arbeite den gaaanzen Tag und abends ....

Archiv des urbia-Forums Allein erziehend.

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Forum: Allein erziehend

Als Alleinerziehende selbstbestimmt zu leben hat Vorteile, andererseits ist es oft sehr anstrengend, den täglichen Herausforderungen allein zu begegnen. In diesem Forum findet ihr die Hilfe und Unterstützung von Frauen, die in einer ähnlichen Situation sind.

Beitrag von exmoddel 18.09.08 - 20:02 Uhr

Entschuldigung, heute habe ich eine Flasche Bier getrunken...denn ich bin unten. Ich trinke nie, ich möchte es auch nicht. Aber meine Tochter schafft mich. Der Vater hat sie nur paar Stunden in denen alles schön ist. Ich arbeite von morgens 44,30Uhr und abends , heute 18.00Uhr. Sie hat mit 15 einen Freund, bei dem geht sie ein und aus wie ein Ehepaar! Ich komme heim, konnte natürlich nicht einkaufen und sie kommen BEIDE zur Tür herein, Mma der Staubsauger ist kaputt, ich konnte mein Zimmer nicht saugen. Kann Jan duschen, er kommt vom Fußball....usw. ich wollte eigentlich ein Bad nehmen, wollte mir eine PIZZA, meine letzte gönnen. Nichts.
Pizza hat er gegessen, geduscht hat er auch....ich hab aus lauter Frust geweint, trinke ein Bier nach dem Anderen. ich bin fertig! Ich schufte den ganzen Tag, muss rechnen auch wie viel ich einkaufe. Als Antwort erhalte ich, dann gehe ich zu Papa....das bisschen was sie essen...
Als Madam in den Ferien verreist war da hab ich die Spülmaschne 1x wöchentl. angestellt. Nun mds. 4x die Woche. Und so weiter.....Ich kann mich nicht durchsetzen. Ich hab so viele Gemeinheiten hinter mir, dass ich nicht schon wieder kämpfen kann! Sie versteht es nicht, ich bin hilflos, ratlos, allein. Eigentlich ist das Leben garnicht so schön, um noch dafür zu kämpfen. Sich abzurackern ohne Lichtblicke???

Bereits als Kleinkind habe ich davon geträumt einmal ein eigenes Haus zu besitzen, jeden Abend als ich in meinem Bettchen lag, habe ich davon geträumt wie ich mein Haus einrichte!

Durch die Wahl des völlig falschen Partners ist alles zerplatzt, alles. Er war so gerissen und hat bereits in der Phase des verliebtseins, wo der Verstand eigentlich aussetzt, die feindlichsten Entscheidungen getroffen, an denen ich nach 2 jährg. Tennung noch zu knabbern habe. Auch derzeit lässt er mir meinen Seelenfrieden nicht, da er das gemeinsame Kind manipuliert und versucht auf seine Seite zu ziehen. Kohle hat er jetzt wohl ohne Ende.

Ich galube mein Leben als Verfilmung wäre der Kassenstürmer, ohne überheblich zu wirken...bitte!

Eigentlich wollte ich blos meine Sorgen von der Seele reden oder schreiben, denn ich sitze hier allein mit meinen Problemen....und dem Alkohol.

Ich hab euch alle lieb und ich wünsche mir von Euch allen mehr Tolleranz, liebe Worte für Andere, ein Lächeln!!!!!!!!!Und bitte vergesst die Tiere nicht, die armen Geschöpfe dieser Welt...die Verlierer unserer Zeit.

eure ....#liebdrueck
Vielen Dank

Beitrag von dodo0405 18.09.08 - 23:51 Uhr

Na, nix gegen ein Bierchen am Abend,
aber dem Freundchen vom Töchterchen hätt ich was gepfiffen wenn mir der meine wohlverdiente Feierabendpizza weg gefuttert hätte....

Nö, dein Leben wäre kein Kassenstürmer, geht ja fast allen Alleinerziehenden Muttis so.


Ich würd als allererstes mit Töchterchen ein Wörtchen reden, Pubertät hin oder her.

Und dann gehst ins Bett morgen musst ja wieder fit sein #liebdrueck

Beitrag von mentira 18.09.08 - 23:54 Uhr

Tipp 1: nicht betrinken, wenn Du schlecht drauf bist. Getrunken wird nur, wenn es einen Grund zum feiern gibt.

Tipp 2: "Kinder" (Deine ist ja schon fast erwachsen) sind per se undankbar. Das ist auch ganz normal. Die haben gerade im Teenageralter kein Ohr dafür, wie Du Dich als Mutter fühlst oder nicht halbwegs ein Gespür für Deine Animositäten.

Tipp 3: lass sie doch zu Papa ziehen! sie steht schneller wieder vor Deiner Tür als Du gucken kannst.

Schalte einen Gang runter - klar bist Du frustriert. Kinder sind eben auch nicht da, um ihnen die Lebenshaltungskosten vorzurechnen. Du hast es bekommen, Du musst es grosskriegen. Sicher spricht nichts dagegen, sie für etwaige Verschwendung (Strom, Wasser etc. zu sensibilisieren, musste ja auch!) aber das permanente vorbeten der finanz. Situation treibt sie geradezu zur Flucht.

Und wenn Dir auf der Nase herumgetrampelt wird, hast Du das auch bis zu einem gewissen Grad zugelassen.

Beitrag von manavgat 19.09.08 - 10:25 Uhr

Na ja: Du kannst Dir den Alkohol in den Kopf hauen


oder


dich mal endlich wie eine Erwachsene verhalten:


schnapp Dir die 2 und mach eine klare Ansage (vorher Zettel schreiben):

Die Regeln sind

wer hier in die wohnung will beteiligt sich an den Hausarbeiten

wer sachen wegisst, kauft auch wieder ein und nimmt sich vorallem nicht die letzte Pizza.

der junge Mann hat kein Recht sich in der Wohnung aufzuhalten, wenn es so! läuft.

sollten das beide nicht einsehen, dann nimmst Du Deiner Madam den Schlüssel weg und sie bleiben beide draußen.

wedelt der Hund mit dem Schwanz oder der Schwanz mit dem Hund?!

Gruß

Manavgat

Beitrag von sista04 19.09.08 - 22:17 Uhr

hallo,

na geht es dir mittlerweile schon etwas besser ?? ;-)
Hoff ich doch.
Bierchen würde ich mir nicht zuviele gönnen, sonst hast ein Problem mehr, anstatt eines weniger, sonst verliert deine Tochter den Respekt vor dir.
Der Tochter würde ich sagen, bitte fragen, bevor man etwas nimmt bzw. bemerken, sie wird auch sicher zu 99% ein "ja" als Antwort erhalten - aber die letzte Pizza bekommt er eben nicht !
Außerdem würde ich ihr klar sagen, dass sie sich bei den Haushaltspflichten zu beteiligen hat (z.B. Pizza einkaufen ;-) usw.
Du musst ihr - besser spät als nie - Regeln klarmachen, wenn sie will, soll sie zu Papa gehen. Sie wird merken bzw. auch wissen, sie ist schließlich alt genug, dass ein paar Stunden etwas anderes sind als der "graue" Alltag, der ja nicht wirklich immer "grau" sein muss und sicher auch nicht immer grau sein wird.
Es gibt sicher auch genug öffentl. Stellen, die dir ev. Rat geben können.

Also Finger weg vom Alk, mach dir dein leben nicht kaputt, es hat auch SCHÖNE Seiten - du hast eine gesunde Tochter, wie viele haben das nicht !!!!

VLG #liebdrueck

sista04

Beitrag von exmoddel 20.09.08 - 19:08 Uhr

Danke für Eure aufrichtigen Meinungen. Ja...Alkohol ist der Tröster in der Not, ich weiß. Manchmal ist die Not halt groß. Aber es war erst 1x.

Ja mit der Tochter reden....aber wie reagiere ich wenn sie sagt, sie müsse den ganzen Tag lernen und könne nichts mehr machen und außerdem müsste blos sie mithelfen. Die anderen bräuchten das nicht....und sie wäre ein Kind und Kinderarbeit ist verboten, oder...das ist doch nicht ihre Wohnung....ich bin meistens sprachlos wenn sie mir so einen Blödsinn antwortet.

Das Schlimme ist, sie geht zu ihrem Vater und da ist eben alles schön, keine Schimpfe und sie darf sogar mit ihrem Freund da übernachten, was bei mir nicht sein darf.

Aber ich wollte es so, ich konnte nicht abschätzen wie es sein wird, wenn ich nach der Trennung in seiner Nähe bleiben würde.
Das es so schwierig ist häte ich nicht gedacht. Er hat alle Fäden in der Hand. Vielleicht finde ich ja auch einmal einen netten Typen, der mir hilft wieder ich zu werden. Mal sehen.
Ich danke Euch jedenfalls und ich wünsche Euch allen alles Gute und Danke!:-(

Beitrag von nightingale1969 20.09.08 - 23:42 Uhr

Punkt eins: Die eigenen Kinder müssen angeblich immer als einzige im Haushalt helfen, als einzige erst ihre Hausaufgaben machen, bevor es an den PC geht und bekommen grundsätzlich immer weniger Taschengeld als alle anderen. Ist so. Zumindest aus Sicht der 13-18-Jährigen. Sieh es einfach als hormonelle Verschiebung der Sichtweise während dieser riesigen Hormonstörung, die man Pubertät nennt. ;-)

Schönen Gruß von mir an die Tochter, aber der mit der Kinderarbeit hat soooooooo'n Bart. Den hat meine Tante (heute stolze 51 Jahre alt) schon zu ihrer Mutter gesagt, den habe ich schon zu meiner Mutter gesagt - und Deine ENKELtochter wird sich später auch mal ganz schlau vorkommen, wenn sie den Satz zu Deiner Tochter sagt... nochmal ;-)

Außerdem ist die Gute 15 - und da ist man lt. Gesetz kein Kind mehr.

"aber wie reagiere ich wenn sie sagt, sie müsse den ganzen Tag lernen und könne nichts mehr machen"

Tja, Du musst den ganzen Tag arbeiten. Dann kannst Du eben auch nichts mehr machen, ganz einfach. Spätestens, wenn sie kein sauberes Shirt mehr im Schrank hat, WIRD sie machen. Trust me: Selbst schon erprobt, so ein kleiner Streik im Hotel Mama kann Wunder wirken. Klar, Du musst es aushalten, dass das "Kind" dann eben mal in dreckigen Klamotten zur Schule geht. Aber sieh's mal so: Du musst in der Schule nicht neben ihr sitzen :-p

Es liegt nicht an der Trennungssituation, dass Deine Tochter im Moment ist, wie sie ist, glaub mir. Der getrennte Vater ist einfach nur ein zusätzlicher Stressfaktor für Dich, weil er ihr ohne Not Happyhighlife bieten kann, während eben bei Dir der "dröge" Alltag stattfindet. Lass' es an Dir abprallen, wenn da kleine Erpresserspielchen versucht werden, da stehst Du doch drüber!

Was da im Moment bei Euch läuft, läuft so oder so ähnlich in Millionen Familien. Millionen Mütter und Väter müssen so ein hormongeplagtes stinkend faules und ständig forderndes Nölemonster ertragen, welches von sich glaubt, bereits alles über die Welt zu wissen (vor allem mehr als die Eltern), grundsätzlich ungerecht behandelt wird und die Notwendigkeit des Müllrausbringens für eine Zumutung nahe der Folter hält.

Man nennt die Pubertät nicht umsonst das zweite Trotzalter. Deine Tochter MUSS im Moment so sein, sie MUSS sich an Dir reiben (gerade an Dir als Mutter, mein armer Mann muss dafür bei meinem Sohn dran glauben #augen), MUSS den Streit mit Dir suchen, um ihre Rolle, ihre Position zu finden. Also, hier mein Tipp: Sieh es alles ein bisschen distanzierter und mit Humor. In der Pubertät sind die einfach manchmal unzurechnungsfähig wie Schwangere. Nimm ihre Ausfälle nicht persönlich (aber verbitte Dir klare Respektlosigkeiten).

Zur Not, immer gern genommen, Mütter-Mantra:

Es ist nur eine Phase, es ist nur eine Phase, es ist nur eine Phase... #bla

Kopf hoch, das wird schon!

Und nicht mehr hinter der Bierflasche vergraben!

Gruß
Ch.



Beitrag von exmoddel 21.09.08 - 14:11 Uhr

High Du...das hast Du aber nett gesagt! Daaanke, ja das ist ok! Damit kann ich leben.
Leider habe ich niemanden, mit dem ich mal über sowas reden kann. ich war Einzelkind und mit meiner Mutter war alles nicht ganz so wie es sein sollte, Aber dein Rat hat mir unheimlich geholfen....Ich umarme Dich!
Vielen Dank lieb Ch...#danke