Wie lange haben Eure Kleinen in der Krippe geweint?? *lang*

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Forum: Kleinkind

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Beitrag von ghost_mouse 22.09.08 - 12:25 Uhr

Hallo Zusammen,

Lukas geht seit dem 10.09. regelmäßig in die Krippe. Jetzt also 1,5 Wochen. Morgens, wenn ich ihn hinbringe, weint er immer noch ganz doll und klammert sich so an mich dran, bis ihn mir eine Erzieherin abnimmt.

Es bricht mir jedes mal das Herz, wenn ich gehen muss, und er so weint. Wenn ich dann weg bin, gefällt es ihm schon, aber er ist sehr auf die Erzieherinnen fixiert, es muss sich halt immer jemand um ihn kümmern. Außerdem meinten die Erzieherinnen, Lukas wäre das einzige Kind, dass noch so schlimm weinen würde, die anderen Krippenkinder hätten sich alle schon eingewöhnt. Das kann ich aber irgendwie nicht glauben, er ist halt noch nicht mal 2 Jahre alt und man muss halt einfach Geduld mit ihm haben. War schon ein bisschen traurig, weil es sich so angehört hat, als wäre Lukas das "Problemkind", obwohl die Erzieherinnen es sicher nicht so gemeint haben.

Wie lange hat es denn bei Euch gedauert, bis sich Eure Zwerge eingwöhnt haben und nicht mehr geweint haben?

Ach ja, nochwas, seit ein paar Nächten wacht Lukas plötzlich auf und schreit wie am Spíeß und schlägt sogar um sich (er schläft bei uns im Bett - aua) und lässt sich fast gar nicht mehr beruhigen, kann das auch mit der Umstellung auf die Krippe zusammenhängen? Sozusagen, dass er die Situation damit verarbeitet??

LG
Katja mit Krippenkind Lukas *23.11.06

Beitrag von steffni0 22.09.08 - 12:37 Uhr

hallo!

Was sind das denn für Erzieherinnen, dass sie sich wundern, dass Dein Kind nach nicht mal 2 Wochen noch weint???? #kratz

Natürlich darf er noch weinen! Er möchte ja schließlich nicht, dass Du gehst!!!!

Amelie geht seit März zu einem neuen Tagesmutter-Zusammenschluss (2 TM ein Tagesvater) und weint immer noch immer mal wieder, wenn ich gehe.

Sobald mein Auto oder ich außer Sichtweite sind, hört sie sofort auf zu weinen und geht spielen.

Das ist mir von mehreren Leuten inzwischen bestätigt worden.

Und wenn ich sie abholen komme, spielt sie immer ganz toll und ist ganz glücklich.

Also, Kopf hoch, da müssen wir leider durch! Wir haben ja auch nicht immer Lust auf Arbeit ;-)

Gib ihm noch viel mehr Zeit, bis er nicht mehr weinen muss. Er darf weinen, wenn seine Mama weg geht! Wichtig ist, dass er sich wieder trösten lässt.

Viele Grüße

Steffie

Beitrag von ma-lu 22.09.08 - 12:39 Uhr

Hallo Katja,

mein Kind ist zwar (noch) kein Krippenkind, aber ich habe lange in einer Krippe gearbeitet.

Normalerweise gewöhnen sich die Kinder innerhalb von 1-2 Wochen ein. Das variiert aber je nach Alter - bei Kinder unter 9 Monaten geht's meist recht schnell, dann wird's schwieriger.
Der "schlimmste" Fall bei uns hat 4 Wochen gebraucht, bis er sich vollständig eingewöhnt hat - da war allerdings deutlich sichtbar, dass die Mutter ein großes Problem hatte, das Kind abzugeben. Erst nach einem klärenden Gespräch, in dem auch Tränen geflossen sind, ging's dann besser - die Mutter konnte sich "frei" machen von ihren Ängsten, und das hat der Kleine (war damals 18 Monate alt) gespürt.
Ich weiß nicht, wie die Lage bei Euch ist, wie die Eingewöhnung überhaupt verläuft. Meiner Erfahrung nach ist es allerdings wirklich so: je überzeugter die Mutter davon ist, dass die Krippensache in Ordnung und gut für alle Beteiligten ist, desto leichter geht die Eingewöhnung für's Kind vonstatten.
Das nächtliche Aufweinen kann sehr gut mit der Umstellung auf die Krippe zu tun haben - er verarbeitet seine Verlustängste...
LG
Andrea

Beitrag von mamaskipp 22.09.08 - 12:42 Uhr

ich fühle total mit dir, weil uns geht es genauso! mein sohn geht seit dem 15.9 in die krippe und weint auch noch jeden morgen. damit fing er aber erst in der 2. woche an. die erzieherin meinte das das völlig normal ist und auch noch ne weile andauern kann! mir bricht es auch immer fast das herz, wenn ich mich verabschiede und dann gehen muss! :-( die erzieherin meinte aber, das er sich immer sehr schnell beruhigt und dann den ganzen tag auch nicht mehr weint....trotzdem, ich finde es jeden morgen schrecklich!! :-(
LG

Beitrag von dorili 22.09.08 - 13:23 Uhr

Hallo Katja,
unser Sohn (wird am 25.09. 2 Jahre) hat auch 2-3 Wochen gebraucht (er geht in die Krippe seit er 11 Monate ist).
Damals gab mir eine Kollegin einen guten Rat: "Du musst selbst loslassen können, der Kleine bemerkt Deine eigene Unsicherheit". Als ich dann versuchte, möglichst ruhig und gelassen zu bleiben, wurde es schnell besser. Zum Abschied ein Küsschen und "die Mama geht jetzt arbeiten und holt Dich bald wieder ab" und er ging mit einer der Erzieherinnen und winkte zum Abschied.
Wir sind vor einem halben Jahr umgezogen und die ersten Tage in der neuen Krippe gab es wieder Tränen, aber schon ab der 2. Woche hat's wunderbar geklappt. Mittlerweile läuft er manchmal schon davon, bevor er mir überhaupt "tschüss" gesagt hat ... tzzzz ...:-p

Kann natürlich sein, dass dein Kleiner die Erlebnisse in seinen Träumen verarbeitet. Es ist ja ein großer Schritt zur Selbständigkeit.

Alles Gute und LG
Dorili

Beitrag von dunklerengel 22.09.08 - 13:44 Uhr

Hallo ,

Niklas geht seit 4 Wochen in die Kita . Er ist am 07.11.2006 geboren. heute ist Tag Nr. 5 an dem es für Ihn kein Problem mehr ist wenn ich arbeiten gehe. Hole Ihn nach dem Mittagessen wieder ab .

Er weint seit 5 tagen nun nicht mehr. er knutscht mich und drückt mich dann sagt er tschüss und geht spielen ...


Lg Anja

Beitrag von funny_fanny 22.09.08 - 14:28 Uhr

Hallo Katja,

also ich finde es auch nicht schlimm oder komisch, daß er noch weint.
Bei Finja war das vor einem Jahr auch so. Sie ist mit 13 Monaten in die Krippe gekommen. Die beiden Eingewöhungswochen waren unproblematisch, aber die zwei drauffolgenden Wochen hat sie morgens beim Abgeben immer geweint. Die Erzieherin hat sie dann auf den Arm genommen und getröstet und meistens war es auch schon wieder gut, wenn ih raus war.
Sie war in den zwei Wochen auch bei den Erzieherinnen sehr anhänglich, wollte viel getragen werden etc. Zum Glück haben wir eine gute Krippe erwischt und die Erzieherinnen sind dem Tragebedürfnis auch so oft wie möglich nachgekommen.
Und nach ca. 5 Wochen (ab 1. Krippentag) fragte uns eine Erzieherin, ob wir morgens ein anderes Kind abgegeben hätten. Finja wäre total selbständig gewesen und hätte nicht mehr so geklammert. (Zur Erklärung: sie konnte zu diesem Zeitpunkt noch nicht laufen.)
Also ich denke, daß kommt alles. Jedes Kind braucht seine Zeit und ich finde es komisch, daß die Erzieherin so etwas sagt.
Übrigens habe ich auch einige Male die Krippe mit Tränen in den Augen verlassen, weil ich mein weinendes Kind zurücklassen mußte.

Es wird sicher alles gut und bald will der Lukas gar nicht mehr mit nachhause!:-p

Viele Grüße, Fanny + Finja (*17.07.06)

Beitrag von ghost_mouse 22.09.08 - 20:38 Uhr

Hallo ihr Lieben,

sorry, dass ich mich erst jetzt wieder melde! Vielen Dank für Eure aufbauenden Antworten, das gibt Kraft!

LG
Katja mit Lukas, der schon schläft.

Beitrag von hutzel_1 22.09.08 - 21:13 Uhr

Ich glaube, wir haben da Glück gehabt, denn Jonathan hat genau 0 Minuten geweint und ist seit 2 Monaten in der KiTa.

Er ist mit 12 Monaten hingekommen und ist nun 14 Monate alt. Er freut sich jeden Morgen auf die KiTa und hat dort offensichtlich sehr viel Spaß.

Die Geschichte mit dem Nachts die Krippenerlebnisse verarbeiten haben wir auch gehabt, sogar ziemlich heftig! Jonathan hat bis zu 6 Stunden in seinem Bett gestanden und war nicht dazu zu bewegen weiterzuschlafen. Gingen wir aus dem Zimemr, hat er wie am Spieß geschriehen. Das ging ca. 2 Wochen so, dann war der Spuk von einer Nacht auf die andere vorbei. Seitdem schläft er wieder normal durch und alles ist gut.

Ich denke, Dein Sohn verarbeitet seine Krippenerlebnisse, insbesondere das Weinen, nachts und das ist ganz normal!

Die Reaktion der Erzieherinnen klingt komisch, würde ich mir aber nicht viel draus machen, sondern es einfach sonehmen wie es ist. Lukas braucht eben seine Zeit und das darf er auch!

Liebe Grüße,
Hutzel_1 mit Krippenkind Jonathan, 14 Monate alt

Beitrag von wallander 22.09.08 - 21:24 Uhr

Hallo Katja,

Julius geht heute den sechsten Tag in die Eingewöhnung und weint viel. Aber das ist normal und ich erwarte auch nichts anderes. Die Kita gibt eine Eingewöhnungszeit von mindestens drei Wochen vor und das ist auch nötig.

Als ich meine große Tochter vor vier Jahren eingewöhnt habe, habe ich regelmäßig mitgeheult. Dass hat aber auch keinem geholfen.

Das Loslassen ist ganz wichtig, vor allem für uns Mütter. Und weinen ist erlaubt, aber es zeigt auch, dass du für deinen Zwerg die Nummer Eins bist.

LG Sibylle + Julius (14 Monate) + Lisa (6)