steuerklassenwechsel/elterngeld

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Forum: Schwangerschaft

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Beitrag von zazarina 23.09.08 - 11:55 Uhr

hallo zusammen, soweit ich weiss, wird das elterngeld ja vom nettogehalt berechnet....wenn ich also die steuerklasse wechsel und dadurch ein höheres netto erhalte, krieg ich auch mehr elterngeld? das problem ist, dass wir jetzt erst heiraten, ich dann steurklasse 3 nehmen könnte, das aber nur noch die letzten 2 monate vorm mutterschutz betrifft...
kennt sich jemand von euch da aus?

Beitrag von julem 23.09.08 - 11:59 Uhr

Hallo,

das Elterngeld bemisst sich aus dem durchschnittlichen Netto der letzten 12 Monate vor dem MuSchu. Grundsätzlich kannst Du das Netto durch die Steuerklassenwahl beeinflussen. Allerdings wird von der Elterngeldstelle der Wechsel der Steuerklassen in 3/5 nur anerkannt, wenn es auch tatsächlich steuerlich günstiger ist. Zumindest heißt es das seit längerem. Bei Bekannten, die auch in dieser Zeit geheiratet haben, würde der laut Auskunft der Elterngeldstelle jedoch in diesem Fall anerkannt und dann bei Euch halt für 2 Monate berücksichtigt. Wirkt sich aber halt nur anteilig aus zu 2/12. Wenn Du sicher gehen willst, wende Dich doch mal an die entsprechende Elterngeldstelle, de haben mir auch telefonisch schonmal ziemlich geholfen.

Viele Grüße
Julia

Beitrag von zazarina 23.09.08 - 12:02 Uhr

danke für die antwort, hab ich mir auch so gedacht...hätten wir mal früher geheiratet...

Beitrag von julem 23.09.08 - 12:17 Uhr

Noch eine kurze Anmerkung wegen Steuerklassenwechsel. Falls ihr später wieder wechseln wollt, z.B. weil Dein Mann mehr verdient und es daher günstiger wäre, wenn er 4 oder 3 hat: Ein Steuerklassenwechsel ist nur einmal im Jahr möglich. Die Liquidität sollte ja auch nicht ganz außer acht gelassen werden.

@ Kerstin
"ACHTUNG! Da würde ich auf JEDEN FALL einen Steuerberater fragen!!! Viele Leute müssen aufgrund des Elterngeldes beim Lohnsteuerjahresausgleich nachzahlen und haben dann im kommenden Jahr evtl. Vorleistungen zu bringen!!"
Das bezieht sich dann auf das Jahr in dem die Frau Elterngeld erhält, also nicht auf den für das Elterngeld maßgeblichen12 Monatszeitraum. Da das Elterngelt dem Progressionsvorbehalt unterliegt und damit den Steuersatz erhöht, kann es im Fall der Fälle (z.B. Mann St-Kl. 3) bei der Steuerklärung zu Nachzahlungen kommen. Daher wird empfohlen 4/4 beizubehalten. Aber das ist von Fall zu Fall verschieden.

Viele Grüße
Julia

Beitrag von fee2212 23.09.08 - 12:01 Uhr

ACHTUNG! Da würde ich auf JEDEN FALL einen Steuerberater fragen!!! Viele Leute müssen aufgrund des Elterngeldes beim Lohnsteuerjahresausgleich nachzahlen und haben dann im kommenden Jahr evtl. Vorleistungen zu bringen!!

Im Endeffekt wird Dir steuertechnisch ja nix geschenkt - das gleicht sich alles am Jahresende wieder aus.

Wir werden auch noch zu nem Steuerberater gehen, ist uns viel zu heikel, denn man erwartet doch immer ne Rückzahlung vom Staat und könnte sich ne Nachzahlung garnicht leisten.

LG
Kerstin

Beitrag von almala 23.09.08 - 12:29 Uhr

Kommt darauf an wie hoch dann Dein Nettogehalt ist.

Das Elterngeld beträgt 67% des letzten Nettoeinkommens, max. jedoch 1.800.- €! Ich würde es so lassen wie es ist und nach der Geburt die Steuerklassen wechseln wenn Dein Mann arbeitet und Du zu Hause bleibst. Das Elterngeld muss ja nicht versteuert werden.

Außerdem werden die Einkommen beim Lohnsteuerjahresausgleich auf Jahresbasis gerechnet (deswegen heißt er ja LohnsteuerJAHRESausgleich).

Rentiert sich meiner Meinung nach nicht zu wechseln aber Du kannst Dich ja bei der Lohnsteuerhilfe beraten lassen.

LG Sabine