Was motiviert euch zur Mitarbeit im Kindergarten?

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von murkelmia 19.09.08 - 22:11 Uhr

Hallo!

In unserem Kindergarten findet morgen der jährliche Kleiderbasar statt.

Da ich mir letzten Sonntag das Außenband am Sprunggelenk gerissen habe :-[ war ich die ganze Woche nicht im Kiga.

Als ich heute morgen hinkomme stehen schon 3 Mamas vom Elternbeirat vor der Helferliste für den Basar und diskutieren, die Liste (16 Felder) ist bis auf 3 Einträge leer.

So ist das leider häufig in unserem (dreigruppigen) Kiga, am Ende sind es immer die paar Mamas vom Elternbeirat, die sich die Arbeit untereinander aufteilen dürfen, vom Rest der Elternschaft ist nicht viel zu sehen.

Ich selbst gehöre nicht zum Elternbeirat, stehe aber dennoch in jeder Liste, in der es um Engagement für die Kinder geht - in meinen Augen selbstverständlich (es sei denn, ich humpele mit Schiene am Fuß durch die Gegend).

Ich frage mich aber, woher das offensichtliche Desinteresse der anderen Eltern kommt.

Deshalb möchte ich eine kleine Umfrage starten:
Was motiviert Euch, an Aktionen im Kiga teilzunehmen?

Oder was würde euch motivieren, falls Ihr zu den Desinteressierten gehört?

Bin gespannt auf Eure Antworten (vielleicht hat ja auch jemand eine Idee, wie man die anderen Eltern anspornen kann?)

lg,
murkelmia

Beitrag von jensecau 19.09.08 - 22:43 Uhr

hallo!

mich motiviert, dass ich einfach den kindern etwas gutes tue. wenn man sich z.b. beim basar als helfer anmeldet und z.b. kaffee und kuchen verkauft, kommt ja der erlös meist den kindern zugute. das finde ich einfach schön.

bei uns läuft es auch manchmal etwas schleppend an, aber meist finden sich doch noch genug eltern, die bereit sind.

was mir bei uns aufgefallen ist: zum kuchen verkaufen mögen die eltern nicht so gerne kommen, aber wenn im kiga gartentag ist, dann sind sie alle gerne dabei und helfen wo sie nur können um den garten für die kinder wieder auf vordermann zu bringen.

eine idee zur motivation habe ich leider nicht. habt ihr denn genug "werbung" bei den eltern gemacht? vielleicht ist das einigen gar nicht so klar, weil sie auch nicht auf die aushänge schauen...

lg
claudine

Beitrag von visilo 20.09.08 - 07:34 Uhr

Ganz ehrlich? Ich hab für sowas nicht wirklich Zeit, mein mann und ich arbeiten beide ( ich sehr oft auch am Wochenende. Die wenige Freizeit die ich habe möchte ich mit meiner Familie verbringen. Für irgendwelche Projekte hab ich einfach keine Zeit. Die Erzieherin von meinem Sohn wollte mich unbedingt im Elternbeirat haben ( na klar bin ja die einzige Mutter aus der Gruppe die deutsch spricht:-p) aber ich will einfach nicht, die Zeit hab ich nicht und möchte sie mir auch nicht nehmen. Ich denke sowas ist ehr was für die "Vollzeitmütter" die sind ja eh den ganzen Tag zu Hause und haben für sowas mehr Muse und Zeit. Im alten Kiga haben sich an Projekten eigentlich nur die Hausfrauen beteiligt zu den Zeiten wo da was gemacht wurde war ich immer noch auf Arbeit ( Freitag nachmittag 14 Uhr finde ich unglückliche Zeiten für sowas).

LG visilo

Beitrag von jensecau 20.09.08 - 08:46 Uhr

hallo!

gut, wenn man viel arbeitet, ist das ja ein grund, aber ich gehe auch arbeiten (vormittags teilzeit und ab oktober zusätzlich noch minijob im sonnenstudio). trotz allem würde ich immer versuchen, an einigen dingen teilzunehmen. man muss ja nicht bei jeder veranstaltung an erster stelle stehen.

lg
claudine

Beitrag von munirah 20.09.08 - 08:43 Uhr

Hallo!

Ich stehe irgendwo dazwischen...

Bisher war ich noch auf keinem Elternabend und nur wenige Minuten beim Schnuppertag meines Großen (er ist seit einem Jahr im Kiga). Es ging einfach von den Arbeitszeiten meines Mannes nicht anders und ich habe ein paar Monate nur so wenige Stunden gearbeitet, dass ich da nicht einfach mal fehlen konnte. Den Schnuppertag unseres Kleinen und andere Elternaktionen habe ich verpasst, da ich extreme Schwierigkeiten in der dritten Schwangerschaft hatte und dann endlich unsere Kleine geboren wurde.

Aber ich habe beruflich auch mit unserem Kiga zu tun und weiß daher, dass man da nicht einfach nur die Kinder abgeben kann, sondern dass ein wenig Mitarbeit sehr wichtig ist.

Was mich auf jeden Fall motivieren würde ist das persönliche Gespräch mit den anderen Eltern bei ganz zwanglosen Veranstaltungen. Bei uns sind einige der Einheimischen eine Art Club, wo Zugezogene nicht so einfach dazugehören können. Ich kenne jetzt durch meine Arbeit, eine Krabbelgruppe und eine ehrenamtliche Tätigkeit doch inzwischen schon einige Eltern näher, so dass ich mich eher integriert fühle als andere. Jedenfalls mache ich eher irgendwas mit, wenn mir jemand von den Hintergründen, Sitten und Gebräuchen der Veranstaltungen hier erzählt. Und das nur nebenbei bei einem Elternstammtisch, zu Hause beim Tee oder einer Veranstaltung eines Vereins (wir wohnen in einem kleinen Dorf), nicht mit dem Hintergedanken, dass ich unbedingt helfen soll und sonst nicht erwünscht bin!
Vielleicht ist das schon übertrieben dargestellt, aber hoffentlich verständlich!

Munirah

Beitrag von juki 20.09.08 - 09:06 Uhr

Hallo....

ich muss ehrlich sagen, ich hab gar keine Lust mich am WE dahin zustellen und Sachen zu verkaufen oder so.....bin alleinerziehende, im Schichtdienst tätige Mama die bald zu studieren anfängt und da verbringe ich meine freie Zeit lieber mit meiner Tochter.....backe dann lieber nen Kuchen für den Verkauf ;-)

aber was mich z.B. stört, dass es vom Elternvorstand oft heißt "du mußt da helfen" weil müssen muss ich das nicht......und das man wenn man nein sagt immer so komisch angesehen wird....

LG

Beitrag von ca2005 20.09.08 - 12:22 Uhr

Hallo
Ganz einfach und simpel...ich leiste meinen Beitrag dazu dass es meine Tochter im Kindergarten "schöner" hat.
Ich bin selbst voll berufstätig und kann daher nicht bei allen Sachen mitmachen, aber dort wo es die Zeit erlaubt nehme ich Sie mir (auch wenns mich manchmal garnicht freut)
Unser Pfarrer (ist ein Pfarr Kindergarten) meinte einmal "Dass der Kindergarten keine Abschieb-Institution ist sondern dass er als erweitere Familie angesehen werden sollte" Dieser Meinung bin ich auch.

Ich finde es traurig wenn sich Mütter nicht die Zeit nehmen wollen, denn schließlich geht es um ihre Kinder.
Das einzige wozu ich dir raten könnte wäre ein Gruppengespräch ob man gewisse Aktivitäten zu bestimmten Zeiten machen sollte.-Bsp ob die Mehrheit der Eltern am Abend oder ev am Wochenende oder am Montag Vormittag (um nur irgendwelche Bsp zu nennen) Zeit haben.-Dann fällt der "ich habe keine Zeit" Faktor weg...und der Rest ist ein nicht wollen.-leider
LG

Beitrag von anro 20.09.08 - 13:07 Uhr

Hallo...

also beim Kleiderasar würde ich auch mitmachen. Das ist zwar heiden Arbeit, aber man kann sich dann als erster die Sachen anschauen.

Ansonsten würde ich ab und zu auch mitarbeiten.

Meine Befürchtungen sind nur: Zeigt man sich mal engagiert oder lässt sich sogar in den ELterbeirat reinwählen, wird man die Arbeitnicht mehr los, sondern kriegt alles mögliche draufgedrückt und hat Schwierigkeiten, die Arbeit fern von sich zu halten.

So gehts mir z.B. beim Kindergottesdienst. Habe gesagt, "okay, ich schaue es mir erst mal 3 Monate an, ob ich dafür geeignet bin, da es im Monat nur 1 Mal ist, wo ich da sein soll".
und nun: es wird so gesehen, dass ich ganz klar das mache und auch mehr als 1 Mal im Monat.
Da wird es gleich ausgenutzt wenn man mal ein bisschen was mitarbeiten will.

LG anro

Beitrag von woodgo 20.09.08 - 17:08 Uhr

...warum Desinteresse? Es gibt Eltern, die haben die Zeit und es gibt Eltern, die haben die Zeit nicht. Ich würde nieee Jemanden verurteilen, der nicht ständig mithelfen kann...

Beitrag von murkelmia 20.09.08 - 19:57 Uhr


aber es geht ja gar nicht um ständiges Arbeiten. In unserem Fall findet im Frühjahr das Frühlingsfest statt und im Herbst der Kleiderbasar. Das wars, keine sonstigen Aktionen.

Das bedeutet bei beiden Veranstaltungen: einen Dienst von 2 Stunden übernnehmen. Dabei wärs ja auch in Ordnung, wenn jemand im Frühjahr mithilft und im Herbst dann nicht mehr.

Aber nicht mal dazu sind die Meisten bereit. 2 Stunden Einsatz im Jahr zugunsten ihres eigenen Kindes sind ihnen zuviel.

Von was soll ich da sonst sprechen, wenn nicht von Desinteresse?

Beitrag von kiki290976 20.09.08 - 19:32 Uhr

Hallo

hmm, was motiviert mich?

Schon in erster Linie, dass das, was wir machen, den Kindern zugute kommt. Und natürlich ist es auch schön, mal andere Eltern näher kennen zu lernen.

Ich arbeite 30 Std/Woche und kriege bei weitem nicht mehr soo viel mit wie zu der Zeit, als ich noch zu Hause war. Dennoch trage ich mich eingentlich immer ein, wenn es nicht gerade irgendwas in der Woche vormittags ist.

Aber auch bei uns sind es immer die Selben, die helfen, backen, spenden etc..

Was mich manchmal total ärgert:

Es hängt eine Liste mit Spenden für die Weihnachtsfeier aus (letztes Jahr) und als ich sie nachmittags sah, haben sich schon sehr viele Eltern eingetragen, was ja auch erfreulich ist. ABER: Die Mütter, die zu Hause sind, greifen sich das raus, was am wenigsten Arbeit macht. Wie zum Beispiel literweise Glühwein/Kinderpunsch. Kuchen und belegte Brötchen usw. bleibt dann für die Mütter übrig, die arbeiten gehen. Dennoch habe ich mich dafür eingetragen, dann wird halt mal ein Kuchen abends spät gebacken oder die belegten Brötchen beim Metzger bestellt.....

Grüße

Kerstin

Beitrag von zaubertroll1972 20.09.08 - 21:56 Uhr

Hallo,
wenn man den einen oder anderen Beitrag ließt dann sieht man ja schon wie die Frauen denken.
Sie haben keine Zeit bzw. möchten sich die Zeit nicht nehmen...mit anderen Worten...sie haben keine Lust...
Ich habe auch keine Lust und helfe dennoch.
Bin noch im Elternrat ( neue Wahl findet nächste Woche statt ) und denke, es muß ja einige geben die "mit gutem Beispiel voran gehen".
Ich bin selber teilzeit berufstätig...Sonntags habe ich frei aber ich arbeite meist samstags und oft auch bis 20.00 Uhr. Bis ich zuhause bin ist es fast 21.00 Uhr und ich backe trotzdem noch Kuchen und stelle mich hinter einen Stand wenn mein Mann frei hat.
mein Mann arbeitet teilweise auch sonntags, dann kann ich nicht helfen aber Kuchen backen ist immer drin oder etwas spenden.
Wenn alle so desinteressiert wären würde nichts mehr im KIga stattfinden und es wäre einfach schade der Kinder wegen.
Auch unfair den motivierten Mitarbeiterinnen im KIga gegenüber, die sich Mühe geben ein tolles Fest für die KInder und Eltern zu gestalten.
Morgen ist bei uns Erntedankfest. Der Kuchen ist schon fertig und dann leiste ich morgen 1 Std. Dienst in der Cafeteria. Man hilft doch nicht das ganze Fest über, man wechselt sich ab und die Zeit vergeht rasch, dazu ein Plausch mit den anderen.....ist doch ganz nett.
Naja...man kann nichts ändern...es werden immer die selben sein die helfen und sich engagieren.....die anderen machen nix...kommen höchstens um sich einen netten Tag zu machen.....LG Z.