Klasse überspringen - nur am Schreiben habert's...

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Beitrag von fabienne78 22.09.08 - 17:05 Uhr

Hallo,

ich hatte heute ein Gespräch mit der Klassenlehrerin meines Sohnes. Daraus ging hervor, dass er wohl direkt in die 2. Klasse wechseln soll bzw. am Ende des Schuljahres in die 3. Klasse versetzt wird (klingt ein wenig durcheinander... aber bei uns wird seit 2 Jahren die ersten beiden Klassen miteinander unterrichtet... und mein Sohn soll diese "2 Schuljahre" wohl innerhalb eines Jahres durchlaufen).
Alles in allem hat er dafür alle Voraussetzungen... er kann schon fließend lesen, beherrscht Mathe im 20er-Bereich ohne Probleme. Ja, und schreiben kann er auch.... nur das Problem: Er hat es sich selbst beigebracht und dementsprechend setzt er teilweise bei den Buchstaben falsch an (mal übertrieben gesagt: er setzt beim I unten an und zieht die Linie nach oben, etc.) bzw. sehen diese Buchstaben ein wenig "verkorkst" aus. Die Wörter und Sätze an sich schreibt er schon richtig, aber wie gesagt: An der Ausführung habert's...

Hat jemand vielleicht Erfahrungen, wie wir das spielerisch verbessern können ? Welche Lernbücher hierzu könnt ihr empfehlen ?

Ich würde das gerne locker nebenher mit ihm üben - also keinen Stress machen und langsam diese Übungen weiterentwickeln. So hat es mir jedenfalls die Lehrerin empfohlen - denn vom Leistungsstand sei er grundsätzlich nicht mehr erste Klasse.

Liebe Grüße,
Fabienne

P.S. Keine Angst, ich habe meinem Sohn nicht dazu genötigt, das alles zu lernen. Er hat sich das Lesen, Schreiben und Rechnen größtenteils selbst beigebracht. Einzig die Lernbücher (wenn er irgendein Interesse hatte) habe ich besorgt und natürlich beantworte ich seine Fragen (so fern ich das überhaupt kann). Und als er Lesen konnte, habe ich ihm ein paar Bücher für Leseanfänger gekauft (die liest er jetzt seinem kleinen Bruder als Gute-Nacht-Geschichten vor... ist wirklich süß... vor allem, weil er alleine auf die Idee kam).

Beitrag von laetitiajosephine 22.09.08 - 17:46 Uhr

am anfang ist mir das auch ab und zu aufgefallen, dass meine tochter die bchstaben falsch anfängt. ich muss zugeben, das ich das inzwischen gar nicht mehr beachte#schein sie schreibt eigentlich ganz gut, besser als ich und von daher ist es mir auch egal, WIE sie es nun macht. nun, in der zweiten, lernen sie schreibschrift, und das ist wie ein neuanfang. aber es macht ihr spaß. das würde ich euch auch raten. dezent drauf hinweisen, dass man das eigtl so macht, reicht. wenn man es trainiert, verliert er vielleicht den spaß dran...

falls ihr noch keine schreibschrift habt, würde ich damit nebenher schon anfangen. da ist es nämlich weitaus schwieriger falsch anzufangen und dann flüssig weiterzuschreiben. dazu hatten wir eine kopie von der lehrerin, wo die unterrichtete schreibschrift für alle buchstaben einmal abgebildet ist. das findet sich bestimmt im netz oder besser: fragt die lehrerin!

Beitrag von fabienne78 23.09.08 - 08:58 Uhr

Hallo,

danke für den Tipp. Ich werde mal mit der Lehrerin reden, was sie davon hält.

Liebe Grüße,
Fabienne

P.S. Ist für mich sowieso gewöhnungsbedürftig mit den Druckbuchstaben - das war bei mir in der Schule genau anders herum: Erst Schreibschrift, dann Druckschrift. Naja, lange ist's her... ;-)

Beitrag von kaischa21 22.09.08 - 18:43 Uhr

Hallo,
Das Schuljahr dauert ja noch ein bisschen ;-) von daher denke ich, dass gerade solche Fehler wie falsches Ansetzen beim Buchstaben noch intensiv geübt werden und damit bald der Vergangenheit angehören werden.
Allerdings würde ich mir das mit dem Überspringen gut überlegen.
Ich persönlich kenne 2 Leute die übersprungen haben und hatte auch selbst immer wieder welche in der Klasse.
Die haben es immer schwerer gehabt als andere.
Man ist immer der Jüngste, schwierig in die Klassengemeinschaft integriert zu werden und sie wurden einfach verdammt oft ausgenutzt...
Also klar muss man individuell entscheiden, aber ich hoffe, dass meine Söhne die Schule ganz "normal" durchlaufen können.

Alles Gute für Euch#sonne
LG k.

Beitrag von fabienne78 23.09.08 - 08:31 Uhr

Hallo k.,

ich weiß, was Du meinst. Ich mache mir da auch Gedanken... wobei bei uns der Vorteil ist, das die ersten beiden Klassen zusammen unterrichtet werden und somit eine gewisse "Gemeinschaft" besteht. Wenn er dann nach diesem Schuljahr wechseln würde, würde er also mit der Hälfte der bestehenden Klasse in die 3. Klasse wechseln.
Auch kennt er die meisten Zweitklässler noch aus dem Kindergarten - sind also seine "alten" Bekannten.

Ich habe mit der Lehrerin das jetzt so vereinbart, das sie sich die Leistungen meines Sohnes noch einmal genau anschauen soll, das wir das genau beraten, ob es wirklich Sinn (für ihn selbst) macht und dann werden wir sehen. Auch besteht die Möglichkeit, ihn erst mal in der dritten Klasse ein paar Wochen "reinschnubbern" zu lassen - und wenn er absolut Probleme damit hat, ihn wieder in die alte Klasse zurückzuversetzen (wobei die alte Klasse dann insoweit auch nicht mehr besteht, weil die alten Erstklässler dann die neuen Zweitklässler sind und die neuen Erstklässler in diesen Klassenverbund aufgenommen werden).

Dementsprechend sehe ich das Überspringen in diesem Fall von dem "1./2.-Klassenverbund" in die 3. Klasse noch am sinnvollsten an.

Liebe Grüße,
Fabienne

P.S. Aber wie gesagt, ich habe bisher auch noch so meine inneren Zweifel und muss das wohl auch erst mal sacken lassen...

Beitrag von marion2 22.09.08 - 20:09 Uhr

Hallo,

dein Sohn geht also in eine Flex-Klasse. Das bedeutet, dass er in Mathe und Lesen bei den 2.Klässlern mitmachen kann und beim Schreiben bei den 1.Klässlern bleibt.

Warte das Halbjahr ab.

LG Marion

Beitrag von fabienne78 23.09.08 - 08:37 Uhr

Hallo Marion,

so habe ich das mit der Lehrerin auch besprochen. Ich will es nicht überstürzen und ich will auch nicht das Überspringen meinem Sohn oder gar der Lehrerin aufdrängen - wobei die Lehrerin damit anfing. Mir ging es eher darum, das er eventuell beim Lesen mit den 2.-Klässlern zusammen üben könnte (er liest flüssig Bücher für die dritte Klasse... und die Erstklässler lernen derzeit ein Wort pro Woche.... das ödet ihn ein wenig an...).

Jedenfalls war meine Devise beim Gespräch: Erst mal schauen, wie die Leistungen sind und dann entscheiden. Wobei die Lehrerin auch Recht hatte, vorab abzuklären, ob eventuell ein Überspringen für uns in Frage käme.

Liebe Grüße,
Fabienne

Beitrag von butler 22.09.08 - 21:10 Uhr

Meiner ist von der 2.Klasse halbjahr in die 3. Klasse 2. Halbjahr gesprungen (Wegen dem schreiben erst dann). Mir war es wichtig das er erst richtig schreiben kann.
Es war für Ihn gut zu springen.
lg. Sandy

Beitrag von fabienne78 23.09.08 - 08:55 Uhr

Hallo Sandy,

unsere Lehrerin meinte auch, das gerade das Schreiben sehr wichtig ist - ist ja auch klar, die Antworten auf die verschiedenen Aufgaben, etc. müssen ja schriftlich aufgeführt werden. Wobei er ja eigentlich schon schreiben kann - aber es sieht nun mal sehr "chaotisch" aus... aber wir haben ja doch noch ein wenig Zeit zum Verbessern der Schrift - wobei ich es auch nicht übertreiben will, er ist ja schließlich ein Kind und braucht auch noch viel Freiraum. Aber ein paar Schreibübungen in der Woche (laut Lehrerin) sollten wir einlegen. Aber alles in kleinem Rahmen.

Und schön, das bei Euch die Entscheidung zum Überspringen richtig war. Das hört man nicht oft - meist eher das Gegenteil. Und das macht mich teilweise so unsicher...

Liebe Grüße,
Fabienne

Beitrag von climber 22.09.08 - 21:47 Uhr

Hallo,

in einem Jahr tut sich wahnsinnig viel in der Feinmotorik.
Meiner ist jetzt in der zweiten und der Anfang war ein Graus mit der Schreiberei. Jeder Buchstabe anders und kaum leserlich. Und trotz Erklärung immer falsch angefangen.

Mittlerweile hat er Schreibschrift und das sieht relativ gut und ordentlich aus. Da hat er heute sogar 2 DINA4 - Seiten schön geschrieben.

Ich denke das klappt auch bei Deinem Sohn recht schnell, da musst Du Dir gar nicht so viel Sorgen machen.

climber

Beitrag von fabienne78 23.09.08 - 08:51 Uhr

Hallo Climber,

danke für die positiven Worte.
Ich bin wohl einfach der Mensch, der sich immer Sorgen und Gedanken macht - jetzt, während meiner Schwangerschaft, grübele ich noch mehr als vorher... :-D

Ich werde versuchen, es ruhig anzugehen und schauen, welche Übungen er von der Schule mitbringt. Wichtig sei - meinte jedenfalls die Lehrerin - das ich die Schreibübungen, die sie ihm aufgibt, wenn möglich beim Ausführen schon kontrolliere, damit er wirklich richtig ansetzt.
Wobei ich aber auch sagen muss, das er die Übungen meist richtig macht, aber wenn er frei schreibt, wieder in seinen alten Drott verfällt (er schreibt dann so, wie er sich selbst beigebracht hat). Geht uns ja meist auch bei anderen Dingen so: Wenn man etwas längere Zeit auf seine Weise gemacht hat, dann ändert man dies meist nicht so schnell... selbst, wenn man es will.

Aber nochmals vielen Dank für Deine Antwort !

Liebe Grüße,
Fabienne

Beitrag von graupapagei4 23.09.08 - 08:36 Uhr

Er hat ja ein ganzes Schuljahr Zeit, das wird schon noch. Außerdem muss er dann ja auch Schreibschrift können, das lernt er dann schon richtig.

Meine Schulkinder sind beide von 1 nach 2 gesprungen (keine kombinierte Eingangsstufe) und heute glücklich in der 3. und 5.Klasse.

Wenn die Lehrerin es selbst vorschlägt, ist es schon richtig so.

Beitrag von fabienne78 23.09.08 - 08:47 Uhr

Hallo,

danke für Deine Antwort.
Ich denke auch, dass die Lehrerin schon wissen wird, ob es bei meinem Sohn Sinn macht. Sie ist seit 30 Jahren auf der Schule und ich denke, dass die Erfahrungswerte dann schon immens sein müssten.
Aber als Mutter macht man sich wohl immer Sorgen - egal, wie man sich entscheidet. Jedenfalls geht es mir meist so: Egal wie ich mich entscheide, vielleicht wäre der andere Weg doch sinnvoller gewesen.
Deswegen habe ich die Lehrerin auch noch mal darum gebeten, die verschiedenen Fächer zu überprüfen, ob er wirklich mit den Zweitklässlern mithalten kann. Durch die gemischte Klasse hat sie ja gute Möglichkeiten, seinen Stand zu überprüfen und ihn bei den Aufgaben für die Zweitklässler miteinzubeziehen.

Ich bin wirklich sehr gespannt... und einfach ein wenig verunsichert (wer kann einen das verdenken).

Übrigens auch danke für die Nachricht, das es auch positive "Überspringer" gibt. Oft bekomme ich an den Kopf geworfen: Ich kenne in meinem Bekanntenkreis jemanden, der hat übersprungen und das hat ihm nur geschadet, etc. Und das sitzt halt irgendwie auch immer im Hinterkopf.

Liebe Grüße,
Fabienne

Beitrag von graupapagei4 24.09.08 - 07:18 Uhr

Noch ein ganz kleiner Rat, damit Du Dir nicht das Leben unnötig schwer machst (und Deinem Kind). Egal wie Du Dich entscheidest, Du musst dann dazu stehen, dass es so richtig war. Es gibt dann kein hätte, wäre usw. mehr.

Denn wenn Du das nicht machst, wirst Du später alles, was vielleicht an Problemen kommt, auf diese Entscheidung schieben.

Wir haben beim Großen 6 Monate gebraucht, um uns über den Weg im Klaren zu sein, aber seitdem sind wir überzeugt, dass es so richtig war und ist.

Wir kennen mittlerweile viele Springerkinder und dabei ist nicht eines, dem das geschadet hat.

Geschadet hat es nur dem Kind, wo die Eltern entgegen den Rat der Schule auf den Sprung bestanden und dieser gescheitert ist.

Diese Geschichten werden auch oft in die Welt gesetzt, weil manche nicht damit umgehen können, wenn andere Kinder springen und ihr Kind nicht. Glauben würde ich immer nur das, was Betroffene Dir erzählen, nicht irgendwelche Geschichten von Freunden, Kollegen oder Verwandten.

Beitrag von muttiator 23.09.08 - 14:09 Uhr

Hallo,

Also dein Kind geht in die 1.Kasse im Moment auf jeden Fall?
Dann würde mich mal interessieren was in der Schule schon alles gemacht wurde?
Bis auf malen war bei meiner noch nichts! Sie kann auch schon lesen und beim rechnen fangen wir jetzt langsam mit dem Multiplizieren an!
Nur mit dem schreiben glappt es noch nicht so gut.
Meine hat das aber auch ganz von alleine angefangen!
Schreib doch mal die Buchststaben vor und daneben kleine Pfeile um die Schreibrichtung aufzuzeigen.

Beitrag von fabienne78 23.09.08 - 17:31 Uhr

Hallo,

ja, mein Sohn geht jetzt in die erste Klasse.
Er kann schon flüssig lesen (Bücher für 3. Klasse), schreiben (wie gesagt, die Buchstaben schreibt er so, wie er sich das nun mal selbst beigebracht hat), rechnen (Zahlenverständnis über den 20er-Bereich hinaus), d.h. Addition und Subtraktion beherrscht er (schriftlich bereits im 6-stelligen Bereich, Geld herausgeben etc.) und hat ein großes Interesse an verschiedenen Themen wie z.B. Erdkunde (kennt also viele Länder, soll heißen, deren Lage samt Hauptstadt, örtliche Besonderheiten... z.B. dass der Mount Everest zwischen Tibet und China liegt und das Land darunter anscheinend Bhutan heißt...), kennt die Planeten auswendig (weiß z.B. auch schon, das Pluto kein normaler Planet ist, sondern jetzt als Zwergplanet gilt... das habe ich noch nicht mal gewusst - aber es stand wohl so in seinen Büchern).
Im großen und ganzen wurde uns sogar ein Test wegen Hochbegabung vorgeschlagen, aber wir (also mein Mann und ich) gehen mal davon aus, das er nur in speziellen Bereichen eine Begabung hat und ein IQ-Test derzeit noch nicht nötig und in diesem Alter sowieso noch nicht ganz aussagekräftig wäre. Und da die Lehrerin selbst denkt, das er in dieser Klasse wohl falsch ist, benötigen wir diesen Test auch nicht.

Ach ja, seine "Begabungen" sind bereits letztes Jahr im Kindi aufgefallen und wir hätten ihn damals schon einschulen lassen können, aber er war vom Sozialverhalten (Selbstsicherheit, etc. ... er wäre da noch nicht mal 5 1/2 gewesen) noch nicht so weit. Deshalb haben wir das nicht gemacht und ihn erst dieses Jahr eingeschult - weil wir auch schon gehört hatten, das ein Wechsel von der 1. in die 3. Klasse mit dem neuen Schulsystem "leichter" ist.

Wenn Du also das Gefühl hast, das Dein Kind schon "weiter" ist, kann ich Dir auch nur raten das Gespräch mit der Lehrerin zu suchen. Mir ist damit eine Last "abgenommen" worden, da jetzt jemand mit Erfahrung ein Auge darauf hat, wie man in diesem Fall weiter vorgehen sollte.

Die Übungen, die Du vorschlägst, machen wir übrigens gerade - haben extra Material von der Lehrerin bekommen.

Liebe Grüße,
Fabienne

P.S. Will mit dem Aufzählen, was mein Sohn schon kann, nicht angeben sondern nur zeigen, das er wirklich in manchen Bereichen deutlich weiter als erste Klasse ist. Andererseits ist er immer noch ein 6jähriger, der auch Flausen im Kopf hat - und das ist auch gut so ! ;-)

Beitrag von muttiator 23.09.08 - 20:33 Uhr

Hallo nochmal,

meine Tochter ist auch nur in bestimmten Bereichen überdurchschnittlich Begabt. Hat aber eine Lehrnschwäche mit der sie lernen muß zu leben!
Das macht die Sache etwas schwerer und an ein überspringen von einer Klasse wäre nach meiner Einschätzung noch nicht denkbar.
Genauso ist es aber im Moment total langweilig für sie und versuche das Zuhause wieder etwas aufzufangen.
Ich frag einfach auch mal nach bei der Lehrerin ob sie etwas für meine Tochter hat das sie mehr beansprucht!