Wer kann beim 1.Kind auch Ambulante Entbinung epfhelen?

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Forum: Geburt & Wochenbett

Die Geburt deines Kindes rückt näher und es tauchen immer noch neue Fragen auf? Du hast gerade entbunden und ganz spezielle Fragen in dieser besonderen Situation? Hier ist der Ort für alle Fragen rund um Geburt und Wochenbett.

Beitrag von mejemiigiz 22.09.08 - 22:20 Uhr

Hallo ihr lieben!

Warte ja immer noch sehnsüchtig auf meinen kleinen ,und hoffe das er sich die Tage endlich auf den Weg macht.

Ich hoffe natürlich, dass die Geburt komplikationsfrei verläuft und ich nach paar Stunden nach Hause gehen kann. Ich HASSE Krankenhäuser und kann da einfach nicht richtig entspannen, in den eigenen vier Wänden ist man doch am besten aufgehoben, oder?
Was meint ihr? Was habt ihr für Erfahrungen gemacht.

LG und #danke im Voraus!

meri
ET -5 #schwitz

Beitrag von bine3002 22.09.08 - 23:00 Uhr

Ich war im Geburtshaus und meine Tochter kam um 15.40 Uhr zur Welt. Um 19 Uhr saß ich auf dem heimischen Sofa habe eine Pizza gefuttert während meine Tochter ihre Großeltern kennengelernt hat. Mein Mann hatte 14 Tage Urlaub, der Kinderarzt kam zur U2 nach Hause und unsere Hebamme kam täglich vorbei. Das Wetter war herrlich und wir waren viel draussen auf der Terrasse. Diese 14 Tage waren die schönsten meines (bisherigen) Lebens. Wir brauchten nur Besuch empfangen, wenn wir Lust dazu hatten, uns hat niemand genervt oder über Babypflege belehrt und wir konnten unsere eigenen Erfahrungen machen. Das war überhaupt das Schönste daran.

Was soll man auch groß falsch machen? Eine Windel falsch anziehen oder den Body nur mit Schwierigkeiten zukriegen? Und? Ist doch lustig. Die witzigste Erfahrung überhaupt war die erste Nacht, wo plötzlich Unmengen an Mekonium (Kindspech) aus unserem Baby kamen und wir nicht wussten wohin damit. Das quoll da nur so raus und wir haben eine ganze Küchenpapierrolle verbraucht um es aufzufangen. Wir haben uns totgelacht. Das werde ich niemals vergessen. Im Krankenhaus wäre wohl mein Mann nie dabei und es wäre nur halb so lustig gewesen.

Also nur Mut! Es ist schön, seine eigenen Erfahrungen machen zu dürfen.

Beitrag von winterengel 22.09.08 - 23:08 Uhr

Hallo!!

Also bei meinem ersten Baby wäre eine ambulante Geburt für mich auf keinen Fall in Frage gekommen!!
Ich war von der Geburt so geschwächt, dass es sehr gut tat,
die Erfahrenen Schwestern der Station in der Nähe zu wissen! Sie helfen einem, wenn das Anlegen schwierigkeiten macht und weisen einen in`s Windeln-wechseln und an- und ausziehen ein usw.!
Ich mag Krankenhäuser auch überhaupt nicht, aber während der ersten 2-3 Tage war das KH gold wert! Und sollte sich bei dem Baby z.B. eine Gelbsucht ankündigen, kann man auf der Station bleiben und das Kleine wird dort behandelt.
Wenn man in der zwischenzeit zuhause war, muss man mit dem Baby dann in eine Kinderklinik: neue Schwestern, kranke(!) Kinder und Babys drunherum und ein vom Baby weiter entferntes Mütter/Elternzimmer.
Ich kann dir also nur empfehlen, wenigstens 2 Tage mit dem Zwerg auf der Entbindungsstation zu bleiben!!

LG und alles Gute für die Geburt (bald :-)) #blume!

Malin + Baby Zoe 34+0

Beitrag von belala 23.09.08 - 10:11 Uhr

Hallo Meri,

ambulant habe ich nicht entbunden, aber zuhause wurde mein 1.Kind geboren.
Immer wieder werde/würde ich mich so enstchieden.

Um mal einige Argumente aus den Beiträge aufzugreifen:
Meine Hebamme kam zunächst 2x täglich für längere Zeit, sah sich das Baby an und nahm sich sehr viel Zeit für mich. Mein Mann versorgte uns quasi bis er arbeiten ging.
Mein 2.Kind dagegen wurde wegen extremer Frühgeburt im KH geboren. Besonders umsorgt fühlte ich mich nicht von den Schwestern. Ich mußte mich sehr dem Stationsrhythmus anpassen und immer auf irgendetwas warten ( Milchpumpe, Visite, abstöpseln des Antibiotikums, aufs Essen, auf Getränke...), wurde oft beim Schlafen gestört durch Rundgänge der Nachtschwestern, durch Besucher, durch Visite, durch dies und das und wenn mir zum Heulen zu Mute war, war immer jemand fremdes in der Nähe weshalb ich es mir verkniff.

Ich wünsche dir alles Gute.
belala

Beitrag von evers001 23.09.08 - 10:12 Uhr

Hallo,

wenn ich vorher nicht schon gewußt hätte, dass es ein KS wird, wäre ich auch sofort wieder nach Hause gegangen.
Alles was man wissen muss, sagt einem die Hebamme zu Hause. Die Unterstützung der Krankenschwester muss dann halt der Vater ersetzen. Was er ohne weiteres kann. Wenn Besuch kommt, kocht der sich halt seinen Kaffee selbst und wenn es richtig gut organisiert ist, bringt immer jemand etwas zu Essen (warme Mahlzeiten) vorbei. Ich glaube einfach, dass man zu Hause viel mehr Ruhe hat und sich viel besser an sein Kind gewöhnen kann. Außerdem hat man "nur" die Meinung und das Wissen von einer Hebamme und nicht wie im KH von zig verschiedenen Leuten.

Also, nur Mut.

Beitrag von 1374 23.09.08 - 10:27 Uhr

Hallo!
Na, da hast Du ja schon viele Erfahrungen!
Wir haben 2 mal ambulant entbunden.
Hätte beim 2. schon gerne eine Hausgeburt gehabt, aber meinem Mann war das zu mulmig, naja.
Aber ich kann es nur empfehlen.
GERADE beim ersten Kind!
Du hast ja eine Hebamme an Deiner seite, die auch öfter kommt, wenn Du sie brauchst.
Sie versorgt Dich und das Baby!
Du kannst in Deinem eigenen bett, Deine gewohnte Umgebung entspannen und ganz nach Deinem eigenen rhytmus mit der neuen Situaion "fertig" werden.
Dein Kind muß sich nicht nach einigen tagen Krankenhaus erneut in einer neuen Umgebung eingwöhnen und meißt sind Eltern und Kind auch entspannter, wenn sie schnell zu hause sind!
Wichtig ist allerdings, daß Du Hilfe hast!!!
Dein Mann muß nindestens 2 Wochen zu hause sein.
Mehr wäre noch besser.(aber geht ja nicht immer, weiß ich).
Nimm' Dir auch die Ruhe 2 Woche wirklich nichts zu tun außer Euer Kind zu bestaunen, kuscheln, schlafen, lesen, oder so was eben.
Den rest sollen die anderen machen.
Auch viel Zeit zu dritt verbringen!!
Meine Hebamme sagt immer es sind Flitterwochen mit Baby!
Gönnt sie Euch, die Zeit ist besonders und kommt nie wieder!
Alles Gute für euch und eine schöne, reibungslose Geburt!
Lg,
1374

Beitrag von halvja 23.09.08 - 13:16 Uhr

Da wirst Du sehr unterschiedliche Meinungen zu hören.

Ich war zb sehr froh, dass ich die drei Tage im KH war und den roten Knopf drücken konnte, wenn ich Hilfe brauchte. Mein kleiner wäre vermutlich verhungert, wenn die tolle Kinderschwester vom Nachtdienst nicht gewesen wäre ;-) Ich hatte auch vor, viel spazieren zu gehen, um dem Besuch zu entgehen, aber ich war so kaputt, dass es mir am Besten im Bett ging. Ab und an den Stationsflur mal rauf, mal runter und das reichte mir an Bewegung.
Außerdem hatte ich Glück mit meiner Bettnachbarin, die war nett und wir haben gegenseitig immer kurz auf die Zwerge geachtet, wenn eine mal zur Toilette mußte oder duschen wollte.
Ich hätte nicht alleine sein wollen die allererste Zeit!

Beitrag von 1374 23.09.08 - 21:14 Uhr

Hallo!
Wenn Du ambulant enbindest mußt du auch eine Nachsorgehebamme haben.
Die ist für Dich da,so oft Du sie brauchst!
Sie zeigt Dir wie Du stillen sollst, sie schaut sich das Kind und Dich an, versorgt Euch, gibt Tips und ist nur für Dich da.
Und natürlich muß auch jemand da sein, der sich um Dich kümmert.
Alleine bist Du also nicht.
Sprich Dein Mann. Man hat auch Anspruch auf eine haushaltshilfe, wenn der Mann nicht länger als ein paar tage zu hause bleiben kann!
Dann sollte man aber auch unbedingt Oma, Opa oder andere Famileinmitglieder zur Hilfe organisieren.
Die ersten 2 Wochen, so empfehlen alle Hebammen die ich kenne, soll man möglichst gar nichts tun. Alöso das Kind kennenlernen, viel schlafen, kuscheln, Zeit zu dritt verbringen und sich verwöhnen lassen.
Aber wie oben schon gesgat, man muß schauen wie es einem geht und was für ein Gefühl man bei der Sache hat.
Hatte nur den Eindruck, daß du ein falsches Bild von ambulanter Geburt hast...oder wie es dann zu Hause abläuft/ablaufen sollte!
Alles Gute,
1374

Beitrag von halvja 24.09.08 - 09:38 Uhr

Ich habe durchaus kein falsches Bild von einer ambulanten Entbindung ;-) Ich hatte auch trotz stationären Aufenthaltes eine Nachsorgehebamme und mein Mann war auch 14 Tage zu Hause und trotzdem sage ich im Nachhinein, dass ich es nicht hätte anders haben wollen, als die ersten drei Tage in der Obhut von Schwestern und Kinderschwestern zu sein. Klar kommt die Hebi bis zu 2x am Tag, aber ich hatte trotzdem ein sichereres Gefühl, wenn auf Knopfdruck SOFORT jemand kam, die erste Zeit. Muss halt jeder selbst entscheiden, wie man sich fühlt, ob man sich das zutraut und ob man auch überhaupt im KH bleiben will. Ich kann von meinem Aufenthalt nichts negatives berichten, ich hatte nettes Personal und fühlte mich wirklich gut aufgehoben!

Beitrag von 1374 24.09.08 - 10:15 Uhr

ja, wie ja auch schon gesgat, natürlich muß man ganz genau schauen wie es einem (und dem kind) geht nach der Geburt!!!
Und es ist ja auch genauso gut in der Klinik, wenn man sich dannach fühlt!
Allerdings ist es nicht oft, daß die Schwestern auf Knopfdruck da sind und auch Zeit und Ruhe haben sich um Dich zu kümmern.
Das ist sehr selten, da es einfach eng ist mit Personal.
Da hast Du einfach Glück gehabt.
Ebenso mit deiner Zimmernachbarin.
Umso schöner, daß es so gut war für Dich!
Denn die erste Zeit sollte ja immer besonders sein und auch besonders schön!
Das wünsche ich jedem!!!
Lg,
1374

Beitrag von labbimaja 23.09.08 - 13:27 Uhr

Bei uns gibts nur 4-Bett-Zimmer im Krankenhaus. Ich kann mir auch nicht vortstellen, daß das erholsam sein soll. Deshalb überleg ich (18.SSW) auch, ambulant zu entbinden (aus den u.g. Gründen...mehr Ruhe, eigener Rythmus, keine Besucherhorden, wenn mans nicht will...)

Ich denke nur (das haben mir auch die Hebis gesagt), man soll sich auf nix versteifen. Vielleicht gehts dir blendend, dann geh heim. Vielleicht bist du aber auch knülle und doch froh, bissl im KH bleiben zu können. Ich würde 2 Taschen packen. Eine für ambulant, die andere, falls du doch länger bleibst.

War am Freitag wegen Sturz im Kreissaal. Da war die Hölle los, ich saß 5 Stunden da rum und hab einige frisch Entbundene gesehen. Seeeehr unterschiedlich. Manche sind mit Kind im Arm rausmarschiert, als wäre nix gewesen. 1 hat sich im Rollstuhl fahren lassen, ne andere wurde im Bett liegend auf die Wochenstation verfrachtet.

Ist einfach sehr unterschiedlich.

Alles Gute für die Geburt!

Beitrag von marion2 23.09.08 - 17:13 Uhr

Hallo,

ich war nach meiner ersten Entbindung 5 Tage im Krankenhaus und bin dann nach Hause gegangen. Es war noch zu früh! Ich hätte noch ein paar Tage Krankenhausaufenthalt gebrauchen können. Rein körperlich. Ich war einfach noch nicht wieder auf den Beinen.

Die Geburt meiner Zwillinge war komplikationsloser verlaufen - da wurde es nach 5 Tagen allerhöchste Zeit, dass ich nach Haus kam. Ich war genervt von den vielen Besuchern meiner Bettnachbarin.

LG Marion

Beitrag von ninschen111 23.09.08 - 19:25 Uhr

hallo,
ich hatte bei meinem ersten kind eine ambulante entbindung!
das war auch gutso!
auf der station war viel los und die schwestern hatten sich eh nicht um einen gekümmert! habe abends meinen sohn bekomm und war morgens raus!
mir wurde nicht einmal gezeigt wie ich stillen soll o.ä.
ich werde soweit wie möglich mich immer wieder so entscheiden!

lg

Beitrag von hebamme29 24.09.08 - 18:57 Uhr

Hallo,

ich bin bei meinem ersten Kind ambulant gegangen. Das machen heutzutage immer mehr Frauen. Wichtig ist nur, dass die Nachsorgehebamme informiert ist.


LG Hebamme Nina

Beitrag von jolinakuecken 24.09.08 - 20:03 Uhr

Hallo,

allein schon wegen deiner Einstellung kann ich dir nur zu einer ambulanten Geburt raten! Habe meine große auch ambulant entbunden und alles war super - waren schnell zu Hause, mein Mann hat sich in der ersten Nacht hauptsächlich um sie gekümmert. Er war mit kurzer Unterbrechung die ersten zwei Wochen zu Hause und es war vom ersten Tag an so schön! (Hab zu KH die gleiche Einstellung wie du...) Naja, an Wochenbett ist zwar trotz Mann zu Hause nicht zu denken, aber ich weiß gar nicht, was ich 5 Tage im KH hätte machen sollen? Und dann mein Baby abgeben?! Nie! Andere schreiende Babys mit im Zimmer haben? Nein, danke! Meine zweite Maus kommt auch ambulant zur Welt und nie würde ich es freiwillig anders machen!!!

LG,
Andrea mit Neele 2J und #ei19.SSW

Beitrag von zahraana 24.09.08 - 20:11 Uhr

Hallo,

also ich kann eine ambulante Geburt mit Gutem Gewissen empfehlen, allerdings in einer Klinik es war auch mein erstes Kind.
Trotz das die Schwangerschaft nicht problemlos war habe ich die Klinik nach knapp 12 std. verlassen, aber auch nur so lange weil es von Samstag auf Sonntag Nacht sein musste als meine Tochter zur Welt kam. Am Sonntag sind wir dann nach Hause und am Nachmittag kam die Hebamme diie schon bescheid wusste.
Die Betreuung war einfach klasse und so hatte ich die Sicherheit wenn doch was sein sollte bin ich in der Klinik und wenn es dem Kind und mir gut geht kann ich gehen.
Besprich dich mit deinem Arzt und schau dir einige Kliniken an, entscheide in Ruhe ob Geburtshaus oder Klinik - die Für und Wieder und wie dein Eindruck ist in der Klinik, Geburtshaus. Wenn du beim Reinkommen schon ein komisches Gefühl hast suche dir was anderes.

Es ist nach der Entbindung einfach schön zu Hause zu sein, der Weg in den Alltag ist viel einfacher, in Gesprächen mit Freundinnen habe ich gemerkt das ich viele Probleme nicht hatte, weil ich von anfang an gleich zu hause war. Auch wenn ich hilfe hatte, es gibt einem einfach ein Gefühl von Sicherheit wenn man bei sich in der vertrauten umgebung ist und man ist vielleicht auch nicht so unsicher und verkrampft.
Gruss#baby

Beitrag von moppie02 24.09.08 - 21:04 Uhr

Hi,

gibt ja viele Meinungen dazu. Ich habe 2 Kinder ambulant entbunden und würde es jederzeit wieder tun.

tip: vorher gute Hebamme suchen, die gleich nach der Geburt auch nach Hause kommt, anfangs jeden Tag. Das gibt dir selbst ein gutes Gefühl und sonst kann es passieren, das KH stimmt gar nicht zu, dich gehen zu lassen. Erkundige dich vorher beim Kinderarzt, da die U2 bis 10 Tage nach der Geburt durchgeführt werden muss und manche lange Terminlisten bei den Us haben. Zur Not ambulant in der Klinik machen lassen, wenns nicht zu weit ist.

Noch ein Tip: Ich habe mich nicht darauf versteift, gleich nach Hause zu gehen. Wenn alles gut geht, ok, wenn die Ärzte mir abgeraten hätten, hätte ich es mir auch überlegt, dortzubleiben. Tasche hatte ich dabei. Beim ersten hatte ich dann eine PDA und musste geschnitten werden und dachte, ich muss dableiben. Konnte trotzdem heimgehen.

Die Hebamme hat es sehr positiv bewertet. Ihr viel auf, dass es dem Baby sehr viel besser geht als anderen, keine Gelbsucht (ist möglicherweise ein Klinikproblem!?!), ich bin natürlich auch mehr rumgelaufen, aber der Körper sagt einem schon, wann man Ruhe braucht und wenn man, wie im KH viel liegt, ist die Gefahr von Kreislaufproblemen viel größer!!!

Wenn der Mann Urlaub kriegen kann, oder dir sonst jemand beisteht ist natürlich besser...

Wenn du denkst, du fühlst dich damit besser, kann ich es nur empfehlen!!!

Alles Gute#pro
moppie02

Beitrag von judosch 24.09.08 - 21:18 Uhr

Hallo meri!
Also ich kann dir dazu nur raten. Ich wollte meinen Sohn ambulant entbinden, es wurde dann leider ein Kaiserschnitt und ich wurde zunächst im KH behalten. Dort habe ich dann nach drei Tagen die Flucht ergriffen. Die Schwestern haben mir alle was anderes erzählt, ich hab nicht schlafen können, mein Sohn auch nicht und in der dritten Nacht bin ich dann zusammen geklappt nachdem ich mir die Brustwarzen blutig gestillt hab... Jetzt sitze ich zu Hause, meine Hebamme kommt jeden Tag und ich bin halbwegs gut versorgt. Es ist tausenmal besser als im KH denn ich kann machen was ich will und wann ich will und keiner kommt rein und nervt. Alles ist viel ruhiger zu Hause.
Also, wenn alles gut organisiert ist, du Hilfe zu Hause hast, am besten deinen Mann oder eine gute Freundin, Hebamme und Kinderarzt parat stehen und vor allem wenn du davon überzeugt bist: DANN TU ES!! Es geht und ich glaube es ist die beste Variante.
Du solltest das Wochenbett da verbringen wo du dich wohl fühlst und die Ruhe für die erste, so wichtige Zeit hast.
Lieben Gruß

Jule

Beitrag von freaky01 24.09.08 - 22:42 Uhr

Hallo meri!
Ich denke du solltes es nach der Geburt entscheiden, je nach dem, wie du dich fühlst. Bei meinem ersten Kind blieb ich 5 Tage im Spital (Ich war erst 18 und hatte keinerlei Erfahrungen). Das gab mir natürlich Sicherheit. Leider trank mein Kleiner 3 Tage keine Muttermilch und ich musste mich mehrmals lautstark bei den Schwestern beschweren, da nichts unternommen wurde. Ich wurde zudem ständig gestört durch Visiten, Kontrollen ect. auch in der Nacht! Am Tag war es langweilig wenn kein Besuch da war (vorallem der Freund) und das Essen fand ich auch nicht der Hammer. Nach 5 Tagen im KH rumliegen war ich zu Hause fix und fertig (total faul). Sogar nach einem kleinen Spaziergang musste ich mich ausruhen!!! Ganz ehrlich - nie wieder! Beim zweiten Kind war ich ambulant im Spital (war ne spontane Entscheidung), ging von da aus direkt einkaufen und erst dann nach Hause. (War total fit!) Am Abend kam natürlich viel Besuch den ich auch noch bediente bis in die Nacht hinein. (War imme noch fit) Und beim dritten dasselbe nochmals. (Da war ich die Arbeit sowieso gewohnt) Das war aber überhaubt kein Problem. Ich konnte dadurch meinen klaren Tagesrhytmus beibehalten, wenn es nötig war mich ein bisschen ausruhen, aber ansonsten immer etwas tun was ich im kh nicht konnte. Dadurch war ich auch nie k.o.! Ich hatte immer genug Energie, hatte keine Probleme mit der "Hormonumstellung". Dazu kommt, dass man die Hebamme kommen lassen kann, wenn man sie braucht, und es zu Hause einfach am gemütlichsten ist und man viel sicherer und entspannter ist. (Die Kinder merken das auch!)
Für mich war es die richtige Lösung. Das sollte aber jeder für sich entscheiden!

Beitrag von twingo.uli 25.09.08 - 08:25 Uhr

Hallihallo,

ich habe unser 2. Kind dieses Jahr auch ambulant, allerdings im Krankenhaus entbunden. Unsere Tochter ist mittags geboren und abends um sieben Uhr sind wir heim gefahren; das war auch so für unseren 2-jährigen Sohn, der zu Hause schon sehnsüchtig gewartet hatte, besser. Außerdem kümmert sich nach 3 Stunden nach der Geburt sowieso kein Schwein mehr um einen.

Ich würde aber auf jeden Fall im Krankenhaus ambulant entbinden, denn so hast du Ärzte sofort da, sollte wirklich irgendetwas sein. In einem Geburtsthaus müsste man erst noch auf einen Krankenwagen warten.

Also, wir wünschen dir eine schöne Geburt und alles Gute,

Ulrike

Beitrag von heidemarie 25.09.08 - 10:20 Uhr

Hallo,
ich hab meine Tochter im Krankenhaus abumlant entbunden. Um 11 Uhr war sie da und nachmittags sind wir nach Hause.
Ich würde es jederzeit wieder so machen.
Ich hab mir das vorher offen gehalten, hatte also auch eine Tasche für einen mehrtägigen Aufenthalt gepackt. Aber als die Kleine draußen war, sah ich meinen Mann an und sagte: OK, wir können heimgehen.
Ich war allerdings bei einer guten Hebamme, die uns auch vorbereitet hat. Das Stillen hat bei uns dann dermaßen problemlos geklappt. Niemand hat mich genervt, ich hab die Kleine einfach immer angelegt (anfangs nur auf der Seite liegend), wenn sie Hunger hatte.
Von Freundinnen, die im Krankenhaus waren, hab ich zum Teil positive, zum Teil aber auch sehr negative Rückmeldungen bekommen.
Meine Kleine hat übrigens überhaupt nicht abgenommen (was nach der Geburt ja normal ist) und auch keine Gelbsucht.
Ich finde auch nicht, dass der Mann wochenlang daheim sein muss. Klar, dier ersten Tage sind schon nett. Aber mein Mann ist selbstständig, der ging nach ein paar Tagen wieder in die Arbeit - hat allerdings abends gekocht und eingekauft und so. Das Baby stillst Du, Du selbst verhungerst nicht, wenn der Kühlschrank voll ist und der Haushalt ist ehrlich gesagt völlig egal. Besuch hab ich die erste Zeit abgewimmelt, außer meiner Schwester, Eltern und so - aber da muss man ja nicht die perfekte Gastgeberin spielen.
Alles Gute

Beitrag von manue 25.09.08 - 10:24 Uhr

Hallo meri,
ich war mit meinem ersten Kind im Geburtshaus und stehe nun kurt vor der Geburt mit meinem Zweiten. Und was soll ich dir sagen, ich werde wieder im Geburtshaus entbinden und hoffe, dass wieder alles gut geht. Ich habe es sehr genossen, gleich wieder nach Hause zu können und man macht instinktiv alles als Mutter richtig. Nur du als Mutter weisst, was wirklich das Beste für dein Kind ist und wenn du dir mal unsicher bist, rufst du die Hebamme an und die hilft dir dann ja auch. Ich wünsche dir auf jeden Fall alles Gute für die Geburt.
Liebe Grüße
Manue mit Tim 22 M und Baby inside 39. Woche

Beitrag von kkaestchen 25.09.08 - 13:15 Uhr

Auf jeden Fall!!!!
Ich hätte wirklich nur im Notfall ins Krankenhaus gewollt und mich darum auch für ein Geburtshaus entschieden. Es war ganz wunderbar.
Um 4:25h ist unser Sohn geboren, um 7:30h lagen wir alle zu Hause im Bett und es begann eine wunderbare, entspannte Woche.
Kein "Fiebermessen" um 7h, keine vorgeschriebenen Essenszeiten, keine doofen Zimmernachbarn.
Und das Beste: die eigene Dusche und die eigene Toilette. Da bei mir der Wochenfluss sehr heftig ausfiel, war ich wirklich froh, das alles zu Hause bewältigen zu können.
Und die Hebamme kommt eh jeden Tag!
Auf jeden Fall möchte ich es beim 2. Kind im Februar auch so machen!

Beitrag von moonfishes 25.09.08 - 14:38 Uhr

liebe meri,

auch ich kann dir nur dazu raten, ambulant und vielleicht sogar im geburtshaus zu entbinden. in einem KH muss man schon grosses hglueck haben, sowohl mit einer gemuetlichen, angenehmen ausstattung als auch mit dem ziel der hebammen und aerzte, das kind natuerlich auch die welt zu bringen! und ich bin mir sicher, dass wenn du dir noch vor der geburt genug zeit fuer dich nimmst, damit du dich auf die geburt "wie du sie gerne haettest" einstimmst, wird es auch genau so sein. aber man muss sich wirklich entspannen, loslassen und auf die innere stimme hoeren, auf deinen intuition! ich habe mir ganz fest vorgenommen, dass alles gut laeuft, und ich mich nicht von "aussen" beeinflussen lassen.. und obwohl ich erst 26 war und meine tochter auch mein erstes kind, lief alles sehr sanft und wirklich schoen.

meine tochter kam im dezember 2001 in berlin im westend in einem richtig gemuetlichen vorwehenzimmer auf die welt! das wetter war schoen, die hebammen ein traum, und ich war sehr gluecklich, dass mich niemand in den KS gebracht hat. wir waren nachmittags um halb 2 dort und 3 stunden spaeter war sie auf der welt. abends um 9 waren wir wieder zu hause und haben pizza bestellt. dass die kleine in unserem bett lag und friedlich schlief, hat mir sehr viel bedeutet und auch mir als frische mutter gezeigt, dass wir alles, was wir wissen muessen, in uns tragen :-)

alles liebe, anne

Beitrag von laalemana 25.09.08 - 14:41 Uhr

Ich habe mein erstes Kind (Sofia) in einem kleinen, einfachen Krankenhaus in einem argentinischen Andendorf zur Welt gebracht. Dort wurde ich nach 36 Stunden entlassen, eher wäre mir noch lieber gewesen, wir waren zu 7 (!) Frauen auf dem Zimmer, glücklicherweise nur zwei mit Babies. Da dort aber alles super gelaufen ist, konnte ich mir bei meinem zweiten Kind (Aimo) nicht vorstellen, in ein deutsches Krankenhaus zu gehen, wo es vor Kontrollgeräten und -möglichkeiten nur so wimmelt (in Argentinien habe ich ohne CTG, ohne Braunüle, ohne PDA, ohne irgendwelche Hilfsmittel entbunden, da dies dort nicht üblich ist, zumindest auf dem Land). Daher habe ich direkt zu Hause entbunden. Ich habe eine super Hebamme gefunden, die mich vor, während und nach der Geburt bestens betreut hat. Einen Mann hatte ich damals nicht, wir hatten uns schon drei Monate vor der Geburt getrennt und er war nach Argentinien zurück gegangen. Trotzdem hat es gut geklappt. Meine Mutter ist für zwei Wochen bei mir eingezogen und hat mich morgens mit Frühstück versorgt (dann ist sie arbeiten gegangen) und abends das Mittagessen für den nächsten Tag gekocht. Die Hebamme kam einmal am Tag, um nach dem Baby zu sehen, den Rest der Zeit habe ich mit dem Kleinen im Bett gelegen und gemacht, wonach mir war, zumindest solange meine Grosse im Kindergarten war. In den ersten Tagen ist sie danach mit Opa losgezogen (der ist Rentner) und ich hatte dadurch recht wenig Stress, wie gesagt, auch ohne Mann.
Jetzt bekomme ich in diesen Tagen mein drittes Kind - jetzt auch wieder mit Mann :-) - und es wird wieder eine Hausgeburt sein. Mein Freund bekommt leider nur einen Tag frei, das ist zwar schade, aber es wird auch so klappen. Frühstück mach der frischgebackene Papa, Mittagessen kocht die Schwiegermama (Oma), die andere Oma und der Opa kümmern sich nach dem Kindergarten ein wenig um meine zwei Grossen, mit einer guten Organisation ist das gut zu schaffen. Zu Hause gefällt es mir einfach am besten. Sowohl für die Geburt an sich als auch für die Momente direkt nd in den ersten Tagen danach. Ich kann daher sowohl eine ambulante Geburt als auch eine Hausgeburt nur empfehlen und allen, die mit dem Gedanken daran spielen, Mut machen, es zu versuchen. Organisiert Euch Hilfe, das ist wichtig. Aber eine wirklich grosse Hilfe ist es schon, einfach in den eigenen vier Wänden zu sein, wo man schlafen, essen und alles machen kann, wann und wie man/frau möchte. Dann klappts auch mit dem Windeln wechseln! :-)
Allen werdenden Eltern alles Gute!

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