BV und im Büro arbeiten????

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Forum: Schwangerschaft

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Beitrag von perle-1983 22.09.08 - 12:44 Uhr

Hey....

Hab seid Ende August ein BV und wurde freigestellt, aber nun soll ich im Büro und mit Kollegen mitfahren. Arbeite eigentlich in der ambulanten Pflege als Krankenschwester. Ich werde die Aufgaben machen, aber muss ich es der Krankenkasse melden?

Danke für eure Hilfe


Lieben Gruß

Beitrag von 79sunshine 22.09.08 - 12:49 Uhr

Hallo Perle!

Ich würde da erst noch einmal Deine FÄ fragen.
Denn meine FÄ hatte gesagt, dass ich mit einem BV auf gar keinen Fall mehr arbeiten darf!
Da würde sich der Arbeitgeber strafbar machen.

VLG sunshine ET+3

Beitrag von anscher 22.09.08 - 12:56 Uhr

also meine fä meinte auch ... einmal bv "immer" bv ... d.h. man kann es wohl nicht zurück nehmen!

lg anscher ssw 30 (mit bv)

Beitrag von miau2 22.09.08 - 13:02 Uhr

Hi,
sprich mal mit deinem FA, WARUM dir das BV ausgestellt wurde.

Wenn es darum ging, das du "nur" deinen Beruf nicht mehr ausüben darfst, weil er halt durch das MuSchuG verboten wurde, dann ist es evtl. möglich, das zurückzunehmen. Eigentlich bekommt der AG schon vor der Ausstellung eines solchen BVs die Chance, dich auf einen Arbeitsplatz zu versetzen, der dem MuSchuG entspricht, und genau danach klingt ja das mit der "Büroarbeit" - wenn der AG die Chance nicht vor dem BV bekommen hat, dann kann er auch dagegen vorgehen. Oft sind es halt nur schwere körperliche Tätigkeiten, die verboten sind, aber kein Grund, grundsätzlich die nächsten Monate auf der Couch zu verbringen.

Anders wäre es, wenn bei dir gesundheitliche Gründe gegen jede Arbeit sprechen.

Das kann halt nur anhand der Bezeichnung "Beschäftigungsverbot" niemand sagen.

Ich denke aber, mit einem bestehenden BV einfach so arbeiten zu gehen kann sowohl für den AG ein Problem werden (denn soweit ich weiß darf er dich dann eben nicht beschäftigen), als auch für dich (zumindest mit gültigen Krankschreibungen verliert man den Versicherungsschutz, wenn was passiert - könnte beim BV ähnlich sein).

Wenn es also nur darum ging, schwere z.B. körperliche Tätigkeiten o.ä. nicht mehr auszuüben, kann der Arzt das ganze vielleicht zurücknehmen.

Also sprich mit dem Arzt, einfach so arbeiten gehen würde ich nicht - sondern vorher klären, wie man es ohne mögliche negative Folgen regeln kann.

Viele Grüße
Miau2

Beitrag von perle-1983 22.09.08 - 13:09 Uhr

es war ein individuelles Beschäftigungsverbot. Es steht drin, dass ich die bisherigen Arbeiten nicht ausführen darf

Beitrag von miau2 23.09.08 - 13:25 Uhr

Hi,
ich denke das

http://www.regierung.unterfranken.bayern.de/imperia/md/content/regufr/gewerbeaufsicht/soz_arbeitsschutz/mutterschutz/merkblatt_indiv_beschaeftigungsverbot.pdf

gilt nicht nur in Unterfranken ;-).

Daraus würde ich schließen, dass dein BV - wenn es so ist, wie ich das bei dir verstanden habe - nur für bestimmte Tätigkeiten, halt dein bisheriges Arbeitsfeld gelten würde. Und dann würde ich ebenfalls interpretieren, dass der AG dich durchaus weiterbeschäftigen kann, wenn er dich auf einen Arbeitsplatz versetzt, der eben diese Gefährdung für die Schwangerschaft nicht mehr enthält.

Es geht ja wohl nicht darum, dass dir z.B. aufgrund von gesundheitlichen Problemen o.ä. grundsätzlich jede Arbeit verboten ist, sondern nur um bestimmte Tätigkeiten.

Alles natürlich reine Interpretation, aber wenn ich bei dir alles richtig interpretiert habe denke ich, dass der AG durchaus darauf bestehen kann, dass du den neuen Arbeitsplatz antrittst, denn der Grund für das BV ist ja dann weggefallen. Aber da du ja bereits bist dazu wäre das ja kein Problem.

Klär es im Zweifel mit dem Frauenarzt oder auch mit der Krankenkasse, ich denke, die sollten dir helfen können.

Viele Grüße
Miau2