Clomifen oder Puregon

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Beitrag von amy-rose 18.09.08 - 13:26 Uhr

Hallo,

an alle die damit schon Erfahrungen haben oder sich damit in irgendeiner Weise auskennen/beschäftigt haben.

Bin am überlegen, ob ich anstatt Clomifen lieber Puregon spritzen sollte.

Über Vor-und Nachteile bin ich aufgeklärt. ;-) Somit schließt Clomifen natürlich schlechter ab, ganz klar.

Wie schaut es aber mit den Behandlungskosten und den Erfolgen aus????

Ich trage die Kosten für Clomifen, Sono und Predalon ja selbst.
Habe gehört/gelesen, dass Puregon erheblich teurer sein soll. Kann mir da jemand Richtwerte geben?!!

Außerdem würde mich interessieren, ob es wirklich einen Unterschied zwischen diesen beiden Medis gibt, der sich anhand der SS Wahrscheinlichkeit bemerkbar macht.

Ich danke im Voraus für die Antworten.

#herzlich Amy

Beitrag von urmel29 18.09.08 - 13:34 Uhr

Hallo,

Der Kostenunterschied zwischen Clomifen und Puregon ist enorm.
Clomifen hat den Nachteil, daß man es nicht sooo gut dosieren kann wie Puregon und daß bei Clomifen auch die wichtige Schleimbildung nachläßt.

Clomifen hat auch evtl. mehrere Nebenwirkungen, die ich z. B. bei Puregon überhaupt nicht hatte. (Hitzewallungen, Gereiztheit, Unwohlsein)

Würde eher für Puregon tendieren, da es einfach besser zu dosieren ist. Wenn es immer mit US überwacht wird, dann kann die Dosis z. B. auch mal etwas verringert oder erhöht werden.

Aber es ist um einiges teurer, kostet das 3-fache denke ich.

lg
s´urmel

Beitrag von amy-rose 18.09.08 - 13:38 Uhr

Hi,

danke für die schnelle Antwort. ;-)

Also Nebenwirkungen habe ich bei dem Clomifen auch jetzt im 2. ÜZ gar nicht. Dann schon eher beim Predalon. :-(

Dennoch weiß ich halt , dass Clomifen eine antiöstrogene Wirkung hat und da ich ja unter einem erhöhtem Testosterongehalt leide, frage ich mich natürlich ob das somit wirklich das Richtige sein soll für mich.

Die Chance schwanger zu werden minimiert sich dadurch doch auch oder nicht?!

Amy

Beitrag von urmel29 18.09.08 - 13:44 Uhr

Hallo,

kann ich dir nicht genau sagen, was eben bei Clomifen das Hauptproblem darstellt ist, daß die Schleimbildung nachläßt und das eine wirklich schlechte Eigenschaft dieses Präparates ist.
Muß ganz ehrlich sagen, da solche Entscheidungen nicht vom Patienten selber getroffen werden sollten, sondern vom Arzt, ist meine Meinung.
Ich hab Clomifen 4 Zyklen lang genommen, 3 Monate bei meinem FA und dann nochmal in der Kiwu-Praxis.

Und dann war ganz klar, daß Clomifen nicht viel bringt, zumindest bei mir nicht.

Meine Diagnose war eine ganz andere und da hätte ich noch soviel Clomifen oder Puregon einnehmen können...

Ich nahm dann Puregon zur Stimulierung aber es mußte eine Insemination gemacht werden und ich denke, diese Entscheidungen sollte man zwar als Patient mitentscheiden, aber die Vorschläge müssen vom Facharzt kommen.

Selber zu entscheiden, ob Puregon oder Clomifen find ich nicht gut.

lg
s´urmel

Beitrag von amy-rose 18.09.08 - 13:51 Uhr

Hi,

da gebe ich Dir vollkommen Recht. :-)

Habe morgen ja meinen Termin zur Follikelschau und wollte mich dementsprechend nur einmal vorweg informieren.

Entscheidungen treffe ich natürlich gemeinsam mit meinem Arzt, ganz klar.;-)

Bei mir ist es auch "nur" der erhöhte Testosteronwert (und vielleicht mein Alter ), die es erschweren nochmals schwanger zu werden.

Danke....Amy



Beitrag von urmel29 18.09.08 - 13:54 Uhr

Hallo,

dieses "nur" kann aber noch vieles andere sein, daß viell. einiges erschwert und dich unnötig deine nerven strapazieren läßt.
macht dein fa z. b. auch am wochenende ultraschall, wenn die follikel gerade mal am wochenende evtl. springen könnten?
hat meiner nicht gemacht und ich hatte somit einen clomizyklus verloren...

lg
s´urmel

Beitrag von amy-rose 18.09.08 - 14:02 Uhr

...das ist aber sehr ärgerlich!!! Meine würde mich dann ins KH zu einem Kollegen schicken ...und zwar ohne Mehrkosten!

Amy

Beitrag von urmel29 18.09.08 - 14:05 Uhr

bist du dir sicher?
dann ist ja gut...
ich würde in deinem fall die erfahrung einer kiwu-praxis vorziehen um keine zeit zu verlieren und um genau die diagnose zu kennen, mit der dann gearbeitet werden kann...


lg
s´urmel

Beitrag von amy-rose 18.09.08 - 14:13 Uhr

...jo, ganz sicher, haben das schon abgesprochen. ;-)
Außerdem bekomme ich auch Predalon zum Auslösen für den Eissprung. Somit wissen wir genau, wann der erfolgt.
Eine Klinik kommt für uns nicht in Frage.
Wir "üben" auch nur dreimal unter diesen Bedingungen.
Wenn es nicht klappt, dann lassen wir den Dingen ihren Lauf
Ich habe 2 ältere Söhne, wollten jetzt halt noch einen kleinen Nachzügler irgendwann.
Das war früher irgendwie einfacher. :-(
Aber hier gibt es ganz viele Frauen, denen es noch viel schlechter geht als mir, darum jammere ich nicht rum, wenn es nicht klappt.

Wollte nur wissen, ob jemand mehr Erfahrungen hat mit diesen beiden Medikamenten und ob es vielleicht noch andere Methoden gibt, wenigstens meinen Testosteronwert für die Zukunft in den Griff zu bekommen.

Frage das natürlich morgen auch noch meine Gyn, ganz klar. Aber ich bin auch gerne vorbereitet auf solche Gespräche und informiere mich vorab schon mal. ;-)

Danke für die Kommentare.:-)

Amy

Beitrag von urmel29 18.09.08 - 14:16 Uhr

aber den aufwand, den du ja jetzt doch dafür investierst, wäre meiner meinung nach in so einer praxis eher angebracht.
die sind darauf spezialisiert... aber ok...

aber das mit dem testosteronwert müßte ja dein fa wissen, was man da genau dagegen machen kann...

ich finde keinen unterschied zu dem aufwand, den du jetzt bei deinem fa hast, zu dem in einer speziellen praxis, nur, daß es professioneller abläuft und sie nichts dem zufall überlassen und keinen zyklus verschenken.

alles gute!

lg
s´urmel

Beitrag von tinaschatzi 18.09.08 - 13:35 Uhr

Hallo Amy,

wenn du die Kosten für die Medis voll selbst zahlen musst, dann ist Puregon erheblich teurer.

Eine Pen-Ampulle mit 600IE kostet etwa 350 EUR.

Ich glaube kaum, dass es einen Unterschied bei der SS-Warscheinlichkeit gibt, ich denke aber, dass man mit Puregon um einiges besser dosieren kann. Ausserdem hab ich unter Puregon so gut wie keine Nebenwirkungen, bei Clomi war das anders.

LG
Tina

Beitrag von amy-rose 18.09.08 - 13:45 Uhr

Hi,

autsch, das ist eine Menge Kohle!!!
Das Clomifen kostest mich momentan etwa 30 Euro und zwar für 2 Zyklen.
Sono nochmals 30 Euro (also wenn ich nur eins brauche) und Predalon auch nochmal etwas über 30 Euro pro ÜZ.

Aber die antiöstrogene Wirkung vom Clomifen macht mir halt hauptsächlich Sorgen. :-(
Harmoniert das denn, wenn ich 'eh schon einen erhöhten Testosteronwert habe????

Oder weiß jemand, ob ich dafür/dagegen (Testosteron)eigentlich nicht noch was anderes nehmen kann????
Amy

Beitrag von tinaschatzi 18.09.08 - 13:51 Uhr

also die antiöstrogene Wirkung hat sich bei mir bemerkbar gemacht, dass ich einen schlechten Schleimhautaufbau hatte.

nach 3 Zyklen haben wir auf Puregon umgestellt, da ist ist momentan zwar auch nicht besser, aber vielleicht tut sich da noch was.

Habe auch erhöhte Testosteronwerte und PCOS mit Insulinresistenz, nehme gegen den Überschuss männlicher Hormone (wohl durch die Insulinresistenz) Metformin ein.

Werden bei dir im Zyklus die Hormonwerte nicht kontrolliert? also meine KiWu misst während der Stimu unter anderem auch das Östradiol, ob es ok ist.

Warum zahlst du eigentlich alles alleine?

Wegen dem Testosteronüberschuss würde ich mit meinem Arzt sprechen.

LG
Tina

Beitrag von amy-rose 18.09.08 - 14:01 Uhr

Hallo,

also es war ja wie folgt bei mir. Hatte über 1/5 Jahre die DMS genommen.
Mein Gyn hat mich damals leider nicht darüber aufgeklärt, was das zur Folge hat wenn man sich später noch ein Kind wünscht. :-(
Nun gut, ist nicht mehr zu ändern.

Habe jetzt nach ca. einem halben Jahr und nach hormoneller Behandlung (Pille) wieder einen Zyklus.

Bei einer Hormonkontrolle kam heraus, dass ich unter einem erhöhten Testosteronwert leide....alles andere war wohl ok. soweit.
Werde mir morgen mal die Ergebnisse mitgeben lassen. ;-)

Da meine Gyn. von unserem KW natürlich wusste, hat sie mir Clomifen und Predalon empfohlen.
Nehme das jetzt im 2. ÜZ.
Im Ersten hat es nicht geklappt, trotz schöner Follikel und auch ES. Aber gut, die Chance liegt ja 'eh immer nur bei 1:4 soweit ich informiert bin.
Mache mir diesbezüglich auch nicht so viele Sorgen.
Nur darüber, ob die antiöstrogene Wirkung vom Clomifen eher gegen eine SS arbeiten könnte.

#herzlich Amy

Beitrag von tinaschatzi 18.09.08 - 14:09 Uhr

also wenn du schöne Follis und ne gute Schleimhaut im ersten Zyklus hattest, dann spricht absolut nichts gegen Clomifen (trotz erhöhtem Testosteron).

Es sind schon einige durch Clomi ss geworden, auch frauen mit erhöhtem Testo, also muss man da genau schauen, ob es passt oder nicht bei jedem einzelnen.

Drücke die Daumen für den 2. Clomizyklus #klee

Beitrag von amy-rose 18.09.08 - 14:16 Uhr

...vielen Dank. Werde darüber informieren, wie es gelaufen ist. Morgen ist wieder Follikelschau. ;-)

#herzlich Amy

Beitrag von tinaschatzi 18.09.08 - 14:26 Uhr

Viel #klee

ich löse morgen meinen ES mit Ovitrelle aus (nach 8 Tagen Puregon spritzen und 2 schönen Follis)

halt mich auf dem Laufenden.

Lg
Tina

Beitrag von amy-rose 18.09.08 - 17:13 Uhr

...viel Erfolg wünsche ich. Drücke die Daumen. #klee


Amy

Beitrag von maggy79 18.09.08 - 19:49 Uhr

Hi, ich habe Puregon und Predalon gespritzt (Krankenkasse hat zum Glück voll bezahlt). Beim zweiten Auslösen wurde ich schwanger. Habe für die zwei Zyklen ca. 6 Ampullen gebraucht, da viele (zu viele Eizellen) sich den Wirkstoff geteilt haben. Na ja zum Schluß waren zum Glück nur zwei Eizellen reif.
Clomi hat bei mir nur einmal einen Eisprung ausgelöst (durch Temperatur-Kurve erkannt), von vier Versuchen. Wurde aber damalsnicht schwanger.
Habe aber auch noch ca.300 im Kopf.

Drücke Die die Daumen, egal wofür Du dich entscheidest.

LG
Maggy

Beitrag von amy-rose 19.09.08 - 14:57 Uhr

Hallo,

danke für die Nachricht.
Komme gerade von der Follikelschau und es sieht wieder sehr gut aus. Habe 2 richtig große Follikel und 2 sehr kleine, die wohl nichts zu bedeuten haben werden.

Dieses Mal werde ich am Montag nur eine Ampulle Predalon spritzen, weil ich beim ersten Male doch erhebliche Schwierigkeiten danach hatte. Stetig Unterleibsschmerzen vom Feinsten. Das war nicht gerade angenehm. :-(

Meine Gyn. meinte, das dürfte auch genügen, denn ich spreche ja bestens schon auf das Clomifen an.

Na schau'n wir mal, ob es diesmal klappt. ;-)

Danach noch einen Zyklus in der Art und dann sehen wir notfalls wir weiter.
Habe heute meine Hormonwerte mal mitgenommen und es sind wirklich "nur" die Testosteronwerte, die nicht in Ordnung sind.

Könnte somit nach dieser Behandlungsmethode auch noch eine weitere Therapie speziell dagegen machen. Mit leichten Cortisongaben Bspw.
Aber das entscheiden wir erst dann, wenn es von Nöten sein sollte.

Wünsche ein angenehmes WE.

#herzlich Amy