neuerdings trinkt er alkoholfreies Bier?

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Forum: Partnerschaft

Eine dauerhafte Partnerschaft ist eine der größten Herausforderungen unserer Zeit. Lust und Frust liegen da oft nah beieinander. Hier könnt ihr offen ausdrücken, was euch innerlich bewegt.

Beitrag von bindurcheinander 19.09.08 - 19:26 Uhr

Hey Ihr!

Mein Mann war früher starker Raucher, hat aber aus verschiedenen Gründen aufgehört zu rauchen. Allerdings hat er nun die Liebe zum Bier entdeckt. Außerdem hat er immer noch gern Brause oder Cola getrunken. Nun hatten wir mal eine Diskussion, weil ich der Meinung bin, dass er nicht jeden Tag eine Flasche Bier trinken muss, sondern auch mal Brause oder Saft trinken kann.

Neuerdings hat er nun seine Leidenschaft #schmoll fürs alkoholfreie Bier entdeckt. D. h. unter der Woche trinkt er vielleicht 2-3 Flaschen "normales" Bier und ca. 4-5 Flaschen alkoholfreies Bier. Am Wochenende sind es schon mal 2 Flaschen normales Bier und auch mal ein Schnäpschen, mehr aber dann nicht.

Vielleicht bin ich auch panisch #schock aber muss ich mir irgendwie Sorgen machen? Sein Vater ist Alkoholiker und er hat immer gesagt, er würde nie so werden, weil er ja sieht was draus geworden ist aber ich habe halt Angst davor!

Danke Euch für Antworten!

Beitrag von pearl79 19.09.08 - 19:37 Uhr

Es kann sein das ich da etwas paranoid denke denn mein Papa ist trockener Alkoholiker aber bei uns zu hause gibt es keinen Tropfen Alk.
Nur auf Geburtstagen oder Feierlichkeiten.

Bei uns gibt es kein Bier oder gar Schnapps


Das hilft dir wahrscheinlich jetzt nicht im geringsten wollte halt nur mal meinen Senf dazugeben.

Gruß pearli

Beitrag von bindurcheinander 19.09.08 - 19:46 Uhr

:-) nee hilft mir nicht weiter, da sein Vater nach wie vor zu viel trinkt und der Meinung ist es wäre alles völlig normal :-(

Am Liebsten wäre mir ja ein Mann der nur mal zu Feierlichkeiten bissel was trinkt und man sonst darüber garnicht nachdenken muss aber solche Exemplare gibt es anscheinend nur selten oder garnicht :-p

Gruß

Beitrag von pearl79 19.09.08 - 19:54 Uhr

Hast du ihm das mal gesagt ?
Das du Angst davor hast das erzum Alkoholiker wird.
Habt ihr Kinder?
wäre es möglich das er wenigstens aus Rücksicht zu euren Kindern auf Alk verzichten könnte.

Beitrag von bindurcheinander 19.09.08 - 19:57 Uhr

hmm wir haben eine 2 jährige Tochter und ja ich habe ihm schon mehrfach gesagt, dass ich Angst habe das er Alki wird oder so wie sein Vater. Er findet meine Reaktion total übertrieben. Naja vielleicht sehe ich das bissel eng?!

Bin eben vorsichtig... will ja nicht das eine schöne Beziehung und Familie wegen so was kaputt geht!

Gruß

Beitrag von pearl79 19.09.08 - 20:02 Uhr

Das ist auch gut so!

Lass dich bitte nicht einlullen,das können Alkoholiker nämlich ganz gut,ich unterstelle deinem Mann nicht das er trinkt aber ich finde das schon recht viel.

Kämpf für deine Ehe und für eure Kinder.

Alkoholiker sind erfinderisch.

Ich drücke die Daumen das es sich bei euch nur um eine "Phase" handelt.

Hat dein Mann denn zurzeit Streß oder so?

Beitrag von bindurcheinander 19.09.08 - 20:08 Uhr

echt du findest es viel, wenn er 2 oder 3 normale Bier verteilt von Montag bis Freitag trinkt also nicht am Tag!!! und am WE noch mal 2 Flaschen + 1 Schnäpschen?... und ansonsten 4-5 Flaschen alkoholfreies Bier verteilt über die gesamte Woche...

Und zum Thema Stress: naja unsere Tochter ist momentan sehr schwierig und dementsprechend schlecht bin ich drauf und lade viel davon auf ihm ab. Auch kommt unsere Beziehung dadurch viel zu kurz. Habe auch schon überlegt ob es daran liegt.

... vielleicht rede ich am Wochenende noch mal mit ihm und frage ihn mal direkt ob er Probleme hat...

Beitrag von pearl79 19.09.08 - 20:14 Uhr

Naja jeder sieht das halt anders,ich sag ja das ich mich paranoid halte ich bin kein Maßstab.

Für mich wäre es nichts.

Gruß pearli#klee

Beitrag von tweety12_de 20.09.08 - 14:31 Uhr

hallo,
also ich find das auch ziemlich viel.

allerdings trinkt mein mann seehr selten alk.
und dann war mein papa auch alkoholiker, deshalb könnte ich mit so was glaub ich nur gaanz schwer umgehen.

ich trinke auch seehr selten alk. zur zeit gar nix....

gruß alex

Beitrag von oberhuhnprillan 19.09.08 - 20:07 Uhr

Wenn jemand pro Woche 2 bis 3 Bier trinkt, ist er nicht alkoholgefärdet, würde ich mal sagen ...

Beitrag von bindurcheinander 19.09.08 - 20:12 Uhr

hmm naja er trinkt von Montag bis Freitag 2-3 Flaschen und am Wochende eben nochmal 2 Flaschen und mal ein Schnäpschen und sonst eben 4-5 Flaschen alkoholfreies Bier?!

... ich bin immer so vorsichtig, was das betrifft.... Ich bin halt Einzelkind und habe bis auf meine Eltern niemanden mehr und habe sehr große Angst wenn die mal nicht mehr sind, dass unsere Beziehung dann vielleicht an sowas zerbricht und ich ganz alleine bin. Klingt sicher total behämmert aber wir sind schon seit über 11 Jahren zusammen und ich möchte ihn nicht verlieren andererseits weiß ich aber, dass ein Kampf gegen so was fast aussichtslos ist :-(

Beitrag von jans_braut 19.09.08 - 22:38 Uhr

viele trinken zwei Gläser Wein jeden Abend zur Entspannung - und sie keine Alkis!
Außerdem trinkt er alkfreies Bier - also mag er halt den Geschmack.
Hört sich nicht schlimm an.

Beitrag von haarerauf 19.09.08 - 20:09 Uhr

Hallo,

also 2 Bier und ein Schnaps am Wochenende finde ich jetzt echt nicht tragisch.

Das trinke ich auch mal.

Und alkoholfreies Bier ist ja besser als mit Alkohol....

Meinst Du er hat Suchtverlagerung wegen Rauchen aufhören? Aber das haben doch viele.

Die einen essen kiloweise Gummibären am Anfang, Dein Schatz halt alkoholfreies Bier.

Irgendwie versteh ich Dein Problem nicht.

Haarerauf

Beitrag von bindurcheinander 19.09.08 - 20:15 Uhr

... bin wahrscheinlich hysterisch :-p ...

mein Vater hat damals vom Rauchen auf Salzstangen umgeschwengt :-p aber mittlerweile trinkt er auch mehr Alkohol wie früher... habe halt bissel Bedenken und wollte wissen ob die unbegründet sind...

Beitrag von schwarzesetwas 19.09.08 - 20:26 Uhr

Wo auch immer Dein Problem liegen mag... #augen

Aber hast Du schonmal davon gehört, dass wenn man aufhört zu rauchen, sich die Geschmacksnerven ein wenig ändern? Vielleicht schmeckt ihm das eine oder andere jetzt besser oder schlechter...

Sandra

Beitrag von kloos 19.09.08 - 20:30 Uhr

Hallo,

Definition Alkoholabhängigkeit:

Die folgenden Symptome gelten für die Alkholabhängigkeit (man muss aber nicht gleichzeitig alle Merkmale aufweisen)

* Toleranzentwicklung (man benötigt immer mehr Alkohol um noch die gleiche Wirkung zu spüren)
* Psychische Abhängigkeit (man hat ein Verlangen nach Alkhol, das vielleicht nur leicht oder aber ausgesprochen stark ausgeprägt ist)
* Entzugserscheinungen (wenn man nicht trinkt treten verschiedene körperliche Symptome des Entzugs auf)
* Trinken von Alkhol um die Entzugssymptome zu begrenzen oder zu verhindern
* Vergebliche Versuche den Alkoholgebrauch zu kontrollieren (oder zu stoppen)
* Verbringt einen grossen Teil der Zeit mit dem Konsum von Alkohol bzw. den Folgen davon
* Schädigende Auswirkungen durch den Alkholkonsum für die Person selber oder sein Umfeld (z.B. Probleme in Schule oder Arbeit, Konflikte mit Mitmenschen bzw. Familie, Vernachlässigung von Interessen und Hobbies, häufige Krankschreibungen oder Unfälle)
* Das Trinken von Alkohol erfolgt häufiger und stärker als ursprünglich geplant (Kontrollverlust)
* Alkohol wird getrunken, obwohl die betroffene Person von der schädlichen und gefährlichen Wirkung weiss

Wie wird man alkoholiker?

Man wird nicht einfach so alkoholabhängig, es dauert Jahre.
Die Änfange einer Alkoholabhängigkeit liegen im Trinken wegen des Effekts der durch Alkohol zu Beginn erzielt wird. Der Trinker moechte seine Stimmung verändern und Spannungen, Sorge und Angst los werden. Die meisten Leute trinken ab und zu um ihre Stimmung zu verändern, aber der wirkliche Trinker strebt nach intensiveren Veränderungen. Er möchte sich wieder gut fuehlen. Wenn er dies mehrere Male tut, riskiert er, dass sein Körper sich an den Alkohol gewöhnt und die Probleme werden dadurch nicht gelöst.

Allmählich gewöhnt sich der Körper an den Alkohol. Dies nennt man die Entwicklung der Toleranz. Irgendwann spuert der Trinker keine Wirkung des Alkohols mehr und braucht immer grössere Mengen.

Wenn der Trinker immer weitermacht und regelmässig betrunken ist, bekommt er irgendwann Blackouts. Das heisst, er bekommt einen Teil seines Rauschzustandes nicht mehr mit. Zum Beispiel kann er sich am nächsten Tag an bestimmte Dinge die er gesagt oder geatan hat nicht mehr erinnern. Anfänglich lässt das den Trinker aufmerken, aber mit der Zeit ist es ihm gleichgueltig. Das ist gefährlich, da er die Nachteile des Alkoholmissbrauchs nicht mehr sieht.

Wegen des starken Trinkens treten schnell Probleme auf. Dies können körperliche Probleme sein, aber auch der Verlust von sozialen Kontakten, Probleme bei der Arbeit oder in der Schule, oder fianzielle Probleme. Die Frage "Trinke ich, weil ich Probleme habe oder habe ich Probleme, weil ich trinke?" wird von Interesse.

Wenn der Körper stark an Alkohol gewöhnt ist, kommt es zu Entzugserscheinungen, wenn ihm nicht eine bestimmte Dosis an Alkohol zugefuehrt wird. Dies zeigt sich in Form von Zittern, Schwitzen, Gefuehelen von Unruhe und Schlafproblemen.

Fuer den Trinker wird es mit der Zeit immer schwerer weniger zu trinken. Auch wenn er beschliesst, seinen Alkoholkonsum zu vermindern oder ganz damit aufzuhören, so ist das meist nicht mehr möglich

***
Ab einem bestimmten Moment unterstuetzen die Symptome die Abhängigkeit. Der Trinker gelangt in veschiedene Teufelskreise.

Es gibt folgende Teufelskreise :

1. Der pharmakologische Teufelskreis: Die Entzugserscheinungen werden durch mehr Alkohol unterdrueckt. Sie verschwinden zeitweise aber kommen mit grösserer Intensität wieder. (Z.B. Alkohl trinken um das Gefuehl der Ruhelosigkeit loszuwerden.)
2. Der psychische Teufelskreis: Alkoholmissbrauch fuehrt dazu, dass sich die Person schämt und schuldig fuehlt. Um diese Probleme zu lösen wird wieder mehr Alkohol getrunken, was Scham und Schuldgefuehele wiederum ansteigen lässt.
3. Der soziale Teufelskreis: Infolge seines Alkoholkonsums wird der Abhängige in Streit verwickelt und isoliert sich somit von seinen Mitmenschen. Er verliert möglicher Weise seinen Partner und seinen Job. Die Einsamkeit wird zum Grund noch mehr zu trinken.
4. Der cerebrale Teufelskreis: Alkoholkonsum verursacht Gehirnschädigungen. Das kann dazu fuehren, dass man dem Impuls zu trinken gegenueber weniger resistent ist.



Es könnte von mir kommen, war aber schreibfaul und habe es abkopiert.;-)

Nach Erfahrung, ist dein Mann aus der Gefahrenzone. Lass den seinen Spass. Soll aber nicht mehr werden. Auf der Feier kann er auch tiefer ins Glas schauen, wenn es ihm danach ist, da ist er noch kein alkoholiker.;-)

Hoffe konnte dir helfen.

Lg

Tanja

Beitrag von kloos 19.09.08 - 20:32 Uhr

....wenn ihm das alkoholfreie besser schmeckt, ist doch super.......hat nur mehr kalorien, wenn er das abhaben kann ;-)

Beitrag von enti1976 19.09.08 - 21:38 Uhr

warum nicht? - mir ist das auch lieber als Saft oder Schorle... immer nur wasser mag ich nicht, saft hab ich in der 1. SS nicht vertragen und trinke seitdem keinen mehr und cola, limo usw war mir schon immer zu süß...

trinke auch "massig" alk-Freies Bier wenn ich deine maßstäbe nehme - also so 6 Stück die Woche locker (allerdings aktuell kein anderes, da ich stille)

und die Menge an Alkohol finde ich nicht tragisch...

LG Irina

Beitrag von k.chen 19.09.08 - 22:28 Uhr

Also ehrlich gesagt verstehe ich das Problem gar nicht so ganz...

Das Tolle an alkoholfreiem Bier ist doch, dass es ALKOHOLFREI ist... Freu dich doch, dass er "seine Leidenschaft fürs alkoholfreie Bier entdeckt" hat und nicht für Getränke MIT Alkohol. Das zeigt doch, dass er den GESCHMACK mag, und es ihm nicht um den Alkohol geht #kratz

Also Sorgen würd ich mir da überhaupt nicht machen, auch nicht wegen ein paar Flaschen Bier in der Woche/am Wochenende. Solange es nicht mehr wird, ist doch alles in Butter.

Liebe Grüße, K.