storchenschnabelkraut nur als tee?

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Beitrag von jasseb 22.09.08 - 14:28 Uhr

hab mal ne frage an die teetrinker unter euch.
würde gerne storchenschnabelkraut probieren aber mir wird von dem tee unheimlich schlecht.löst bei mir sofort nen würgereiz aus( trinke auch sonst keinen tee)

meint ihr man kann das kraut auch beim kochen einsetzten und es dann "essen"?

danke für eure tipps

Beitrag von caro23 22.09.08 - 14:31 Uhr

als reiner neugierde hab ich vor 10 minuten grad in einer apotheke angerufen

ich habe es schon des öfteren hier gelesen
und wollte mal genauer wissen,für was der gut is!!!

storchschnabelkraut is nur einzusatz-tee für magen darm grippe-tees!!!

als von E.S fördernd geschweige den befruchtungs-fördernd,...hat der apotheker noch nie was davon gehört

Beitrag von batzi71 22.09.08 - 14:35 Uhr

Jetzt bin ich aber platt.....
Toll, dass sich mal jemand dahinter klemmt und das abklärt.
Danke Dir

Beitrag von jasseb 22.09.08 - 14:39 Uhr

also ich hab ein buch vor mir liegen wo es drinsteht und schon viel zum "kindsbringer" storchenschnabelkraut in anderen büchern gefunden.als ich in der apotkeke nachgefragt hatte kannten die nicht mal das kraut.also darauf würde ich mich nicht verlassen.
klar kann man nicht sagen ob es wirklich hilft aber schaden kann es auch nicht

Beitrag von caro23 22.09.08 - 14:48 Uhr

:-paber sei doch mal ehrlich!!!
wenns helfen würde,...würde jeden in die apo rennen und den tee trinken!!!
keiner würde mehr zum F.A gehn!!!
es gäbe keine tabletten mehr,...und jeder mit kiwu wär schon schwanger!!!
also ich halte von tees nix,...wär ja dann ein wundermittel

Beitrag von melli.1812 22.09.08 - 14:36 Uhr

Dann ist der scheinbar nicht richtig informiert... Google doch mal danach! Es geht um das rote Storchenschnabelkraut! Ein anderer ist wohl für Magen-Darm bzw. hilft gegen Durchfall.

Beitrag von utina63 22.09.08 - 14:57 Uhr

Die in der Apotheke haben wirklich keine Ahnung gehabt, denn der Rote Storchschnabeltee ist auch bekannt als Ruprechtkraut.

Man sagt dem Tee nach, daß er die Fruchtbarkeit der Frau fördert und die Gebärmutter stärkt.

Hier eine detaillierte Info (Quelle:https://www.xn--kruterkommune-cfb.de/index.php?sid=89ba96ad67d800c50df54996f30d45e0):

Ruprechtskraut
Geranium robertianum (Familie: Storchschnabelgewächse, Gerniaceae)

Merkmale
- ein- bis zweijährige Pflanze
- 20 bis 50 cm hoch (bei fettem, feuchtem Boden höher)
- zu finden an Mauern, auf Steinhaufen, an Zäunen, in schattigen Wäldern.

Seine langen dünnen, weißlich-braunen Wurzeln hat man früher in Hungerszeiten gegessen, aus diesen Zeiten stammt auch der Name Himmelsbrot, Adebarsbrot oder Notbrot. Auch die Römer haben ihn, der ähnlich der Pastinake schmeckt, als Delikatesse schon sehr geschätzt.
Am oberen Ende der Wurzel entspringen strahlenförmig die Äste, von denen weiße Haare abstehen. Die Blätter des Storchschnabels sind dreieckig und bestehen aus drei bis fünf getrennten Teilblättchen (fiederschnittig-gelappt). Je nach Bodenbeschaffenheit sind die Blätter und die Äste tiefrot gefärbt – je steiniger und trockener der Boden, desto dunkler das Gewächs.
Zwei Blüten sitzen am oberen Ende der Blütenstiele. Sie besitzen 5 rosafarbene Kronblätter mit je drei weißen Nervenstreifen. Während der Samenreife verlängert sich der Griffel zum so genannten Storchenschnabel. Sind die Samen reif, krümmen sich die die Fruchtschnäbel und schleudern die Samen durch die Luft. In Griechenland findet man statt Störchen eher Kraniche und deshalb auch der Name Geranium für griechisch geranos, der Kranich.

Namensherleitung
- Orvale: Die Orvalen sind Wasser- und Luftgeister, die Heilkräfte besitzen, die sie durch dieses Kraut wirken lassen. Nach der Christianisierung wurden Heiligenfiguren an die Stelle der Naturgeister und -göttinnen bzw. -götter gestellt.
- Ruprechtskraut: So wurden die Orvalen vom Heiligen Ruprecht oder Robert abgelöst. Dieser soll nämlich mit Hilfe des Krauts seine Fisteln und Geschwüre geheilt haben. Aber es gibt auch viele, die den Namen „robertianum“ nicht von Ruprecht oder Robert ableiten, sondern von der roten Farbe der Pflanze.
- Weiters trägt er noch den Namen Biswurmkraut oder Rotlaufkraut, weil er den Milzbrand (damals Biswurm oder Rotlauf) heilen sollte.
- Der Name Grintkraut und Warzenkraut leitet sich von seiner Heilwirkung bei Ausschlägen und Warzen ab.
- Letztlich wurde er auch noch Gottesgnadenkraut genannt, weil er so viele Heilkräfte in sich vereint.

Inhaltsstoffe
Gerbstoffe (besonders in der Wurzel), Bitterstoffe, ätherisches Öl, anorganische Säuren
Da der Storchschnabel in Vergessenheit geraten ist, weiß die man jedoch kaum etwas über die Inhaltsstoffe.

Wirkung
Innerlich wirkt der Storchschnabel abwehrsteigernd und antiviral, äußerlich entzündungshemmend, wundheilend und antimykotisch.
Der Storchenschnabel hat eine ziehende, reinigende und entgiftende Wirkung, vor allem in Bezug auf Gifte, die unvermittelt und meist durch Fremdeinwirkung in den Körper gelangen, wie zum Beispiel Insektengifte. Analog gibt es auch Vergiftungen auf der seelischen Ebene, bei denen der Storchschnabel unterstützend und sofort eingesetzt werden kann.
Da er den Stoffwechsel anregt, wurde der Storchschnabel von Hildegard von Bingen und Paracelsus als gutes Mittel gegen Melancholie, empfohlen.
Da der Storchenschnabel oft auch sehr rot ist bzw. durch den Gehalt an Bitterstoffen und Gerbstoffen blutstillend und zusammenziehend wirkt, wurde und wird er zur Behandlung von roten Krankheiten verwendet, also bei offenen Wunden, zur Stillung von blutigen Durchfällen, bei starken Monatsblutungen, Nasenbluten, Hämorrhoiden und bei roten Ausschlägen und Ekzemen, sowie bei chronischen Entzündungen des Magens und des Dünndarms verwendet.
Frauen, die sich vergeblich ein Kind wünschen, sollen Storchschnabeltee trinken, früher riet man ihnen noch zusätzlich ein Amulett aus seiner Wurzel zu tragen. Überdies sollen auch die Männer dieser Frauen den Tee mittrinken.

Anwendungen
Aus dem Kraut lässt sich Tee, Wein, Pulver, Tinktur und Saft machen. Gebraucht wird das blühende Kraut, das man am besten zwischen April und September sammelt, aber auch die Wurzel, die im Frühjahr oder im Spätherbst gegraben wird.

Storchschnabeltee:
2 Tl des getrockneten Krauts wird mit Œ Liter kochendem Wasser übergießen, 5 Minuten ausziehen lassen. oder: 1 TL Wurzeln mit 1/4 l kaltem Wasser übergießen, kurz aufkochen lassen und nach 10 Minuten abseihen. Tagesdosis: 2 Tassen, in akuten Fällen: 3-4 Tassen.
Angewendet wird der Tee zur Fruchtbarkeitsförderung und Wechseljahrbeschwerden, da er den Hormonhaushalt reguliert, und zur Blutreinigung bei Hauterkrankungen, denn er regt den Lymphfluss an.

Storchschnabel-Urtinktur:
Die Urtinktur eignet sich wie die (Bachblüten-) Rescue-Tropfen zur Behandlung von Schockzuständen. Auch bei Drüsenschwellungen, Aktivierung des Lymphflusses, Entgiftung über die Lymphe, Hautkrankheiten, Ekzemen, Insektenstiche, zur unterstützenden Behandlung bei Zeckenbissen, psychische Lähmungszustände, Melancholie und Traurigkeit infolge von Schrecken und Traumata. 1-3 Mal täglich 2-5 Tropfen.

Storchschnabel-Presssaft:
Der Saft wird bei Wunden, Geschwüren, Fisteln, Ekzemen, hartnäckigen Hautkrankheiten, Wundrose und bei wunden Brustwarzen eingesetzt. Das frisches Kraut pressen oder entsaften und die zu behandelnden Stellen beträufeln; auch für Umschläge oder Kompressen geeignet.

Storchschnabel-Wein:
Der Wein wird zur Behandlung von chronischen Magen-Darmentzündungen und Durchfällen gereicht. Dazu wird ein großes Schraubglas mit frischem, zerschnittenem Kraut zur Hälfte gefüllt und mit einem Rotwein übergossen, sodass das Glas voll ist. Nach 2 Wochen abgießen und likörweise vor dem Essen trinken.

Quelle: Susanne Fischer-Rizzi, Roger Kalbermatten