Augenpflaster / Kiga weigert sich

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von lunalie 19.09.08 - 14:07 Uhr

Hallo zusammen,

vorab, mein Sohn ( 5 ) muß ein auge abgeklebt bekommen. Bis jetzt aller 2 Tage ein Vormittag, das hat sich nun seit dem Arzttermin geändert, auf eine Stunde jeden Tag wenn er bspw. puzzelt oder liest, also in der Nähe.
Habe heute im Kiga nachgefragt, ob man sich da rein teilen könnte, d.h. er bei einer solchen Beschäftigung im kiga das Pflaster drauf kriegt, und ich eben zu Hause das mache. da kam ein klares nein. #schmoll
Das beschäftigt mich jetzt, weil ich es nicht verstehe.

Was würdet ihr machen ?
lg lunalie#blume

Beitrag von risala 19.09.08 - 14:12 Uhr

Hi!

Gab es für die Ablehnung eine Begründung?

Ich meine, ich könnte verstehen, wenn sie es 5x am Vormittag an- und abmachen sollten, aber wenn es nur darum geht es 1x für eine gewisse Zeit (z.B. 30min) darnzumachen finde ich es jetzt nicht sooo schlimm.

Unser KiGA gibt auch Medis wenn nötig. Und das so oft wie nötig (solange die Kinder eben nicht ansteckend krank sind).

Unser Sohn hat sehr trockene Haut und hatte letztes Jahr mal ganz massive Probleme mit Rissen zw. den Fingern - da haben auch die erziehr darauf geachtet, dass er die Hände nach dem Waschen richtig trocknet und auch eincremt. Durch diese Unterstützung war das Thema nach gut 10 Tagen durch.

Gruß
Kim

Beitrag von lunalie 19.09.08 - 14:18 Uhr

... ich solle das komplett zu hause machen, weil ich da nur ihn habe und sie die ganze Gruppe Kinder.
außerdem sei ich ja auch geschult, ( habe eine pädagogische Ausbildung ) um ihn eine Beschäftigung ( was in der Nähe ) anbieten zu können.

lunalie#blume

Beitrag von twins 19.09.08 - 14:50 Uhr

Hi,
ein Tipp, nur wenige Augenärzte verschreiben das Augenpflaster. Modern ist eher die Folie (Oklutionsfolie o.ä.) auf den Gläsern zu kleben. Das machen wir auf der Ersatzbrille und somit tauschen wir diese nur noch durch, wenn es Zeit ist.

Grüße
Lisa
21.11.05 Zwillinge

Beitrag von anro 19.09.08 - 20:19 Uhr

Hallo...

sorry, dass ich mich hier einmische... mein 3 jähriger muss auch schon seit 2 Jahren das Augenpflaster verwenden.

So eine Okklusionsfolie auf dem Brillenglas habe ich noch nie gesehen.

Wird da nur das Glas abgeklebt? Dann kann das Kind doch am Glas vorbeischauen, also z.B. über das Brillenglas hinüberspitzen oder an der SEiten vorbeischauen?
Und die Brille ist auch mal schnell hochverschoben?

verführt das das Kind nicht zum Schummeln?

Bitte erzähl doch mal von deinen Erfahrungen?

LG anro & Tobias (3) & Simon (1)

Beitrag von twins 20.09.08 - 20:09 Uhr

HI,
natürlich versuchen die Kinder mal zu schummeln aber sie versuchen ja auch irgendwann das Pflaster abzureißen.

Die Folie wird auf das Glas geklebt - ist aber kein Kleber dran, haftet super leicht und kannst es bei jeder Brillenreinigung einfach abnehmen und wieder drauf legen.

Unser Sohn trägt es viel besser. Es gibt auch Folien, die auch leicht durchlässig sind, so das sich das Auge mehr anstrengen will etwas zu sehen. Beim Abkleben wir ja nur ein Auge trainiert und bei der Folie können beide Augen gleichzeitig trainieren.

Wir haben überhaupt keine Probleme mehr. Mit Auge abkleben gab es immer wieder Stress.
So haben wir die Folie auf der Ersatzbrille und können sie einfach mal schnell 2 Std. am Tag aufsetzen, ohne das er es teilweise mitbekommt.

Frag Deinen Doc mal, vielleicht verschreibt er es ja. Die Folie bekommst Du im Brillengeschäft, muss meistens bestellt werden. Lass Sie Dir aber dor auch zuschneiden, wird viel genauer.

Grüße
Lisa
21.11.05 Zwillinge

Beitrag von dada74 20.09.08 - 00:15 Uhr

Hallo lunalie,

wir kleben jeden Tag 2 Stunden seit Denis 9 Monate alt ist.
Er kam vor 3 Wochen in Kindergarten und ich habe es einfach so dargestellt als ob es das normalste auf der Welt ist, dass die Erzieherinnen das Pflaster abmachen. Er bekommt immer sein Pflaster um 8:30 ( hat er früher auch) wenn wir in Kindergarten ankommen und um 10:30 soll die Erzieherin den wieder abmachen. Die haben nichts gesagt und haben es einfach akzeptiert. Ob es ihnen gefällt oder nicht, ich wurde auf jeden Fall darauf bestehen. Es geht um dein Kind.
Spreche auf jeden Fall mit der Leitung und erzähle wie wichtig das für dein Sohn ist, die hat bestimmt Verständnis. Schlage vor, dass du den draufklebst und die abmachen.
Mach feste Zeiten aus, z. B. nach dem Frühstück oder Gesprächkreis etc. so vergessen sie es nicht und dein Sohn merkt sich nach einigen Malen auch alleine, wenn es ab soll.
Bestehe bitte drauf, Vormittags sind die Kids sehr aktiv und fit und stecken es am besten weg, nachmittags haben die meistens keine lust aufs Pflaster, so war zumindest unsere Erfahrung.
Ich wünsche dir viel Erfolg und melde dich mal ob du es geschafft hast.

Lieben Gruß

dada74

Beitrag von doja78 22.09.08 - 23:32 Uhr

Hallo,

ich bin selber so ein Augenpflaster geplagtes Kind gewesen und kann mir die Haltung des Kindergartens vielleicht so vorstellen:

Kindergarten ist für die Kleinen (insbesondere wenn sie erst das erste Jahr gehen) sozusagen harte Arbeit. Selbst wenn sie gerne gehen bedeutet es doch für sie viel was sie lernen und verarbeiten müssen. Sp einPflaster wäre doch gerade in dieser Zeit mehr als stöhrend aus folgenden Gründen:

- gehandicapt rumzulaufen
- andere Kinder fürchten sich evt. vor ihm, da ihnen das zugeklebte Auge befremden vorkommt (so war es z. B. bei meinem Sohn nach meiner Augen-OP und bei einem Kind, das bei meiner Mutter (Kinderpflegerin) im Kiga so ein Pflaster tragen musste)
Meine Mam hielt auch nicht viel davon, dem Kind das im Kiga zuzumuten, da sie sich noch gut an unsere Augenkleberei erinnerte.
- malen, basteln, ausschneiden, einen Raum überblicken usw. mit nur einem (meist schlechteerem) Auge ist, das kann ich Euch versichern, sehr sehr anstrengend. Man bekommt Kopfschmerzen und wird müde.
- "schlechte Leistungen" (z. B. beim Malen oder Bauen in der Bauecke) aufgrund der Behinderung bzw. dem zusätzlichen Handicap frustrieren. Ich kann nur von mir und inzwischen vielen Bekannten sagen, dass sehbehinderte Menschen oft auch mehr als ehrgeizig und selbstkritisch sind um ihren vermeindlichen "Fehler" dadurch versuchen wieder wett zu machen
- Verletzungsgefahr
- Scham, falls es irgendwo gegen läuft, hinfällt der ähnliches (mit einem Auge hat man einen schlechten Gleichgewichtssinn.)

Es reicht doch, wenn Dein Kleiner das Pflaster am Nachmittag zuhause in seiner mehr als vertrauten Umgebung drauf hat und "nur" spielt (Brettspiel o. ä.) damit bzw. mit seiner Mutter was malt, puzzelt oder bastelt, die ihr Kind bestens kennt und weiß wann es zuviel ist und er eine Pause braucht..
Mach es doch bitte Deinem Kind nicht schwerer als die Sache eh schon ist. Lust auf das Pflaster hat er wohl nie.
Aber ich denk das es sicher leichter wäre, wenn die Erzieherinnen das evt. "Gemecker" aushalten müssen, zumal sich das wohl auch mehr in Grenzen hält als bei seiner Mama. Darum kann ich Dich auch gut verstehen.
Sorry, dass ich Dich jetzt so zugetextet hab, aber sowas geht mir doch sehr nahe und ich hoffe für Deinen Sohn wirklich das beste und dass das Pflaster auch was hilft.
Bei mir und meiner Zwillingsschwester hat es übrigens leider nichts gebracht (mehrere Schiel-OP´s usw.).

Verlass Dich bitte nicht auf die Erziherin in der Angelegenheit, denn da die schon von Anfang an so gar kein Verständnis hatte und nicht mal erklärt hat, warum nein, wird sie das gegebenenfalls auch nur halbherzig machen.

Die besten Wünsche für Dich und Deinen Sohn und das alles gut wird.

Doja mit Erik 3,5 Jahre und #baby (19 SSW)