Muss mich einfach mal ausheulen

Archiv des urbia-Forums Frühchen.

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Forum: Frühchen

Obwohl die Überlebenschancen für früh geborene Kinder immer besser werden, müssen vor allem Eltern von extrem Frühgeborenen oft für die gesunde Entwicklung ihres Kindes kämpfen. Der Frühchenmediziner Dr. Matthias Jahn beantwortet eure Fragen täglich in unserem Expertenforum.

Beitrag von pummelchen2001 18.09.08 - 13:13 Uhr

Hallo

Mein kleiner Tobi ist ja bei 30+2 auf die welt gekommen am 14.08.08 mit 1360 gramm. Momentan ist es immer so ein auf und ab erst ist er mit 1700 ins wärmebettchen einen tag später lag er schon im normalen bettchen und am Samstag ist er wieder zurück in den Inku gekommen da seine SPo2 werte so oft unter 84 lagen und er ständig gebimmelt hat. Da erging es ihm auch eigentlich recht gut hat auch nachher kein Sauerstoff mehr in den Inku bekommen. Er bekommt täglich 10mg coffein. Gestern ging es ihm auch super gut mit werten so zwischen 93 und 100 SPo2. Heute wieder alles kacke (Sorry) immer wieder oder besser gesagt andauernt absacker unter 84 teilweise sogar unter 80 und hatte heute zweimal herzbrachikadien aber da haben die gesagt es kann auch daran liegen das er gedrückt hat. Mittlerweile wiegt er 2020gramm.
Aber ich weiß einfach nicht mehr was ich denken fühlen soll, die schwestern sagen das darf er noch alles er hätte ja erst am 21.10.08 kommen sollen.
Aber ich bin mit meinen nerven so am Ende.
Respekt vor diejenigen die es schon länger mitmachen#torte

Entschuldigung das es so lang geworden ist und viellen Dank fürs lesen

LG Carina#heul

Beitrag von pinselein 18.09.08 - 13:21 Uhr

Halo Carina,

ich bin zwar selber noch Schwanger in der 32. SSW, aber seit der 17. SSW muss ich mich schon schonen wg. Verdacht auf Frühgeburt. aus verschiedenen Gründen. Wir kämpfen um jede Woche.

Ich wollte dir Bewunderung aussprechen wie stark du bist und wünsche dir, deiner Familie und natürlich deinen Kleinen viel viel Glück.

LG Julia

Beitrag von carin68 18.09.08 - 14:12 Uhr

Ach Mensch Carina! #liebdrueck Das ist echt Mist! Ich kann mir gut vorstellen, dass Du Dir Sorgen machst!

Aber glaub mir. Das klingt alles gar nicht so schlecht! Er nimmt schön zu, hat keine Infusionen, kann seine Temperatur halten (sonst wäre er ja nicht ins normale Bettchen gekommen). Das ist doch alles schonmal positiv.

Meine Minimaus war letztes Jahr bei 33+6 gekommen. Sie hatte auch diese Bradykardien und Sättigungsabfälle. Immer und immer wieder. Es war zum Verzweifeln! Der Krümel jetzt (bei 30+5 geboren) dagegen hatte von Anfang an kaum Abfälle.

Berappelt er sich bei den Abfällen eigentlich ohne Hilfe? Oder muss man ihn "anstupsen"? Wenn er es alleine schafft, dann ist das auch schon wieder ein gutes Zeichen.

Wir sitzen im Moment ja im selben Boot. Und mir hilft es sehr, wenn ich in mir die kleinen Fortschritte, die er schon gemacht hat, immer wieder wachrufe.

Halte Dir einfach vor Augen, dass er ein ganz toller Kämpfer ist und sehr viel Glück gehabt hat. Ich drücke Euch ganz fest die Daumen!

LG, Carin68

Beitrag von meerjungfrau72 18.09.08 - 17:48 Uhr

Hallo Carina,

ich kann mir gut vorstellen, wie es Dir geht, habe vor einem Jahr ähnliches erlebt wie Du. Und da fahren die Gefühle schon mal Achterbahn. Ich habe diese Monitore fast schon gehaßt, weil ich immer drauf gestarrt habe und ständig dieses Gebimmel in den Ohren hatte. Vor der Entlassung unserer beiden Süßen habe ich eine Nacht auf der ITS verbracht, die Geräuschkulisse war die Hölle, da waren die weinenden Babys "Musik" in den Ohren.
Uns sagten die Ärzte und Schwestern damals, daß die Bradykardien noch bis zur 35.SSW auftreten dürften, danach sollte es dann aufhören, und wir haben auch immer den Spruch zu hören gekriegt, daß unsere 2 ja noch Zeit hätten. Die beiden haben selbst im normalen Bett noch manchmal Sauerstoff bekommen (wurde bei dollen Sättigungsabfällen von unter 80 kurz unter die Nase gehalten), und ich hatte das Gefühl, daß es nie ohne gehen würde... Und das mit dem Drücken und den Abfällen hängt wirklich zusammen, genauso wie beim Trinken, weil in dem Moment, wo gesaugt wird, nicht geatmet wird, und dann kann die Sättigung ganz schnell runtergehen (deshalb wurden bei uns die Kinder immer beim Füttern von den Monitoren abgemacht, bevor das Gebimmel losgeht).

Gib Deinem Tobi noch etwas Zeit, auch wenn es schwer fällt mit der Geduld, plötzlich geht es wieder einen Schritt voran und eh Du Dich versiehst, kommt er nach Hause :-) Bei uns waren es lange 10 Wochen und manche Mamas hier haben noch länger auf ihre Kleinen warten müssen. Versuche, Dich hin und wieder zu Hause auszuruhen und Kraft zu sammeln.

LG und weiterhin alles Gute für Deinen Kleinen,
meerjungfrau72

Beitrag von minkabilly 18.09.08 - 20:59 Uhr

***erst ist er mit 1700 ins wärmebettchen einen tag später lag er schon im normalen bettchen und am Samstag ist er wieder zurück in den Inku gekommen***

Hi!
Ich finde, das ist auch viel zu schnell ...erst vom Inku ins Wärmebett und dann sofort gleich weiter ins normale Bettchen. Kommt mir so vor als hätten die nicht wirklich Ahnung was die tun #kratz...
Mein 2.Sohn kam 2004 in der 30.SSW mit 1200g auf die Welt und der Wechsel von Inku zum Wärmebett und vom Wärmebett zum normalen ging nicht so schnell.
Die Kleinen müssen anfangs soviel meistern...Temperatur halten, trinken lernen, dabei das Luftholen nicht vergessen...und das braucht etwas Zeit.
LG

Beitrag von nicolehaare 19.09.08 - 09:20 Uhr

Hallo,

mach dir nicht so viele Sorgen... wir haben auch so viel durch... unsere Maus hat zwar nicht solche krassen abfälle gehabt, lag aber viel länger als der Durchschnitt am CPAP, dachte da auch immer sie wird es nie los... denn haben sie mit der Gabe von Koffein angefangen und denn ging es ganz schnell ohne CPAP und bald darauf brauchte sie auch keinen Sauerstoff mehr...

Was die anderen sagen, dass der Wechel zu schnell aus dem Inku ins Wärmebett und denn ins einfach war... glaub ich nicht... Johanna hat das Wärmebett ganz ausgelassen und ist gleich ins einfach gekommen...

Seit dem letzten Montag haben wir sie zu Hause, aber auch immer noch mit der Gabe von 10 mg Koffein und einem Überwachungsmonitor...

Will dir damit sagen, dass es bald besser wird... geb die Hoffnung nicht auf... auch wenn es schwer fällt, kenne diese Gefühle nur zu gut, aber da muss man leider durch... auch ihr werdet es schaffen

Lieben gruß und #liebdrueck
Nicole+Johanna (geb. am 17.07. bei 29+0)
Auch eine Oktober mama

Beitrag von turbokristel 19.09.08 - 09:48 Uhr

Hallo Carina,

man, ich kann dich total gut verstehen - das war bei uns auch nicht anders. Die Ärzte sagen immer, die Kleinen tanzen den Frühchentango - 2 Schritte vor und dann wieder 1 zurück...

Bei uns lief eigentlich alles super, bis Lukas ins Wärmebettchen kam. Ich war noch in totaler Freude darüber und schon hatte ich am nächsten Tag ein superkrankes Kind auf dem Arm, das knapp an der Wiederbeatmung vorbeigeschrammt ist... Dann waren seine Organe ordentlich in Mitleidenschaft gezogen, wir durften nicht kuscheln, die Trinkversuche wurden eingestellt, er hatte wieder das CPAP und und und...das ganze ging drei Wochen so...

Ich war total fertig und dachte nur, dass das nie wieder besser wird, aber ich glaube, man erwartet, wenn alles gut geht, einfach zu viel. Die kleinen wären doch auch immernoch nicht auf der Welt und müssten das alles noch nicht können. Und sie tun doch schon ihr allerbestes! Man muss ihnen einfach die Zeit geben, die sie brauchen. Ich weiß, das ist einfach gesagt (ich fiebere auch der Entlassung entgegen), aber ich sage es mir immer wieder und dann geht`s besser...

Also durchhalten!!!

LG Kristin + Lukas *01.07.2008 bei 26+0 (520g)

Beitrag von bambus82 21.09.08 - 10:24 Uhr

Huhu Carina...


laß den kopf nicht hängen meine beiden sind in 26+1 SSW mit einem Gewicht von 700 und 900 gramm zur welt gekommen.
Und der "große wurde 2 Monate der kleine sogar 3 Monate am Cepap beatmet und genauso lange lagen sie jeweils auch im Inku.
Das ist ganz normal das es immer mal hoch mal runter geht.
Mein kleiner hat sehr lange probleme mit der Atmung, auch noch nach entlassung aus dem Krankenhaus nach über 3 Monaten er hatte zusätzlich noch Gehrinblutungen und einen Herzfehler deraber Op mäßig behandelt worden ist Gott sei Dank.
Was ich dir damit sagen möchte, es ist ganz normal das es hoch und tiefs gibt...
Aber man sieht dann auch die super schönen Schritte die nach vorne gehen.
Und das ist dann auch ein sehr schönes Gefühl.
Alles braucht seine Zeit!
Gib der Maus einfach Zeit, das rauf und runter wird noch länger so gehen.
Stell dich selber nicht unter druck, sei nicht traurig wenn es mal 1schritt vor und 3 zurück geht.
Glaub mir, die Mäuse sind alle kämpfer, und gehen ihren weg, sie brauchen nur einwenig.
Hab keine angst... das ist alles im normal Bereich und selbst wenn etwas vorkommt was nicht im "norm" Bereich ist, glaub an den kleinen, so hilfst du ihm und dir am meisten.

Ihr bekommt das hin, ganz bestimmt #herzlich


lg Yasmine+2 (26+1SSW 01.10.2007)