Heilerziehungspflegerin o. Berufserf. in Bayern/Bawü alles besser?

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Beitrag von kruemmel140306 18.09.08 - 13:36 Uhr



Hey,

zu meiner Lage.
Habe meine Ausbildungs zur Heilerziehungspflegerin abgeschlossen, konnte nach der Ausbildung leider keine weiteren Berufserfahrung sammeln. Habe anderweitig in Branchenfremden Beruf gearbeitet.
Nun momentan noch bis März 09 in Elternzeit.
Würde gern erstmal innerhalb eines Praktikas, o. 1€ Job Berufserfahrung in diesem Bereich (gerne HPK o. Förder/Betreuungsbereich) sammeln und mich dann als 400€ Kraft o. auf eine Teilzeitstelle bewerben.
Das munkeln hier im Norden ist, das man auch ohne Berufserfahrung im Bereich Bayern, Bawü ein anstellung finden könnte.
Märchen, oder ist da doch ein kleiner Funken Wahrheit dran?

Wer hat Erfahrung, kommt sogar aus diesem o. Pflegerischen Bereich und kann mich aufklären?!

Vielen lieben Dank schon mal im Vorraus!

Beitrag von ck160181 18.09.08 - 13:47 Uhr

Hallo,

ich komme aus Baden Württemberg und bin Erzieherin, das ist ja ähnlich.
Und ja bei uns bekommt man auch Stellen ohne Berufserfahrung, denn schließlich fängt jedder mal an;-).
Aber sicher nicht mehr als in anderen Bundesländern.


Gruß Conny

Beitrag von emmy06 18.09.08 - 21:36 Uhr

Hallo...

ich bin gelernte HEP und hatte bisher nie Probleme Stellen zu finden.
War bereits in psychiatrischen Wohnheimen, Außenwohngruppen der Behindertenhilfe, als Gruppenleitung in der Kinder- und Jugendhilfe, einem antroposophischen Wohnheim für geistig behinderte Erwachsene und jetzt aktuell in der ambulanten Pflege tätig....

Wohne in der Mitte Deutschlands und kann zumindest bestätigen, das es im Bereich der HEP ein Nord-Süd-Gefälle gibt. Das zeigt allein schon die Möglichkeit der Ausbildung. Je weiter nördlich, desto weniger Schulen.
Zudem der Beruf seine Ursprünge ja nunmal auch in Bawü hat, dort gibt es ja auch die einzige fachspezifische Weiterbildung für einen HEP.
Auch der Stellenmarkt für HEP ist im Süden besser, einfacher, vielfältiger... Es werden mehr HEP gesucht.
Hier bei uns muss man sich gut verkaufen können, den Beruf oftmals vorstellen, anhand der Ausbildungsunterlagen bestimmte Aspekte nachweisen usw. Man muss für sich und seinen Beruf werben, er ist teilweise _unbekannt_


LG Yvonne

Beitrag von marion2 19.09.08 - 10:29 Uhr

Hallo,

Heilerziehungspfleger mit Abschlüssen gibt es noch immer nicht soooo viele. Wenn du dich bundesweit bewerben würdest, würdest du auch als Berufsanfänger ne Chance haben.

In diesem Beruf gibt es selbst im nördlichsten Osten der BRD freie Stellen.

LG Marion

Beitrag von emmy06 19.09.08 - 11:25 Uhr

Problematisch ist aber immer wieder die Anerkennung des Berufes/ Abschlusses.

Als ich in Hessen in der Kinder- und Jugendhilfe gearbeitet habe, so ging dies nur mit Ausnahmegenehmigung und Auflage der Weiterqualifizierung zur Heilpädagogin durch das Sozialministeriums Hessen.
Der HEP ist in Hessen nicht anerkannt in der Kinder- und Jugendhilfe. Hier in NRW ist das zum Beispiel kein Problem.

Leider gibt es in diesem jungen Beruf noch keine deutschlandweite Ausbildungsordnung. Als ich in 2005 meinen Abschluss gemacht habe, hatte hier in NRW noch jede Schule eigene Ausbildungspläne.
Erst der Jahrgang Abschluss 2006 hatte eine NRW-einheitliche Ausbildung/ Prüfung.

Jetzt arbeite ich in der ambulanten Pflege und arbeite wieder mit Ausnahmegenehmigung und Weiterqualifizierungsauftrag durch die "bpa" ;-)


LG Yvonne

Beitrag von kruemmel140306 19.09.08 - 12:59 Uhr



Und immer noch braucht man für viele Stellen( besonders hier im Norden) trotzdem Vitamin B um an solche Stellen, und nenne ich nun mal nur die Lebenshilfe...

Hier bei uns (nord/westliches Niedersachsen) hast du als alleinerz. Hep mit keiner Berufserf. gar keine Chance.


Trotzdem danke für die Hinweise.


Beitrag von emmy06 19.09.08 - 13:33 Uhr

Lebenshilfe ist auch hier nicht einfach reinzukommen und das obwohl hier im Umkreis massig Angebote dieser Vereinigung sind. Zudem in Marburg noch der Hauptsitz.
Ich hätte jetzt letzten Freitag zum Vorstellungsgespräch gekonnt, zum ersten Mal seit über 8 Jahren in denen ich mich immer und immer wieder dort beworben habe, wurde ich eingeladen.
Da ich aber schon eine TZ-Stelle, mit für uns perfekten Arbeitszeiten habe, bin ich nicht hin.

Versuch es doch einfach *überall* Gerade als HEP ist man doch universell einsetzbar
- FUD
- FED
- Behindertenarbeit
- Altenarbeit
- Kinder- und Jugendhilfe
- stationär
- ambulant

Bewirb Dich immer und immer wieder auch auf höherqualifizierte Stellen. Ich als einfache HEP habe bereits einmal eine Sozialpädagogenstelle mit Leitungsfunktion ergattert _ Dreistigkeit_ siegt ;-) Naja, zumindest Mut und Offensive solltest Du bei Deiner Stellensuche einbringen....

Lass auch Stellenangebote für Erzieher, Heilpädagogen, Altenpfleger, Krankenschwestern usw. nicht außer Acht.

LG Yvonne

Beitrag von kruemmel140306 19.09.08 - 19:52 Uhr



Danke,
ich werde deinen Rat beherzigen :0)

Darf ich die bei Fragen per PN kontaktieren?

Schönes Wochenende,

Sonnigen Gruß
Anke

Beitrag von emmy06 19.09.08 - 21:00 Uhr

So.... komme gerade von der Arbeit. Kannst Dich gerne per VK melden.


LG Yvonne