Was meint ihr? Reicht das, was übrig bleibt?? Hauskauf...

Archiv des urbia-Forums Finanzen & Beruf.

Hier geht es in die aktuelle Version dieser Seite. Nimm dort aktiv am Diskussionsgeschehen teil.

Forum: Finanzen & Beruf

Dieses Forum bietet Platz für alle Fragen und Antworten rund ums liebe Geld und die Absicherung der Familie - egal ob ALGII, Haushaltsgeld, Baufinanzierung oder Altersvorsorge. Auch Themen wie ElterngeldKindergeld sowie der Wiedereinstieg in den Beruf sind hier richtig.

Beitrag von joeli1704 20.09.08 - 07:46 Uhr

Guten Morgen,

wir haben unser Traumhaus gefunden.
Nach langem suchen ist es endlich genau das, wonach wir gesucht haben.
Natürlich nicht geschenkt, alles hat seinen Preis.
Darum gehts auch erstmal nicht, den Kreditvorschlag müssen wir nur noch unterschreiben, bewilligt ist er bereits.
Es geht mir momentan darum, wieviel wir am Ende des Monats übrig haben, also "zur freien Verfügung".
Ich habe jetzt alles hochgerechnet, die Raten für den Kredit, höhere Energiekosten weil natürlich mehr Raum als in unserer Wohnung, zusätzliche Versicherungen wie Hausrat, Gebäude usw... und natürlich fixe kosten wie GEZ, Telefon, Lebensmittel, kleidung für unsere beiden Kinder, Autoversicherung, Benzin, Kindergarten, Unterhalt für das erste Kind meines Mannes, eben alles was wir monatlich an Belastungen haben.
Alles zusammen gerechnet kommen wir halt auf einen Betrag X und danach würden uns im Monat 484 Euro übrig bleiben ( zur Zeit sogar noch 280 euro mehr, da ich ALG1 empfange bis Juli 2009).
Dieser Betrag würde also für z.B. Freizeitaktivitäten, mal ne neue Jacke, oder einfach zum sparen bleiben. würdet ihr sagen, dass das zu wenig ist? irgendwie hab ich angst, dass unerwartete zahlungen auf uns zukommen, die wir nicht bedienen können. oder kurz gesagt: das die belastungen durch das haus für uns zu hoch sind.
ich weiß, ihr werdet jetzt sagen, manch einer hat im monat gar nichts mehr übrig, aber ich möchter gerne erfahrungen von euch haben.

ach und nochwas: mein mann ist polizeibeamter, und zwar schon verbeamtet auf lebenszeit, hat also einen bombensicheren job. ich bin derzeit aktiv auf arbeitssuche und werde in absehbarer zeit auch wieder etwas mehr dazu verdienen.

was sagt ihr? wollen wir unseren traum wagen oder nicht? das ist DAS angebot, etwas günstigeres kriegen wir in unserer gegend nicht und irgendwie sage ich mir manchmal "jetzt oder nie" und dann kommt wieder die angst vor den belastungen...

freue mich auf viele meinungen

lg
sina

Beitrag von entichen 20.09.08 - 08:27 Uhr

Hallo,

also: Hättet Ihr eine Wohnung, dann wäre das nicht zu wenig.

Aber ein Haus schluckt Geld. Und dafür sind knapp über 450 Euro im Monat wenig. Denn übers Jahr fallen euch ja noch andere Kosten an: Reparatur Auto, TüV, Kleidung, z B Bücher, Kino, neues Fahrrad usw.

Es geht ja auch mal was an der Hauseinrichtung kaputt usw.

Ich fände das zu wenig, um ein Haus zu kaufen, denn in der Praxis habe ich schon oft gesehen, dass sich die Leute mit ihren Krediten einfach übernommen haben, wenn dann noch wer arbeitslos wird, dann war das Haus meist rasch mal Eigentum gewesen.

Wie sieht es denn bei Dir nach dem ALG I Bezug aus?

LG

Beitrag von christinamarie 20.09.08 - 08:34 Uhr

Habe ich das jetzt richtig verstanden, dass ihr abzüglich ALLER Kosten (inklusive Lebensmittel, Altersversorge, Versicherung, Grundsteuer und vieles vieles mehr) immer noch knapp 500 Euro als "Taschengeld/Rücklage" etc. übrig habt?

Wenn ja, dann viel Spaß mit dem Hauskauf :-D Ich würde nicht weiter Miete zahlen wollen.
Selbstverständlich reichen 500 Euro "Extrageld", wenn alles andere schon bezahlt ist.

LG
Christina ( auch Eigenheimbesitzerin)

Beitrag von fanima 20.09.08 - 08:36 Uhr

Es bleiben am Ende nach allen Abzügen 484 € übrig?
Hmmm sorry aber ich finde das wirklich nicht zu wenig.

Natürlich muss man an einem Haus immer mehr machen und es geht auch eher etwas mal kaputt. Aber es geht sicherlich nicht jeden Monat etwas in dieser Summe kaputt und so kann man doch auch mal etwas mehr sparen.

LG

Beitrag von lampe123 20.09.08 - 10:01 Uhr

Hallo!

Wenn wirklich alles andere schon abgezogen ist (Rücklagen für Reparaturen, irgendwann ein neues Auto etc.) reicht das vollkommen aus als Taschengeld.

LG

Beitrag von drachenengel 20.09.08 - 10:32 Uhr

Hallo Sina,

habt Ihr Rücklagen eingerechnet für alle Reparaturen, Neuanschaffungen etc?? Z. B. Dacherneuerung, Heizungsanlage, Waschmaschine, etc pp... das läppert sich schnell.

Habt Ihr eine BU-Versicherung, falls einer berufsunfähig wird??

Parallel die jährlichen Kosten wie Wohngebäudeversicherung, Grundsteuer, Städt. Abgaben (Kanal, Müll, Strassenreinigung etc).

Insofern Ihr auch für Instandsetzungen etc Rücklagen eingerechnet habt, reichen 484 Euro als "Taschengeld" aber denkt auch an eventuelle Urlaubsplanungen, Sonderausgaben etc..

Manch einer verkalkulierte sich leider dann doch, bzw hielt irgendwann den "Luxusverzicht" nicht mehr aus..

Ansonsten, viel Freude und Glück mit dem Eigenheim...

LG
Mone

Beitrag von seikon 20.09.08 - 12:54 Uhr

Ich will jetzt nichts schwarz malen, aber du musst bei eurer Berechnung noch was mit berücksichtigen. Und das kann schon ganz schön rein hauen.
Du schreibst, dass dein Mann Polizeibeamter ist und du noch ALG 1 beziehst. Das heisst, dein Mann ist ja 70% Beihilfeberechtigt und muss sich zu 30% selbst privat versichern. Du bist ja durch den ALG 1 Bezug noch ganz normal über die AfA bei der gesetzlichen Krankenkasse versichert.
Wenn du allerdings bis Juni 2009, wenn dein ALG 1 ausläuft noch nichts neues (sozialversicherungspflichtiges) gefunden hast, dann muss dein Mann dich ebenfalls zu 30% privat Krankenversichern, da ihr dann ja kein ALG 2 bekommen werdet.
Und das kann schon mal mit 300 - 400 Euro monatlich rein schlagen. Je nach deinem Gesundheitsstatus.

Beitrag von seikon 20.09.08 - 13:58 Uhr

Ich muss mich korrigieren. Mein Mann hat mir grad geflüstert, dass dein Mann als Polizist ja freie Heilfürsorge hat (ich dachte immer, das wäre nur für Soldaten).
Also würde dann nur für dich der 30% Anteil an der privaten Krankenversicherung und für die Kinder ein 20% Anteil anfallen.

Beitrag von joeli1704 20.09.08 - 15:07 Uhr

Hallo,

ja das ist mir bekannt, ich denke aber, dass ich bis Juli eine neue sozialversicherungspflichtige stelle gefunden haben sollte. habe gute qualifikationen und berufserfahrung, das "problem" sind nur die zwei kinder...

Beitrag von seikon 20.09.08 - 19:14 Uhr

Ja, ich drück dir ja auch die Daumen. Nur, gerade wenn man sich für ein Eigenheim entscheidet, dann sollte man eigentlich den worst case annehmen, auch wenn er noch so absurd erscheint. Wäre ja blöd, wenn euer Eigenheim dann wegen der Krankenversicherung in Gefahr wäre.

Beitrag von mm12a 20.09.08 - 14:01 Uhr

Hi!

Habe mal irgendwo gelesen, daß man bei einem Neubau ab Einzug jährlich 8 EUR/m² Wohnfläche für Reparaturen/Renovierungen zurücklegen sollte.

In der Berechnung waren z. B. auch neue Fenster, neue Heizung usw. berücksichtigt.

Hast du evtl. Rücklagen mitgerechnet? Kosten für ein neues Auto?

Ansonsten sieht deine Berechnung doch gut aus!

LG#blume