Klapsen den tatsächlich so viele???

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Forum: Erziehung

Kinder fordern Eltern täglich neu heraus zu Auseinandersetzung und Problemlösung. Kinder brauchen Grenzen - doch welche und wie setzt man sie durch? Welche Erziehung ist die richtige? Nutzt hier die Möglichkeit, euch hilfreich mit anderen Eltern auszutauschen.

Beitrag von lisamey 23.09.08 - 20:05 Uhr

hallo,

mir ist hier im Forum schon aufgefallen, das ein richtiger Feldzug, gegen Mütter begangen wird, die Ihren Kindern mal einen Klaps auf den Po, bzw. Finger geben oder ähnliches....sind das denn tatächlich sooo viele???? Und wie soll man sich denn Eurer Meinung nach richtig verhalten, wenn Kinder einfach nicht hören wollen und man ihnen 10000000000000000 mal etwas sagt, und nix passiert oder es passiert jeden Tag auf´s neue...das ist so eher mein Problem, das ich schon mal denke Dir gehört ja mal der Hintern versohlt, obwohl ich nicht wirklich denke das meine Große dann hören würde ....Naturbiest :-p

lg Lieschen

Beitrag von ann75 23.09.08 - 20:12 Uhr

Ich denke, es geht nicht darum, ob tatsächlich so viele klappsen, sondern dass es bei vielen im Kopf ist, dass ein Klaps ab und zu okay wäre, bzw. dass es Situationen gäbe, in denen nichts anderes hilft.
Sicher kann es jedem von uns passieren, dass er in einer Übeforderungssituation unreflektiert klappst, aber das passiert mit Sicherheit schneller, wenn eine bestimmte Hemmung davor gar nicht erst existiert (weil man wie oben beschrieben darüber denkt). Es geht auch nicht darum, ob es dem Kind weh tut, oder wie schlimm diese Erfahrung für das Kind ist. Das Kind lernt: Gewalt gegenüber schwächeren ist eine Lösung und zweitens: meine Mutter ist mir gegenüber hilflos. Beides keine gute Ausgangsbasis für eine gelungene Beziehung, oder?

LG
Anne, die noch nie "geklappst" hat

Beitrag von le_sheep 23.09.08 - 20:14 Uhr

hi,

das könnte hier eine längere diskussion werden.

Ich bin der meinung, dass es Unterschiede macht, ob man sein Kind auf den Hintern haut oder, wenn wirklich gefahr besteht (Herd etc) auf die Finger klopft.

Zweiteres kann ich durchaus vertreten.

Nur sollte man bei solchen Gesprächen nicht vergessen, dass jeder Mensch die Worte Klaps, Schlag, Hieb etc anders für sich definiert. Deswegen sollte man das hier vielleicht nicht in dieser Form besprechen.

LG

Beitrag von le_sheep 23.09.08 - 20:19 Uhr

mir ist grad noch eingefallen:

Wenn ein Kind auch das 1000. mal nicht hört und macht, was es will, wird ein "Klaps" auch nicht helfen. Denn dem Kind ist es ja egal.

LG

Beitrag von lisamey 23.09.08 - 20:25 Uhr

Ja das sagte ich ja auch schon, das ich der Meinung bin, das Kinder da wenig drum geben...zum Beispiel meine Tochter, eine ganz süße, aber aufgedreht und ein Energiebündel, was mal ganz nett ist aber auch sehr sehr anstrengend. So nun schläft ihr kleiner Bruder nebenan, ja ich habe ihr schon soooooooooooo oft gesagt, sei bitte etwas leider, der Kleine Schläft nebenan...da hab ich schon Tv Verbot erteilt, wenn es extrem war, und Stubenarrest, mal einen Tag, vor allem wenn ich merke sie macht es extra um zu testen wie weit ich gehen möchte hab ich dann so das Gefühl.

Denn ich denke mit 8 muss das doch mal sitzen wenn ich Dir vor zwei Minuten gesagt habe, sei bitte leise...oder ich sagte hörst Du bitte auf zu singen, der Kleine schläft und sie singt trotzdem laut weiter....da muss ich mir doch als Mutter an den Kopf fassen :((((

Das sind dann so Situationen wo mir echt die Hand ausrutschen könnte und leider auch schon ist...aber gebracht hat es nichts ..... ausser das ich mich mies gefühlt habe und mich entschuldigt habe....Kinder machen es uns auch nicht leicht finde ich....

Beitrag von le_sheep 23.09.08 - 20:31 Uhr

hi,

mit sicherheit ist es nicht einfach.

Ich verstehe auch, dass man da ausrastet und nicht mehr weiter weiß. Ich würde wahrscheinlch auch verzweifeln.

Aber wenigstens kommt es ja nicht mehr vor, wenn du weißt, dass es nicht hilft! #pro

LG

Beitrag von nane29 23.09.08 - 21:38 Uhr

Hallo,

ich weiß, ich habe leicht reden, denn meine Tochter ist erst 2 und mir steht das Schlimmste ganz bestimmt noch bevor.

Ich bin auch der Meinung, dass Klapsen nicht nur falsch ist, sondern auch nix bringt. Aber ich weiß auch jetzt schon, dass die Kleinen einen manchmal in den Wahnsinn treiben können und manchen dann aus Mangel an anderen Ideen die Hand ausrutscht.

Ich überlege gerade, wie ich vorgehen würde.
Erstmal würde ich versuchen, auf Augenhöhe mit ihr zu reden (ich weiß, wird wohl nix bringen, aber versuchen sollte man es auf jeden Fall). Ganz ruhig mal zu ihr setzen und sagen: "Pass auf, wir hatten ja jetzt öfter schon Stress weil du zu laut bist, wenn der Kleine schläft. Ich glaube, du verstehst eigentlich, warum ich dich darum bitte, aber du kriegst es irgendwie trotzdem nicht hin. Wie kommt das? Was schlägst du vor, was würdest du an meiner Stelle machen?"

Einfach mal ihre Seite anhören, sie mit in die Verantwortung nehmen und gucken, was dann kommt. Vielleicht findet ihr einen Kompromiss. Oder einen Deal. Dass sie sich in irgendeinem anderen schalldichten Raum (Keller?#schein) aufhält, bis sie selbst ins Bett geht. Dass sie alleine dafür sorgen muss, dass ihr Bruder wieder einschläft, falls sie ihn weckt #schein.

Grundsätzlich würde ich (nicht mitten in der Situation, wenn ihr euch gerade fetzt, sondern in einem ruhigen Moment) an ihre Vernunft appellieren und einen Deal mit ihr machen, der eine klare Konsequenz beinhaltet, falls sie ihren Bruder tatsächlich aufweckt.

Ach, ich weiß auch nicht, ob das funktionieren würde. #hicks

LG Jana

Beitrag von katzeleonie 26.09.08 - 08:28 Uhr

Bei mir wurde früher keine hundertmal gewartet, sondern das kam beim 3. mal. UNd doch, er half. Egal war es mir nicht.

lg

Beitrag von ann75 23.09.08 - 20:27 Uhr

Viel besser, als man es in kurzen Worten hier beschreiben kann, ist es in dem Urbia-Artikel "Wie schädlich ist eine Ohrfeige" beschrieben, auch zum Thema "Klaps auf den Po". Der Artikel wird hier direkt unter deinem Thread empfohlen ("Lesen sie dazu auch unseren Artikel...")

Beitrag von marion2 24.09.08 - 12:33 Uhr

Hallo,

der Artikel ist nicht so doll....

Da steht nur drin, wie man es nicht macht. Ich mag keine "Contra"-Artikel ohne echte Alternativvorschläge.

Gruß marion

Beitrag von ann75 24.09.08 - 17:21 Uhr

Hallo Marion,

prinzipiell hast du Recht. Aber die Alternativen gleichzeitig aufzuzeigen, hieße ja, grundlegende Erziehungsprinzipien zu klären und das hätte in dem Artikel zu weit geführt. Ich finde, der Artikel hat lediglich das Anliegen, das Verharmlosen von "Klapsen und co." zu überdenken. Es gibt ja bei urbia und co. noch genug andere Artikel zu grundsätzlichen Erziehungsfragen in dieser Rubrik.
Liebe Grüße

Anne

Beitrag von melaena 23.09.08 - 20:39 Uhr

Ich wurde als Kind nicht geklapst, mein Sohn wird nicht geklapst, in meinem ganzen Umfeld -bei Freunden und Verwandten wird und wurde nicht geklapst.... Gleich und Gleich gesellt sich gern ;-)

Wenn mein Kind etwas "verbotenes" macht dann sage ich Ihm das, wenn er nicht hört "nehme ich Ihn aus der Situation heraus", wie man so schön sagt.

Ich würde erst gar nicht damit anfangen etwas 10000000 zu wiederholen, das ist doch ebenso sinnlos wie frustrierend.
Ich würde aber auch nie auf die Idee kommen mein Kind deswegen zu schlagen.

Ich habe weiter oben Dein Beispiel von der singenden Tochter gelesen, die den schlafenden Sohn stört.

Da hast Du doch den lebenden Beweis, dass Klapsen nicht funktioniert;-)
Bei einem so altem Kind würde ich an die Vernunft und das Mitgefühl appellieren und v.a. dafür sorgen dass sie sich nicht langweilt.
Auch in dieser Situation fände ich es ausgesprochen erbärmlich das Kind zu schlagen

Beitrag von lisamey 23.09.08 - 20:48 Uhr

Naja langweilen ist gut, das passiert meist wenn sie nach oben geht aus ihrem Zimmer was holt oder mit mir Ihr Abendritual (malen oder lesen) durchführt...dann sagt sie ups tut mir leid und 2 Minuten später ist wieder alles vergessen...und das ist sowas das ärgert mich ...hat ja jetzt mit der Klapsdisskussion nix zu tun...

Beitrag von nityanandi 23.09.08 - 21:13 Uhr

gewalt gegen kinder ist ein ausagieren der eigenen hilflosigkeit und überforderung.
das muss man sich eingestehen, dann kann man nach intelligenteren konfliktlösungsstrategien suchen.

Beitrag von kja1985 23.09.08 - 23:12 Uhr

Mein Mann hört auch nie, ich glaub morgen ist mal der Rohrstock fällig...

Mal ganz ehrlich, wie kann man es moralisch und ethisch vertreten ein kleines Kind zu schlagen (oder zu klapsen, ist doch das selbe)?

Das ist so armselig.

Beitrag von siriia 24.09.08 - 00:40 Uhr

HAllo Lieschen!

Schau doch mal die "Super Nanny"... hast du da schon mal gesehen, dass die Kinder geschlagen werden, geschweige denn Klapse auf den Po bekommen??? Da funktioniert es komischerweise auch ohne, wenn diese Katja Saakfrank in den Familien ist.
Ich arbeite auch als Erzieherin im KiGa - bei uns würde es ja zugehen, wie bei Hempels unterm Sofa, wenn die Kids nicht hören würden! Meiner Meinung nach liegt das alles nur an der Erziehung. Wenn Eltern klapsen oder zuhauen, sind sie meistens überfordert oder wissen sich mit Worten nicht mehr zu helfen.... #schmoll

Liebe Grüße,
SIRIIA mit Jannik#baby

Beitrag von katzeleonie 26.09.08 - 08:30 Uhr

Ja, weil sich alle von ihrer besten Seite zeigen, klappts. Das ist leider nicht die Realität.

lg

Beitrag von gunillina 28.09.08 - 00:48 Uhr

Meine Güte, als Erzieherin solltest du meiner Meinung nach etwas differenzierter Schreiben: Katja Saalfrank ist SHOW, nix anderes. Klar klappt das da dann mit der Tussi. #augen Und klar sind die Eltern furchtbar. Die sind gecastet worden, die bekommen gesagt, was sie tun sollen, damit es so zugeht. Schließlich wollen die Zuschauer ja action...#ole
Und es macht einen HIMMELWEITEN Unterschied, ob du als Erzieherin im Kindergarten Grenzen setzt oder ob du zu Hause als Mutter Position beziehen mußt. Ich habe das in meiner Ausbildung als Erzieherin auch gelernt. Du nicht?
Letztlich ist die Erzieherin immer noch jemand anderes als die Mutter. Erzieherinnen sind ja bei Weitem nicht so emotional in die Konflikte im Kindergarten verwickelt. Und irgendwann ist Feierabend und die Kinder gehen zu Mama nach Hause.
Sobald Gefühle mit in den Konflikt kommen, wird es für alle Beteiligten schwerer. Ist so.
L G
Gunillina, Erzieherin/Sozialpädagogin UND Mutter (und manchmal ist der Job echt einfacher als die Arbeit zu Hause)

Beitrag von siriia 28.09.08 - 14:54 Uhr

Hallo Gunillina!

Danke für deinen Beitrag. Erstmal muss ich sagen: was du in deiner VK "über dich" geschrieben hast finde ich super - dem stimme ich vollstens zu #pro
Du hast schon recht, die "Supernanny" ist Show - aber ich finde, wenn jemand wie DIE in eine Sendung macht, dann muss sie ja auch Ahnung haben, von dem was sie tut. Sie muss authentisch und glaubwürdig sein. Ansonsten könnte sie das nicht machen. Eine lasche Erzieherin ohne Power, die nicht immer durchgreifen kann, ideenlos ist und wenig Ahnung von praktischer Pädagogik hat, ist dort fehl am Platz. Also wäre meine Schlussfolgerung: Frau Saalfrank ist so eine Erzieherin, die all das mitbringt. Ich meine, die frau hat 4 Jungs zuhause!! Da muss sie
1.) wissen, was sie tut
2.) auch zuhause durchgreifen können
3.) auch zuhause ihrem Erziehungsstil & -ziel treu bleiben.

Sonst hätte sie sicher keine 4 Kinder. Und ihre Meinung, die sie in den Sendungen äußert, zB. dass man keine Kinder schlägt, wird sie wohl auch zuhause so umsetzen. Ich denke, das ist ihre Art und ich glaube nicht, dass an ihrem Verhalten so viel "gespielt" ist, wenn überhaupt.
Wenn ich so manche Erzieherin im KiGa sehe, dann wünsche ich mir oftmals eine Frau Saalfrank her, um ihnen zu zeigen, wie man mit Kindern wirklich umgeht. Es sagt nämlich oft gar nichts, dass jemand den Beruf "gelernt" hat!!! Entweder man kann mit Kindern, oder man kann es nicht - alles andere ist echt Theorie-Blabla, wenn man den Kindern keine Gefühle zeigen kann. Auch wenn es nicht die eigenen Kinder sind.

Ich gebe dir recht damit, dass die Eltern in den "Supernanny"-Sendungen gecastet sind - leider. Aber wahrscheinlich ist es besser so. Es wäre wohl nicht zu verantworten derart schlimme Familien zu zeigen, wo die Eltern ihre Kinder schlagen, anschreien, ignorieren, saufen, Psychos & "Assis" sind (sorry wg. der Formulierung)... Aber es gibt leider auch solche Familien und da wäre es authentischer und angebrachter, eine Frau Saalfrank hinzuschicken. Aber das wäre wohl dann auch unverantwortlich, die Supernanny in eine solche Familie zu schicken - niemand würde das aushalten! #schock

Lieben Gruß,
***Siriia***
(Erzieherin & arbeitende Mama #hicks)

Beitrag von aggie69 24.09.08 - 09:27 Uhr

Ich bin gegen jegliches Klapsen, da ich der Ansicht bin, daß es nicht Strafe für ein Kind ist, sondern daß die Eltern sich nicht im Griff haben!

Blicken wir mal ganz weit zurück in unsere eigene Kindheit. Viele sagen, das Klapsen hätte nicht geschadet. Genützt hat es aber garantiert auch nichts! Im Gegenteil - ich kannte einige Kinder, die zu Hause Schläge bekamen. Und was waren das für Kinder? Die frechsten von allen! Liebe, ruhige Kinder bekamen zu Hause weder Klapse noch Schläge, sondern wurde liebevoll behandelt!

Ich habe niemals Klapse oder Schläge bekommen, da meine Eltern in ihrer eigenen Kindheit festgestellt haben, daß es nichts nutzt, sondern nur Haß schürt.

Beitrag von steiermark 24.09.08 - 11:10 Uhr

Ohje, da müßte ich ja total daneben sein.

Ich habe schon was auf den Allerwertesten bekommen, habe aber dennoch Matura gemacht und eine Ausbildung mit alles 1ern abgeschlossen.
Auch bin ich ein sehr umgänglicher Mensch.

Kinder von Alkoholikern werden ja auch nicht zwangsweise Alkoholiker.

Ach ja, und deine Eltern haben ihre Erfahrung auch nicht an dich weitergegeben.

lg karin

Beitrag von aggie69 24.09.08 - 14:09 Uhr

Ich rede nicht davon, daß "geschlagene Kinder" automatisch doof werden. Ne,ne - ich kenne einige, die waren supergut in der Schule - haben aber ein aggressives Verhalten an den Tag gelegt, weil sie es von zu Hause so kannten.
Es muß ja nicht jeder so werden aber auf den Großteil der Kinder trifft es zu.
Und welchen Nutzen hast Du denn persönlich aus den Schlägen gezogen?
Zum Glück brauchte ich nicht die gleichen Erfahrungen machen wie meine Eltern. Sie haben mir in meinem ganzen Leben so viel Liebe, Geborgenheit und Verständnis geschenkt, daß ich ihnen für immer dankbar sein werde und auch immer alles mir mögliche für sie tun werde!

Beitrag von aureliana 25.09.08 - 20:08 Uhr

Hi, ich muss mich auch mal da rein hängen :-)

ich wurde auch geschlagen als Kind, mit Latsch und so. Meinem Sohn könnte ich das nie antun, aber mal zum Thema, ich denke, es hat was gebracht. Ich habe auf jeden Fall dann immer mein Zimmer aufgeräumt, so das ich nicht wieder geschlagen werde. Also, man hatte mehr Respekt und leider, ja leider wusste meine Mutter sich anscheind damals nicht besser zu helfen. Aber ich lebe noch und war auch nicht tagelang traurig. Man hat halt wieder mal paar Tage lang gehört, nach dem es "Kloppe" gab.

Und ich denke, wenn man schwache Nerven hat, gehen die einem recht schnell durch, kenn ich an mir, bloß das ich dann erst mal raus gehe eine Rauchen.

Aber trotzdem halte ich von Klapsen und Schlägen gar nichts, ein kleines hilfloses Wesen, was man unendlich liebt, schlagen? Nein, nicht für mich, dann beis ich mich lieber selbst wenn ich nervlich am Ende bin.

LG
Ines

Beitrag von sidonie 27.09.08 - 10:03 Uhr

ich habe früher auch mal einen oder mehrere Klapse bekommen. War immer ein temperamentvolles intelligentes Kind und weder asozial noch minderbemittelt. Ich war in der Schule nicht frecher als andere.... Und meine Söhne, ja die haben leider auch schon mal einen Klaps auf den Po bekommen....und sind auch nocht die frechsten in der Klasse. Mein Großer ist ein angesehener und guterzogener Schüler bei den Lehrern. Selbst andere Mütter haben mich auf die zuvorkommende und charmante art meines Sohnes angespochen...Soviel haben wir ja dann bisher nicht falsch gemacht....

Mein Kleiner weiß auch was Anstand ist, muss aber leider noch lernen sich zu Konzentrieren und still zu sitzen. Ein anderes Kind in der Klasse meines Sohn, wird auch ohne Klapse zu Hause erzogen (so die Mutter) und das ist aber das frechste Kind in der Klasse...Der kann Ausdrücke sagen da fällt dir gar nix mehr zu ein...und Anstand und gut erzogen ist er auch nicht. Soviel zu deiner Theorie....Ich finde es traurig, dass alle immer über einen Kamm gescherrt werden...

Beitrag von mamavonyannick 24.09.08 - 10:10 Uhr

Ich frage mich immer, warum wir zwischen Kindern und Erwachsenen unterscheiden. Wenn mein Kind nicht hört, dann muss ich mir andere Konsequenzen überlegen. Und da gibt sicherlich noch mehr Möglichkeiten, als nur mal eben zu klappsen. Zumal das ja auch nicht weh tun soll - Warum mach ich das dann?

Wenn euer Nachbar den Hausflur nicht wischt (oder was auch immer), dann ist doch nicht auch meine einzigste Konsequenz, zu ihm zu gehen und auf die Finger zu klappsen. Der würde mich anzeigen. Und zwar einzig und allein der Handlung wegen. nicgt etwa, weil ich ihn schwer verletzt habe.

Wenn ein Kind nicht hört, gibt es so viele Möglichkeiten, es zu "bestrafen", die sind alle mal wirkungsvoller, als der klapps auf den Po. Gebt den Kindern, wenn sie z.B. schubsen oder hauen eine Auszeit, sagt, dass sie nicht mehr mitspielen dürfen. Nur eine Minute stillsitzen ist viel "schlimmer" und damit wirkungsvoller. Wenn sie rumschreien und ihre Trotzphase haben, dann schickt sie ins Zimmer. Das ist viel effektiver...
Und natürlich muss man diese Handlungen öfters machen, weil es dennoch vorkommen wird, dass sie schubsen, toben, hauen und einfach nicht hören.
Wenn der berühmte "Klapps" bewirken würde, das mein Kind von da an nicvht mehr das macht, was ich verboten habe, wenn nur ein einziger Klapps reichen würde, dann würde ich draufhauen. Aber dieser Klapps wird das nicht bewirken. Warum auch, der tut ja nicht weh. Oder wollt ihr euren Kindern mit so einem Klapps weh tun?
Und wenn ja, warum sagt ihr eurem Kind dann auf den Spielplatz es darf andere Kinder nicht hauen, weil es denen weh tun könnte?#kratz
Es gibt also nicht nur wirkungsvollere Konsequenzen sondern ihr als eltern widersprecht euch. Du Kind, darfst nicht hauen, um deinen Willen durchzusetzen. Ich Mama mache das aber dennoch. Wo ist denn da die Logik und wie soll das ein Kind verstehen.

Viele Grüße, Katrin

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