schrecklich traurig...

Archiv des urbia-Forums Unterstützter Kiwu.

Hier geht es in die aktuelle Version dieser Seite. Nimm dort aktiv am Diskussionsgeschehen teil.

Forum: Unterstützter Kiwu

Dein Arzt hat Hindernisse für eine normale Empfängnis festgestellt und du bist in Behandlung in einer Kinderwunschpraxis? Hier kannst du dich mit anderen über die künstliche Befruchtung etc. austauschen. Auch nützlich: Lexikon der Abkürzungen. Unser Kinderwunschmediziner Dr. David Peet beantwortet deine Fragen in unserem Expertenforum.

Beitrag von lunatic_jenny 21.09.08 - 11:16 Uhr

hallo,

ich fühle mich neuerdings so schrecklich traurig. hab angst, dass ich in ein tiefes loch falle...

mir ist im moment alles zu viel! könnte irgendwie weglaufen... ich weiß gar nicht, was los ist.

hatten vor einer woche wieder eine IUI. bin aber diesmal so negativ gestimmt und denke, dass es eh wieder nicht geklappt hat.

die letzten monate war ich zwar immer enttäuscht und traurig, wenn es dann wieder nicht geklappt hatte, aber zwischendurch habe ich immer versucht, mich nicht zu sehr in das thema kiwu reinzusteigern und trotzdem spaß am leben zu haben. das geht nun irgendwie nicht mehr richtig...

um mich rum werden "alle" schwanger und ich kann mich nicht mal mehr richtig darüber freuen. ich flippe wegen jeder kleinigkeit aus und langsam frag ich mich, wie lange mein mann das noch mit macht.

kennt das jemand von euch?

bin verzweifelt...

VG

Beitrag von mike-marie 21.09.08 - 11:27 Uhr

Oh weh ich kenne das zu gut. Fing bei mir auch so an. Hatte dann letztendlich einen Nervenzusammenbruch und hab mich selbst in die Psychatrie eingewiesen für 2 Wochen.
Ich kann dir nur raten dir ambulante Hilfe bei einem Psychologen zu holen.
Das Thema Kinderwunsch geht oft an die Substanz, grade wenn es nicht so leicht ist Schwanger zu werden und man immer wieder vor großen Enttäuschungen steht.

#liebdrueck

Beitrag von rubystar 21.09.08 - 11:42 Uhr

Hallo!

Das kommt mir sehr bekannt vor.
So geht es mir auch.

Zu meiner Vorgeschichte...
Ich habe eine schwerwiegende Endometriose und wurde in den letzten 2 1/2 Jahren 3x operiert.
Besserung trotzdem nicht in Sicht, weil der Befund einfach zu schwerwiegend ist.
Wäre ich 10 Jahre älter und wäre unser Kinderwunsch abgeschlossen, hätte man mir schon längst zu ner Total-OP geraten.
Zudem ist das Spermiogramm meines Mannes nicht so toll.

Wir haben uns daher vor 2 Monaten zu einer ICSI entschlossen.
Der TF war letzte Woche. Ich bin heute PU+13.
10er Test heute morgen negativ.
Seit Tagen fiese Unterleibsschmerzen. Denke, meine Mens ist im Anmarsch.
Übermorgen ist Bluttest in der KiWu-Klinik. Mache mir irgendwie keine große Hoffnung mehr.

Bin seit Tagen total niedergeschlagen, weil ich irgendwie im Gefühl hab, dass es nicht geklappt hat.
Um mich rum nur Schwangere. Jedenfalls kommt es mir so vor. *schief grins* Ist ja klar, dass man das jetzt verstärkt wahrnimmt.
Ich mache mir dann Gedanken, wie es weiter geht. Die Endo wird wieder wachsen.
Ich war seit März downreguliert wg. der Endo und hatte keine Schmerzen. Vorher fast ein Jahr lang täglich Dauerschmerz. Bin auf dem Zahnfleisch gegangen.
Durch die ICSI-Stimu wird die Endo wieder aufgeflammt sein. Merke es ja an den Schmerzen.
D.h. der ganze Mist geht von vorne los. Wieder schlimme Schmerzen, irgendwann wieder OP, der unerfüllte Kinderwunsch...
Mein Mann versucht mich aufzuheitern und sagt immer, dass wir bisher kein BT-Ergebnis haben und die Hoffnung nicht aufgeben sollen.
Das fällt mir aber schwer.
Weine oft in den letzten Tagen.

Kann Dich daher gut verstehen.

LG

Beitrag von s-hibbel 21.09.08 - 12:30 Uhr

Hey ruby star -
ich möchte dir Mut machen.....
Unterleibsschmerzen hat man in den ersten ss -wochen auch wegen den Mutterbändern.

Meine freundin hat(te) auch hochgradige endo stufe 4, wurde schon drei mal operiert und auch 2 mal für 6 Monate ruhiggestellt.
Sie dachte, sie würde nie schwanger werden können und dann war sie es doch. Sie meinte zuerst, sie hätte wieder ein paar dieser dicken fetten zysten, weil sie wahnsinnige Unterleibskrämpfe hatte - ihr gings richtig , richtig dreckig. Aber siehe da - sie war schwanger !!

Ich hab übrigens auch Endo, OP vor einem Jahr und wurde dann 4 Monate ruhig gestellt, ich bin aber (noch) guter Hoffnung, dass es so klappen könnte.
Ich denke mir immer -->
Endo ist erblich, bedeutet also, dass unsere Mütter das auch haben und uns Mädels ja trotzdem gekriegt haben !

LG

Beitrag von xoey 21.09.08 - 13:17 Uhr

hey,

mir gehts ähnlich wie dir. habe jetzt zwei schreckliche jahre hinter mir. sollte irgendwelche pillen schlucken, die mir helfen sollten. aber es hat nix gebracht, außer dass ich zugenommen habe und meine mens etwas regelmäßiger hatte.

meine fä hat lediglich die symptome behandelt, nicht aber die ursachen. habe vieles durch die mädels hier in erfahrung gebracht, sie darauf angesprochen und wurde dann für doof erklärt.

fa gewechselt, der wollte mir erst die impfe gegen gebärmutterkrebs verpassen, bevor er mir hilft. ich hätte also drei monate wieder die pille nehmen sollen, weil ich nicht hätte ss werden dürfen.

zu einer anderen fä gewechsel, mittlerweile die dritte.
sie wählte harte worte, die mir jedoch im nachhinein die augen öffneten.

habe 5 monate mit mir gekämpft, ob ich in die kiwu-klinik soll. nun haben wir im november einen termin.

da bei mir eigentlich alles nur auf eine follikelreifstörung hindeutet, sollte ich optimistisch sein, bin es aber nicht.

vergieß jedes tag ein paar tränchen, weil ich angst habe, dass das sg von meinem man schlechter geworden ist. das letzte- vor zwei jahren- war in ordnung.

kann sich aber einiges geändert haben.

um mir herum werden "alle"ss. die ex von meinem mann hat mittlerweile ihr zweites kind und schon drei mal abgetrieben. gut ihr ding, mich wirft es trotzdem aus der bahn.

wir wollen ein kind und nicht nur, weil ich keine lust auf arbeit habe- ja auch das hat sie zugegeben.

ich finde es für mich und alle andere, die wie ich probleme haben ss zu werden, einfach nur unfair.

es schmerzt sie sehen zu müssen und zu wissen, dass sie ihre erste tochter nicht richtig liebt.

ich würde mein kind abgöttisch lieben.

naja, wenigsten gab es gestern einen klitzekleinen hoffnungsschimmer. nach 107 tagen kam meine mens.

vllt ein gutes omen??? wer weiß das schon...

ich weiß aber, dass wir bis zum schluss kämpfen.

ich habe dabei aber keine angst, dass unsere beziehung daran zu grunde geht.

im gegenteil. wir beide haben das gefühl, dass uns das alles nur noch fester aneinander bindet.

ich wünsche dir, mir und all den anderen mädels glück, damit auch wir bald einen bauchzwerg haben.

glg

xoey

Beitrag von cw1971 21.09.08 - 13:21 Uhr

Hi Jenny,

das ist doch ganz normal, das die Nerven blank liegen. Mach Dir da bitte keine Gedanken drum.

Ich hatte auch Phasen, da ging gar nichts mehr. Ich war schlecht gelaunt und gereizt und abends bin ich stundenlang am PC gehockt und wollte niemanden sehen.

Klar, zu sehr sollte man nicht in ein Loch fallen, aber jeder hat auch einen andere Art und Weise mit der Sache umzugehen.

Dass es Dir schwerfällt Dich mit anderen Schwangeren mitzufreuen ist auch ganz normal. Meiner Meinung nach hat das auch nichts mit Neid o.ä. zu tun - es reisst halt einfach den eigenen Schmerz auf. Ich kann da ein Lied von Singen. Wir haben drei ICSIs gemacht und eine Kryo und es hat nicht geklappt - jetzt ist eine gute Freundin und Nachbarin von mir in der 10. Woche - erster IVF-Versuch und sie hat noch 5 Krümel auf Eis für´s 2. Puh, einerseits freue ich mich riesig für sie - andererseits.............. es ist ganz schön schwer.

Ich wünsche Dir ganz viel Kraft und wenn Du das Gefühl hast Du kannst nicht mehr damit umgehen, dann hol Dir einfach Hilfe. Deine KiWu-Praxis hat bestimmt die eine oder andere Adresse.

#liebdrueck LG Claudia

Beitrag von moritz84 21.09.08 - 16:11 Uhr

Hi Jenny,

ich kann dich da auch gut verstehen. Wir versuchen es schon seit 3 Jahren und meine Nerven liegen blank.
Alle in meinem Freundeskreis bekommen Nachwuchs und ich habe jedes mal ein Schmerz im Herzen wenn ich von einer neuen Schwangerschaft höre.
Ich stelle mir immer die Frage warum klappt es bei uns nicht???
Es ist wirklich sehr schwer damit umzugehen es belastet mich sehr.
Aber wir dürfen die Hoffnung nicht aufgeben.

Vielleicht könnt ihr mir auch ein paar Tipps geben was man alles versuchen kann habe mich erst heute hier angemeldet, würde mich freune was zu hören.

Ich drück allen die Daumen die auch mit mir leiden.

Ganz liebe Grüße Sandra

Beitrag von lunatic_jenny 21.09.08 - 22:13 Uhr

hallon ihr alle!

ich danke euch so, für eure aufbauenden worte!
es tut einfach gut, mal verstanden zu werden...
auch, wenn es im umfeld alle "gut" meinen, können sie sich nicht im geringsten vorstellen, was wir mitmachen!

ich drücke uns allen ganz doll die daumen!

ich werde mich die nächsten tage trotz allem mal informieren, wo man sich professionelle hilfe holen kann.

ich danke euch, dass euch gibt! #herzlich

VG

Beitrag von patientinxy 22.09.08 - 18:25 Uhr

liebe jenny,
nach drei fehlgeburten seit august 2007 habe ich mir auch professionelle hilfe bei einer therapeutin gesucht. und das hikft mir sehr viel, mich auf uns zu konzentrieren. es geht ganz schnell, dass du plötzlich depressiv wirst und da kommst du alleine oft nicht mehr raus.
LG