Riesterrente - ich nix verstehen...

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Beitrag von kja1985 20.09.08 - 21:07 Uhr

Hallo,

ich hab hier gerade die Unterlagen für meine Rente (hoho) vor mir liegen und muss zugeben, ich versteh gar nichts. Im Gespräch dachte ich alles verstanden zu haben, aber jetzt bin ich ziemlich durcheinander.

Weiss jemand wie das genau funktioniert?

Beitrag von kja1985 20.09.08 - 21:15 Uhr

So, durchgelesen, um mein Problem zu konkretisieren:

Erstens werden meine Kinder nicht erfasst, dabei gibt es für die doch eine Zulage, also müssten sie im Vertrag verankert sein oder?

Zweitens steht nur ein immer gleichhoherBetrag bei der monatlichen Einzahlung. Soweit ich aufgeklärt wurde muss ich im Falle von Berufstätigkeit aber mehr zahlen.

Drittens wurde mir gesagt ich müsste sobald ich den Versicherungsschein erhalte eine Steuererklärung machen, steht auch nirgendwo.

Beitrag von cas123 20.09.08 - 21:31 Uhr

Hi,

das ist bei mir auch so!

Um die Zulagen für deine Kinder und dich zu bekommen, musst du den sogenannten Zulagenantrag ausfüllen und an deine Versicherung schicken. Die leitet ihn dann weiter an das zuständige Amt, dass die Zulagen dann an die Versicherung überweist.

Wenn du mal mehr verdienst, musst du deinen Beitrag aufstocken, um die vollen Zulagen bekommen. Relevant ist dabei immer der Bruttoverdienst des Vorjahres.

LG

PS: Bei mir wurden auch nur die Eigenbeiträge aufgeführt. Die Versicherung kann ja nicht wissen, ob und in welcher Höhe du in den nächsten Jahrzehnten Zulagen bekommst!

Beitrag von kja1985 20.09.08 - 21:34 Uhr

Achso, danke. Aber ein Zulagenantrag ist nicht dabei, woher nehmen?

Und wie zum Teufel mach ich eine Steuererklärung???

Meine Güte, da hab ich mir wieder was aufgehalst #schmoll

Beitrag von danaz 20.09.08 - 21:38 Uhr

Hallo,

am besten ist immer mit der Versicherung zu sprechen. Kannst Du Dir ja vielleicht denken.

Bei den Kindern bin ich mir nicht sicher. Ich glaube, das wird am Jahresende bei dem Zulagenantrag erfasst, den Du immer ausfüllen musst. Da muss man erklären, auf wen die Kinder laufen; i.d.R. bei der Frau. Der Vertrag ist ja eigentlich nur für Dich und hat erst mal nichts mit den Kindern zu tun. Du musst am Ende des Jahres dann auch Dein Gesamteinkommen des vergangenen Jahres angeben, so dass die Beiträge fürs nächste Jahr ermittelt werden können (sind ja jetzt 4 % vom Brutto).

Insofern ist auch der Betrag erst einmal immer der gleiche, weil die Versicherung ja nur von den jetzigen Werten ausgehen kann, die Du angegeben hast. Natürlich können diese sich ändern, wenn Du wie oben beschrieben plötzlich höhere oder niedrigere Einnahmen hast.

Das mit der Steuererklärung weiß ich leider nicht für Frauen, die vorher keine machen mussten aus bestimmten Gründen. Bei Berufstätigen, die eine machen, werden die erhaltenen Zulagen wieder auf das zu versteuernde Einkommen hinzugerechnet, um so nicht eine Doppeltvergünstigung zu bewirken. Denn erst einmal wirken sich die Altersvorsorgebeiträge ja positiv beim zu versteuernden Einkommen für den Arbeitnehmer aus. Das ist irgendwie schwer zu erklären.
Vielleicht konnte ich ja ein wenig Licht ins Dunkel bringen. Im Übrigen wirklich noch mal die Versicherung anrufen; die sollen das Verfahren noch einmal genau erklären. Mir ging das am Anfang auch so ;-).
Liebe Grüße Dana.

Beitrag von kja1985 20.09.08 - 21:46 Uhr

Hallo Dana,

natürlich werd ich am Montag da nochmal anrufen, aber ich wollte schon jetzt ein wenig heller sehen ;-)

Ich hab das etwas komplizierter gemacht über meine Sparkasse, drum hab ich da jetzt sowohl von der Sparkasse als auch von der Versicherung einen Stapel Unterlagen bekommen, wo ich mich durchwälzen muss. Hab jetzt gerade etwas gefunden wegen der Kinder, das war in den Sparkassenpapieren versteckt.

"Du musst am Ende des Jahres dann auch Dein Gesamteinkommen des vergangenen Jahres angeben, so dass die Beiträge fürs nächste Jahr ermittelt werden können (sind ja jetzt 4 % vom Brutto)."
Ja, so wurde mir das auch erklärt, es steht nur nichts im Vertrag selbst.

Wie ist das denn jetzt im Todesfall? Ich hab meinen Mann als Berechtigten angegeben, würde dann der sämtliche Leistungen bekommen?

Beitrag von danaz 20.09.08 - 21:55 Uhr

Hallo,

auch das kommt auf die Versicherung an. Es gibt meist eine fixe Zeitspanne, für die die Versicherung zahlt, wenn Du beispielsweise vor der Zeit verstirbst. Das sind meist so zwischen 10 und 20 Jahren. Mal angenommen, Du hast Anspruch ab 65 Jahren auf die Riesterrente, dann würde Dein Mann z. B. noch 5 Jahre eine Art "Witwenrente" beziehen, wenn Du mit 70 stirbst (also bei 10 Jahren vereinbarter Mindestzahlungsdauer). Für Dich gilt, dass Du solange beziehst, bis Du verstirbst (hier trägt also die Versicherung ein gewisses Risiko, solltest Du über 100 werden ;-) ).
Ebenso gilt, dass Dein Mann das erwirtschaftete Vermögen aus der Versicherung ausgezahlt bekommt, wenn Du schon vor Renteneintritt verstirbst. Ich wünsche Dir aber ein langes und gesundes Leben :-).
Gruß Dana