Krippe,wie verabschiedet ihr euch morgens, wenn euer....

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Forum: Kleinkind

Das Leben mit kleinen Kindern ist wunderschön, nie langweilig aber auch ziemlich anstrengend. Da können Tipps von anderen Müttern oder Vätern viel Erleichterung und Hilfe in den Alltag bringen. Viele Infos rund um euer Kleinkind  (z.B. Kinderkrankheiten) findet ihr auch in unserem Magazin.

Beitrag von rosa777 23.09.08 - 13:34 Uhr

Kind weint.....

Hallo,

Collin geht nun seid 4 Wochen in die Krippe, er mag gerne andere Kinder , ist aufgeschlossen und wenn nicht alle Kinder da sind, es dort etwas ruhiger zu geht, dann fühlt er sich ohne Mama dort sehr wohl. Nun sind die Tage der Eingewöhnung vorbei und alle 13 Kinder da und nun ist vorbei mit der Ruhe , vorallem Montags und wenn ich merke mein Kind fühlt sich da nicht wohl, dann fällt es mir schwer mich morgens von ihm zu verabschieden, ich meine ich merk ja ob mein Kind gern da ist oder nicht, er sitzt auf meinen Schoß bis ich gehe, ich versuche ihm ans spielen ranzu bringen und sobald ich sage ich geh jetzt , klammert er sich an mir fest und weint so sehr, es zerbricht mir das Herz, wie soll ich da lächeln und sagen es ist alles gut, ich komme wieder. Natürlich sag ich das, aber die Erzieherinnen meinten ich würde ihn mit meiner Unsicherheit den Abschied schwer machen. Ach was kann ich denn bloß tun? muß nächste Woche wieder arbeiten, er bleibt dann von 8-12 Uhr da. Was meint ihr zerstöre ich dadurch sein Vertrauen zu mir, leidet er so darunter ,das es ihm schaden wird, er sit 19 Mon. , wenn er sich so nach 30 min. beruhigt hat, macht er dort alles mit wie die anderen Kinder. Er geht in die Waldorfkrippe und mir passt schon einiges nicht, z.B. das sie Stricken , anstatt mit den kleinen zu spielen, ist das in anderen Krippen auch so? aber bei einer Tagesmutter wäre es doch das gleiche, da müßte ich mich auch verabschieden?

Also ich muß wieder arbeiten, wie kann ich es ihm erleichtern?

LG Nadine+Collin

Beitrag von nityanandi 23.09.08 - 13:37 Uhr

die erzieherinnen stricken? allerhand!
eine tagesmutter nimmt weniger kinder, deswegen ist es dort wohl "kuscheliger".

Beitrag von paula74 23.09.08 - 13:39 Uhr

hallo nadine
... das sind oft phasen. ich kenne das von unserer tochter. aber es schadet den zwergen nicht! und es ist natürlich, dass man selber dann nicht gerne geht (die erzieherinnen sollen dir mal kein schlechtes gewissen machen!).
wer strickt? die erzieherinnen? haben die sonst nichts zu tun? aber ich würde es nicht überbewerten. nimm dir zeit und lass es dir nicht zu sehr zu herzen gehen, wenn der kleine morgens weint. es wird mit sicherheit auch bessere zeiten geben.
alles gute, paula

Beitrag von lilly_lilly 23.09.08 - 13:42 Uhr

Hallo!

Keine Sorge, das wird schon.

Meine Kleine ist jetzt seit 3 Monaten dort, und erst seit 2 Wochen weint sie nicht mehr, wenn ich gehe.
Vorher genau wie bei dir: Weinen, klammern und furchtbar schlechtes Gewissen bei mir.

Allerdings bin ich immer so lange vor der Tür geblieben, bis sie aufgehört hatte zu weinen.
Und in der letzten Zeit war das sogar schon immer vorbei, sobald die Tür hinter mir zu war.

Also, lass dir und ihm Zeit. Das kommt schon noch, keine Sorge. Und ein schlechtes Gewissen brauchst du zwar nicht zu haben. Aber als Mama hat man das wohl.
Mir geht/ ging es genau so.
Mit der Zeit geht es aber vorbei.

Lg, Lilly

Beitrag von engelchen28 23.09.08 - 13:43 Uhr

hi nadine!

uns steht die eingewöhnung in der krippe (8 - 12.30 uhr) noch bevor ab oktober! da ich aber schon ein größeres kind habe, weiß ich, wie ich vorgehen werde und was gut klappt.

zeig' ihm, dass es toll ist, dort zu sein. zeig ihm freude und nicht unsicherheit! mach' ein klares ritual so à la: mama geht jetzt arbeiten und holt dich nachher wieder ab. kuss und tschüß. umdrehen, gehen. kurz und schmerzlos.

weinen, schreien sind okay. er kann ruhig gefühle zeigen.

wenn sich dein sohn nach spätestens 10 min. nicht beruhigt hat (wovon ich aber ausgehe) sollte die erzieherin dich anrufen!

lg

julia mit sophie (3) & paulina (15 mon.) #freu

Beitrag von mannu 23.09.08 - 13:48 Uhr

Du kannst es ihm erleichtern indem du den Abschied so kurz wie möglich hälst und nicht noch lange mit ihm knuddelst.

Dann denkt er, du bleibst vielleicht doch da.

Ausserdem haben die Erzieherinnen recht.
Deine Unsicherheit macht ihn unsicher.

Glaub mir, er hat sicherlich Spaß dort mit den anderen Kindern und es stört NICHT euer Verhältnis.

Das musst du dir im Hinterkopf halten und so positiv wie möglich an die Sache rangehen und ihn wirklich nur hinbringen, nocheinmal drücken und ein Bussi geben und dann viel Spaß wünschen und gehen...

Lg Mannu + #nikolas (26 Monate)

Beitrag von mellepelle 23.09.08 - 13:54 Uhr

HI,

auch wenn es hart ist und dir das Herz zerreißt:

Abschied so kurz wie möglich halten !!!

Es kommt einem als mama nicht so vor, aber es fällt dem kind noch schwerer je länger du mit dort bist.

Ich bin Erzieherin und muß das leider oft miterleben und kann es dir nur so sagen wie ich es dort sehe..

Nun bin ich ja selber Mutti und es bricht mir auch das Herz wenn mein Zwerg bei der Tagesmutti weint, ich könnt ihn noch ewig drücken, wenn er heulend seine Arme nach mir ausstreckt...und ich muß einfach gehen :-( Ich muß meine tränen auch echt wegkneifen #schmoll

Aber ich sehe es ja im Kiga, die kinder steigern sich total rein wenn die Mama da ist. Sie sind schneller wieder "da" (hören auf zu weinen) wenn du dich schnell verabschiedest.

Also hinbringen, ausziehen, viel Spaß wünschen, sagen das du arbeiten gehen mußt und ihn dann und dann wieder abholst (verlässlich !!!) und dann Knutsch und wech.....


LG melle mit Tim *09.12.2005 + #ei 21ssw

Beitrag von mamavonyannick 23.09.08 - 14:01 Uhr

Meiner geht schon lange in die Kita und trotzdem will er mich manchmal nicht gehen lassen. Die Erzieherinnen sagen ihm dann immer : "Die Mama muss auf Arbeit, komm lass uns zusammen am Fenster winken." Das funktioniert erstaunlich gut.
Wichtig ist, dass du keine Zweifel aufkommen lässt, ob der Kindergarten gut oder schlecht ist. Das merkt dein Kind. Und es kann auch lernen, dass gewisse Sachen gemacht werden müssen.
Und du solltest dir immer wieder sagen, dass du dein Kind nicht in eine Aufbewahrungsstation gibst, sondern dort ausgebildete Menschen arbeiten, die ihm etwas beibringen und dein Kind dort Sachen lernt, die es für seine Entwicklung braucht.
Kitas sind nichts schlechtes!!!

LG

Beitrag von mama97 23.09.08 - 18:39 Uhr

Hallo Nadine!
Ich kann dich sehr gut verstehen. Ich bin auch Mutter von 3 (Krippen)kindern. Jeder Mutter fällt es schwer, sich von seinem Kind zu verabschieden wenn es weint. Schlimm, wenn es nicht so wäre! Aber ich bin auch Krippenerzieherin und sehe oft die andere Seite. Meine Vorrednerinnen haben recht. Je länger su bleibst,umso schwerer wird es für euch beide. Dein Kind bekommt Hoffnung, daß du bleibst und wird dann tatsächlich enttäuscht. Deine Unsicherheit in bezug darauf, ob es deinem Süßen dort gutgeht, überträgt sich auf dein Kind. Dein Sohn hat sehr sensible Antennen und spürt deine Gefühle. Wenn er merkt, du hast Angst dich zu trennen und ihn dort zu lassen, meint er es passiert etwas schlimmes. "Warum sonst sollte Mama sich so benehmen, wenn es doch hier so schön ist?"
Überleg dir, warum du dein Kind in die Krippe getan hast. Welche Erfahrungen macht er dort, die du ihm nicht bieten kannst? Was erlebt er dort alles schönes? Wenn du ihn mit gutem Gefühl hinbringst und dich ebenso auf seinen Krippentag freust wie er es tut oder bald tun wird, dann wird der Abschied viel entspannter. Denke positiv!
Was ich nicht verstehe ist das mit dem stricken. Hast du dich vorher über die pädagogische Arbeit dieser Einrichtung informiert? Wenn dich etwas stört, dann sprich es an. Falls die Betreuer wirklich stricken, fänd ich das alles andere als gut. Rede mit ihnen und klär das.

LG,Marlen

Beitrag von rosa777 23.09.08 - 20:34 Uhr

Hallo, danke für deine, eure Antworten, ich denke jetzt viel positiver und hoffe das überträgt sich morgen auf den kleinen. Ich habe die Erzieherinnen darauf angesprochen und sie meinten, wenn sie etwas zutun hätten, würden sich die Kinder auch was zutun suchen, nun haben sie wirklich wenig Spielzeug da, Tücher, Bauklötze, Hölzer, Kugeln , Decken, Kissen und ein paar Ringe. Es sind 13 Kinder alle müssen erst lernen zu spielen, ich finde das man da die Kinder doch ans spielen ranführen sollte um halb 10 Uhr gibt es Frühstück, das heißt für meinen kleinen 2 Std. lange Weile, ab da an sehe ich kein Problem, nur ich will ja nicht immer meckern, wenn ich sie darauf anspreche, schließlich sollen sie ja noch lieb zu meinen kleinen sein.

LG Nadine

Beitrag von amadea 23.09.08 - 21:15 Uhr

Hallo

Mein Kleiner Leonard (23 Monate) geht auch in die Wiegestube des Waldorfkindergartens.. Ich habe mir diesen Krippenplatz bewusst ausgesucht.. Wenn ein Kind weint oder nicht ins Spiel findet, kümmern sich die Erzieherinnen sehr liebevoll um ihn.. Bei Euch wird es sicher auch so sein.. Keine gute Erzieherin lässt ein Kind weinen und strickt!!
Sicher , unsere Erzieherinnen machen auch " Dinge des täglichen Lebens" - während die Kinder spielen. Aber genau aus diesem Grund habe ich die Waldorfkrippe gewählt.. weil ich möchte , dass mein Kind sich eigenständig entwickelt und nicht i m m e r bespielt werden muss. und die Materialien sind eben so gewählt... dass sich alle Kinder kreativ und eigenständig damit beschäftigen können..

lg
amadea und Leonard

Beitrag von mama97 23.09.08 - 21:18 Uhr

Also es ist ja verständlich, daß die Kinder nicht den ganzen Tag bespielt werden, aber so? Wie du schon richtig sagst, sollte man die Kinder an ein Spiel heranführen. Ihnen etwas neues zeigen oder sie selber entdecken lassen, dann kann man sich auch wieder zurückziehen. Das genannte wenige Spielzeug liegt wohl daran, daß es eine Waldorfkrippe ist. Es gibt einfach keine "fertigen " Spiele.Das ist ja ansich auch nicht schlecht, aber Kinder müssen meiner Meinung nach,manchmal auch auf Ideen gebracht werden, gerade jetzt am Anfang. In meiner Arbeit spiele ich auch nicht ständig mit den Kindern, aber in dieser Zeit stricken würde mir im Traum nicht einfallen. Erzieher sollten diese Zeit nutzen um die Kinder zu beobachten. Gerade im freien Spiel werden Defizite, Fähigkeiten und Fertigkeiten besonders deutlich. Und damit man ebend nicht nur dasitzt und guckt, kann man seine Beobachtungen schriftlich festhalten. Schade finde ich auch,daß du als Mutter Angst hast, dein Kind könnte schlechter behandelt werden, wenn du Kritik anbringst.
Leider habe ich diese Erfahrung auch schon ( als Mutter) machen müssen, allerdings in der Schule. Kann ich also verstehen, daß man dann lieber runterschluckt.