Frage zu Krippeneingewöhung und "Nebenwirkungen"

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Forum: Kleinkind

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Beitrag von sunshine77 23.09.08 - 22:14 Uhr

guten abend!
ich wollte mal horchen, wie lang eure kinder gebraucht haben, um sich an die krippe zu gewöhnen. gestern hat bei uns die 4te woche begonnen und mein kleiner macht sehr kleine bis keine fortschritte. wir sind nun bei 2 stunden. länger geht nicht, weil er sich sonst total einweint.
das witzige ist, er geht gern hin. er geht durch die tür, er lässt sich ganz bereitwillig seine hausschuhe anziehen und geht auch in die gruppe. aber sobald ich mich dann verabschiede bricht seine kleine welt zusammen. er denkt wahrscheinlich, dass ich nie wieder zurück komme. er lässt sich dann ablenken, aber in den 2 stunden weint er wohl mehrfach und ruft nach mir. ich kann ihm glücklicherweise alle zeit der welt lassen, da ich selbstständig bin. er soll die zeit, die er braucht, auch bekommen, nur bin ich neugierig, wie es bei anderen kindern so abläuft. wenn ich daran denke, dass er irgendwann mal dort schlafen soll, kann ich es noch gar nicht glauben. da sind wir wohl noch weit von entfernt...
und dann glaube ich auch, dass ihn diese neue situation sehr beschäftigt. er braucht neuerdings bis zu einer stunde eh er einschläft. das kenne ich gar nicht von ihm...
ich bin auf eure erfahrungen gespannt.
LG
sunshine77 und jelle (17 monate)

Beitrag von eumele76 23.09.08 - 22:22 Uhr

Hi,

bei uns ging das sehr schnell und sehr gut. Samuel geht in die Krippe, seit er 1 Jahr alt ist.

Die ganze Eingewöhnung dauerte nicht mal 1 Woche. Die ersten beiden Tage bin ich 3 Stunden mit dageblieben. Am nächsten Tag sollte ich dann nach 1 Stunde auf Abruf gehen.

Und ab da ging es ohne Probleme. Nach 1 Woche Ferien hat er dann morgens schon geweint, sich aber beruhigt sobald ich weg war.

Ich denke das kommt auch sehr auf den Zeitpunkt an, d.h. wie alt das Kind ist.

Ich hatte grösste Bedenken, weil Samuel nicht so den Kontakt zu anderen Kindern gewohnt war und immer sehr geweint hat, sobald ein anderes Kind zu laut wurde.

Aber es hatte super geklappt, auch wenn mir gerade anfangs sehr mau war.

LG,
Nina mit Samuel 15,5 Monate

Und

Beitrag von ricy_77 24.09.08 - 08:57 Uhr

Hallo,

bei uns war das auch problemlos. Niklas geht zur TaMu seit er 12 Monate ist, ganztags, da sind noch 5 andere Kinder.

Ich hatte 1,5 Wochen eingeplant für die Eingewöhnung und schon Angst, das könnte zu wenig sein. Aber am 5. Tag hat er bereits den gesamten Tag dort verbracht.
Den ersten Tag waren wir nur mal ne Stunde schauen, den zweiten für 3 Stunden da (ich eine davon weg), den dritten Tag hat er schon mit Mittag gegessen etc.

Meine TaMu hat beim Einführungsgespräch damals gesagt, dass sie die Erfahrung gemacht hat, dass so eine schnelle Eingewöhnung meist viel besser funktioniert. Sonst gewöhnen sich die kleinen Mäuse daran, dass die Mama eben auch bei der Kinderbetreuung immer da ist und wenn sie dann mal nicht da ist, ist das Geschrei groß. Wenn sie ziemlich schnell merken, dass das was ist, was sie ohne Mama machen, ist dann der "Schock" nicht so groß. Und irgendwie leuchtet mir das ein....

Aber jedes Kind ist anders und auch die Praxis in den verschiedenen Einrichtungen.

LG
Ricy

Beitrag von torby2002 24.09.08 - 10:03 Uhr

Hallo,

dein Sohn ist schon in einer schwierigen Phase für die Eingewöhung. So lange wie sie ca. 1 Jahr sind, gewöhnen sie sich schneller dran.

Mika ist mit 24 Monaten das erste Mal in die Krippe. Die erste Woche war ich immer mit da und wir waren nur vormittags für ca. 1,5h da. Da konnte er schon mal die Kinder kennenlernen und seine Erzieherin. Danach ist er dann für 6h gegangen. Ich hole ihn nach dem Mittagessen immer ab. Die erste Woche war schrecklich. Er hat beim Abgeben immer geweint, aber sobald wir ausser Sichtweite waren, ging es wohl. Er hat aber auch Zuhause immer gesagt, dass er da nicht hin möchte und hat viel geweint wenn man die KITA nur erwähnt hat. Schlafen ist seitdem auch ein riesiges Problem. Er ist total aufgewühlt, braucht lange um überhaupt zur Ruhe zu kommen und ich muss bei ihm bleiben bis er eingeschlafen ist. So ca. 1h bevor wir aufstehen, kommt er dann in unser Bett gekrabbelt. Will sich wohl nochmal bisschen Nähe vor der KITA abholen.

Aber seit dieser Woche ist alles super. Wir sind jetzt in der 5. Woche und heute morgen hat er das erste Mal nicht mehr geweint. Er erzählt jetzt freiwillig von der KITA, spielt mit den anderen, ißt viel besser als Zuhause, nur das Einschlafen ist noch nicht wieder wie vorher.
Also keine Panik. Irgendwann gewöhnen die Kleinen sich dran. Wobei ich glaube, dass das mit 2 Stunden gar nichts bringt. Er wird doch sicher nicht das erste Kind in der KITA mit diesem Problem sein. Wie soll er denn nach und nach immer wieder von neuem verkraften, dass Mama später kommt als letzte Woche z. B.
Mika weiß von Anfang an, dass er nach dem Mittag abgeholt wird. Wenn er mal weinerlich wird, sagt ihm die Erzieherin das und daran kann er sich dann orientieren und dann ist für ihn auch wieder alles ok.

torby2002+Mika (05.09.2006)