versuche eine entscheidung zu fällen. bin 36. ssw u habe ss-diabetes. trotz diät ist das baby ziemlich groß (hat aber auch einen großen papa ;-).
tja, und schon bei der ersten geburt habe ich ein großes kind (4200 g, 59 cm) nur mit saugglocke rausbekommen.
eine frau schrieb bei www.eumom.de einen bericht, der mich echt sehr an mein eigenes erlebnis erinnert hat (wenn jemand lesen will:
http://www.eumom.de/de/forum/topic.asp?TOPIC_ID=1713).
ich hatte auch 4 std presswehen gehabt und ne schlecht sitzende pda usw. meine frage an euch: soll ich es nochmal tun oder nicht? ich lese auch oft über ks, die ganz unproblematisch waren.
bitte um input, danke im voraus, lisa

Beitrag von meloro 18.09.08 - 11:23 Uhr

ALso meine erste Geburt war auch der Horror: 19 Stunden Kreißsaal, PDA musste 3x gestochen werden, abgeklemmter Ischais Nerv, Baby war ein Sterndal gucker, SAugglocke, Not-kaiserschnitt.

Also ich bin jetzt in der 34SSW und habe in 4 Wochen meinen Kaiserschnitt, mei FA sagte das es einfach zuviele Risiko faktoren waren bei der ersten das es diesmal einfach besser wäre einen Kaiserschnitt zu machen.

Ich geb dir einen guten Rat, überleg dir das gut und lass dir von keinem etwas reinreden.

Lg Melanie

Beitrag von mixibaby 18.09.08 - 12:07 Uhr

hallo,

das ist ja das schlimme, dass man es eben vorher nicht genau wissen kann wie es sein wird. meine knochen im becken sind anscheinend auch ziemlich eng - warum aber super zierliche frauen wie eine freundin von mir ohne große probleme 4700 g kinder entbinden können und solche ganz normal gebauten wie ich es mit saugglocke machen müssen ... keine ahnung:-(
morgen hab ich einen termin mit der hebi, und dann erzähle ich der mal meine gedanken. wollte ja eigentlich ambulant entbinden dieses mal, damit alles ganz anders ist als beim ersten mal horrortrip. aber wenn das kind so groß wird, hab ich eben doch angst. die wird natürlich sagen, versuch es erstmal so. hebi eben ;-)
du arme - 3 x pda gestochen, das hört sich ja super übel an!!! also wenn es bei mir am ende doch einen ks gibt, dann nur noch mit voll-narkose, ist mir dann lieber einfach aufzuwachen und das baby aufm bauch zu haben glaube ich.

Beitrag von meloro 18.09.08 - 12:33 Uhr

Hallo,
deine Hebamme wird dir sicher zu einer spontanen geburt raten.

Ich habe auch sehr viel mit meinem FA darüber gesprochen und der hat mir gleich gesagt das ich mir nur im klaren sein muss, das die Ärzte im Krankenhaus immer nur in letzter sekunde einen Not-kaiserschnitt machen. Das heisst für mich, wenn ich eine normale Geburt haben möchte und ich merke dann das es auf genau das selbe rausläuft wie bei der ersten hab ich pech und muss das alles noch mal durchstehen bis die ärzte bereit sind einen kaiserschnitt zu machen.

Ich habe mit meinem freund sehr lange darüber gesprochen und wir haben uns dazu entschieden einen Kaiserschnitt per Vollnarkose machen zu lassen. auch für unser Baby, weil für meine Tochter war ihre Geburt der volle Horror, sie hat die ersten wochen nur geschrien und sich nicht anlegen lassen.

Beitrag von qrupa 18.09.08 - 11:33 Uhr

Hallo

es gibt problematische KS und problematische spontane Geburten.

hast du einen Hebamme? Mit der würde ich ertsmal sprechen und sehen was bei der erstenGeburt schief gelaufen ist, was man im Vorfeld tun kann um es dieses mal zu vermeiden und sehen wie groß die Gefahr ist, dass das gleiche dieses mal wieder passiert.
ich würd mir in dem Fall wohl eine Beleghebamme suchen, es spontan versuchen mit ihr aber auch ganz genau abklären, in welchen Fällen ein KS gemacht werden soll. Wenn du Glück hast, hast du dieses mal eine völlig unkomplizierte spontane Geburt und wenn es dir zu weit geht, wird ein KS gemacht.

Auch wenn ich mit meinem KS keine allzu großen Probleme hatte, du kannst dich die ersten Tage nicht wirklich gut um dein Baby allein kümmern und auch nachdem ich wieder zu hause war hat es noch fast 2 Wochen gedauert bis ich mich wirklich wieder zu 100% bewegen konnte ohne Schmerzen zu haben. Und auch wenn es bei mir alles recht unkompliziert war, ich würd es nie freiwillig wieder haben wollen.

LG
qrupa

Beitrag von mixibaby 18.09.08 - 12:18 Uhr

hallo,

die hebammen sagen, was alle sagen: jede geburt ist anders. auch bei größerem gewicht kann es beim 2. mal einfacher gehen, spielt auch ne rolle, wie sich die bänder dehnen und die schädelknochem vom baby zusammenschieben, um durch den geb-kanal zu gelangen und das ist ja wohl auch so. vielleicht denke ich in 4 wochen - was hab ich mir nen kopp gemacht, weil alles so easy war.

im moment bin ich einfach nur unschlüssig :-(

Beitrag von coyomiez 18.09.08 - 12:36 Uhr

Hallo Lisa, oh man, das ist ja ein krasse Geschichte. Habe bei http://www.eumom.de nachgelesen, wirklich erstaunlich. Ich bin ja erst ganz am Anfang, aber was ich hier so in den Foren lese, da muß man ein dickes Fell haben. Auf jeden Fall vielen Dank für die Info.
Lara

Beitrag von hebigabi 18.09.08 - 14:35 Uhr

Hab schon wirklich viele Frauen gehabt, die für´s 1. ewig und 3 Tage gebraucht haben und das 2. ist förmlich rausgeflutscht - auch größe Kinder und ich meine richtig große Kinder (gerade wieder aktuell eine wo das 3. jetzt nur 4700 gr hatte- in 1 Stunde und der letzte davor mit 5080 in 2 1/2 Stunden kam und beide hatten einen KU von 39 cm)

Also - es läuft durchaus völlig anders und dann auch meist besser

LG

Gabi

Beitrag von hebamme29 18.09.08 - 18:48 Uhr

Hallo,

ein KS ist immer ein höheres Risiko und bedeutet mehr Schmerzen...das ist leider so. Für das Kind bedeutet es lebenslange Nachteile wie falsche Darmbesiedelung. Ohne echten Grund sollte man also keine Not-OP wie den KS machen lassen.

Ich kann dir nur ein anderes KKH empfehlen...denn 4 Stunden Pressphase sind nicht gerade die feine Art und auch völlig falsch!
Schau dich mal um, lass dir von deiner Hebamme ein vernünftiges KKH empfehlen...denn das, was du erlebt hast, war nicht die Norm und Regel!


LG Hebamme Nina

Beitrag von savina 19.09.08 - 17:10 Uhr

Dass ein KS mehr Schmerzen bedeutet, kann ich nicht unterstützen.
Ich habe mein 3. Kind im Geburtshaus bekommen, weil ich dachte, da sei ich in guten Händen.
Diese Geburt war der pure Irrsinn, ich hätte nie geglaubt, dass man solche Schmerzen bei Bewußtsein erleben kann - ich hätte gewettet, man wird irgendwann ohnmächtig - ist aber nicht so.

Dann bin ich auch noch gerissen, wie man nur reißen kann. Das mußte nach einigen Wochen nachoperiert werden, weil der Harnleiter durch die Narben irritiert wurde. Und nochmal: Schmerzen über Schmerzen nach der OP, und jetzt immer noch: Sex, was soll daran schön sein??

Ich bin mir sicher, sollte ich je ein 4. Kind wollen, wird das ein KS ! Schlimmer als die zusammengezählten Schmerzen bei und nach dieser Ach-so-natürlichen, von Hebammen geleiteten Geburt kann ein KS nie und nimmer sein!

Beitrag von misscream 20.09.08 - 00:37 Uhr

du schon wieder mit deiner ewigen angstschürerei und deiner angst vor dem berufsverlust.

"lebenslange nachteile", das ich nicht lache.

arme frauen die einen notkaiserschnitt hatten und so etwas von einer medizinischen fachkraft lesen müssen.
wirklich traurig.

überleg dir mal bitte, was du hier machst und wie du deine position als profi hier in diesem forum vertrittst.

es gibt hier noch mehr hebammen aber nur du fällst hier immer wieder so extrem negativ auf mit deinen äusserungen zum kaiserschnitt.
und zwar nicht nur mir, es gibt allerdings viele leute, die sich durch ein gewisses hoheitsdenken nicht mit einer hebamme "anlegen" wollen, aus angst bei einer diskussion den kürzeren zu ziehen.


Beitrag von savina 20.09.08 - 08:37 Uhr

Hey misscream,

da bin ich ja mal gespannt, ob Du eine Antwort von <Hebamme Nina> bekommst.
Ich hatte sie auch einige Male schon angeschrieben, weil sie echt krasse Meinungen vertritt. Antwort hab' ich von ihr nie bekommen....
Ob sie wirklich 'ne Hebamme ist? Prüft das eigentlich irgendwer??
Alles Liebe
Savina


Beitrag von misscream 20.09.08 - 16:21 Uhr

hallo Savina,
ich bin auch gespannt, ist auch das zweite mal dass ich ihr schreibe und ich habe bisher keine antwort bekommen.
ich finde sie schürt wirklich angst und das sollte sie als hebamme in einem forum wie diesem unterlassen. ich denke auch irgendwie immer an frauen die einen notks hatten und dann lesen, was sie für versager sind und was sie doch ihrem kind angetan haben.
vor allem weil sie von vielen unwissenden als "profi" total für voll genommen wird und ihre aussagen nicht unbedingt hinterfragt werden.
ob sie wirklich eine hebamme ist, das weiss wohl nur die gute selbst ;-)
und prüfen tut das hier (leider) niemand soweit ich weiss...

viele liebe grüsse...

Beitrag von knopf1 20.09.08 - 14:15 Uhr

"Für das Kind bedeutet es lebenslange Nachteile "

Wegen solchen Äußerungen und Hebammen wie dir, müssen Frauen mit plötzlichen, ungeplanten Kaiserschnitten oder gar Notkaiserschnitten hinterher in psychologische Behandlung.

Ich kenne viele solcher armen Frauen!

Vielen Dank!

Beitrag von blanksbibbi 20.09.08 - 15:17 Uhr

Du wetterst hier immer so dermaßen über den Kaiserschnitt, dass mir alle Mütter leid tun, die einen haben MÜSSEN.

Ein richtiges Gehetze ist das!

Als Hebamme sollte man doch auch die Gabe haben sich in andere reinzuversetzen, Verständnis und Toleranz üben.

Natürlich musss man über den Kaiserschnitt anständig aufklären, ab was du in diesem Forum machst hat mit objektiver Aufklärung teilweise nichts mehr zu tun.

Du bist so eine richtige Hebammen-Emanze, die alles an sich reißen will und sogar gegen die Ärzte wettert.

Die anderen Hebammen hier im Forum sind doch auch nicht so.

Der Kaiserschnitt wird von dir hingestellt, wie auf einer Schlachtbank.

Alle Probleme, die Frauen mit einer vaginalen Geburt haben, entweder vor sich oder schon hinter sich, werden bagatellisiert.

Etwas unobjektiveres als dich gibt es gar nicht.

Und dein geliebet Odent oder "der KS hat kein Gesicht", es ist immer diesselbe Literatur, die du empfiehlst.
Wenn dir Frauen Bücher nennen, die die andere Seite aufzeigen oder wenigstens objektiv vergleichen, dann kennst du diese nicht (schlecht in deinem Beruf) und es interessiert dich auch nicht.

Bücher wie " der Kaiserschnitt hat kein Gesicht" zur seelischen Verarbeitung der KS, werden doch durch Hebammen wie dich erst nötig!

Ich würde an deiner Stelle einfach ein bißchen vorsichtiger sein.

Dein größtes Lebensziel scheint es zu sein, die böse Wunschsectio auszulöschen.
Ich verstehe diesen Wunsch als Hebammen.
Aber mit reinem Angst schüren vor dem Kaiserschnitt wirst du NICHTS erreichen. Im Gegenteil.


sonst vielleicht eine Wunschsectio (die weitaus schlimmere, raumgreifendere Neben- und Nachwirkungen hat...da sind die der PDA minimal dagegen) wollen.

Wir Hebammen hoffen, dass es mit der Akademisierung unseres Berufes auch bald soweit ist. Ein weiterer wichtiger Schritt ist die verschärfte Sectioüberprüfung durch die KK, die bald durchgesetzt wird.

Die Sectiorate von 40% finde ich sehr viel bedenklicher und das ist definitiv vorerst wichtiger, diese zu senken.

Ein KS ist mit der Mini-OP Appendektomie nicht mal ansatzweise vergleichbar, da der KS eine der tiefsten Bauch-OPs überhaupt ist.

Wenn ihr sehen würdet, dass jemand unbedingt ins Feuer fassen will, würdet ihr ja auch aufschreien und ihn aufklären wollen, was da passieren kann...

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Die Risiken bestimmen sich anhand der Mortalität und Morbidität von Mutter und Kind.
Die sind bei einem Kaiserschnitt generell für die Mutter 6-fach, für das Kind ohne Indikation doppelt bis vierfach so hoch.
Das ist medizinischer Fakt, daran kann man nichts rütteln.
Die Risiken entstehen u.a. aus den gängigen OP-Risiken und beim Kind v.a. durch die Nachteile des fehlenden Geburtswegs.

Das Rupturrisiko ist weitaus geringer als das Risiko, dass du oder dein Kind bei der Operation einen Schaden nehmen oder sogar resultierend sterben. Deshalb sollte man da vorsichtig abwägen!

es gibt diverse Risiken und viele, sagen wir, Unterschiede, die sich auf das Kind besonders im späteren Leben auswirken,

Inzwischen wurde auch ein Zusammenhang zwischen der gestiegenen AD(H)S-Rate und der gestiegenen Sectiorate gefunden, außerdem gibt es bei Sectiokindern mehr Allergien und Neurodermitisvorkommen.

Unter anderem die Anpassungsschwierigkeiten, die nach Kaiserschnitten signifikant häufiger vorkommen...weiterhin wird der Darm des per Sectio geborenen Kindes durch "negative" Keime besiedelt, nicht durch die "idealen" Keime, die sich in der Vagina der Frau finden...man vermutet, dass hier auch der Zusammenhang zwischen der erhöhten Allergie- und ND-Rate bei Sectiokindern liegt.

Außerdem steigt die Morbidität und Mortalität für das Kind an. Untersuchungen haben gezeigt, dass eine Sectiorate über 10% das fetal outcome stark verschlechtert!

Die sind ja in dem Film noch fast harmlos...damals als Schülerin bin ich beim ersten Kaiserschnitt umgekippt und habe wochenlang keine Steaks essen können...



Du bist ja richtig besessen!

Wie willst du einer Frau, zB mit Querlage, die all diese Sachen von einer kompetenten Hebamme wie dir liest,
denn da noch die Angst und die eingeredeten Geburtserlebnisverlustgefühle nehmen?

Beitrag von misscream 20.09.08 - 16:28 Uhr

danke, diese zusammenfassung von hebamme ninas geistigen ergüssen und wissenschaftlich extrem fundierten aussagen war echt nötig.
so kann man mal schwarz auf weiss sehen, dass die dame nicht ganz sauber ist.

vielleicht sollten wir all diese aussagen mal an urbia intern weiterleiten?


Beitrag von jennyp 19.09.08 - 09:05 Uhr

Den Rat ne Hebamme zu fragen kannst Du m.E. vergessen. Hebammen raten immer zu ner natürlichen Geburt. Berate Dich evtl mal mit Deinem Arzt, wie der die Chancen dieses Mal einschätzt.

Nach meinem Notkaiserschnitt bei meiner Tochter wähle ich dieses Mal ganz bewusst einen geplanten Kaiserschnitt. Nochmal möchte ich das nicht durchmachen. Ich hab auch viel hin und her überlegt, aber jetzt steht das für mich fest und meine Ärtztin unterstützt mich dabei.

Handel nach Deinem Gefühl und lass Dir von anderen nichts einreden, was Du eigentlich nicht möchtest.

LG
Jenny

Beitrag von mixibaby 22.09.08 - 14:34 Uhr

hallo zusammen,

es sind zum glück nicht alle hebammen nur auf die spontangeburt fixiert und verteufeln den ks an sich.
in jedem beruf gibt es welche mit scheuklappen, auf die muss man ja nicht unbedingt hören. lebenslange nachteile für die kinder - naja, mein mann und seine geschwister sind alle per ks geholt worden und kerngesund. das kann ich mir kaum vorstellen dass das stimmt. und das einzige neurodermitis-kind was ich kenne ist spontan geboren in 3 std.

meine entscheidung fällt am freitag, da hab ich den letzten fa-termin vor dem urlaub meiner ärztin, die sagt mir dann das errechnete gewicht, und dann wird sich zeigen, was zu tun ist. danke für euren rat, lisa