Wo ein Wille ist- ist auch ein Weg? Immer?

Archiv des urbia-Forums Stillen & Ernährung.

Hier geht es in die aktuelle Version dieser Seite. Nimm dort aktiv am Diskussionsgeschehen teil.

Forum: Stillen & Ernährung

Muttermilch oder Flasche? Was schmeckt kleinen Kindern aufs Brot? Hier könnt ihr Fragen zur Säuglings- und Kleinkindernährung, aber auch zu eurer eigenen Ernährung während der Stillzeit stellen. Unsere Stillberaterin Christina Law-Mclean beantwortet eure Fragen täglich in unserem Expertenforum.

Beitrag von mejemiigiz 21.09.08 - 15:04 Uhr

Hallo ihr lieben!

Hoffe das sich mein kleiner bald auf dem Weg macht, freu mich endlich ihn bald zu sehen und bin total aufgeregt. Natürlich mach ich mir jetzt auch gedanken mit dem Stillen, ich will stillen , unbedingt, aber irgendwie bleibt eine kleine ungewissheit in mir, kann ich stillen, schaff ich das, geht das überhaupt immer nur wenn man will?

Eine Hebamme meinte zu mir jede Frau kann stillen, wie sieht ihr das so`? Ich meine, man liest ja viel von Frauen die abstillen müssen ,weils einfach nicht mehr klappt.

Ich hoffe so sehr das ich das packe und das es bei mit funktioniert, ich weiss, dass es bestimmt eine harte Anfangszeit sein wird, aber ich denke das lohnt sich allemal.

So ihr lieben, bin mal auf eure Kommentare und Meinungen gespannt.

LG

meri
ET -6#schwitz

Beitrag von jamjam1 21.09.08 - 15:11 Uhr

huhu :-)

es ist am anfang echt hart! und tut weh und nach ein paar wochen (meist 5), denkt man, das die milch zu wenig is-aber das is meist ein schub wo die kleinen oft trinken wollen (meist auch nur kurz)-heist aber nich, das zu wenig milch da ist..

aber tatsächlich gibt es auch frauen die nicht stillen können!!!!
aber versuchen solltest du es auf jeden fall, denn viele können wirklich stillen, aber eben nich alle..

ich hab es lange versucht, hat letztlich auch gut geklappt, aber meine maus hat ewig nich zugenomm (hatte nach 6wochen erst geburtsgewicht von 3545 gramm)
jetzt is sie knapp 11 wochen und wiegt 4900gramm..

hoffe das hilft dir.. wie gesagt bei vielen klappt es.. auch wenn es manchmal schwer ist und vor allem am anfang jede halbe stunde trinken will is normal

Beitrag von tragemama 21.09.08 - 15:18 Uhr

Hallo Meri,

ich finde, man sollte abwägen. Ich wollte unbedingt 6 Monate voll stillen. Kathrin wurde vier Wochen vor ET geholt, hatte deswegen starke Neugeborenengelbsucht. Davon sind die Babies sehr müde und trinkfaul. Deshalb hab ich abgepumpt und ihr Flasche gegeben, damit sie es leichter hat. Dementsprechend wollte sie danach natürlich die "Arbeit" an der Brust nicht mehr machen. Nach 8 Wochen "Still-Krampf" hatte ich von einem auf den anderen Tag keine Milch mehr.

Ich hab dann mit der Hebamme lange gesprochen und beschlossen, dass es für UNS das beste ist, weiter mit der Flasche zu füttern. Ab da gings mir (auch psychisch) besser und Kathrin war plötzlich fit, hatte einen Rhythmus und allen gings besser.

Andrea

Beitrag von jamjam1 21.09.08 - 15:27 Uhr

genau das wollte ich auch noch schreiben.. wenns auf krampf is und man sich nich wohl dabei fühlt, sollte man lieber flasche geben, das is für beide besser :-)

Beitrag von brausepulver 21.09.08 - 15:28 Uhr

Hallo Meri,

ui, da bist du ja wirklich durch vor der Entbindung. Dafür wünsch ich dir schonmal alles Gute und viel Spaß beim Verlieben ;-)

Aaaalso, es ist so, das viele Frauen abstillen, weil sie falsch beraten werden, schmerzen haben (was 99,9% der Frauen haben) oder keine Unterstützung bekommen.

Ja, wenn man will kann man stillen. Nur extrem wenige können wirklich nicht stillen. Oft liest man aus deren Geschichte ein Problem heraus.

Bei mir war es so, das mich das ganze Krankenhauspersonal zum zufüttern gedrängt hat, weil ich zu blass bin (ja, das war ein Grund für sie), weil ich Flachwarzen habe, weil meine Tochter zuviel abgenommen hat, weil ich ich schwarze, blutende Brustwarzen hatte. Und das ganze geschah in einem Stillfreundlichen krankenhaus #augen

Am Tag 4 (Heiligabend) hab ich meine nachsorgehebamme ins Krankenhaus "bestellt" und SIE zeigte mir dann das Stillen #augen Somit hatte ich bei den Schwestern der Staion verschissen #aerger

Wenn du stillen willst und das scheint ja so zu sein, dann sieh zu, dass du dir eine ausgebildete (!!!!) Stillberaterin suchst. Fütter nicht zu, kein Schnuller und tapfer sein. Es tut für gewöhnlich IMMER weh am Anfang aber es wird besser. Die erste Zeit wird anstrengend, weil die babies immerzu an die Brust wollen. Befriedige dieses Bedürfnis und du wirst eine wunderbare Stillzeit haben mit deinem Kind #huepf

LG brause, sein 21 Moanten am Stillen #huepf

Beitrag von stubbel 21.09.08 - 22:25 Uhr

Aus genau den gleichen Gründen wollte man mich im Krankenhaus förmlich dazu zwingen zuzufüttern. Emilia war mit dem Gewicht von 4,3 kg auf 3,8 kg gerutscht, das Stillen klappte nicht, die Schwestern waren keine Hilfe, im Gegenteil, machten alles mit ihrem Unwissen nur noch schlimmer, bleuten allen was vom 3 Stunden-Takt ein, ja nicht vorher, meine Brustwarzen taten einfach nur noch weh vom falsch Anlegen und keiner half einem wirklich es besser zu machen und und und.

Ich war nervlich nur noch fertig, hab nach drei Tagen auf eigenen Wunsch das KH verlassen und mein erster Weg Zuhause führte mich zum Telefon, ich rief meine Hebamme an und die half mir endlich. Bei uns war es ein wirklich harter Kampf und hätte ich nicht unbedingt stillen wollen, ich hätte bestimmt aufgegeben. Zum Glück hab ich auf meinen Mutterinstinkt und meinen Dickkopf gehört :-). Nun still ich diesen Donnerstag dann seit genau einem Jahr und ein Ende ist noch nicht in Sicht.
Mein Rat an dich ist also, such dir noch vor der Geburt eine ausgebildete Stillberaterin, besprich dich ruhig schon vorher mit ihr, damit dir nicht schon im KH "Fehler" unterlaufen bzw dir dort falsche Infos gegeben werden und beiß mitunter die ersten Wochen die Zähne zusammen, denn Stillen kann in der Anfangszeit weh tun. Das legt sich aber alles irgendwann ganz plötzlich. Und hör unbedingt auf dein Bauchgefühl und es ist ganz normal, dass es Phasen geben wird, wo dein Kind vielleicht stündlich gestillt werden möchte. Alles ganz normal und hat nichts mit nicht-mehr-satt-werden zu tun...

Alles Gute

lg anne mit Emilia

Beitrag von lulu2003 21.09.08 - 15:43 Uhr

Hallo Meri,

ja, der Meinung war ich in der SS auch noch. Stillen unbedingt und in der Hoffnung, das ja alles vieeeel besser klappen wird als bei unserem Erstgeborenen.

Tja, Luis wollte schon nicht im Kreißsaal an meine Brust, nicht auf dem Zimmer usw. Habe dann in der Klinik abgepumpt, hatte wahnsinnig viel Milch und als wir daheim waren klappte alles super. Bis Luis plötzlich nicht mehr zunahm und es sogar zur Gewichtsabnahme kam. Er schiebt seine Zunge immer unter den Gaumen und hat sich somit den Weg zum Hals versperrt so das er die Milch nicht richtig schlucken konnte. Da ich mit Stillhütchen stillen mußte war das Ganze noch schwerer. Als ich dann das Gefühl hatte das der Kleine noch schläfriger und schlapper wurde, habe ich Pre Nahrung gekauft und ihm Fläschchen gegeben. Mit jedem Fläschchen wurde er quirliger und fitter und auch die Hebamme sah nach 3 Tagen ein, das es wohl für alle besser sei die Flasche zu geben. Ich sollte zwar noch weiter Mumi abpumpen, aber ich habe noch einen großen Sohn der mich auch braucht. Alle 2 Stunden abpumpen war einfach nicht möglich. Ich fühlte mich so unter Stress gesetzt und habe geheult. Fühlte mich völlig überfordert. Seit Luis das Fläschchen bekommt geht es mir viel besser. Ich bekomme meinen Haushalt wieder geregelt, habe mehr Zeit für Raúl, bin entspannter und Luis sehr zufrieden. Trotzdem war es für mich schwer mich mit dem Gedanken anzufreunden, das Stillen sein zu lassen. Mache mir auch jetzt noch Gedanken warum es schon wieder nicht bei mir geklappt hat usw. Aber es bringt auch nichts mich damit jetzt verrückt zu machen.

Das Stillen ist und bleibt das Beste für ein Kind, aber wenn die Mutter sich nicht damit wohl fühlt oder es aus irgendeinem Grund nicht klappen sollte, ist es auch ok wenn man die Flasche gibt. Wollte ich auch erst nicht einsehen, aber man wird oft eines besseren belehrt.

Ich hoffe für dich das Alles so klappt wie du es dir vorstellst. Ich wünsche dir eine schöne Geburt.

Liebe Grüße
Sandra + Raúl (*21.12.03) + #baby Luis (*18.08.08)

Beitrag von jessy2005 21.09.08 - 15:50 Uhr

Hallo,

versuch einfach mal dir nicht zuviele Gedanken zu machen.
Geh ganz positiv an das Stillen heran und ich bin ziemich sicher, das alles klappen wird.

Ich hatte weder bei meinem ersten Sohn, der mit 10 Monaten seine letzte morgendliche Stillmahlzeit nicht mehr wollte, noch bei meinem zweiten Sohn (5 Monate, wird noch voll gestillt) Probleme mit dem Stillen gehabt.
Klar tat es anfangs schon mal ein wenig weh, man legt die Kleinen ja schon mal ein wenig falsch an und die Brust muss sich ja auch erst dran gewöhnen. Aber da haben mir die Stillhütchen super geholfen. Und nach ein paar Tagen war alles super.

Wenn es aus irgendeinem Grund nicht klappen sollte, wird deine Hebamme sicher viele Tips und Ratschläge für dich haben.

Aber tatsächlich ist es so, dass die allermeisten Frauen stillen können, wenn sie es wollen und auch nicht gleich beim ersten Problemchen aufgeben, sondern nach Lösungen suchen.

Alles Gute für die Geburt und viel Spaß mit deinem kleinen Schatz!!!

#herzlich Grüße,
Jessy

Beitrag von bine3002 21.09.08 - 16:27 Uhr

Nur etwa 3% der Frauen können wirklich nicht stillen. Der Rest wird nur schlecht beraten, hat im KH bereits einen schlechten Start hingelegt oder ist einfach nicht verbissen genug.

Stillen ist nicht immer wie im Hochglanzprospekt mit dauergrinsenden Mamas und deren überglücklichen Babys. Stillen kann weh tun, stillen kann sehr anstrengend sein (so anstrengend, dass Du jetzt noch keine Vorstelung davon haben kannst) und es kann auch sehr nerven.

Ich würde mich da einfach nicht so unter Druck setzen. Ich habe ab der 5. Woche eine Flasche am Tag zugefüttert. Das war für uns richti so, weil voll stillen einfach zu heftig war (meine Tochter hing teilweise 4 Stunden lang ununterbrochen an der Brust) und wir hatten nie Probleme damit,.

Beitrag von raupenimmersatt 21.09.08 - 16:48 Uhr

Hallo!

Keine Panik :-) bei den meisten klappt das Stillen! Wenn du Unterstützung brauchst oder Fragen hast, kannst du dich auch an eine ausgebildete Stillberaterin wenden, http://www.lalecheliga.de z. B.

Ich hatte bei beiden Kindern keine Probleme, kenn das aber auch aus dem Bekanntenkreis. Oft wird auch wegen fehlender Unterstützung aufgegeben und zu früh die Flasche genommen. Wenn du unsicher bist, ruf einfach eine Beraterin in deiner Nähe an!

Alles Gute für die Geburt!

Beitrag von tonka 21.09.08 - 18:43 Uhr

Bei mir hats aus diversen Gründen erst in der 12. Wochen geklappt, dass ich wirklich Spaß dran gefunden hab und mein Kleiner auch satt wird. Aber all die Schmerzen, der Streß usw. haben sich gelohnt. Ich finde es einfach schön, wenn ich stillen kann (mein Kleiner auch!) - und praktisch ist es auch noch... ;-)

Ich kann allerdings durchaus verstehen, wenn Frauen einfach nicht (mehr) wollen. Oftmals wird ihnen auch zum Abstillen geraten, obwohl das nicht notwendig wäre. Gibt halt viele Gründe, warum Frauen nicht stillen. Allerdings gibts ja auch Frauen, die dann 6 Monate lang abpumpen...

Letztendlich muss man für sich selbst entscheiden, ob und wie lange man durchhält!

Gruß, tonka - die jetzt endlich eine richtig schöne Stillbeziehung hat

Beitrag von nickis78 21.09.08 - 20:47 Uhr

Gründe, warum es nicht(!) funktionieren könnte:

- schlechte Stillberatung
- das Stillen nach der Uhr
- Abpumpen und Flasche geben
- falsches Anlegen usw.
- zu viel Stress und Gedanken über das Stillen machen

Geh locker ran. Gibt es eventuell eine Bekannte, die Stillerfahrungen gemacht hat? Kontaktiere eine Stillberaterin, auch schon vorher.

Die ersten 4 bis 6 Wochen muss sich erst alles einpendeln - danach klappt es prima. Nur in bestimmten Wachstumsphasen kann es anstrengend sein, z.B. mit ca. 4 Monaten. Da denken z. B. viele Mütter, die Milch würde nicht mehr reichen, weil sich das Kind so oft meldet.

Ich könnte dir noch das Buch: Oh je, ich wachse! emfpfehlen - da stehen die ganzen Wachstumsphasen drin. Und natürlich: Das Stillbuch - von Hannah Lottrop.

LG und alles Gute!
Nicki (und 2 Stillkinder (die Große 21 Monate, die Kleine derzeit 8 Monate gestillt)

Beitrag von kja1985 21.09.08 - 20:59 Uhr

Ich glaub 1 - 3 Prozent der Frauen können nicht stillen, weil zu wenig Gewebe (?) vorhanden ist. Alle anderen könnens aber.

Einfach durchhalten, die Anfangszeit ist oft nicht leicht.

Beitrag von simplejenny 21.09.08 - 22:30 Uhr

Ich schließe mich so in den allgemeinen Kanon hier an. Stillen wird erst so richtig nach der 8. Woche bzw. nach der 12. Woche richtig praktisch. Erst dann hat es mir sehr sehr viel Spaß gemacht und ist auch nicht mehr lässtig.

Es ist aber tatsächlich nicht ganz einfach das bis dahin durchzuhalten und sich gegen alle möglichen Leute (die alle mal dies mal das sagen) durchzusetzen. Stillen erfordert sehr viel Selbstbewusstsein.

Viel Glück dabei
Jenny