Tage zur Kinderbetreuung von Krankenkasse bezahlt?

Archiv des urbia-Forums Finanzen & Beruf.

Hier geht es in die aktuelle Version dieser Seite. Nimm dort aktiv am Diskussionsgeschehen teil.

Forum: Finanzen & Beruf

Dieses Forum bietet Platz für alle Fragen und Antworten rund ums liebe Geld und die Absicherung der Familie - egal ob ALGII, Haushaltsgeld, Baufinanzierung oder Altersvorsorge. Auch Themen wie ElterngeldKindergeld sowie der Wiedereinstieg in den Beruf sind hier richtig.

Beitrag von chrissi1988 20.09.08 - 15:31 Uhr

Hallo,
ich habe gehört, dass man von der Krankenkasse ein paar Tage zur Betreuung der eigenen Kinder bezahlt bekommt, wenn sich z. B. der Partner nicht drum kümmern kann (aus Krankheitsgründen).
Trifft das auch zu, wenn ich einen Kaiserschnitt bekomme und nocht nicht ganz fit bin? Könnte mein Mann diese Tage in Anspruch nehmen, um sich um unser Baby zu kümmern?
LG
Christine

Beitrag von kati543 20.09.08 - 15:59 Uhr

Wie ich aus deiner VK gelesen habe, hast du noch keine Kinder. Dann nein. Die Voraussetzung der Haushaltshilfe ist mindestens noch ein älteres Geschwisterkind. Du bist mit Baby nach einem KS sowieso 5-7 Tage im KH. Danach ist das schon besser. Dein Baby fängt ja nicht mit ein paar Tagen an zu rennen. Du musst wirklich hauptsächlich nur im Bett liegen, mit Baby schmusen und stillen (oder Flasche geben). Das überanstrengt keine Mutter - auch keine mit KS. Den Haushalt kann dein Mann machen, wenn er von der Arbeit kommt.
Welche Möglichkeit es gibt: Elternzeit. Dein Mann kann 2 Monate Elternzeit bekommen. Das Elterngeld bekommt er ja.
Erst ab dem 2. Kind wird es etwas kritischer. Aber da gibt es dann auch die bezahlte Haushaltshilfe.
Ach ja... falls du danach irgendwie Probleme bekommst - auch noch im Wochenbett, wie z.B. Brustentzündung mit allem was dazu gehört, dann ist das schon wieder etwas anderes.

Katrin mit Omar und Daniel

Beitrag von phoe-nix 21.09.08 - 07:26 Uhr

Es gibt noch eine zweite Möglichkeit, die aber offensichtlich aus der Mode gekommen ist.

Ihr Mann könnte sich nach der Entbindung ein oder zwei Wochen TARIFURLAUB nehmen....wird bei uns im Betrieb noch ganz selbstverständlich und freiwillig so gehandhabt.

LG

Beitrag von uns_uwe 21.09.08 - 02:13 Uhr

Ich habe Deine Frage anders verstanden.
Die Krankenkasse zahlt "ein paar Tage" zur Betreuung,
aber von kranken Kindern.
Hier bestätigt der Arzt die Krankheit des Kindes und das der Arbeitnehmer zur Betreuung zu Hause bleiben muss.
Der Arbeitnehmer bestätigt das Niemand anders die Betreuung übernehmen kann.

Aber auch das hilft Dir in vorliegendem Fall nicht.
Ich sehe nur die Möglichkeit normalen Urlaub zu beantragen.

Beitrag von drachenengel 21.09.08 - 07:27 Uhr

Hallo Christine,

ein Kaiserschnitt allein ist kein Grund, dass der Mann bezahlte Haushaltshilfe machen kann, so wird das seitens der Krankenkasse genannt.

Nur bei WICHTIGEN medizinischen Gründen wäre diese möglich, muss aber eh vorher bei der Krankenkasse beantragt werden.

Zu beachten ist, dass es dann festgelegte Tages-/Stundensätze von der KK gibt, also eh kein volles Entgelt.

Die KS heute sind schnell und schonend von der OP her, hast Du einen WKS??

Die einfachste Variante ist, dass Dein Mann Urlaub oder Elternzeit nimmt...

Solange Du noch nicht fit genug bist, ein Baby eigenständig zu versorgen, in medizinischer Hinsicht, lässt Dich das KKH eh nicht raus... so hiess und war es jedenfalls im Mai noch :-) Wäre ich nicht fit genug gewesen, hätt ich nicht nach drei Tagen raus gedurft. Klar zog es hier und da noch.. aber der Grosse hatte Sehnsucht nach Mama und wollte die daheim haben :-) War auch kein Thema, so dass ich nach drei Tagen heim bin und hier alles seinen Gang nahm.. Solange Du nicht schwer hebst oder direkt den Garten umbuddelst, sollte es auch mit KS kein Problem sein.

Gruss
Mone

Beitrag von chrissi1988 21.09.08 - 09:58 Uhr

Es wird wohl als WKS bezeichnet in diesem Fall. Das Baby muss früher geholt werden. Da bleibt nur die Entscheidung zwischen Einleitung und Kaiserschnitt. Da sich die Einleitung aber ewig hinziehen kann und dann evtl. doch im Kaiserschnitt endet, werde ich gleich einen KS machen lassen.

Beitrag von jules1971 21.09.08 - 10:38 Uhr

Hallo,

da Du eh schon angst hast, dass Du nach der Geburt nicht gleich wieder fit bist, würde ich mir das an Deiner Stelle mit dem WKS noch mal überlegen (es sei denn, es ist eine absolute medizinische Notwendigkeit und anderenfalls würden Mutter und Kind gefährdet ... das versteht sich von selbst).
Ich selbst hatte keinen KS, aber vor einigen Jahren eine OP mit einem Bauchschnitt, an der Stelle, an der der Kaiserschnitt gesetzt wird und eine Narbe in etwa gleicher Größe.
Und ich kann nur sagen, dass man sich damit absolut keinen Gefallen tut.
Die Narbe tut lange weh und zwickt beim Lachen, Husten etc.
So schonend die OPs inzwischen sind, ist es für den Körper doch ein massiver Eingriff.
Man ist körperlich einfach viel eingeschränkter ... und das Gewebe um die Narbe herum ist noch lange taub (das schränkt nicht ein, ist aber unangenehm ... hat bei mir ein 1/2 Jahr gedauert, bis ich da wieder was fühlte und habe das auch von anderen mit KS gehört).
Und wenn das Baby früher geholt werden muss, besteht ja auch die Möglichkeit, dass Du erst einmal kein Rooming-In machen kannst. Und die Frauen, die sich durch die Flure zur Babystation in gebückter Haltung schleppen, sind meist die mit einem KS.
Da ich nach der Geburt allein zuhause war (und dann auch 4. Etage und Hund), habe ich extra in die Anmeldung zur Entbindung geschrieben, dass KS nur im Notfall, da ich mir damit keinen Gefallen getan hätte ... und vermutlich auf Hilfe angewiesen gewesen wäre.
So hatte ich zwar eine zwickende Damm-Naht, war aber ansonsten fit.

Das nur am Rande und vielleicht noch mal zur Überlegung.
Das soll grundsätzlich überhaupt keine Wertung zum Thema WKS sein, das soll jeder selbst entscheiden, aber vielleicht ist es doch noch mal ein Denkanstoss ... ich sehe das halt total pragmatisch.

Gruß,
Julia

Beitrag von pittiplatschbln 21.09.08 - 17:13 Uhr

Dem kann ich nur zustimmen, ich hatte
ein KS, keine WKS, aber eine Not KS.

Ich habes beides erlebt (Spontan und KS) und
daher kann ich nur dazu raten, es sich
genaustens zu überlegen.

Ein KS ist kein "Spaziergang".

Gruß
Pitti #blume

Beitrag von drachenengel 21.09.08 - 20:10 Uhr

Hallo Pitti..

Not-KS ist IMMER heftiger als ein WKS, da man sich ganz anders drauf einstellt..

Bei mir waren es leider zwei geplante KS, da ich nicht normal entbinden darf (gesundheitlich)...

Vorteil, ich konnte mich mental drauf vorbereiten, bei der Kleinen klappte dann sogar die Spinalanästhesie, so dass es schon alles nicht so schlimm war..

Beim Grossen war es nicht so toll, da ich diese Narkoseform nicht gut vertrag, die zig Versuche der PDA schiefgingen und ich dann nach der Vollnarkose erstmal lange brauchte, klar zu werden..

Wundschmerztechnisch hmmm hab ich viel Heftigeres hinter mir... hab da scheinbar immens Glück gehabt, bei den beiden KS

LG
Mone

Beitrag von drachenengel 21.09.08 - 13:41 Uhr

Also WKS ist jedenfalls risikoloser fürs Baby als ein Not-Kaiserschnitt...

jedoch ist das eher korrekt von den betreuenden Ärzten zu sagen, als von uns hier :-)

Neutral einer Risiko-Abwägung gegenüber mal, musst Du auch selber wissen, wie belastbar Du so im Alltag bist oder ob Du Dich z. B. von einer Blinddarm-OP lange erholen musstest (so redeten die Ärzte hier), bei mir ist alles anders, da ich eh diverse Bauch-OPs hatte und am nächsten Tag jeweils eh spätestens schon in krummer Haltung zwar, rumgelaufen bin.

Krumm laufen, das macht eh jeder Bauchschnitt anfangs... ;-)

Alles in allem, wenn Dein Mann seinen Urlaub schon verbraten hat, sollte er entweder Freizeit einarbeiten oder Partnermonate beantragen. Spätestens sieben Wochen vor Antritt Elternzeit somit beim Chef anmelden.

Egal ob Partnermonate Elterngeld oder angenommen es wäre wirklich medizinisch notwendig, dass Du nach der Entlassung vom KKH eine Haushaltshilfe brauchst..
Elterngeld gibts 67 % vom durchschnittlichen Netto der letzten 12 Monate, Haushaltshilfe CIRCA 5 -8 Euro die Stunde für maximal 8 Std am Tag... auch nicht viel gelle..

ich würde Elternzeit oder Überstundeneinarbeitung empfehlen.

Gruss
Mone

Beitrag von phoe-nix 21.09.08 - 07:28 Uhr

Du wirst nach dem Kaiserschnitt oder einer Entbindung mit Komplikationen ja im KH verweilen und dort versorgt incl. des Kindes, sodass eine zusätzliche Betreuung nicht nötig ist.

Es gibt allerdings auch noch eine ganz simple und kostenneutrale Lösung (für alle Beteiligten), indem Dein Mann ganz einfach Urlaub anmeldet für die Zeit nach dem vorausichtlichen ET.

Gruß,

phoe-nix

Beitrag von chrissi1988 21.09.08 - 09:11 Uhr

Er könnte schon Überstunden nehmen, aber hätte ja sein können, dass es noch eine andere Möglichkeit gibt.

Beitrag von chrissi1988 21.09.08 - 09:12 Uhr

Tarifurlaub ist keiner mehr vorhanden...

Beitrag von phoe-nix 21.09.08 - 15:47 Uhr

Auch nicht schlecht....will er nach der Entbindung so gar nicht Zuhause bei Frau und Kind bleiben?

Gruß,

phoe-nix

Beitrag von phoe-nix 21.09.08 - 15:48 Uhr

Dann bietet sich das doch an.
Mit dieser Lösung habt Ihr keine finanziellen Möglichkeiten und belastet die eh schon leeren Kassen der Krankenversicherung nicht unnötig - so sich überhaupt ein Arzt gefunden hätte, der eine Haushaltshilfe für nötig erachtet.