WEr kennt sich aus mit "Bodenrichtwert"???

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Forum: Haushalt & Wohnen

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Beitrag von hasen-herz 20.09.08 - 22:50 Uhr

Guten Abend,

nach erfolgloser Haussuche haben wir uns entschieden zu bauen. Nun suchen wir ein Grundstück.
Habe nun eine Seite gefunden, bei der man den Bodenrichtwert ermitteln kann. Da werde ich aber nicht so ganz schlau draus! Ist das der tatsächliche Grundstückspreis? Aber wie kann es dann sein, dass man uns z. B. ein Grundstück angeboten hat für 110 Euro der m² und dort in der Liste liegt der WErt bei 40 Euro??? Wollte man uns tatsächlich so sehr verar....????

Wäre lieb, wenn mich jemand aufklärt! Vielleicht überseh ich aber auch was.
http://www.boris.nrw.de/bodenrichtwerte/index.php
(PS: Falls ihr es ausprobieren wollt, dann links (grün) bei kostenfrei klicken!)

Danke,
elena

Beitrag von danaz 21.09.08 - 10:53 Uhr

Hallo,

ist doch eigentlich auf der Startseite ganz gut erklärt. Der Bodenrichtwert kann aufgrund der Besonderheiten des Grundstücks wie Bebaubarkeit, Erschließung durch die verschiedenen Medien, Straßenzustand vom Verkehrswert deutlich abweichen.

Für den Verkehrswert dürfte die Lage sowie die Nachfrage für das Grundstück entscheidend sein. Der Verkehrswert kann eigentlich nur durch ein Verkehrswertgutachten ermittelt werden. Es kann ja z.B. möglich sein, dass der Bodenrichtwert durchschnittlich für ein bestimmtes Gebiet bei 50 € / m2 liegt. Dennoch kann es in diesem Gebiet Grundstücke geben, die aufgrund Wassernähe oder einer bereits gut ausgebauten Anliegerstraße einen sehr viel höheren Verkehrswert erzielen, während andere Grundstücke z. B. aufgrund Bodenverunreinigungen deutlich unter dem Bodenrichtwert verkäuflich sind, weil man hier ja noch deutlich Geld reinstecken muss. Insofern ist es eben nur ein Richtwert; das Verkehrswertgutachten ist da wesentlich genauer.
Dana

Beitrag von wemauchimmer 21.09.08 - 15:14 Uhr

Hallo Hasenherz,

die Bodenrichtwerte geben einen Mittelwert aus tatsächlich erzielten Verkaufspreisen in der Gegend wieder, meist Verkäufe vom Vorjahr oder Vorvorjahr. In einer großen Stadt so wie Köln wird das oft sehr genau aufgeschlüsselt nach Wohngegend, Art der Bebauung, in kleineren Gemeinden dann eher ein grober Wert (von..bis). Von der jeweiligen Stadt bekommst Du die genauesten Bodenrichtwerte. Wenn wie in Deinem Beispiel für eine bestimmte Gegend ein weit höherer Preis gefordert wird, würde ich sehr vorsichtig werden. M.E. gibt es viele Makler/Verkäufer, die einfach superdreist einen Dummen suchen. Sprich den Anbieter also mal auf den Richtwert an (den Du am besten aber vorher genau feststellst, also lieber über die Stadt als über "irgendeine" Seite) und guck, wie er es begründen kann. Ich habe jedenfalls in solchen Situationen die Erfahrung gemacht, daß die Anbieter dann ganz kleinlaut werden. Klar kann es natürlich, wie die Vorschreiberin schon sagte, auch Hand und Fuß haben, aber das sollen die dann mal begründen...