stillen, abpumpen, zufüttern... bitte um Hilfe

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Forum: Stillen & Ernährung

Muttermilch oder Flasche? Was schmeckt kleinen Kindern aufs Brot? Hier könnt ihr Fragen zur Säuglings- und Kleinkindernährung, aber auch zu eurer eigenen Ernährung während der Stillzeit stellen. Unsere Stillberaterin Christina Law-Mclean beantwortet eure Fragen täglich in unserem Expertenforum.

Beitrag von kaacee 19.09.08 - 10:48 Uhr

Euch einen schönen Tag!

Mit dicken Rändern unter den Augen suche ich heue eure Hilfe.
Seit ca. zwei Wochen wird bei mir die Milch weniger! Ich hatte ordentlich Streß durch ein paar sehr unschöne Ereignisse und das hat sich sofort auf die Milchproduktion ausgewirkt!
Bis zu diesem Zeitpunkt habe ich (wenn ich abgepumpt habe) ca. 100 - 120 ml Milch abgepumpt.
Jetzt dümpel ich bei ca. 70 - 80 ml.
Ich hab' auf anraten meiner Hebamme angelegt (leider trinkt mein Kleiner nicht alles ab) und wenn nötig (eigentlich immer) nochmal HA1 Fertignahrung zugefüttert (ca. 50 - 70 ml). Dann hab' ich nachgepumpt (ca. 30 - 40 ml) um die Milchbildung weiter anzuregen...
Momentan pumpe ich nur ab... alle drei Stunden und verfütter die Muttermilch. Tagsüber eigentlich nur die angesammelte eigene Milch (jeweils ca. 120 ml), nachts meistens HA1...
Ich trinke sehr viel (stilles Wasser und Stilltee), versuche zur Ruhe zu kommen, koche mir auch Hühnerbrühe... aber es wird einfach nicht mehr Milch und das wunderschöne Stillerlebnis fehlt komplett...
Ich habe einfach keinen Plan mehr wie ich es schaffen soll voll zu stillen und ich weiß nicht, wie lange ich das noch schaffe...
Hoffentlich ist der Text nicht zu wirr...
Habt ihr vielleicht Tipps für mich? Ich bin für jeden Hinweis wirklich dankbar...
Ich hoffe auf Antworten....
ganz liebe Grüße

Kerstin mit Len (4 Wochen)

Beitrag von steiermark 19.09.08 - 10:53 Uhr

Hallo!

Bei mir hat Ruhe und Schlafen und Anlegen mehr gebracht, als die Abpumperei.
Dann kannst du noch Oxytocinspray für die Nase probieren.
Aber ich glaube du verhaust dir die Sache mit dem Abpumpen und Flascherlgeben.
Nur wenn dein Kind bei dir trinkt kommt die Milchbildung in Schwung.

lg karin

Beitrag von kaacee 20.09.08 - 21:37 Uhr

Hallo Karin,

leider ist Oxytocinspray (Syntocinon) seit Anfang September nicht mehr auf dem Markt erhältlich... konnte ds Rezept leider nicht einlösen...
Es gibt nur noch die Ampullen und die müssen von Hebi, bzw. Arzt gespritzt werden (k. A. ob das die gleiche Wirkung hätte).
Werde ab So wieder versuchen zu stillen, mal schauen wie es diesmal klappt... kann den Kleinen ja auch nicht vor Hunger schreien lassen (er trinkt einfach nicht alles ab).
Danke Dir für Deine Tipps! Dir alles Liebe

Kerstin

Beitrag von ulitao 19.09.08 - 11:11 Uhr

Hallo Kerstin!

Ichhatte nach der Geburt so gut wie keine Milch. Habe pro Tag ca. 20ml abgepumpt!!!!!
Ich habe es dann ca. vier Wochen lang so gemacht wie Du auch schon. Habe Max erst angelegt, dann Fläschchen gegeben und anschliessend gepumpt. Nur einmal in der Nacht habe ich auf Pumpen verzichtet, damit ich wenigstens mal 4 Stunden am Stück schlafen konnte.
Die Milchmenge ist so langsam immer mehr geworden. Irgendwann war es so, dass ich ca. 100ml abgepumpt habe und eine halbe Stunde später war Max schon wieder soweit, dass er "essen" wollte. Da hab ich das Pumpen aufgehört, weil ich das Gefühl hab, ich pumpe ihm alles weg und er hat so kein Erfolgserlebnis beim Stillen. Innerhalb von einer Woche ist die Menge an Flaschenmilch, die er zusätzöich brauchte immer weniger geworden und dann war er voll gestillt.

Also, ich denke auch, dass Du wieder anlegen solltest, da dieser Reiz doch noch etwas stärker ist als das Pumpen. Vielleicht versuchst Du es nochmals mit beidem bis die Milchmenge vielleicht doch nochmals zunimmt und versuchst dann, das Pumpen zu lassen.
Ich weiss, dass ist alles sehr anstrengend. Ich war unglaublich froh, als das alles vorbei war.
Ich wünsche Dir ganz ganz viel Kraft und drücke Dir die Daumen, dass es klappt.

L.G. Ulrike

Beitrag von kaacee 20.09.08 - 21:47 Uhr

Hallo Ulrike,

darf ich fragen wie oft Dein Max dann "gekommen" ist um gestillt zu werden? Und stillst Du immer noch? (Hab in der VK gelesen, daß Dein kurzer 5 Monate ist...)
Hast Du gestillt und zugefüttert ohne zu pumpen? (Meine Hebi meinte wenn ich das so mache würde ich eher die Milchproduktion noch weiter reduzieren und letztlich abstillen?)
Ich will versuchen ab Sontag wieder zu stillen, bin aber so unsicher wie das sich nun mit pumpen und zufüttern verhält...
Auf jeden Fall danke ich Dir für Deine Antwort und Deine guten Wünsche - Dir und Deinen Lieben alles Gute

Kerstin

Beitrag von anne_loewe 19.09.08 - 13:17 Uhr

Liebe Kerstin,

meine Hebamme hat gesagt, dass stillen nach sechs Wochen Spass macht... bei mir war es wirklich so!
Meine bester Rat ist: lass das pumpen, leg Dein Baby wirklich nach Bedarf und Lust an und stille, stille, stille. Wenn Dein Baby bei Dir trinkt wird genau die Milch da sein, die es braucht, das hat die Natur so angelegt. Mit dem Pumpen und zufüttern kommt alles durcheinander. Anlegen und stillen, das ist die Lösung aus dem Teufelskreis, und nicht zufüttern denn das was Du zufütterst wird beim Körper nicht angefordert.
Verlass Dich auf Deinen Körper und Dein Baby,
viel Glück!
Anne

Beitrag von kaacee 20.09.08 - 21:53 Uhr

Hallo Anne,

Ich werde es ab Sonntag wieder versuchen! (Allerdings mit etwas gemischten Gefühlen, da Len einfach nicht alles abtrinkt, dann aber vor Hunger weint...)
Hoffe sehr ich schaffe es noch die fehlenden zwei Wochen und der Rat Deiner Hebi trifft auch auf mich zu ;-)
Bin echt unsicher was das weglassen von Pumpe und Zusatznahrung betrifft....
Danke Dir für Deine Antwort - alles Liebe

Kerstin

Beitrag von ks83 19.09.08 - 14:00 Uhr

ich würde auch sagen:
anlegen,anlegen,anlegen
gerade nachts ist das doch eigentlich praktischer und nervenschonender...da kann man sich schön zusammen ins bett kuscheln,anlegen und dabei weiter schlummern...ich merke nachts meistens gar nicht mehr so richtig wie oft und vor allem wie lange ich stille...manchmal werd ich nach über 1 stunde wach und merke,dass mein kind noch neben mir und nicht imbettchen liegt...

lg und alles gute,
lene

Beitrag von kaacee 20.09.08 - 22:00 Uhr

Hallo Lene,

darf ich fragen ob Du Dein Kind im liegen anlegst? Das bekomm' ich nicht immer hin...
Wenn ich mal weggenickt bin, hat Len mich recht fix wieder wach "geknöttert" weil er einfach nicht die Brust komplett leer trinkt (wenn ich dann nicht pumpe wirds doch weniger, oder'?), aber noch Hunger hat...
Danke Dir für Antwort und die guten Wünsche - auch Dir alles Liebe

Kerstin

Beitrag von ks83 21.09.08 - 09:04 Uhr

Hallo Kerstin,
ja,ich stille im Liegen,muss aber ehrlicherweise zugeben,dass das in den ersten Wochen auch gar nicht gut geklappt hat,meistens gab das mehr Sauerei,als dass Marius getrunken hat,ich hab es dann einfach immer wieder probiert,auch am Tag,quasi Training ;-)
Und so hat der Kleine das dann auch bald gut raus bekommen...
Vielleicht übt ihr einfach auch noch ein wenig und ich denke,dann dürfte das bald passen :-)

LG,Lene

Beitrag von maschm2579 19.09.08 - 14:30 Uhr

Hallo Kerstin,

ich hatte das Problem auch. Da Hannah auf der Intensiv lag mußte ich abpumpen, zufüttern und die Mumi per Flasche geben.

Zu Hause war es ein echt harter Kampf. Pumpen, Füttern, zufüttern + nachpumpen.
Dazu die ganzen Flaschen sterilisieren und die Pumpe.

Nach ca. 4 Wochen war ich fix und fertig. Jede 90 ml wollte Hannah trinken u hat für 50 ml auch noch 1 Std gebraucht.

Ich habe meine Hebi gefragt was ich machen kann damit ich nur noch stillen kann. Also keine Flasche, kein Sauger und quasi Augen zu und durch. Nur noch stillen, viel Ruhe und konsequent das Kind jede 2 Std anlegen.

Ich habe aufgegeben!

Heute ärgere ich mich und bin total unglücklich. Warum habe ich nicht durchgehalten?
Na gut ich bin alleinerziehend und mußte sofort wieder daheim arbeiten. Der Hudn mußte raus und es war zuviel.
Im nachhinein - warum ist der Haushalt nicht liegengeblieben? Warum ist der Hund nicht mit den Nachbarn mit?

Entscheide für dich und Deinen Körper. Geh in dich und überlege was Du möchtest. Den Streß? Ruhe? stillen? Flasche?

Du solltest Dir vor Augen halten das Stillen zwar das Beste für die Maus ist ABER auch mit Flaschenmilch wird sie groß und glücklich. Das darf man nicht vergessen.

Wir waren dann ausgeglichener und Hannah zufrieden. Sie hat das ganze hin und her auch genervt.

Ich hoffe das konnte DIr helfen

lg Maren u Hannah 6 Monate

Beitrag von kaacee 20.09.08 - 22:18 Uhr

Hallo Maren,

"Zu Hause war es ein echt harter Kampf. Pumpen, Füttern, zufüttern + nachpumpen.
Dazu die ganzen Flaschen sterilisieren und die Pumpe.
Nach ca. 4 Wochen war ich fix und fertig." - wie sehr mich die Sätze an mich erinnern...

Hat Deine Süße denn nicht geschrieen wenn sie an der Brust nicht genug bekommen hat? Len fängt dann nach 'ner Weile an zu scheien, obwohl ich noch Milch in der Brust habe... ich schaffe es gar nicht in einen zwei Stunden Rhythmus *seufz
Und wenn ich zufütter, aber nicht abpumpe still ich ab (wenn ich meine Hebi richtig verstanden habe...)
Stille ich, fütter zu und pumpe ab hab' ich ein Grinse-Strahlekind... leider bin ich dann ziemlich geschafft...
Klar ist es dann ab und an verlockend zu denken "ich still einfach ab und fütter nur - da weiß ich was, wieviel und wann er etwas bekommt - aber ich denke, dass ich uns beide dann um ein wunderschönes Erlebnis bringe... voll zu stillen.
Und wenn ich lese, daß Du es bereust und unglücklich damit bist - sehe ich mich auch später in dieser Situation...

Ich werde ab Sonntag nochmal einen Stillversuch wagen und hoffe, daß es diesmal besser klappt - eine Antworterin schrieb, daß es nach sechs Wochen besser werden und Spaß machen soll... versuche auf jeden Fall so lange durchzuhalten...
Am 24.09. hab' ich die U3, werde dann die Kinderärztin auch nochmal ansprechen

Auf jeden Fall danke ich Dir für Deine Antwort und wünsche Dir und Deiner Hannah alles Liebe und Gute!

Kerstin