was wird als unterschicht in Deutschland bezeichnet ??? SILOPO

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Forum: Familienleben

Die Oma füttert die Kinder übermäßig mit Süßigkeiten, Probleme mit der Schwiegermutter, Tipps zum Feiern der Taufe: Hier ist Platz für alle Themen rund um die Familie.

Beitrag von octobersunshine 19.09.08 - 11:10 Uhr

Hallo,
zur Zeit hört man sehr viel von der Unterschicht deren Kinder..

schlechter in der Schule sind

viel viel zu früh Sex haben

zu dick sind..

viel saufen und rauchen

Drogen nehmen

und und und,.. und die Eltern sind laut Medien nie im stande ihre Kinder zu erziehen.

Was ist die Unterschicht?

Warum gobt es eine 2 Klassengesellschaft??

Ich finde das ist fast wie früher als man Vorurteile den Juden gegnüber hatte!!!

Beitrag von juniorette 19.09.08 - 11:27 Uhr

Hallo,

ich hab noch nie gehört, daß man die Unterschicht daran festmacht, ob Kinder

"schlechter in der Schule sind

zu dick sind..

viel saufen und rauchen

Drogen nehmen "

Das kann Kindern aus der obersten Oberschicht auch alles passieren.

Bei dem "viel viel zu früh Sex" würde ich schon sagen, daß eher Kinder aus der Unterschicht dazu neigen, aber Studien dazu kenne ich nicht.

"Was ist die Unterschicht? "

Was ist die Unterschicht?

"Warum gobt es eine 2 Klassengesellschaft?? "

Eigentlich gibt es eine 3-Klassengesellschaft:
Unter-, Mittel- und Oberschicht.

"Ich finde das ist fast wie früher als man Vorurteile den Juden gegnüber hatte!!! "

DAS kannst du ja mal einem Juden erzählen, der seine Familie im 3.Reich verloren hat oder einem Holocaust-Überlebenden #klatsch

Ist mir neu, daß Angehörige der Unterschicht in Gaskammern ermordet werden #klatsch

J.

Beitrag von juniorette 19.09.08 - 11:28 Uhr

Mein "Was ist die Unterschicht" bitte durch diesen Link ersetzen:

http://de.wikipedia.org/wiki/Unterschicht

Beitrag von octobersunshine 19.09.08 - 11:33 Uhr

#klatschich meine das es sooo viele Vorurteile gibt, die es damals auch gegeben hat #klatsch#klatsch#klatsch

Beitrag von juniorette 19.09.08 - 13:03 Uhr

Ich weiß, was du meintest, ich wollte dir nur zu bedenken geben, daß dein Vergleich ein Schlag ins Gesicht von Juden ist, die selber oder deren Vorfahren den Holocaust miterlebt haben.

Es gibt Vergleiche, die sollte man sich lieber verkneifen.

Und unter Vorurteilen müssen auch andere Gesellschaftsschichten leiden:
die Reichen sind alle großkotzig, Politiker lügen alle, alle Mädchen spielen gerne mit Puppen (und dürfen sich nicht dreckig machen), Jungs, die mit Mädchensachen spielen, werden schwul, etc.

Vorurteile können JEDEN treffen!

Ich persönlich behandle die Leute so, wie sie mich behandeln, unabhängig von ihrer Schicht.

LG,
J.

Beitrag von octobersunshine 19.09.08 - 13:08 Uhr

ne wirklich ein doofer Vergleich, war nur sooo sauer, weil ich es unfair finde. Wenn ein Kind aus der Unterschicht schlechte Noten hat, dann wird es an die große Glocke gehängt und es ist ein riesen Skandal, wenn das Kind auch noch aus einer z.B kindereichen Familie kommt.
Hat ein Professorenkind schlechte Noten, wird es oftmals Entschuldigt und landet morgen nicht gleich bei RTL Aktuell #contra

Beitrag von anyca 19.09.08 - 13:15 Uhr

Das liegt aber auch daran, daß ein Professor eben nicht zu RTL Aktuell oder in die nächste Talkshow spaziert mit einem Sprößling, der schlechte Noten hat. Sondern dann wird ein Nachhilfelehrer organisiert.

Es sind nun mal leider Vertreter der (wie auch immer definierten) "Unterschicht", die sich in diversen Nachmittagssendungen deutschlandweit zum Vollhorst machen ... auch so ein Schichtenphänomen.

Beitrag von octobersunshine 19.09.08 - 13:22 Uhr

Mein Problem liegt einfach darin das diese Kinder , der Professoren, der Ärzte, Lehrer usw. einfach in der Gesellschaft besser da stehen.. (egal ob sie klauen, schwarz fahren, schlechte noten haben) find das sooo Oberflächlich.

Beitrag von jans_braut 19.09.08 - 14:14 Uhr

es gibt aber Studien, die belegen, daß sozial benachteiligte Kinder:
- durchschnittlich schlechter in der Schule sind; proportional seltener Abi machen oder studieren
--> das liegt wiederum am fehlenden Nachhilfeunterricht, weniger Geld, schlechtere Schulen

- durchschnittlich häufiger vertreten sind, bei jüngeren Menschen, die Nachwuchs bekommen

--> häufiger als Reiche stehlen oder andere Delikte begehen
- könnte ein direkter Zusammenhang mit dem fehlenden Geld geben

--> durch die gewollte "Kanak"-Sprache so ziemlich negativ auffallen
- die hört sich nicht wirklich niveauvoll an

Beitrag von octobersunshine 19.09.08 - 14:42 Uhr

ja aber diese Punke treffen ja nicht auf alle zu, aber es werden alle abgestemmpelt.

Beitrag von phoe-nix 19.09.08 - 16:17 Uhr

Wieso werden alle abstestempelt?
Wer sich ordentlich verhält, in der Schule aufpaßt, die deutsche Sprache beherrscht, wird doch nicht ohne Grund diskreminiert?

Beitrag von juniorette 19.09.08 - 13:22 Uhr

Hör einfach auf, den Lügensender RTL zu schauen!

Da wird übertrieben, gefaked, gestellt, gelogen usw. - nur um eine skandalträchtige Story zu haben.

Sogar der "seriöse" Sender ZDF hat Schülern mal 20 EUR gezahlt, damit sie eine Prügelei vor laufender Kamera anfangen.

Die Behauptungen, die du von dir gibst, habe ich so noch nie gehört.

Daß Kinder aus der Unterschicht es schwerer haben, als das Akademikerkind mit eigenem Pferd, Pool, Privatschule, ist ja unbestritten.

Deswegen sollten Eltern unabhängig von ihrem Einkommen dafür sorgen, daß sie ihr Kind fördern.

Z.B. ein Besuch in der Stadtbibliothek ist auch für ALG2-Empfänger drinnen. Oder man leiht sich Bücher von Bekannten etc.
Sein Kind für Neues/Unbekanntes zu begeistern, kostet erstmal auch kein Geld.

Und ein Erwachsener, der Internet hat, dem steht sowieso alles Wissen offen (und komm mir jetzt nicht damit, daß ALG2-Empfänger kein Internet haben, bei Urbia gibt es genügend User, die das Gegenteil beweisen).

LG

Beitrag von mariella70 20.09.08 - 00:14 Uhr

Hi Juniorette,
du kennst dich ja verdammt gut aus in der Branche, welcher Beitrag bei RTL zum Thema Kinderarmut war denn gefaked in den letzten Wochen? Hättest du für diese Behauptung evtl. einen Beleg? Quelle?
Wann genau hat ein ZDF-Reporter jemanden für 20 Euro eine Prügelei anzetteln lassen? Hast du da eine Quelle?
Und: Wenn es nur darum ginge, eine Familie vom untersten Rand der Gesellschaft in die Stadtbücherei zu kriegen, dann hätten wir kein Problem in Deutschland. Lies mal den Bericht von W. Wüllenweber im aktuellen Stern, da ist das Dilemma beispielhaft nachzulesen.
Diese Eltern sind jenseits unserer Maßstäbe, da muss man schon mal über den eigenen goldverzierten Tellerrand gucken.
Liebe Grüße
Mariella

Beitrag von mariella70 20.09.08 - 00:06 Uhr

Mädel,
es gibt einen direkten Zusammenhang in Deutschland zwischen schlechter Bildung und fehlenden Schulabschlüssen und den Familienverhältnissen. (Unesco Bildungsbericht) Dies ist furchtbar und bedauerlich, daran muss dringend etwas geändert werden.
Deshalb werden diese Missstände in den Medien behandelt. (nicht nur im Privat-TV) Eine öffentliche Diskussion wird nicht geführt, weil man "Vorurteile" hat, sondern auf Missstände in der Sozial- und Bildungspolitik aufmerksam machen will. Durch solche Berichterstattung werden zum Beispiel Sponsoren aufmerksam, die dann Einrichtungen wie "Die Arche" finanzieren.
Ich bin durch solche Berichte zu meinen drei Förderschülern gekommen, denen ich helfe beim Deutschlernen.
Du missverstehst hier was völlig und der Vergleich mit den Progromen des 3. Reichs zeugt von schlechter Allgemeinbildung oder völliger Taktlosigkeit.
Gruß
Mariella

Beitrag von nightingale1969 19.09.08 - 13:58 Uhr

Das Problem ist: Die Dinge, die Du nennst, sind keine Vorurteile, sie sind wirklich signifikant häufiger in der "Unterschicht" anzutreffen.

Beitrag von anyca 19.09.08 - 12:51 Uhr

Du scheinst nicht wirklich Ahnung zu haben, was den Juden früher passiert ist ... #augen
Aus der "Unterschicht" - wie immer man sie definiert - kann man theoretisch auch rauskommen. Im 3. Reich wurde man als Jude definiert, wenn man 3 oder 4 jüdische Großeltern hatte, völlig egal welcher Religion man selber angehörte ...

Und daß Kinder, deren Eltern "bildungsfern" sind, wie es so schön heißt, selber in der Schule oft schlechter sind, ist kein Vorurteil, sondern eine Tatsache. Das NICHT auszusprechen, würde den Kindern nicht helfen, im Gegenteil.

"Unterschicht" kann man sicher nicht nur am Geldbeutel festmachen, wenn Du das meinst. Hartz-4-Empfänger können natürlich auch gute und liebevolle Eltern sein und sich um Bildung für ihre Kinder bemühen. Aber ein Professorenkind hat halt in unserem Schulsystem tatsächlich bessere Chancen, Abi zu machen als das Kind von Einwanderern mit schlechten Deutschkenntnissen, um mal ein Extrembeispiel zu nehmen.

Beitrag von octobersunshine 19.09.08 - 13:01 Uhr

Ich rede z.B davon das es damals hieß zzt des 2ten Weltkrieges, Juden wären keine ehrlichen Menschen. (Ist nur ein BSP)
So wird es heutzutag nur in einer etwas anderen form auf die Unterschicht übertragen.
Ich finde einfach es gibt fast zu viel gerede darüber, soorry aber auch in der Mittel oder gar Oberschicht passiert viel hinter geschlossenen Fenstern und Türen.
Die Unterschicht ist nicht dumm, so wird es in den Medien zur Zeit immer öffter hingestellt.

Beitrag von anyca 19.09.08 - 13:09 Uhr

Es gibt nun mal bestimmte soziale Probleme (Alkoholismus, Gewalt in der Ehe ...), die sich durch alle Schichten ziehen und andere, die in bestimmten Schichten häufiger auftreten. Verhungerte Kinder haben selten Eltern, die jeden Monat 5000 Euro heimbringen.

Beitrag von octobersunshine 19.09.08 - 13:16 Uhr

Ich denke wenn man heutzutage ein Kind verhungern lässt, liegt es nicht am mangelden Geld fürs Essen.
Es ist Gewalt und vernachlässigung, diese Eltern wollen, so denke ich es, das dass Kind stirbt.
Das hat nix mit dem Gehalt zu tun.

Beitrag von anyca 19.09.08 - 17:22 Uhr

Nein - aber Eltern, die ein Kind so vernachlässigen, sind halt auch nicht in der Lage, einen Job zu halten und haben demnach geringe Einkommen.

Beitrag von nightingale1969 19.09.08 - 14:13 Uhr

"Die Unterschicht ist nicht dumm, so wird es in den Medien zur Zeit immer öffter hingestellt."

Auch, wenn man das ja nicht schreiben darf: Doch, zu einem hohen Prozentsatz ist sie es. Oft sogar strunzdumm.

Früher war der "Proletarier" noch stolz, sich Bildung draufzuschaffen oder seinen Kindern welche angedeihen zu lassen - heute herrscht doch in Sachen Bildung eine solche Scheißegalhaltung, es ist zum Fürchten. Früher hat man das Maul (ja: Maul!) gehalten, wenn man gemerkt hat, ein anderer weiß mehr - heute wird es anscheinend um so weiter aufgerissen, je weniger Grips dahinter steckt. Sieht man hier bei urbia, sieht man draußen IRL.

Beitrag von octobersunshine 19.09.08 - 13:10 Uhr

Das war ein wirklich blöder Vergleich !! Sorry!!

Beitrag von hexentanz 19.09.08 - 13:55 Uhr

Unterschicht sind meiner Meinung nach z. B. Eltern, die bei de Hartz 4 beziehen, nicht arbeiten WOLLEN und sich natürlich auch nicht bemühen, nicht mehr vom Amt zu leben. Im Gegenzug dazu aber den ganzen Tag im Internet und vor dem Fernseher herumhängen und sich nicht um die Kinder kümmern. Im Gegenteil, je mehr Kinder desto mehr Geld vom Amt.

Und die Kinder werden die nächste Generation diese Sozialadels, da das Geld ja auch ohne Arbeiten fließt!

Beitrag von refilinchen 21.09.08 - 07:45 Uhr

Also wer so rechnet

<<<< je mehr Kinder desto mehr Geld vom Amt. >>>>>>>

Der muss wirklich ziemlich dumm sein (damit meine ich jetzt nicht dich sondern die Leute die wirklich so handeln)
Denn jeder weis doch das das Geld vom Amt viel zu wenig ist um einem Kind wirklich etwas zu ermöglichen.

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