Eltern - Betreten Verboten!

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Forum: Kids & Schule

Kleine Kinder, kleine Sorgen - große Kinder, große Sorgen? Schulschwierigkeiten oder anstrengender Streit ums Aufräumen: Lest und diskutiert mit. Und da die Vorbereitung der Einschulung ansteht: Hier begleitet urbia-TV Vater und Tochter beim Schulranzenkauf.

Beitrag von hikaru75 22.09.08 - 11:58 Uhr

Hallo Liebe Mit-Eltern

Zu Beginn muss ich sagen, ich arbeite seid Jahren als Pädagogin mit Lehrern und höre mir immer wieder die gleichen Storys an "Mist dieses Jahr sind wieder nicht genug engagierte Eltern dabei" - "Oh man gibt es noch Eltern die sich für ihre Kids interessieren?" Und das in vielen, vielen Variationen. Bisher war ich ebenfalls dieser Meinung, weil ich ja auch immer mit den "schwierigen Fällen" arbeite, wo man leider oftmals Dinge sieht die nicht dem entsprichen was man sich für die eigenen Kinder wünscht.

Jedenfalls war ich hoch motiviert genau das Gegenteil zu werden. Verwöhnt von der super Zusammenarbeit der Kita meiner Tochter, erhoffte ich mir eine ebenso Nahtlose Zusammenarbeit mit den Lehrern meiner Tochter. Ehrlich gesagt, es war ein Fall ins Bodenlose! Seid dem meine Tochter in die Schule geht, weiß ich gar nichts mehr. Sie wurde auf Antrag eingeschult und ich bin natürlich besorgt wie steckt sie das weg, kommt sie mit im Unterricht, findet sie Freunde... nachfragen bei der Lehrerin ergaben so nette Antworten wie "wenn ich was feststellen würde, würde ich mich schon melden" (Also wenn das Kind in den Brunnen gefallen ist, sag ich Bescheid - wäre es da nicht besser mal was zu sagen, solange es noch am Rand steht?)

Ok an dieser Stelle ist n Absatz weil ich mal tief Luft holen muss! Ja geht es noch?! Ich möchte doch als Mutter nicht mit solchen Sätzen abgespeist werden! Jede Form der Kommunikation wurde im Keim erstickt. Letzte Woche, sagte sie ich solle ihr doch eine Mail schicken. Zwischen Tür und Angel hätte sie halt keine Zeit... ok ich bin ja mit den neuen Medien vertraut - sie offenbar dann doch nicht, ich habe immer noch keine Antwort.

Erzählt man seinen Frust kriegt man nur eine Antwort "Mensch halt dich bloss zurück, sonst muss dein Kind das ausbaden". Ehrlich gesagt bin ich fassungslos!

Für mich steht an der Tür der Grundschule ein großes Schild, "Eltern betreten verboten! (Kuchen spenden für den Basar bitte am Vertretereingang abgeben)"

Gestern hatte ich Besuch von einer lieben Freundin (eine Lehrerin) die nach zwei Stück Kuchen mir ihr Leid klagte, dass sie wieder nur "blöde" Eltern hat - allein meine lange Freundschaft hat mich den Impuls unterdrücken lassen, ihr eine runter zu hauen.. so in aller Freundschaft ;-)


Anmerkung, niemand muss das lesen, also bitte keine Kommentare wie doof das ist, denn es gibt bestimmt die einen oder anderen denen es ebenso geht ;-)

LG

Beitrag von tinalein123 22.09.08 - 12:40 Uhr

Hallo,

schön, dass Du Dich so engagieren möchtest. Ich kann auch Deinen Frust verstehen, dass Du nun so abgeblockt wurdest.

Aber ich finde, man kann Elternarbeit in Kita und Schule nun überhaupt nicht vergleichen.

In der Kita sind 2 -3 Erzieherinnen auf 25 Kinder. Klar, dass da jeder Erzieherin die einzelnen Kinder besser im Gedächtnis bleiben sollte.

Aber in der Schule? Die Lehrer unterrichten doch in mehr als einer Klasse, sie haben wesentlich mehr Schüler, auf die sie sich konzentrieren müssen. Somit können sie nicht auf jedes Kind so eingehen, wie eine Erzieherin in der - im Vergleich - doch behüteten Kita.

Unsere KL unterrichtet in der 4. Klasse 14 von 20 Wochenstunden, d.h. sie hat noch 8 Wochenstunden in anderen Klassen zu absolvieren. Die hat sie ja aber nicht in 1 weiteren Klasse, sondern wahrscheinlich eher in 2 oder gar 3 Klassen.
Gehen wir mal von 3 Klassen aus, in denen sie unterrichtet. Jede Klasse durchschnittlich mit 25 Kindern besetzt. Also muß sie 75 Kinder mit ihren Leistungen und Verhalten im Auge behalten. Soll sie da allen 75 Eltern jederzeit Rede und Antwort stehen können, so beim Abholen zwischen Tür und Angel?

Das geht meiner Meinung nach nicht.

Beitrag von hikaru75 22.09.08 - 12:57 Uhr

Nein natürlich geht das nicht! Nur es geht halt anders, dass weiss ich weil ich ja selber an Schulen arbeite und natürlich kenne ich den Druck der auf den Lehrern liegt... aber gar keine Antwort?! Und das es geht sehe ich ja an meiner Schule wo ich arbeite, (bzw jetzt bin ich im Elternjahr) - da bekommen die Eltern Feedback auf den verschiedensten Ebenen. Von den "schwarzen Brettern" bis hin zu Elternbriefen, oder auch einzel Gesprächen.

Das ist das dumme... ich weiss halt das es auch anders geht :-(

Beitrag von phoe-nix 22.09.08 - 15:30 Uhr

Sie hat Dir doch geantwortet, dass sie sich melden würde, wenn was wäre.
Entschuldige, aber was hast Du erwartet - eine ausführliche Unterhaltung über Dein Kind, wenn die Lehrerin gerade gar keine Zeit hat?

Ich denke, für solche Gespräche, so sie denn überhaupt zwischendurch nötig sind, kann man explizit einen Termin vereinbaren.

Gruß,

phoe-nix

Beitrag von arkti 22.09.08 - 13:34 Uhr

Ich weiß gar nicht warum Mütter immer meinen ständig Gespräche mit den Lehrern führen zu müssen.
Es gibt Elternsprechtage und wenn zwischendurch Probleme auftauchen melden die Lehrer sich schon.

Beitrag von hikaru75 22.09.08 - 13:37 Uhr


Jetzt weiss ich wieder warum ich so lange auf Urbia nichts geschrieben habe... Danke

Beitrag von ma14schi 22.09.08 - 14:53 Uhr

Warum? Weil sie andere Meinung ist?

Wenn du nach Meinungen fragst, musst du vielleicht auch mit den Antworten leben müssen.

Beitrag von muttiator 22.09.08 - 14:21 Uhr

Spar dir den Senf

Beitrag von arkti 22.09.08 - 15:09 Uhr

Das es für dich Senf ist war klar

Beitrag von ma14schi 22.09.08 - 14:52 Uhr

Diese Erfahrung haben ich in den insgesamt 10 Schuljahren meiner 3 Kinder bisher auch gemacht.

Engagement kann man als Elternvertreter zeigen und zum Wohl der Schule arbeiten.

Aber nicht die Lehrer neugierig ausserplanmäßig zu ungünstigen Zeiten ausfragen.

Beitrag von tinalein123 22.09.08 - 15:44 Uhr

"Aber nicht die Lehrer neugierig ausserplanmäßig zu ungünstigen Zeiten ausfragen."

Da liegt doch des Pudels Kern: AUSSERPLANMÄSSIG und UNGÜNSTIGE ZEIT

Wenn ich mir vorstelle, dass der Lehrer vielleicht grad einen schwierigen Unterricht mit einem ganz anderen Kind hinter oder vor sich hat, seine Gedanken bei der zu schreibenden Arbeit oder bei der Pausenaufsicht sind, dann ist eine Elternfrage eben auch mal unpassend.

Ich als Elternteil möchte eine fundierte Auskunft über meine Kinder, also muß ich dem Lehrer auch die Möglichkeit geben, sich auf dieses Gespräch vorzubereiten. Also mache ich einen Gesprächstermin aus, wenn ich etwas wissen will. Das finde ich nur fair und ich kann mich damit trotzdem für mein Kind und die Klasse engagieren.

Beitrag von ma14schi 22.09.08 - 18:40 Uhr

Völlig richtig!

Beitrag von butler 23.09.08 - 00:26 Uhr

Aber leider nicht alle!
es gibt auch Lehrer (leider) die sich erst melden (obwohl nachgefragt wurde) wenn es für das Kind zu spät ist.
lg.

Beitrag von muttiator 22.09.08 - 14:28 Uhr

Ganz deiner Meinung,

aber lass dir das nicht gefallen darunter leidet dein Kind noch mehr als wenn du der Lehrerin in einer höflichen und direkten weise sagst wie du das findest.
Wenn das Kind in den Brunnen gefallen ist wäre es zu spät für so eine Unterhaltung!

Beitrag von phoe-nix 22.09.08 - 15:32 Uhr

So ein Quatsch mit dem Brunnen...Eurer Logik sind diese ausführlichen Gespräche dann täglich mit allen Eltern der 70 - 100 betr. Kinder zu führen oder wie?

Beitrag von muttiator 23.09.08 - 21:16 Uhr

Für sowas kann man Termine ausmachen und für was sind Lehrer sonst da !? Es geht doch um die Kinder und zwar um alle! Und ist doch Blödsinn mit den 70-100 betr. Kindern!! Es gibt eine Klassenlehrer(in) und die ist erstmal für ihre 20-30 Kindern zuständig und sollte sich vor allem Zeit für die nehmen.
Und sie würde warscheinlich nicht mal jeden Tag ein Elterngespräch haben wenn sie 400 Kinder zu betreuen hätte denn die meisten Eltern denken halt : Die wird sich schon melden wenn was ist!
Und warten dann bis die Sch...... endgültig bis zum Hals geht! Evtl. erwartet dann denn Lehrer mehr Gespräche als ihm und denn Eltern lieb wäre!!
Und warum, weil man dem Lehrer ja nicht zur Last fallen möchte!?!
Und wer leidet dann darunter? Das Kind natürlich!!
Also nur weiter Rücksicht auf die Lehrer nehmen (ein Gespräch ist ja soooo schlimm,wie kann man das nur von einem Lehrer erwarten;-)) denn die sind ja wichtiger als die eigenen Kinder!!

Beitrag von diegute 22.09.08 - 14:46 Uhr

Hallo,

verzeih die Frage - ist es Dein erstes Kind in der Schule?

Bitte nimm die Reaktion der Lehrerin NICHT PERSÖNLICH!!!
Tür und Angelgespräche sind gerade in der Grundschule sehr schwierig. Die Lehrer sind in Gedanken noch bei den Schülern, lassen auch die Blicke noch schweifen ob alles o.k. ist - und da stören Eltern echt!

Die Lehrerin meint es sicher sehr gut mit Deinem Kind. Es ist durchaus üblich, dass wenn alles ordentlich läuft, die Lehrerin sich zurückhält. Bei Problemen - davon bin ich überzeugt - kommen die Lehrer schon rechtzeitig zu den Eltern. Kein Kind fällt gleich in den Brunnen!!!!!
Die Liebe zum eigenen Kind lässt einem manchmal die Angelegenheit aus der falschen Sicht sehen.

Engagiere dich ruhig an der Schule! Geh zu Elternabenden, Stammtischen mach bei Aktionen mit und bleib mit deinem Kind im Gespräch und hin und wieder - nach Terminabsprache - auch im guten Gespräch mit der Lehrerin!!

Bleib ganz ruhig - DU BIST SEHRWOHL ERWÜNSCHT IN DER GRUNDSCHULE - nur nicht mehr täglich wie im Kindergarten. Das ist so, die Kinder sind ja auch schon selbständiger.

Verständnisvolle, herzliche Grüße
diegute

Beitrag von hanni1963 22.09.08 - 15:47 Uhr

Hallo!

"Mit Eltern verboten!" ist gemeint, dass nicht Erwachsene in der Schule sind, die da nicht reingehören.

Die Lehrer wissen nicht wer ein Elternteil oder wer ein Fremder ist.

Wahrscheinlich hast du die Lehrerin zu einem schlechten Zeitpunkt erwischt.

Vereinbare einen Termin zur nächsten Elternsprechstunde, die hat normalerweise jede Lehrerin jede Woche, da hat sie dann Zeit für dich.

Du kannst dich als Elternklassensprecher wählen lassen und somit auch in den Elternbeirat, dort kannst du dich engagieren.

Geh auf die Elternabende!

Ich habe schon erlebt, dass da mit mir nur 5 Mamas waren. Finde ich persönlich schade und es frustriert die Lehrer.
So wie deine Freundin auch.

Ich kenne das aber auch anders, dass dann alle da waren mit Partner, da war dann das Klassenzimmer zu klein!

Ich bin im Elternbeirat, die Lehrer und auch der Rektor loben unseren Einsatz sehr. Wir sind meistens alle da, außer es ist jemand krank.


LG

Hanni


Beitrag von laetitiajosephine 22.09.08 - 18:14 Uhr

mir gings am anfang änhlich. nur, dass ich mich noch nie engagiert habe. aber die schule ist plötzlich was anderes, da werden projekte gemacht, da werden sachen gelernt, da passiert viel mehr. und wir eltern fiebern mit. aber wir gehören nicht mehr dazu! ich brauchte auch eine weile, um das zu kapieren. aber nun haben die kinder eine eigene welt, ihren klassenverband, aufgaben werden nicht mehr für mama erledigt ("guck mal, hab blume gemalt für dich!"), sondern für die lehrer und für sich selbst. sie erzählen meist nicht mehr so viel, weil sie eben auch stark trennen zwischen zuhause und schule. eben zwei welten.
und die lehrer haben es natürlich auch schwer. gerade in der ersten klasse. das eine kind kann lesen, rechnen und schreiben und will trotzdem beschäftigt werden, das andere kann nicht mal gerade striche machen, geschweige denn kennt es mehr als drei buchstaben. der lehrer pickt sich die extremfälle raus, um alle kinder irgendwie auf ein level zu bekommen. deines gehört eben nicht zu den auffälligen. sei froh! und wenn doch mal was ist, dann steht es im mitteilungsheft, keine bange ;o)

also, lerne loszulassen! engagement sieht nun anders aus. kuchen backen, mit zum wandern gehen etc.

konzentrier dich doch mehr auf dein kind! frag es aus, sieh dir an, was sie im unterricht alles machen und schau, ob sie gut mitkommt. dazu muss man nicht einmal die woche mit dem lehrer sprechen.

Beitrag von hikaru75 22.09.08 - 20:40 Uhr

Hallo

Danke für die Qualifizierten Antworten, es gibt doch noch Menschen mit Verstand ;-) was mich hier so nervt sind diese dummen Zwischenbemerkungen die keinem was bringen außer Platz weg zu nehmen. Niemand der einen Beitrag schreibt will/braucht solche Antworten! Andere Meinungen sind sogar erwünscht, wenn sie vernünftig geschrieben sind.

Egal lohnt sich nicht, sich darüber aufzuregen, zum Thema

Ja es ist mein erstes Kind in der Schule und ja ich finde es schrecklich, muss ich zugeben! Ist gar nicht so leicht los zu lassen.

Terminabsprache wäre ne tolle Sache, nur dummerweise hat die Lehrerin auch dafür keine Zeit :-(

Ich arbeite halt selber an einer Schule (keine Grundschule) und da sehe ich das jeden Tag Gespräche geführt werden. Entweder ich (als Pädagogin) mit Eltern oder Lehrer mit Eltern. Es sind keine Stundengespräche, aber ein kurzer Satz ein kurzes Hallo ist bei uns an der Schule immer drin!! Eltern die neu sind werden nie abgespeist und bekommen immer ein, zwei Sätze als Antwort. Wenn mehr Bedarf ist bieten wir Termine an!

Mir kommt es eher so vor, als das sie Angst hat ich würde sie kritisieren wollen (sie weiss was ich arbeite) und geht mir deshalb aus dem Weg. Blöde Sache das...

Elternvertreter ist ein Mann gewählt worden, den zwar keiner kannte, aber der Zitat "einen Grill tragen kann" #kratz was auch immer das heissen mag...