Nochmal zum Buchtipp von heute Morgen...Sorry,etwas länger geworden

Archiv des urbia-Forums Erziehung.

Hier geht es in die aktuelle Version dieser Seite. Nimm dort aktiv am Diskussionsgeschehen teil.

Forum: Erziehung

Kinder fordern Eltern täglich neu heraus zu Auseinandersetzung und Problemlösung. Kinder brauchen Grenzen - doch welche und wie setzt man sie durch? Welche Erziehung ist die richtige? Nutzt hier die Möglichkeit, euch hilfreich mit anderen Eltern auszutauschen.

Beitrag von sabrina-b 18.09.08 - 20:22 Uhr

HAllo ihr lieben,

ich habe eure Meinungen mir gerade durchgelesen.

Ich war mit meinem Sohn wegen seiner kompl. Trinkverweigerung in Münster auf der Czerny-Station.

Das ist eine Psychosomtaische station wo Kinder von 6-18 Jahren(vereinzelt, wie in unserem Fall auch Säuglinge) aufgenommen und behandelt werden.

Auf dieser Station waren Kinder und Jugendliche mit einem Krankheitsbild was bei falscher Erziehung über Depressionen,ADHS bis hin zu Anorexia-Nervosa ging.

Es waren gerade die kleinen Kinder so zwischen 8- 10 Jahren die den Pädagogen und Psychologisch geschulten Personal ganz schön zu schaffen machten.

Ich rede jetzt nicht von den ganz normalen Problemen in diesem alter sonder von Dingen wo dieses FACHPERSONAL den kleinen Hilflos gegenüber stand.#kratz

Ich mein wenn die schon nicht weiter wissen...Wer dann???#gruebel

Ich habe dort viele Parallen zwischen dem geschriebenen und dem waren Leben ziehen können..und bin teilweise erschrocken wie recht er doch in MANCHEN Dingen hat.

Ein Beispiel aus dem Buch....

Wenn sich früher Erwachsene unterhielten war das klar für das Kind ruhig zu sein hat und nicht zu stören.Sollte es dieses doch tun hätte es keinerlei Aufmerksamkeit bekomen.Heut jedoch kommt das Kind und kann die Gespräche nach seinem belieben unterbrechen und bekommt das was es will...Die volle Aufmerksamkeit!!!!

Wurde früher in Kind mit" Frech" betitelt ..So ist es Heute schon so selbständig und reif#kratz

Ausserdem beschreibt er den Wandel der in unserer Gesellschaft stattgefunden hat... Der bei den kleinen Anfängt und schließlich auch in der Erwachsenenwelt einzug gehalten hat..Welches man in den Ausbildungsbetrieben stark merkt..

Sorry..ist ein wenig lang geworden und ich will auch keinen Überreden dieses Buch gut zu finden.
Natürlich Erzieht jeder sein Kind/Kinder so wie es für einen am besten ist und kein Buch der Welt kann eigene Intuition ersetzten.
Nur empfand ich dieses Buch als ein Ah- Erlebnis ich habe das ein odere andere besser verstehen können ...

Liebe Grüße

Sabrina







Beitrag von perserkater 18.09.08 - 22:04 Uhr

Hallo Sabrina

also wenn mein Sohn mich bei einer Unterhaltung unterbricht, weise ich ihn also in die dir genannte Klinik ein?

Du weißt aber schon, das Depressionen, ADHS und Anorexia-Nervosa (sprechen wir es mal aus, Magersucht) richtige Krankheiten sind! Natürlich haben diese psyschische Ursachen, aber seltens wegen falscher Erziehung!
Und du unterstellst einem Säugling, dass er durch falsche Erziehung zum Trinkverweigerer wird? Ich hoffe doch, das es organische Usachen hatte und sich nicht ein Psychologe ihm gegenübergesetzt hat!#schock

Ich weiß schon, was du sagen möchtest. Viele Jugendliche scheinen keinen Funken Anstallt zu besitzten, sind faul und antriebsarm und kleine Kinder sind vorlaut und respektlos.

Ich sag dir mal was, genau Das, hat Sokrates zu seiner Zeit schon beanstandet! Und oh Wunder, jede weitere Generation tut es ihm gleich!

Grüßle
Sylvia

Beitrag von sabrina-b 19.09.08 - 09:20 Uhr

Hallo,

also so wirklich hast du mich nicht verstanden.

Ich war mit meinem KInd..Meinem Säuglind da. Bei ihm weiß ich weswegen er nicht getraunken hat und das hatte nichts mit falscher Erziehung zu tun sondern mit seinm verdammt schweren Start in dieses/sein Leben.

Trotzdem Dsnke für deine Antwort werde mal darauf rum denken..


Liebe GRüße

Sabrina

Beitrag von perserkater 19.09.08 - 11:19 Uhr

Hallo

dann frag ich mich, warum du es erwähnt hast!#kratz Natürlich hat das Trinkverhalten eines Säuglings nix mit Erziehung zu tun, das ist schon klar.

Aber die von dir beschrieben Fälle sind extreme Einzelfälle und wie gesagt, nicht auf falsche Erziehung zurückzuführen. Da sind noch ganz andere Dinge schiefgelaufen! Traurig für die Kinder, man kann ihnen nur alles Gute wünschen, für sich und ihre Zukunft!

Grüßle
Sylvia

Beitrag von colli26 19.09.08 - 09:06 Uhr

Hallo Sabrina,
mit diesem Posting bestätigst Du ja gerade die Hauptkritiker von Dr. Winterhoff. Seine, genau wie Deine Beobachtungen in der Klinik, betreffen KRANKE, GESTÖRTE Kinder. Solche Fälle sind bedauerlich, aber Gott sei Dank Einzelfälle. Dank seinem Buch und den fragwürdigen Ergüssen seiner Anschaungsweise in diverser Boulevardpresse, werden die Behandlungsmethoden für solche Einmzelfälle als Erziehungsmethode für (bis zu dem Zeitpunkt) noch nicht gestörte Kinder übertragen. Das ist, als ob man einem Kind, dass gerade mal nicht gut drauf ist, verschreibungskräftige Antidepressiva verabreicht. Mein Menschenverstand sagt mir, dass das nicht gut gehen kann!

Abgesehen davon, dass ich den Typen einfach überhaupt nicht mag und schrecklich unsympathisch finde, ist es aus meiner Sicht, nicht mit dem Hypokratischen Eid zu vereinen, was er da abzieht.

Seine tollen Theorien werden wesentlich respektvoller und fundierter in anderen Büchern beschrieben - Juul, Gordon, Neufeld, um nur einige zu nennen. Aber die Bücher haben halt nicht "Tyrannen" im Buchtitel stehen und eigenen sich damit weniger als Stammtischlteratur.

Coli
mit Jule und Lena (3J 4M)

Beitrag von golm1512 21.09.08 - 10:33 Uhr

Hallo!
Auch heute landen die wenigsten Kinder in einer Klinik. Oder habe ich da was verpasst?
Und ich weigere mich einfach ein Buch mit diesem Titel zu lesen. Die meisten Kinder, die ich kenne, SIND aufgeschlossen und freundlich und verständnisvoll. Alle haben Phasen, in denen man sie an Wand tackern möchte, aber ich kenne KEIN Kind, dass irgendwie pathologisch auffällig wäre. Und schon gar keine Tyrannen.
Meine Kinder reden auch dazwischen, wenn wir uns unterhalten. Das finde ich in dem Alter aber nicht ungewöhnlich und auch nicht frech. Ich verbiete nicht gleich den Mund, weil sie vielleicht was wichtiges zu sagen haben, wie z.B. "Mama, die Küche brennt!" Wenn ich merke, dass sie "nur" Aufmerksamkeit wollen, dann bitte ich sie leiser zu sein, weil ich mich zuerst mit meinem Gegenüber unterhalten möchte und verspreche, dass sie danach wieder mein Gehör bekommen werden. Das VERSTEHEN sie, man glaubt es kaum. Sie vergessen es auch wieder, aber ich denke, dass sie die Zeit zum Lernen haben müssen.
Ich finde, dass in der heutigen Zeit alle extrem verunsichert sind, wenn es um Kinder geht. Immer wieder gibt es schlaue Erzeihungsratgeber, die dann plötzlich die einzige Wahrheit sein sollen. Mich nervt das unglaublich!
Meine Kinder sind keine kleinen Erwachsenen, aber ich bin auch nicht die erhabene Machtinhaberin. Echt, es geht auch entspannt. Meistens jedenfalls....;-)
Viele Grüße
Susanne