Sorgerecht

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Forum: Schwangerschaft

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Beitrag von pelucho 21.09.08 - 19:44 Uhr

Hallo zusammen,
ich wollte euch mal was fragen. Ich bin nicht verheiratet wir leben aber zusammen.
Gestern hat mich jemand gefragt wie ich das eigentlich vorhabe bzgl . das Sorgerecht. Ich habe mir ehrlich gesagt keine Gedanken drum gemacht, weil ich denke das es unser Kind ist und beide das sorgerecht haben sollten. Dies bzgl. haben die mir gesagt da sollte man nicht so leichtfertig mitsein, man sollte doch in Falle einer Trennung darüber nachdenken wie sowas ausgehen könnte. z.B. man müsste rein theoretisch sich die erlaubniss des Vaters holen wenn man in Urlaub fliegen möchte, und ohne weiteres Umziehen in einer andere Stadt wäre auch noch drin.
Wie denkt Ihr darüber? Würde mich über antworten freuen.
Lg

Beitrag von vegasmom 21.09.08 - 19:47 Uhr

Ich habe das gemeinsame Sorgerecht mit meinem Ex und ich finde es sehr nervig...
Manchmal muss ich ewig hinter einer Unterschrift herlaufen. (Kindergartenanmeldung, kleinere OP die nicht Notfallmäßig gemacht werden musste, Kinderausweiß...)

Ich hoffe natürlich das ihr Euch nicht trennt! Kann Dir da auch nichts raten, aber ich für meinen Fall mache sowas nicht mehr, nicht mehr freiwillig.

Beitrag von rmwib 21.09.08 - 19:50 Uhr

HUHU

kurz und knapp, wir sind nicht verheiratet und leben zusammen. Wir haben nicht vor uns zu trennen.

Wir haben das Sorgerecht trotzdem nicht teilen lassen ;-)

Der Teufel ist ein Eichhörnchen und man weiß nie, was im Leben passiert. Wir haben bei der Entscheidung hauptsächlich das Wohl des Kindes im Blick gehabt und mein Hauptgrund dafür das Sorgerecht nicht zu teilen war im Prinzip im Trennungsfall das Kind davor zu schützen, dass UNSERE Streitigkeiten auf seinem Rücken ausgetragen werden könnten #kratz

Außerdem ist der Papa doch da, der braucht keinen Zettel wo drauf steht dass er sorgeberechtigt ist um sich zu kümmern oder sich als vollständiger Papa zu fühlen. Wir sind doch trotzdem eine normale Familie ;-)

Das haben wir übrigens zusammen entschieden, er kam selbst auch mit dem Vorschlag, das Sorgerecht nicht zu teilen.

Wissen muss es am Ende jeder selbst.

GLG rmwib & Mucki ET+3

Beitrag von sternchen-80 21.09.08 - 19:54 Uhr

Huhu,

mein Sohn muste Operiert werden und da ich arbeiten muste zum Untersuchungstermin und mein freund frei hatte ist er gegangen zur Untersuchung, is ja der Papa und kann Unterschreiben alles, nichts war....wurde angerufen muste nach der Arbeit nochmal hin und Unterschreiben dann nochmal hin wegen nochmal Untersuchen und Unterschreiben.nervig.

Wir wollen jetzt wenn das 2.Kind kommt gemeinsames Sorgerecht machen und geheiratet wird eh irgendwann mal dann haben es eh beide....

Entscheiden muß jeder selbst, hat Vor und Nachteile...

LG

Beitrag von fibi84 21.09.08 - 19:51 Uhr

Hallöchen...

bei uns ist es genau die gleiche Situation...
Wir leben zusammen, sind aber nicht verheiratet und erwarten im Dezember unser erstes Kind...

Wir werden nächste Woche zusammen mit der Vaterschaftsanerkennung auch das gemeinsame Sorgerecht beantragen!
Schießlich ist es unser kind und nicht meins und er hat die gleichen rechte wie ich..
Hab mir da auch gedanken drüber gemacht, aber ich finde, wenn eine Beziehung intakt ist, gut läuft und alles wunderbar ist, dann gehört das auch dazu..

Schließlich denk ich ja auch nicht an die Scheidung, wenn ich mich in Hochzeitsvorbereitungen befinde...

LG Wibke 29.ssw

Beitrag von claudia.1970 21.09.08 - 19:53 Uhr

Hallo

Also mein zweiter Mann und Ich hatten auch gemeinsames Sorgerecht für unsere gemeinsamen Kinder und nach der Trennung war es der reinste Horror. Er zog in eine andere Stadt und ich bekam von ihm keinerlei Unterstützung, keine Unterschriften ect.

Habe irgendwann die Nase voll gehabt und das alleinige Sorgerecht beantragt. Es war ein langer Kampf aber am Ende hatte ich das alleine Sorgerecht in der Tasche und muss sagen es macht vieles wesentlich leichter.

Es muss allerdings auch nach einer Trennung nicht immer mies ausgehen. Aus meiner erster Ehe sind auch 3 Kinder entstanden und da habe ich bis heute mit meinem Ex Mann gemeinsames Sorgerecht und es klappt trotz Scheidung super.

Jetzt hab ich vor 5 Tagen wieder ein Baby bekommen und ich bin nicht mit dem KV verheiratet und werde es diesmal so machen das ich von vornherein das alleinige Sorgerecht behalte.
Die negativen Erfahrungen mit meinem 2 Mann lassen mich vorsichtig sein.
Und ich bin einfach der Meinung das der Kleine sowohl Vater als auch Mutter hat und der Vater kann und soll sich kümmern so oft es geht. Aber sollte wirklich die Beziehung mal kaputt gehen so habe ich alle Rechte auf meiner Seite und muss niemandem hinterher rennen.

Es gibt leider für nichts ne Garantie und leider muss man heutzutage eben auch daran denken was passieren kann wenns schief geht.

LG
Claudia

Beitrag von rottilove 21.09.08 - 19:59 Uhr

Also mal ganz davon abgesehen das ihr allein entscheiden müsst wie ihr es handhabt verstehe ich diesen Behördenschwachsinn mal wieder garnicht.

Wieso dürfen Eltern die nicht verheiratet sind sich aussuchen ob gemeinsam oder nicht und verheiratete bekommen automatisch das geteilte Sorgerecht. Bei der Scheidungsrate heut zu Tage ist eine Ehe auch keine höhere Garantie als eine langjährige Beziehung.

Nur mal so anmerken wollte

Beitrag von miau2 21.09.08 - 19:59 Uhr

Hi,
wir haben für Max bereits das gemeinsame Sorgerecht und werden es fürs zweite Kind auch machen.

Es ist nicht MEIN Kind, sondern UNSER. Gemeinsames Sorgerecht bedeutet nicht nur Pflichten, sondern auch Rechte. Und zwingt ggfs. beide Eltern zum Nachdenken - geteilte Verantwortung kann auch einiges leichter machen. Und wenn sich schon erwachsene Menschen nicht einigen können, was sind wir dann für tolle Vorbilder.

Wenn wir verheiratet wären, wäre es doch auch nicht anders. Wenn heute mehr als jede 3. Ehe geschieden wird kann mir doch keiner mehr sagen, dass ein Trauschein auch nur irgendeine Hemmschwelle bei der Trennung darstellen würde. Heißt, ich finde unsere Situation was das angeht nicht so viel anders als die von allen anderen verheirateten Eltern - und da ist das Sorgerecht automatisch geteilt.

Klar sollte man es sich gut überlegen, wenn man der Beziehung keine Zukunft einräumt, oder dem Partner nicht vertraut - aber umgekehrt, in einer stabilen, langjährigen Beziehung: was für ein toller Vertrauensbeweis wäre es, wenn ich meinem Lebensgefährten das Recht verweigere, an der Erziehung und am Leben unserer Kinder so weit wie möglich beteiligt zu sein? Und wenn ich die Unterschrift verweigere, dann schwebt doch diese Gefahr ständig über dem Vater - die Mama kann jederzeit zu allem möglichen und unmöglichen Nein sagen. Wenn ich sage: klar, Vaterschaft - aber gemeinsame Sorge dann lieber doch nicht, weil es könnte ja sein... Ganz ehrlich, in der umgekehrten Situation, also als Vater, würde ich ehrlich daran zweifeln, wie stabil diese Beziehung wirklich ist.

Viele Grüße
Miau2

Beitrag von 1374 21.09.08 - 21:15 Uhr

Ganz genau!!!
Lg,
1374

Beitrag von pelucho 21.09.08 - 20:01 Uhr

Danke für Euren Beitrag. ist gar nicht so einfach. Vor allen Dingen muß ich dieses Thema noch ansprechen zu Hause, denn ich weiß gar nicht wie er darüber denkt. Und wie fängt so was an, es ist ein sensibles Thema. Mal sehen spätestens dann wir zum Jugendamt gehen für die Vaterschaftsannerkung, dann wird es zum Thema.
Schönen Abend noch
LG

Beitrag von gisele 21.09.08 - 20:08 Uhr

hallo.
als mein mann und ich noch nicht verheiratet waren haben wir bei der vaterschaftsanerkennung das gemeinsame sorgerecht beantragt...
es ist unser gemeinsames kind und er hat ein recht darauf genau wie ich(ist jetzt meine persönliche meinung!!!!)...
falls es zur trennung kommt(was ich nie nie hoffe;-)) entscheiden wir alles gemeinsam,das war uns immer klar.
lieben gruss,nadine

Beitrag von kleenerdrachen 21.09.08 - 20:09 Uhr

hallo pelucho,
wir sind auch nicht verheiratet, aber ich möchte gerne das gemeinsame sorgerecht für unseren zwerg.
sicherlich kann das bei einer trennung sehr nervig sein, aber ich denke daran, dass im notfall, d.h. wenn mir etwas zustößt und ich nicht mehr in der lage bin mein kind zu versorgen (koma, tod, pflegefall...) , mein freund nicht um sein kind kämpfen muss. in diesem fall kann es nämlich sein, dass die eltern der mutter das sorgerecht für das kind bekommen und der vater kann nur versuchen, sein eigenes kind zu adoptieren...

überlegt es euch gut und vor allem gemeinsam, was ihr wollt!

infos gibts auch hier: http://amt24.sachsen.de/ZFinder/lebenslagen.do;jsessionid=42B1540251391B0595CB70A7495D2F42.worker_zf1?action=showdetail&modul=LL&id=35090!0

liebe grüße
kleener#drache