Reiten

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Forum: Schwangerschaft

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Beitrag von -elli- 18.09.08 - 12:56 Uhr

Hallo zusammen,
hätt da mal ne Frage.. Ich habe selber 3 Pferde und jede menge anderer Tiere zu Hause. Ich bin unter der Woche allein da mein Freund beruflich nur am Woend zu Hause ist. Es ist sehr viel arbeit und ich versuch die schweren Sachen aufs Wochenend zu verschieben, was nicht immer ganz so einfach ist.

Jetz meine Frage.. Reitet ihr in eurer SSW? In meiner ersten SSW bin ich schon geritten, natürlich nur ganz gemütlich. Leider hab ich meinen Zwerg damals verloren. Aber lag es am Reiten?? Was meint ihr dazu?

Danke schon mal für eure Antworten..

LG Elli 10 + 2

Beitrag von ninakr 18.09.08 - 12:59 Uhr

hallo

ich bin in meiner ersten SS auch geritten , natürlich auch nur ganz gemütlich. Mein FA meinte das würde dem Kind nicht schaden! Da die zwei Pferde nun ihr Gnadenbrot bekommen kümmere ich mich trotzdem noch um sie aber reite halt leider nicht mehr!
Muß natürlich jeder selber wissen. ein Risiko besteht natürlich immer (aber nicht nur beim reiten)!

lg nina

Beitrag von matschilein1711 18.09.08 - 13:00 Uhr

...das wird vielleicht heiß werden.....:-p

LG Matschilein

Beitrag von k-a-t-z-i-09 18.09.08 - 13:08 Uhr

Hallo

Ich reite während der Schwangerschaft, zumindest noch so lange es sich gut anfühlt. Habe lange darüber nachgedacht, aber es tut mir sehr gut und dann ist es auch für die Schwangerschaft gut. Allerdings habe ich keine eigenen Pferde sondern reite lediglich 2x mal die Woche, die Reitlehrerin weiss bescheid, ich springe nicht, gehe nicht ins Gelände und bekomme (leider, schnief) momentan nur die gaaaaaaanz ruhigen Zeitgenossen zu geteilt.

Hab das mit meiner Hebamme besprochen, sie war zwar nicht übermässig begeistert, aber hat es auch nicht verboten. Runterfallen ist klar ein Risiko (aber das tun wir ja nicht mehr), was sie noch anmerkte ist, dass wie beim Joggen die auf und ab Bewegung eine FG auslösen KÖNNTE (!), aber nur wenn man eh dazu neigen würde. Und es gibt ja genug Schwangere die Joggen etc.

LG
Katzi

Beitrag von lucyfe 18.09.08 - 13:05 Uhr

Ich hab auch ein Pferdchen und reite auch noch ganz normal weiter. Ein Military-Wettbewerb würd ich nicht mehr mitreiten, aber ein gemütlicher Ausritt oder auch mal eine Stunde auf dem Platz inkl. Galopp geht (noch). Aber Du solltest Dich 200%ig auf Deine Hotties verlassen können! Ich reite öfter andere Pferde als meinen eigenen, weil meiner gerade erst ausgebildet worden ist und von daher noch reichlich schreckhaft. Und so langsam ist auch der Westernsattel nicht mehr wirklich ratsam, aber da helfe ich mir jetzt mit einem Dressursattel. Nur Runterfallen wäre äußerst ungünstig. Deswegen nehm ich fürs Gelände lieber die alten Tanten... ;-)

Was Dein schweres Schicksal aus der ersten Schwangerschaft angeht: Hast Du denn nicht abklären lassen, woran es lag? Womöglich bräuchtest Du medikamentöse Unterstützung auch in dieser Schwangerschaft, wenn der Grund ein medizinischer war? Ich würde das auf jeden Fall mit Deiner FÄ besprechen.

Es gibt auch ein Forum zu diesem Thema, da kannst Du Dir alle Meinungen durchlesen, vielleicht hilft Dir das weiter:
www.schwanger-reiten.de

Ich wünsche Euch allen alles Gute und eine tolle Restkugelzeit!:-)

lG
Lucyfe, 18. SSW

Beitrag von sisi08 18.09.08 - 13:06 Uhr

Hi elli,

ich reite auch noch ganz normal (23. SSW). Das erste Baby hab ich auch verloren, hat aber sicher nix mit dem Reiten zu tun.

Ich reite so, wie ich mich fühle, meist jedoch nur noch Schritt und hin und wieder Galopp. Trab (außer Leichttraben) finde ich sehr unangenehm.

Mein doc sagt: Lediglich ein Sturz wäre schädlich, nicht aber das Reiten. Und stürzen kann ich immer und überall. Ehrlich gesagt fühl ich mich auf meinem Pferd sicherer, als auf dem Fahrrad!

Beitrag von lucyfe 18.09.08 - 13:07 Uhr

schöner Vergleich, sehe ich auch so...!:-)

Beitrag von vs26 18.09.08 - 13:07 Uhr

das gefährliche am reiten in der ss ist die sturzgefahr. wenn du runterfällst, kann natürlich ne ganze menge passieren.
wenn du aber eine sehr sichere reiterin bist und sowieso nur gemütlich unterwegs bist, kannst du theoretisch schon reiten. das eigentliche risiko musst du jedoch ganz alleine für dich entscheiden und abwägen.
die bewegungen auf dem pferd sind auf jeden fall nicht schädlich, es geht eben nur um die sturzgefahr, weswegen viele vom reiten in der ss abraten.

Beitrag von murmel72 18.09.08 - 13:12 Uhr

Hallo,

ob du dein erstes Kind wegen dem Reiten verloren hast, kann dir keiner sagen. Woher sollen wir das wissen?

Ich denke, reiten in den ersten Monaten ist in Ordnung. Natürlich ist es ein erhöhtes Risiko zu stürzen. Man kann sich aber auch neun Monate ins Bett legen, um alle Risiken auszuschliessen ;-)

Man muss eben genau Risiko und Nutzen abwägen, und ob man bereit ist, das Risiko einzugehen und einen evtl. Sturz in Kauf zu nehmen (was ja noch lange nicht heisst, dass man durch diesen das Kind verliert). Es gibt ja nicht nur Stürze, auch ein Tritt in den Bauch ist weniger gut.

Ich bin daher tendenziell schon dafür, dass man das, was einem guttut auch in der SS weiterführt - mit Einschränkungen bzgl. der Dauer und der Intesität des Reitens.

Denn: Auch wenn viele hier schreiben, ihr Pferd wäre 100 Prozent verlässlich und jede Reaktion vorhersehbar und abschätzbar. Es stimmt einfach nicht. Pferde sind - genau wie jedes andere Lebewesen - keine Maschinen, die immer gleich funktionieren.

Also aufpassen ;-)

Murmel

P.S. Bin in der letzten SS bis zum vierten Monat geritten.

Beitrag von madlen784 18.09.08 - 13:13 Uhr

hallo

habe auch ein pferd, bin noch geritten wo ich es nicht wusste...
in der 6ssw habe ich es dann erfahren und ich trau mich nicht mehr zu reiten...da habe ich viel zu viel angst um den wurm

lg
madlen + #ei 18te ssw

Beitrag von hallo08 18.09.08 - 13:14 Uhr

Hallo,

ja da gibt es zum Teil hitzige Diskussionen.
Ich habe auch ein Pferd und reite weiter. Er ist allerdings auch schon in Rente, so dass ich 1-2x die Woche reite. Zusätzlich muss aber auch die Box gemistet werden, etc.

Ich würde jetzt nicht mehr springen, ins Gelände gehen, ein fremdes oder ein junges Pferd reiten. Mein Pferd kenne ich seit 16 Jahren, natürlich sind Tiere aber auch immer unberechenbar. Wenn ich merke, dass er einen Tag angespannt oder schreckhaft ist, longiere ich halt.

Natürlich kann Reiten riskant sein, aber durch meine langejahre Erfahrung ist dies kalkulierbarer als wenn ich z.B. Fahrrad fahre, was ich kaum mache und wo ich auch stürzen kann.

Daher denke ich ist es Sache jedes Einzelnen hiermit verantwortungsbewusst umzugehen, so dass ich überhaupt nichts davon halte jede schwangere Reiterin gleich als verantwortungslos hinzustellen, wie dies leider oft getan wird.

Viele Grüße!
Eva

Beitrag von miau2 18.09.08 - 13:21 Uhr

Hi,
darüber gibt es so viele Meinungen wie Laien und Fachleute.

Ich würde es nicht machen. Nicht, weil ein paar leichte Erschütterungen schon eine gesunde Schwangerschaft gefährden könnten (auch Leute wie ich, mit damals entspanntem Bürojob haben Fehlgeburten - dafür ist die Schwangerschaft mit dem anstrengenden Job "Kleinkind" bisher weitestgehend problemlos...), sondern weil Reiten zu den Sportarten gehört, die nun einmal gefährlich sind.

Und man anders als in anderen Sportarten nicht nur ggfs. Probleme mit dem eigenen Können oder der Technik bekommt, sondern nun mal einen lebendigen Partner unter dem Sattel hat - und Lebewesen können immer auch mal eine Reaktion zeigen, die man niemals erwartet oder bisher erlebt hätte.

Mein damaliges, herzensgutes, vertrauensvolles Pflegepferd, das mich sicher überall durch getragen hat ohne mir jemals Sorgen zu machen ist mit mir beim gemütlichen Traben durch die Halle gestolpert und hat sich überschlagen. Frag mich nicht, wie wir das geschafft haben - da ich ohne Sattel drauf saß habe ich einen tollen Salto hingelegt und bin weit weg von ihr gelandet. Uns ist nichts passiert außer einem ziemlichen Schrecken, aber schwanger? Wer weiß schon, was dann gewesen wäre.

Selbst wenn das Baby den direkten Sturz übersteht sind Diagnose- und Behandlungsmöglichkeiten in der Schwangerschaft eingeschränkt und teilweise mit einem Risiko für das Ungeborene verbunden.

Also, diese Erfahrung wäre für mich ganz klar ein Grund, mich niemals mit bekannter Schwangerschaft auf ein Pferd zu setzen, egal, wie gut ich das Tier kenne und wie gut ich im Sattel bin.

Aber das ist nur eine Meinung, und die "Problematik" 3 eigener Pferde hätte ich eh nie gehabt ;-).

Viele Grüße
Miau2

Beitrag von ginger1402 18.09.08 - 13:35 Uhr

hallöchen,
Also bei uns sieht das ganz ähnlich aus, mein (bald) mann und ich haben zusammen drei hottas.
In der ersten SS bin ich auch geritten, allerdings wirklich super gemütlich. vertraue meinen tieren da auch.
Leider hatte auch ich eine MA in der 17. SSW. kam klar nicht vom reiten, sondern wegen einer "nicht gut entwickelten plazenta".
Jetzt bin ich wieder ss in der 15. SSW und reite NICHT mehr. Die angst dass doch was passiert ist mir zu groß.
obwohl ich ne sichere Reiterin bin die seit Jahren nicht mehr gestürzt ist...
Aber ich denke, das pferd kann noch soo lieb sein, aber eben auch einem pferd kann es mal passieren dass es stolpert oder stürzt und man selbst dann eben mit.
DAS ist mir zu gefährlich.
Ich mache zur zeit einfach viel Roundpen und Bodenarbeit und habe mit zirkuslektionen angefangen. DAS macht auch richtig spass und ist ne gute alternative.
Mein mann reitet die hottas dann halt alle mal wieder durch, bzw. nimmt einen als handpferd mit.

Aber das musst du wissen. Bei mir ist die angst einfach zu groß.

Lg
Ginger

Beitrag von new-york 18.09.08 - 13:36 Uhr

Hallo Elli,

wie Du siehst vertritt jeder eine andere Meinung.

Eine gute Freundin von mir ist schwanger und reitet seit ihrer Kindheit. Wollte sie in der Schwangerschaft auch weiterhin. Da aber alles sehr empfindlich ist und viel arbeitet (unterleibsmäßig) bekam sie ganz, ganz leichte Blutungen. Der Arzt riet vom Reiten ab, weil diese Art von Bewegungen nicht immer gut fürs Kind sind.

Meine Schwester hat auch ein eigenes Pferd. Und obwohl sie anfangs keine Beschwerden hatte, durfte sie zumindest in den ersten drei Monaten nicht reiten. (Sie verlor das Kleine dennoch in der 8. Woche...)

Da ich ein übervorsichtiger Mensch bin und es für mich auch nicht einfach war schwanger zu werden, würde ich absolut kein Risiko eingehen. Würde mir nur Vorwürfe machen, wenn etwas schief gehen sollte...

Viele Grüße

New-York


Beitrag von sisi08 18.09.08 - 13:47 Uhr

Ich denke, dieses Risiko kann nur jeder ganz pesönlich für sich selbst abschätzen.

Es kommt auf den eigenen Typ drauf an, auf das Pferd, die Reitweise, die Umstände usw.

Mein Pferd ist 30 Jahre alt, ich hab ihn seit 12 Jahren, bin noch nie runter gefallen. Bei MIR wäre das einzige Risiko nur, wenn er hinfällt oder einen Herzinfarkt bekommt. Hingefallen sind wir schon mal in der Halle wegen dem Belag. Deshalb reit ICH jetzt nur im Gelände, andere machen es anders herum. In der Halle mach ich halt nur Bodenarbeit, Zirkuslektionen, Longe, Doppellonge usw.

Mein Pferd muss auch nicht jeden Tag bewegt werden, sondern ihm reichen altersbedingt 2 bis 3 Spazierritte in der Woche, er kann isch ja 24 h frei bewegen. ich geh auch oft einfach nur spazieren.

Ich würde mich aber z. b. jetzt auch auf keine fremden Pferde setzen. Springen würd ich auch nicht, oder ein Wettrennen im Gelände machen.

Ich denke, bei dieser Entscheidung musst du ganz allein nach deinem Gefühl in Bezugnahme auf deine Umstände gehen.

Beitrag von -elli- 18.09.08 - 14:25 Uhr

vielen dank für eure antworten.
ich denke ich setz mich bei gelegenheit einfach mal kurz drauf.. einfach um dass tolle gefühl wieder zu haben da ich schon total auf reitentzug bin..

aber richtig reiten und länger reiten trau ich mich eh nicht da ist mir dass risiko dann schon zu groß..

Danke nochmal

Beitrag von karbolmaeuschen 18.09.08 - 19:22 Uhr

Liebe Elli!

Ich habe ein eigenes Pferd, welches aber noch nicht geritten wird (Jährling)

Mein Frauenarzt und auch meine Hebamme meinten, da ich schon sehr lange reite (25 Jahre) und mit den Reaktionen eines Pferdes vertraut, also kein Anfänger bin, wäre es kein Problem zu reiten, da die Warscheinlichkeit eines Sturzes sehr gering ist.

In der ersten Schwangerschaft bin ich etwa 4x/Woche bis 3 Tage vor ET geritten, und habe auch noch Fremdpferde ausgebildet (bin FN Trainer C).

Nach der Entbindung hatte ich arge Probleme mit dem Beckenboden und habe 5 Wochen pausiert, da ich massiv nach dem Reiten geblutet habe und auch schmerzen hatte.

In der jetzigen Schwangerschaft bin ich bis jetzt nur etwa 5x geritten, da ich ab ende 6.ssw bis ende 17.ssw mit Übelkeit und massivem Erbrechen (bis zu 20x am Tag=alle 1/2 Stunde) zu tun hatte. Dann wurde ich vom Ischias geplagt...
Und nun steht mein Pferdi bei einer Freundin ca 120km von mir weg...

Das Problem bei einem Sturz ist nicht der Sturz an sich, da die Gebärmutter bis ende 12.ssw hinterm Schambein im Becken liegt, sondern die Diagnostik nach einem Sturz. Du kannst weder Röntgen, noch ein CT machen. Weder Medikamente geben, noch ein Kontrastmittel spritzen...

Erst später (ab ca. 20ssw) besteht ein Risiko bei Sturz: und zwar, wenn Du eine sog. Vorderwandplacenta hast und beim Sturz auf dem Bauch landest. Hierbei besteht nämlich die Gefahr der Placentaruptur (Einreißen) oder der Pacentalösung.
Beides könnte für das Ungeborene tödlich enden.

Also, es spricht im grunde nichts dagegen zu reiten.
1.Du solltest nur so fallen, dass Du Dir nichts tust und zum Arzt mußt
2. Bei VW Placenta ist ein Sturz mit Vorsicht zu genießen...

Letztendlich muß es aber jede selbst entscheiden

Lieben Gruß
Silke
exam. Krankenschwester