muttermilch abgeben; "amme"

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Forum: Stillen & Ernährung

Muttermilch oder Flasche? Was schmeckt kleinen Kindern aufs Brot? Hier könnt ihr Fragen zur Säuglings- und Kleinkindernährung, aber auch zu eurer eigenen Ernährung während der Stillzeit stellen. Unsere Stillberaterin Christina Law-Mclean beantwortet eure Fragen täglich in unserem Expertenforum.

Beitrag von nelli. 18.09.08 - 19:47 Uhr

hey liebe urbia mamis ;-)

hab schon ne ganze weile nicht mehr hier geschrieben, aber hatte mal wieder lust, neue mamis kennen zu lernen und sich zu unterhalten.#bla

ich dachte vielleicht interessiert es euch, wenn ich etwas über mich erzähle.
jetzt mal der grund, warum ich bei stillen ernährung reinschreibe *g* :

meine tochter ist grade 2 geworden und ich habe sie über ein jahr lang leidentschaftlich gestillt und sogar heute möchte sie oft noch gerne an mamas brust:-)
ich hatte von anfang an unheimlich viel milch und einen tierischen spenderreflex#hicks, das heisst, ich musste zum teil nur ein baby sehen oder anfassen und schon sind ist die milch ""übergeschwappt""#schwitz#putz#putz
im kh sprach mich meine hebamme darauf an, dass eine andere frau keine milch bekäme und sie fragte mich, ob ich etwas für sie abpumpen könnte. ich war sofort damit einverstanden, fand es toll. dass ich mit meiner milch noch ein zweites baby glücklich machen konnte.
habe mich mit der frau sehr gut verstanden und angefreundet und ihr einige monate zusätzlich dazu dass ich meine kleine gestillt habe, immer noch milch abgepumpt und ihren kleinen zum teil auch angelegt wenn wir uns getroffen haben.
es hat mir echt ne menge spaß gemacht und ich habe gemerkt wie wichtig es für den kleinen war, muttermilch ist eben das beste lebensmittel für babys.
habe dann über freunde eine andere mutter kennengelernt, die auch nicht genug bekommen konnte, und habe für sie auch abgepumpt.
mittlerweile mache ich das jetzt schon zwei jahre, auch obwohl ich meine tochter nicht mehr stille. hatte schon einige babys und grade vor kurzem wieder ein neues dazu bekommen :-D

würde mich freuen, wenn ihr meinungen/fragen dazu schreibt oder sogar eine dabei ist, die das gleiche macht/gemacht hat. #sonne

ganz liebe grüße nelli

Beitrag von schullek 18.09.08 - 20:03 Uhr

also ich muss sagen: ich bin begeistert! ich stand selber einmal kurz davor das ganze zu machen, als meine noch stillende freundin kurz vorm zwangsabstillen stand. wir hätten es auch durchgezogen, wenn sie die stillfreundlichen medikamente nicht vertragen hätte.

ich finde es ganz toll, was du da machst und du kannst auch sehr stolz auf dich sein. jede stillende mutter weiss, was das bedeutet und du kanst zurecht stolz sein.

einen tipp würde ich dir allerdings geben, wenn du das nicht bereits getan hast: lass dich ordentlich vom arzt durchchecken. zum einen, damit du keine mangelerscheinungen beio dir heraufbeschwörst und zum anderen um eventuelle kkh, die sicher nciht da sind, abzuklären. irh bewegt euch in einem rechtlichen zwielicht. wenn du was hast, kannst du ja auch die babies anstecken. wollte es nur erqähnen, dir aber njicht die freude an der sache nehmen.

mach unbedingt weiter, so lange es dir spass macht und es dir dabei gut geht!

lg,
adina
ach ja: ich denke die la leche liga würde sich sehr über deine erfahrungen freuen! geh doch mal auf die homepage und schreib denen ne mail. bestimmt schreiben sie nen artikel in ihrer zeitung über dich oder lassen dich nen erfahrungsbericht schreiben. damit kannst du vielen anderen in einer ähnlichen lage wie du, oder die mütter der anderen kinder mut machen.

Beitrag von yasemin1983w 18.09.08 - 21:14 Uhr

hallo
ich find es auch gut, aber denke für mich wär es nicht...ich kann mir nicht vorstellen ein fremdes baby anzulegen...
mit dem abpumpen wäre kein problem. daswürde ich machen. aber wiederrum würd ich meinem baby keine fremde milch geben,komisch oder? *gg
ich weis auch nciht wieso...
naja
auf alle fälle ist es eine tolle sache, so kommen die baby´s die sonst nicht das glück haben gestillt werden zu können in den genuss der mumi...klasse

damals war es ja gang und gebe so. meine ich mal gelesen zuhaben.. man hatte seine eigene amme :-)

naja,weiter so und alles gute :-)
gvlg yasemin mit ihrem schatzi sait #baby

Beitrag von muehlie 18.09.08 - 22:15 Uhr

Hallo Nelli,

finde es auch toll, was du machst. Früher gab es ja - zumindest in der DDR #kratz - Muttermilchsammelstellen. Heute kann man überschüssige Muttermilch zwar im KH abgeben, aber ich weiß nicht, inwieweit das genutzt wird. Überhaupt dieses Wort "Amme" - dass es sowas noch gibt! :-)

LG
Claudia

Beitrag von gute.hexe 18.09.08 - 22:47 Uhr

Ich finde das so toll!!! #pro
Habe mir auch schon überlegt, dass wenn meine Tochter nicht mehr die Brust will, was hoffentlich noch ganz lange geht; weiter Milch abzupumpen und zu spenden.
Jedoch hätte ich etwas Mühe, die Milch an Mütter weiter zu geben, die sich nur zu fein zum Stillen sind. Aber auf jeden Fall wird für so ein kleiner Mensch etwas ganz gutes getan! #sonne

Beitrag von bellagioia 19.09.08 - 09:59 Uhr

Ich finde das toll! Ich weiß nicht, ob ich das könnte. Abgesehen, dass meine Milch gerade mal für meine Kleine langt;-)

Beitrag von uli691 19.09.08 - 13:05 Uhr

Hallo Nelli,

finde ich echt klasse, was Du machst und hätte ich wohl in Deiner Situation auch getan.

Meine Schwester hat vier Monate nach mir entbunden und hatte Anfangs keine Milch - ich dafür im Überfluß.

Wir haben leider kein so dolles Verhältnis, daher habe ich mich nicht getraut, sie zu fragen, ob sie von mir Milch möchte, da das ja nicht Jedermanns Sache ist.
Sie hat mich auch nicht gefragt (vielleicht hat sie sich auch nicht getraut?), und so hat sie ihrem Sohnemann die erste Zeit, bis ihre Milch richtig floß, Pulvermich geben. Na ja, ein bisschen traurig war ich deswegen schon, zumal das Kind jetzt mit Neurodermitis und Allergien zu kämpfen hat. Man weiß ja nicht, inwieweit sich das auswirkt bei vorbelasteten Kindern.

In der Klinik haben sie mir gesagt, dass heutzutage keine Mumi mehr angenommen wird aufgrund der AIDS-Gefahr. Mumi ist eine Körperflüssigkeit und daher ein Ansteckungsrisiko. War mir so auch nicht bewußt.
Deswegen erstaunt mich Deine Geschichte umso mehr.

Finde es aber ganz toll, dass Du das gemacht hast. Meine Stillzeit läuft noch - doch es wird immer weniger. Mein Sohnemann ist jetzt 13 Monate alt. Wenn ich dran denke, dass bald Schluss ist, macht mich das schon traurig.

LG

Uli

Beitrag von kitty0280 19.09.08 - 14:35 Uhr

Aus diesem Grund käme sowas für mich auch nicht in frage. Zumal man Allergien durch Mumi nicht ausschließen kann, viele Kinder haben sie trotz alle dem!
In der Familie ist das was anderes, da kennt man sich, aber von Fremden, nein, würde ich nicht annehmen.

Lg

Nadine (die nur einen Bruder hatte ;))

Beitrag von knusperflocke135 19.09.08 - 13:10 Uhr

ich finds klasse.

Ich mache es auch so.... haben ein befreundetes Pärchen mit Baby. Der kleine ist so alt wie meine....
Und da ich viel zu viel Milch habe pumpe ich für den kleinen mit ab.
Meine kleine trinkt meist nur eine brust leer.
Da bleibt viel übrig ;-)

franzi

Beitrag von blanksbibbi 20.09.08 - 09:55 Uhr

So also ganz im Ernst:

ich finde es widerlich.
Hab schon mit einigen jetzt darüber gesprochen und stehe damit nicht allein-im Gegenteil!

Muttermilch in allen Ehren, aber sowas?

Auch deine Hilfsbereitschaft in allen Ehren, das ist ja nett von dir. Trotzdem finde ich es daneben sich als Stillmutter, die bis zum Rand mit MuMi gefüllt, sich so über die anderen zu stellen.
"Komm, meine Kleine, ich habe genug auch für dein Kind...
Wenn du eine gute Mutter bist, gibst du kein Fläschchen, sondern die Muttermilch von mir, weil das ist doch das Beste für dein Kind".

Igitt.
Ich verstehe nicht, warum Frauen das mitmachen!
Das ist eine KÖRPERFLÜSSIGKEIT einer anderen, vielleicht fremden Frau! Ich kann ja nicht deren Leben überwachen, was die Frau isst, trinkt, nimmt, einatmet usw. Die kann mein Kind mit ALLEM anstecken, was gerade in ihr ist, sie evtl was ausbrütet, vielleicht hat sie Krankheiten von denen sie selber noch nichts weiß, oder sonstwas.
Gott ist das eklig.
Der andere Punkt ist, dass das ja eine total intime Sache zwischen Mutter und Kind ist.
Also das betrifft jetzt nur das direkte Anlegen eine fremden Babys. Da stellen sich mir die Nackehaare auf.
Da wird immer groß und breit ÜBERALL erläutert wie wichtig das für die Mutter Kind Bindung ist und das Stillen mehr ist als nur Ernährung und diese Nähe und so weiter.
Und dann soll mein Kind diese Nähe mit einer anderen Frau teilen. Baute es dann diese ach so tolle Mutterkindbindung mit der anderen Frau auf?
Das ist ja wie Fremdgehen!

Und wenn mir jetzt einer erzählen will, dann muss man für sein Kind halt selbstlos sein, wenn es dafür Mumi bekommt...
Nein wirklich nicht. So über allem steht die Mumi dann auch wieder nicht.
Wenn MIR meine Mutter heute erzählen würde, ich hätte Mumi von einer anderen Frau bekommen oder sie hätte mich direkt gestillt, dann würde ich zum Psychologen gehen müssen, nachdem ich mich ne Runde übergeben hätte.

Gut, wenn wir im Krieg oder im Urwald wären und es ums nackte Überleben gehen würde, würde ich auch mein Kind einer anderen geben. Aber das sind absolute Sonderfälle.

Und die andere, die hier schrieb:
Meine Schwester hat keine Milch, vielleicht traut sich nicht mich zu fragen...
Sag mal gehts noch?
Vielleicht findet sie das einfach eklig?
Wobei mir das bei Familienmitgliedern ein klein wenig weniger schauerlich vorkommt.

Sagt mal nur weil ihr die Brüste voller Muttermilch habt, seid Ihr doch keine Götter?

Igitt Igitt Igitt Igitt

Beitrag von babyboysmom 21.09.08 - 00:11 Uhr

Für mich käme das auch nicht in Frage. Das es Ammen gegeben hat, hatte andere Gründe (z.B. Reiche, Könige, ect.) die nicht selber gestillt haben. Oder es gab Kostkinder, weil es die Mutter zum Kind nicht mehr gab und das kleine ansonsten verhungert wäre, da die Fertigmilch erst viel später erfunden wurde ;) Und die Frauen haben damit Geld verdient!!!

Heut zu Tage, im zeitalter von vielen Krankheiten, fände ich das sehr bedenklich, vorallem wenn ich die Frau nicht kenne. Man kann ja viel erzählen!

Beitrag von blanksbibbi 21.09.08 - 12:44 Uhr

Richtig.
Früher gabe es Ammen und das war ja teilweise auch einfach gut so.
Wie gesagt, Mittelalter, Krieg, Urwald usw um Babys vorm Verhungern zu retten.
Aber heute?
Echt mir wird da richig schlecht.
Wenn eine andere Mutter MEIN Baby an ihr intimes Körperteil BRUST legen würde und MEIN Baby eine Körperflüssigkeit aus einem ANDEREN Körper als dem meinen trinken würde, es würde mir das HERZ brechen und ich würde kotzen müssen!

Heute muss man doch auch rechtlich aufpassen.
Wenn sich das Kind mit irgendwas ansteckt und die andere Mutter wird sauer und zeigt sie an, was glaubst du was dann los ist?
Aber über sowas macht sich die Posterin wohl keine Gedanken.
Mag voreingenommen sein, aber wenn ich mir die VK so ansehe.....

Und alle pflichten ihr gleich so bei.
Ich will diese Mütter sehen, ob sie auch dann noch so begeistert sind, wenn sie zusehen würden wir ihr heißgeliebtes Baby aus einer fremden Brust trinkt.

Was ist nur los?
Stillen ist gut ja....
aber es bricht ja ein totaler Muttermilchwahn aus!

Beitrag von babyboysmom 23.09.08 - 00:24 Uhr

Ja, ist mir auch aufgefallen und das finde ich persönlich für die Kinder bedenklich, wen sie ewig gestillt werden. Wenn ich diese übermäßige begeisterung sehe, am lieben die nächsten 72 monate zu stillen, bekomme ich ein mulmiges gefühl. Ich finde stillen gut und praktisch und ich bin froh das es momentan so gut klappt, nur ich würde eher aufhören, wenn es nicht mehr ginge, als auf biegen und brechen zu versuchen das mein Kind nur Mumi bekommt. Dann beiß ich lieber in den sauren apfel und geb neben Brei Pulvermilch!