kinderarmut in deutschland...

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Beitrag von iriiis 19.09.08 - 13:24 Uhr

hallo zusammen,

langsam bin ich von diesen reportagen und beiträgen über kinderarmut echt genervt.

die kinder haben nicht mal betten im zimmer, haben ein paar kaputte spielsachen, aber 2 wohlernährte köter und 3 katzen. und mutti und vatti rauchen beide wie die schlote:-[

wie kann man dann im fernsehen seitzen und rumheulen dass man nichts hat und den kindern nix kaufen kann, wenn das geld anderweitig ausgegeben wird.
aber auf die idee mal aufs rauchen zu verzichten oder es wenigstens einzuschränken, damit für die kinder was geld übrig bleibt, kommen die hohlköppe nicht!

sorry fürs #bla, aber da hab ich mich grad wieder furchtbar drüber geärgert!

LG, iris

Beitrag von brausepulver 19.09.08 - 13:27 Uhr

dir ist klar, dass das was du schilderst nicht die Norm ist? Das es Familien gibt deren Kinder wirklich kaum was haben und deren Eltern weder rauchen nocht Tiere haben? #kratz

ich finde übrigens Katzen und Hunde weniger schlimm als das Rauchen. Und egal welche Kosten die Eltern haben, es ist einfach nur schlimm, dass es Kinder gibt die in solch einer Armut aufwachsen.

LG

Beitrag von phoe-nix 19.09.08 - 14:39 Uhr

Na, irgendwo muß das Geld schon verscickern, wo es nicht hinsollte, wenn Familien es nicht schaffen, von ALGII ihre Kinder wenigstens satt zu bekommen und mit nem Bett auszustatten, oder?

Wenn es keine Tiere oder das Rauchen/Trinken ist, dann sind es vielleicht andere Dinge, die nicht drin sind bei dem "Einkommen" und es liegt an falschen Prioritäten.

LG

Beitrag von brausepulver 19.09.08 - 14:46 Uhr

falsche Prioritäten könnten aber auch eine Krankheit sein, die das geld "auffrist". Medikamente, die die Krankenkasse nicht übernimmt oder anderes. Fahrkosten in ein Krankenhaus, weil ein Kidn krank ist oder was weiß ich. So einfach (ver)urteilen sollte man wirklich nicht. Ich denke es ist nicht so einfach, wenn man auf den Staat angewiesen ist.

Liebe Grüße

Beitrag von phoe-nix 19.09.08 - 15:56 Uhr

Nee, natürlich ist es alles andere als einfach, das ist mir völlig klar. Genau genommen bin ich eh der Ansicht, dass man mit dem ALGII-Satz Kinder nicht dauerhaft angemessen ernähren und versorgen kann.
Dass sie aber (ver)hungern müssen, mag ich mir nicht ernsthaft vorstellen.

LG

Beitrag von brausepulver 19.09.08 - 16:53 Uhr

Da ich wirklich keine Erfahrung darin habe möchte ich nicht pauschal sagen, dass das nicht geht. Ich denke auch nicht, dass man hungern muss ABER ich denke, dass es schon so sein kann, das es den Kindern an anderen Sachen mangelt.

Schau dir die Obstpreise an oder anderes "hochwertiges" Essen. Von labberigen Toast mit billiger Leberwurst *schüttel* wird man sicherlich satt aber da bleibt die Versorgung von Vitaminen echt auf der Strecke. Da genug und nahrhaftes Essen vorzusetzen ist bestimmt schwierig. Von Kleidung und mal was zwischendurch will ich gar nicht reden.

Dann Sondersachen wie bzpw. Einschulung oder Schulbücher oder geburtstage/Weihnachten. Das sind schon enorme Kosten. Und dann lass die Waschmaschine kaputtgehen die vermutlich mit dem Kühlschrank einen Deal geschlossen hat der sogleich auch im Eimer ist...

keine Ahnung.

Beitrag von marion2 19.09.08 - 19:53 Uhr

Hallo,

es ist einzig und allein eine Frage der Einstellung. Wenn man seine sonstigen Ansprüche deutlich nach unten reduziert, kann man für seine Kinder auf jeden Fall Kartoffeln, Saisongemüse, Äpfel und Milchprodukte kaufen. (Labberiges Toast macht nicht satt.)

Kleidung gibts günstig im Discounter und Waschmaschinen halten für gewöhnlich lange genug.

ALGII ist keine Leistung, von der man auf Dauer leben kann - das ist richtig. Aber man muss auch nicht auf Dauer davon leben - Gesundheit vorausgesetzt.

Es gibt - wie ich neulich in der Zeitung las - jetzt auch schon Zuschüsse für die Einschulung. Die kann man auch bei der Diakonie beantragen - genauso wie das Erstausstattungsgeld. Und ich bin mir sicher, dass sich die meisten dieser Eltern damit genauestens auskennen.

LG marion

Beitrag von phoe-nix 20.09.08 - 09:24 Uhr

Du siehst doch aber allein hier im Forum genug Eltern, die bereits für das 3. oder 4. Kind Erstausstattungsbeihilfe z. B. beantragen. Das bedeutet für die Kinder Leben von ALGII über einige Jahre, von Geburt an.

LG

Beitrag von phoe-nix 20.09.08 - 09:22 Uhr

Ich weiß es nicht. Wir mußten noch nie mit so wenig Geld auskommen und davon auch noch Kinder vernünftig ernähren.

Aber wenn ich mir die Preise für gesunde und hochwertige Lebensmittel anschaue, verstehe ich diejenigen hier nicht, die mit 25 Euro pro Woche und Nase GUT auskommen. Keine Ahnung, ob wir überzogene Ansprüche haben oder ob man sich automatisch so den Gegebenheiten anpaßt, dass es dann "normal" ist, eben zwischendurch kein Obst nach persönlichem Geschmack oder nen Joghurt essen zu können....

Das Thema schlägt mir aber auf jeden Fall massiv auf den Magen - man wird ja zunehmend damit konfrontiert und damit aus seiner heilen Welt aufgeschreckt.

LG

Beitrag von felidae01 20.09.08 - 11:37 Uhr

"Das Thema schlägt mir aber auf jeden Fall massiv auf den Magen - man wird ja zunehmend damit konfrontiert und damit aus seiner heilen Welt aufgeschreckt."

Zeit wird es ja auch mal - dass die Leute sehen, wie es hier wirklich zugeht. Tragisch an der ganzen Sache allerdings, dass es sich hier zumeist um bitterböse Klischees handelt, die so ziemlich alle diskreditiert.

Es gibt soviele Familien, die ein ehrbares Leben führen und für ihre Kinder sorgen, möglichst ohne Staat - und gerade die kämpfen meist um jeden Cent... Geschichten könnt ich Dir da erzählen...

Hilf den Kindern, wenn Du genug übrig hast - das ist mehr wert als jede Diskussion um die Eltern, die es den Kindern vorenthalten! Such Gleichgesinnte und unterstütze die Kleinen, die sich nicht wehren können. Mach doch mit bei Initiativen wie kostenloses Schulessen statt Kindergelderhöhung. Das aber dann wiederum mit entsprechenden Qualitätsstandards... Diese Bitte gilt übrigens für alle hier, die auf die Eltern schimpfen!

Und vielleicht gehts Deinem Magen dann irgendwann besser, wenn Du siehst, wie glücklich Kinderaugen strahlen können bei einer kleinen Tafel Schoki oder gar nur bei einem Apfel... Ich habs gesehen - das lohnt sich wirklich... mehr als jedes Maulzerreißen über klischeehafte Familien im TV!

Nachdenkliche Grüße
#katze

Beitrag von maren.m 19.09.08 - 18:49 Uhr

Lieder ist sowas gar nicht mal so selten. Ich selber kenne 2 Elternpaare bzw. Patchworkfamilien, die ständig jammern und bei denen für die Kinder eher weniger Geld ausgegeben wird, weils angeblich nicht da ist, aber für Zigaretten, Solarium und fürs Handy (so viel wie die an einem Tag "tickern" ticker ich im ganzen Monat nicht) ist IMMER Geld da! Ach so und natürlich gibts die Playstation, den Nintendo DS und ausreichend Spiele für alles! Aber die Kinder haben keine vernünftigen Schuhe geschweige eine vernünftige Ernährung. Toastbrot und Marmelade bzw. Nuss-Nugat-Creme ist angesagt! Echt traurig! :-(

Beitrag von julyana2000 19.09.08 - 13:34 Uhr

die kinder haben nicht mal betten im zimmer, haben ein paar kaputte spielsachen, aber 2 wohlernährte köter und 3 katzen. und mutti und vatti rauchen beide wie die schlote<<

DANKESCHÖN#pro

Diese Leute meckern, das sie kein Geld haben und die Kinder schrecklich darunter leiden, aber Haustiere können sie ganz gut ernähren.
Wieviel geben die jeden Monat für 2 Hunde, Katzen und Kaninchen aus??

Meine Nachbarin ist auch so eine, die meckert immer und immer wieder und hat aber 3 Katzen, 2 Hunde und 2 Meerschweinchen. Die sagt auch immer, "wie soll ich mit diesem Geld auskommen wenn ich noch meine Haustiere ernähren möchte"
Aber als ich ihr vorgeschlagen hab, ein paar Haustiere abzugeben, da wurde sie ganz wütend und sie würde lieber verhungern als die Tiere abzugeben:-[:-[:-[

Ja solche Leute liebe ich, lieber an den eigenen Kinder sparen und mit dem erspartem Geld Hundefutter kaufen.#klatsch


lg

Beitrag von seidigzarter-engel 19.09.08 - 15:42 Uhr

sowas kann nur von jemandem kommen,der keine haustiere hat!!!

Beitrag von nisivogel2604 19.09.08 - 16:21 Uhr

Sie hat doch recht, wenn ich mir Tiere halten will, dann muss ich nicht darüber jammern, dass das Geld zu knapp ist und wenn ich Hungern muss um meine Tiere zu ernähren, dann hab ich die Prioritäten wohl falsch gesetzt. Bevor ich nichts mehr zu beissen habe, weil mein Hund mich um den letzten Cent bringt kannst du dir sicher sein, dass der Hund abgeschafft werden muss.

LG Denise

Beitrag von iriiis 19.09.08 - 17:26 Uhr

sie hat doch recht. allein für unsere beiden katzen gehen im monat locker 50 euro drauf. ohne tierarzt!

Beitrag von julyana2000 19.09.08 - 17:44 Uhr

Ja das stimmt ich habe keine Haustiere weil ich einfach keine Zeit für Haustiere hab.
Leute die kein Geld haben um sich selber zu ernähren, dann können die das auch nicht bei Haustieren machen, da leiden die Tiere doch auch mit.
Ein Haustier braucht mind. 50€ im Monat und wenn die Leute schon am 15. des Monats pleite sind, wie wollen die noch ihre Kinder und Haustiere ernähren??
Es ist einfach unverantwortlich wenn jemand seine Kinder verhungern lässt und dafür das Geld in Haustieren stopft.

Beitrag von marion2 19.09.08 - 19:57 Uhr

Sowas kann nur von jemandem kommen, der hoffentlich keine Kinder hat und keine bekommt, bis er darüber nachgedacht hat, wie die Prioritäten zu setzen sind.

Das Haustier gehört in Mangelzeiten auf den Tisch - gebraten oder gekocht ist egal. Hauptsache, die Kinder werden satt.

Beitrag von julyana2000 19.09.08 - 20:30 Uhr


Das Haustier gehört in Mangelzeiten auf den Tisch - gebraten oder gekocht ist egal. Hauptsache, die Kinder werden satt<<

#freu#heul

Beitrag von .elfe 19.09.08 - 21:48 Uhr

Und wenn es weg ist und Du immer noch Hunger hast, kommen bei Dir die Kinder auf den Tisch.
#cool

Beitrag von marion2 20.09.08 - 12:53 Uhr

Ich schrieb: "Hauptsache, DIE KINDER werden satt"

Beitrag von sanny27 19.09.08 - 21:53 Uhr

Wie herrlich --Ja ein ordendlicher Hasenbraten wäre auch mal wieder was#kratz


Mahlzeit#hasi#mampf

Beitrag von nightingale1969 19.09.08 - 22:04 Uhr

Ja nee, is klar....

Als es uns finanziell schlecht ging, hätte ich immer mal 'ne Katze auf den Tisch bringen sollen, was? "Kinder, heute gibt's chinesisch!" #mampf

Und so ein Hundegulasch ist doch auch was Feines, gell?

Ich sage NICHT, dass es OK ist, wenn Kinder hungern, weil ein Tier gefüttert wird. Es ist aber möglich, Tier(e) und Kinder adäquat zu versorgen von ALG II. Wenn man rechnet und wenn man nicht ewig im ALG II feststeckt.

Was Du hier aber schwatzt, ist ekelhaft.

Beitrag von marion2 20.09.08 - 12:52 Uhr

Es ging um die Prioritäten!

Dass du aber auch immer alles in den falschen Hals bekommst. *kopfschüttel*

(Katze ist kein chinesisches Gericht, die wird genauso zubereitet wie ein Kaninchen.)

Beitrag von nightingale1969 21.09.08 - 15:51 Uhr

"Katzenfleisch wird in einigen Gegenden Chinas und Koreas zur Zubereitung regionaler Speisen eingesetzt."

http://de.wikipedia.org/wiki/Hauskatze

Beitrag von marion2 22.09.08 - 10:05 Uhr

Ich dachte eher an dies hier: http://www.betonblog.de/2007/07/25/lebensmittelnamen-iv-dachhase