Wieviel ALG nach Elternzeit?

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Beitrag von juli1707 19.09.08 - 09:14 Uhr

Hallo,

ich bin noch bis Mai 09 in Elternzeit, insges. dann 3 Jahre, und kann/möchte danach nur Teilzeit arbeiten. Mein Arbeitgeber hat mir aber jetzt schon gesagt, dass er mich nur Vollzeit wieder einstellen wird. Natürlich werde ich mich dann frühzeitig nach einem neuen Teilzeitjob umsehen, aber falls ich bis dahin nix gefunden habe (Teilzeitarbeit ist bei uns auf dem Land sehr gefragt, und schwer zu bekommen), wie hoch ist dann das ALG. Was muß ich beachten, dass ich keine Sperre vom Arbeitsamt bekomme, gibts da noch ne andere Möglichkeit als selber zu kündigen, z.B. Aufhebungsvertrag o.ä.? Wird das ALG gekürzt, wenn ich nur Teilzeit arbeiten möchte, war vor der Babypause Vollzeit beschäftigt?
Kennt sich jemand damit aus, und kann mir helfen??
#danke

LG
juli1707

Beitrag von emmy06 19.09.08 - 09:20 Uhr

Hallo...

ALGI bekommst Du nur, wenn Du Dir Anspruch erworben hast und eine gesicherte Kinderbetreuung nachweisen kannst, da Du ja auch relativ kurzfristig in Maßnahmen oder Jobangebote vermittelt werden könntest.
Analog zur Verfügbarkeit wird dann das ALGI gezahlt. Stehst Du für 20 Stunden in der Woche zur Verfügung, bekommst du ALGI für 20 Stunden.

So zumindest mein kleiner Wissensstand, ich hab noch rechtzeitig TZ-Arbeit gefunden.


LG Yvonne

Beitrag von mel1983 19.09.08 - 13:00 Uhr

"ALGI bekommst Du nur, wenn Du Dir Anspruch erworben hast"

Das ist schlicht und ergreifend falsch!

Beitrag von phoe-nix 19.09.08 - 14:02 Uhr

Ja?
Wie kann man denn ohne Anspruch ALGI bekommen?

Beitrag von drachenengel 19.09.08 - 14:31 Uhr

Mel erkläre mal bitte... ;-)

ALG1 ist im Gegensatz zu ALG2 NICHT einfach so erhältlich...

dafür musst Du schon einen Anspruch erarbeitet haben!

LG
Mone

Beitrag von mel1983 19.09.08 - 14:45 Uhr

Also,

auch wenn ich vor einer Schwangerschaft arbeitslos war zB paar Monate nach der Lehre, bekomme ich nach der Elternzeit ALG I.

Hierzu wird die Elternzeit fiktiv als 12 Monate Arbeiten im Job (also nicht mehr Lehre) eingestuft, und danach wird das ALG I bezahlt.
Ergo, die Elternzeit zählte als 12 Monate Arbeit (fiktiv).

LG Mel

Beitrag von phoe-nix 19.09.08 - 15:01 Uhr

Ja, weil Du in dem Fall einen ANSPRUCH erworben hast.
Etwas anderes wurde hier doch nicht behauptet....

Beitrag von mel1983 19.09.08 - 15:03 Uhr

Naja, in der Schwangerschaft, also VOR dem Mutterschutz sah das Amt das aber nicht so.

Da erhielt ich ALGII bzw Sozialhilfe.

Naja, dann wurde ich wohl falsch beraten. Wat solls, passiert mir ständig.

Dann sorry dafür!

Mel

Beitrag von phoe-nix 20.09.08 - 09:11 Uhr

VORHER hattest Du ja auch noch keinen Anspruch!
Der entsteht ja auf wundersame Weise durch die Elternzeit.

Beitrag von mel1983 20.09.08 - 12:41 Uhr

Also zählt die Lehre nicht?

Okay, das wusste ich nicht.

Eine Ausbildung ist also weniger "wert" als Elternzeit.
Wie krank ist das denn?

Nunja, so manches muss man auch nicht verstehen.

LG Mel

Beitrag von drachenengel 19.09.08 - 09:20 Uhr

Hallo,

also wenn Du nur noch Teilzeit arbeiten kannst, musst DU Deinen Arbeitsvertrag selber kündigen. Parallel lass Dir aber vom AG bestätigen, dass er KEINEN Teilzeitplatz zur Verfügung stellen kann (SCHRIFTLICH)

Melde Dich mindestens drei Monate vorher schon arbeitsuchend bei der Agentur für Arbeit, hol Dir einen Beratungstermin.

Parallel musst Du vor der Elternzeit den Anspruch auf ALG1 erworben haben, die Kinderbetreuung gesichert nachweisen können (auch wenn Ferien, Schliesstage etc im Kiga sind).
Sofern Du mehr als 15 Wochenstunden dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehst (Mo-Fr), bekommst Du anteilig Deiner Teilzeitstunden ALG1. Das ALG1 wird nach drei Jahren Elternzeit fiktiv auf Basis der für den Beruf erforderlichen Qualifikation errechnet.

Bedenke, dass Du wirklich dann von heut auf morgen einsetzbar sein musst... und wenn es für eine Weiterbildungsmassnahme ist.

Gruss
Mone