Übungswehen, Senkwehen, Vorwehen, was ist was???

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Forum: Schwangerschaft

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Beitrag von carrigan 23.09.08 - 21:09 Uhr

hallo...


also, ich würde gerne mal wissen, was genau Senkwehen, Übungswehen und Vorwehen sind, wie die Symptome dafür sind, ab wann sie auftreten i.d. Regel, und vor allen, wie schlimm welche sind???

da gibt es doch noch Eröffnungwehen oder so... ich versteh bald ur noch Bahnhof...

hab vor spontan zu entbinden nachdem mein erstes Kind per KS kam, und da hatte ich gar keine wehen, nix von alledem hab ich jedenfalls gemerkt..

über aufklärung wäre ich dankbar und beruhigt..

LG Suzy (26.ssw) mit Justin

Beitrag von ramona1985 23.09.08 - 21:35 Uhr

Das kann man schlecht beschreiben m. M. nach! Das muss man erleben, aber man merkt garantier den Unterschied.

Übungswehen kann man aber muss man nicht spüren, genauso wie die Senkwehen etc...

Wenn die richtigen Wehen anfangen merkt man das.

Beitrag von karbolmaeuschen 23.09.08 - 23:16 Uhr

Liebe Suzi!

Medizinisch ist eine Wehe irhythmische Muskelkontraktion der Gebärmutter während des Gebärens.

Es gibt verschiedene Arten von Wehen:

1.Übungswehen
Sie können etwa ab der 25. Schwangerschaftswoche auftreten. Dabei wird der ganze Bauch hart. Übungswehen, die länger als eine Minute dauern oder starke Schmerzen verursachen, bedürfen der gynäkologischen Abklärung. Gegen Ende der Schwangerschaft (ca. ab der 36. Woche) gehen die Übungswehen in Vorwehen über.

2.Vorwehen
Sie sind unregelmäßig und unterschiedlich schmerzhaft. Sie treten in den Wochen vor der Geburt auf und werden auch als Senkwehen bezeichnet, da sie das Baby dazu bringen, sich Richtung Muttermund zu senken. In dieser Zeit kann auch äußerlich beobachtet werden, dass der Bauch der Schwangeren sich allmählich senkt.

3.Eröffnungswehen.
Hierbei handelt es sich um regelmäßig wiederkehrende Wehen, die an Stärke und Häufigkeit zunehmen. Mit ihnen beginnt die Geburt. Eröffnungswehen dienen zur Öffnung des Muttermundes auf die erforderlichen zehn Zentimeter Weite.

4.Presswehen
Sind Wehen, welche das Baby durch die Scheide schieben und von der Gebärenden durch starkes Pressen unterstützt werden können.

5.Nachgeburtswehen
Sind Wehen, die, meistens innerhalb von 30-60 Minuten, zur Ablösung und Ausstoßung der Plazenta führen.

6.Nachwehen
Sind Wehen, die in den 2-3 Tagen nach der Geburt, also des Wochenbetts, auftreten und die Rückbildung der Gebärmutter (Involutio uteri) sowie die Blutstillung unterstützen. Sie treten vermehrt bei Mehrfachgebärenden sowie bei Müttern auf, die ihre Kinder stillen. Im letzteren Fall werden diese Wehen auch als Stillwehen bezeichnet. Sie sind auf die wehenfördernde Wirkung des Oxytocin zurückzuführen.


Geburtswehen werden von den meisten Frauen als heftige Schmerzen empfunden. Besonders die letzten Eröffnungswehen können so stark werden, dass sie oft nur unter Schmerzensschreien ertragen werden können. Sie werden den stärksten Schmerzen überhaupt zugeordnet.

Die Art und Weise, wie Frauen die Wehen empfinden, hängt zum Teil von ihrer Einstellung zur Geburt und von ihrer Fähigkeit zur Entspannung ab. Dabei kann die Umgebung und die Unterstützung von Partner und Geburtshelfern wichtig sein. Auch das Alter bei der ersten Geburt spielt eine Rolle: Bei jüngeren Frauen sind die Gewebe des Geburtskanals elastischer, weshalb bei deren Dehnung weniger Schmerzen auftreten.

Die Wahrnehmung der Schmerzstärke kann durch eine positive Einstellung zu den Wehen und entsprechende Atemtechnik geringer ausfallen. Objektiv kann der Wehenschmerz durch verschiedene Medikamente oder Anästhesieverfahren (z. B. Periduralanästhesie) gelindert werden. Allerdings können Medikamente und Verfahren eine negative Auswirkung auf die Geburt haben. Zum einen auf die Geburtsdauer, da sie die Effektivität der Wehen selbst verringern können und die Mitarbeit der Gebärenden erschweren. Zum anderen aber auch auf das Kind, da die schmerzstillenden Substanzen auch in den Blutkreislauf des Kindes gelangen. Viele Frauen empfinden die Mitarbeit unter den Presswehen als Erleichterung, um den Schmerz besser ertragen zu können.

Gruß Silke
exam. Krankenschwester

Beitrag von carrigan 24.09.08 - 09:18 Uhr

danke, das war wirklich mal eine antwort... :-p

LG Suzy