Bäckereifachverkäuferinnen

Archiv des urbia-Forums Finanzen & Beruf.

Hier geht es in die aktuelle Version dieser Seite. Nimm dort aktiv am Diskussionsgeschehen teil.

Forum: Finanzen & Beruf

Dieses Forum bietet Platz für alle Fragen und Antworten rund ums liebe Geld und die Absicherung der Familie - egal ob ALGII, Haushaltsgeld, Baufinanzierung oder Altersvorsorge. Auch Themen wie ElterngeldKindergeld sowie der Wiedereinstieg in den Beruf sind hier richtig.

Beitrag von dekabrista 22.09.08 - 20:59 Uhr

Warum wissen die wenigsten, was sie verkaufen?

Ich verlange Roggenbrötchen ohne Schrot - und was bekomme ich: Brötchen mit Schrot (was ich natürlich erst zu Hause feststelle).
Ich möchte das Brot mit dem höchsten Roggenanteil und bekomme Brot mit Malz angeboten - weil das ja so schön dunkel ist.

Ehrlich mal ... sowas kommt ständig vor, und ich weiß schon nicht mehr, woher die Berufsbezeichnung "Fachverkäuferin" kommt: davon, daß sie vor vielen Brötchenfächern stehen?

Werden sie nicht ordentlich "geschult"?
Oder ist ihnen einfach egal, was sie da verkaufen?

Beitrag von ronja74 22.09.08 - 21:04 Uhr

Das mit den Brötchenfächern ist gut :-p
Ich denke aber eher, es wird daran liegen, dass in der Bäckerei Deiner Wahl nicht unbedingte gelernte Kräfte stehen, sondern Aushilfen. Ist ja keine Apotheke, da könnte man natürlich niemand Ungelerntes alleine rumstehen lassen...

Beitrag von dekabrista 22.09.08 - 21:08 Uhr

Das betrifft ja nicht nur eine Stelle. Quer durch die Stadt habe ich das erlebt ... :-(

Beitrag von theda 22.09.08 - 21:32 Uhr

So ähnlich ging es mir neulich in der Stadt. ich wollte mir beim Bäcker ein belgetes Brötchen kaufen mit französischem "Brie" (so stand es auf dem Schild , dass vor dem Brötchen lag)

Als ich der Bäckereifachverkäuferin dann sagte: ich hätte gerne das Brötchen mit dem franz. Brie guckt sie mich entsetzt an und fragt allen Ernstes : Was ist denn "Brie"??


Tja, noch fragen?? Deutschland wir verblöden , leider!!

Beitrag von tauchmaus01 22.09.08 - 21:45 Uhr

Schau mal über den Tellerrand. Unqualifiziertes Personal findest du überall auf der Welt, das hat nichts mit Deutschland zu tun!

Mona

Beitrag von theda 22.09.08 - 21:48 Uhr

Aber ich kauf ja nunmal in Deutschland ein und nicht in China oder sonst wo auf der Welt!!Ich denke nicht , dass das etwas mit "über den Tellerand schauen "zutun hat, sondern mit der wirtschaftlichen Lage in Deutschland!

Beitrag von serlyn 23.09.08 - 21:07 Uhr

Arbeit sie beim Bäcker oder an der Käsetheke?:-p

Beitrag von puenktchens.mama 22.09.08 - 21:38 Uhr

Ich denke, in den meisten Bäckereien stehen entweder Azubis oder ungelernte Kräfte - die sind halt am günstigsten....

Beitrag von theda 22.09.08 - 21:44 Uhr

Aber mal ehrlich!
Wenn Du irgendwo einen Aushilfsjob machst, dann weißt Du doch auch was Du in die Tüte packst, oder??

Also ich meine, selbst wenn es "nur" Aushilfen sind können die sich doch auch über das Produkt informieren, was sie täglich verkaufen?

Aber wahrscheinlich zählt bei denen in erster Linie nur das Geld, das sie brauchen! weil sie sonst nicht über die Runden kommen.. Leider!:-(

Beitrag von bea20 22.09.08 - 22:05 Uhr

Hallo,

viele Leute haben eine Weizenmehlallergie oder vertragen keine Hefe...

Da sollte das Personal eigentlich schon wissen, was sie verkaufen. Das kann verherrende Folgen haben...

lg bea (die Bäckereifachverk. gelernt hat)

Beitrag von theda 22.09.08 - 22:10 Uhr

Ja, genau das wollte ich mit meiner Antwort auch gemeint haben

VG Th

Beitrag von puenktchens.mama 22.09.08 - 22:08 Uhr

Ja, natürlich sollte man immer wissen, was man verkauft. Ich selbst hab mal in einer Bäckerei gejobbt und wenn ich etwas mal nicht sicher wusste hab ich es entweder nachgeschlagen oder telefoniert....

Beitrag von nightingale1969 22.09.08 - 22:17 Uhr

Bäckereifachverkäuferin, Fleischereifachverkäuferin und Friseuse...

...waren hier in der Gegend vor einiger Zeit Schimpfworte. Und meinten: Unfreundliche, oft übergewichtige Frau, nicht sonderlich attraktiv - deren Mangel an Bildung und Höflichkeit sie nicht hindert, mit erhobenen Nasen durch die Welt zu laufen.

Beitrag von shajenn2 22.09.08 - 22:42 Uhr

Hallo,
ich habe gerade auch gelästert muß aber auch einen Stab über die Berufgruppen brechen.
Ich habe erst auch Fleischereifachverkäuferin gelernt und den Fleischer drangehangen.
Aber ich hatte eine gute Ausbildung
Der Lehling ist nur so gut wie sein Lehrherr.
Ich hatte in meiner Klasse angehende Fleischereifachverkäuferinnen die ausschließlich an der Kasse saßen oder welche die nichts anderes machten als Regale auffüllen.
Meine Cousine hat bei Kamps gelernt und 3 Jahre Bleche geschrupt eingefettet und rohlinge gewendet.
Wenn jemand nach 3 Ausbildungsjahren nichts kann liegt es selten an ihm selbst
Ulrike

Beitrag von sandystoepsel 22.09.08 - 23:04 Uhr

hey,

kann ich mich nur anschliessen.

ich bin eine gelehrnte bäckereifachverkäuferin. auch ich hatte eine gute ausbildung. ich bin zwar seit über 17 jahren aus dem beruf raus.
wenn unsere chefin mitbekommen hätte, das wir den kunden was falsches erzählen, sie hätte uns gefaltet oder zur strafe den ganzen tag bleche schrubben lassen.

ausserdem gab es bei uns ein warenbuch, wo die zusammensetzung der einzelnen waren drin stand und auf den warenschilder war das mischungsverhältnis des brotes in % aufgeführt, so das es auch der kunde lesen konnte.

aber um ganz ehrlich zu sein, wo gibt es noch richtige fachkräfte?
wenn man zb. in den baumarkt geht und eine angebliche fachkraft etwas fragt, ist er aufeimal dafür nicht zuständig und man soll doch seinen kollegen fragen, der aber leider zu der zeit in pause ist. ha ha ha

lg
sandy die backpflaume;-);-)

Beitrag von shajenn2 22.09.08 - 22:28 Uhr

Oh Gott das kenne ich nur zu gut,
Ich bin Metzger und wenn ich dann schon mal abstecher in Supermarkttheken mache, erlebe ich auch gerne mein pers. Grauen.

Ltztens Rewe
Ich: Ich bräuchte Hüftsteaks, ca 600 Gramm
Verkäuferin greift zum Roastbeef
Ich: Nein Hüfte
Sie: sie wollten doch Steaks
Ich: ja von der Hüüfte
Sie schaut etwas irritiert in Theke und greift zur Rinderoberschale ( Rouladenfleisch)
Das etwa ?
Ich: Nein Hüfte ,das Stück zwischen Filet und Tafelspitz ( ich damit das die Hüfte dort plaziert war)
Sie. ich bin Fleischereifachverkäuferin( sehR betont) und kein Metzger ich weiß nicht wo bei einem Rind die Hüfte liegt
AllEs in allem war das ein gutes Gespräch sie wußte das ich etwas vom Rind wollte das nenne ich QUalifiziert

Gespräch im Kaufland
Ich: 100 Gramm Bierschinken
Sie: Was bitte?
Ich: Die Schinkenwurst ( ich komme aus Wuppertal da sagt man Bierschinken)
Sie: Roher oder gekochter Schinken ( ich schwöre das das war ist)
Wir haben uns darauf geinigt das ich zeige was ich möchte

Letztes Weihnachten wieder im Rewe
Ich: ich bräuchte geräucherte Entenbrust dünn geschnitten
Sie: nehmen sie doch Trüffelleberwurst die ist im Angebot
Grüße Ulrike

Beitrag von annih 22.09.08 - 22:34 Uhr

"Letztes Weihnachten wieder im Rewe
Ich: ich bräuchte geräucherte Entenbrust dünn geschnitten
Sie: nehmen sie doch Trüffelleberwurst die ist im Angebot
Grüße Ulrike"

herrlich, ich brech ab !!!#huepf

Beitrag von schnuppelschaf1 23.09.08 - 00:40 Uhr

Nun ja manche wisses es ehrlich nicht habs umgekehrt erlebt

Kunde: ich hätte gerne Parmaschinken.
Dünn geschnitten.

Ich: Ja gerne ein Viertel Pfund?

Kunde: Nein bitte 125g ein Viertel ist mir zuviel;-)

Beitrag von shajenn2 23.09.08 - 10:52 Uhr

Hallo,
Im Umkehrschluß habe ich da noch etlich mehr Storys erlebt.
Letzter Fall am Freitag
Kunde: Ich hätte gern ein Kilo Gulasch halb und halb, aber bitte nur vom Rind mein Schwiegersohn darf kein Schweinefleisch essen .

Ich sage gar nichts dazu und gebe ein Kilo Rindergulasch
Die gute Frau kontroliert ihren Zettel


Froiiiiiilein ( ich bin 41)
da ist ihnen ein Fehler unterlaufen ich wollte Gulasch Halb und Halb und sie haben mir Rindergulasch berechnet,
Wir habe 35 Minuten gebraucht um sie davon zu überzeugen das sie das richtige bekommen und auch bezahlt.
Meine Chefin hat sich nach 15 min. schon ausgeklingt sonst hätte sie ins Holz gebissen;-)

Beitrag von salem82 23.09.08 - 11:04 Uhr

Also ich bin Bäckereifachverkäuferin,und du solltest nicht jeden über einen Kamm scheren!

Es gibt bestimmt "viele" die gerade in der Ausbildung sind oder halt nicht gelernt!

Aber geschult werden/wurden wir mind. 2x im Jahr!!!!

Naja kommt wohl auch auf die Bäckerrei an!
In einer großen Bäckerreikette wirst du auf Schulungen geschickt,bei den kleinen Familienbetrieben sicher nicht!

Wenn du aber weisst das sie dir ein falsches Brötchen oder Brot andreht,wieso sagst du es denn nicht?
Wir haben z.b einen Ordner wo von jeder Brot/Brötchen/Kuchensorte die Inhalte stehen!!!!!


LG

Beitrag von havecat 23.09.08 - 13:13 Uhr

#pro...meine Freundin (#liebdrueck) ist auch Bäckereifachverkäuferin und bei ihr wird´s genauso gehandhabt wie bei idr #pro incl. Ordner und co.


Lg

Beitrag von renate61 23.09.08 - 16:50 Uhr

Sehr richtig.Auch ich bin gelernte Bäckereifachverkäuferin:-)
Habe den Beruf noch von der Pike auf gelernt.Heute würde ich niemanden mehr raten diesen Beruf zu erlernen.Wo findet man denn noch Bäckereien die das Gehalt noch zahlen.(können?) In den Ketten arbeiten überwiegend ungelernte Arbeitskräfte die weniger als Fachkräfte verdienen.
Und wenn König Kunde ein billiges !! Brot/Brötchen wünscht muss er sich nicht wundern das Fachkräfte Mangelware sind.

Beitrag von angel2 23.09.08 - 18:05 Uhr

Hi

Ich habe diesen Beruf gelernt und habe leider Feststellen müssen das meistens ungelernte Kräfte eingestellt werden weil sie billiger sind. Die bekommen dann eine Schnelleinweisung und gut. Bevor ich aus gesundheitlichen Gründen eine Umschulung gemacht hab sagte eine Chefin beim Vorstellungsgespräch zu mir: "Oh, sie haben das ja gelernt, da weiß ich ja gar nicht was ich ihnen nach Tarif bezahlen müsste..." Den Job hab ich nicht bekommen da genug ungelernte Kräfte sich dort beworben hatten.

Gruß und nicht zu doll ärgern

Angel