Meine Familie

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Forum: Familienleben

Die Oma füttert die Kinder übermäßig mit Süßigkeiten, Probleme mit der Schwiegermutter, Tipps zum Feiern der Taufe: Hier ist Platz für alle Themen rund um die Familie.

Beitrag von lisabine1986 23.09.08 - 22:31 Uhr

Hallo,

ich weiss langsam echt nicht mehr was ich machen soll. Meine Familie ist echt unmöglich. Meine Mutter macht momentan gar nichts im Haushalt #schock, das Geschirr stapelt sich schon haufenweise in der Küche, genauso die Wäsche im Bad. Wann der Boden mal geputzt wurde weiss ich gar nicht, abgesaugt wird halt bei Bedarf. Okay, meine Mutter ist grad Gesundheitlich angeschlagen, wurde schon 2 mal operiert und da die Wunde nicht besser wird, muss sie bald wieder operiert werden, aber das sie gar nichts macht, kann ich echt nicht verstehen.

Mein Bruder, bald 26 Jahre alt, wohnt immernoch zuhause bei Mama. Ist Arbeitslos, tut auch nichts im Haushalt und macht auch keine anstalten nach Arbeit zu suchen.

Meine Schwester 16, geht nicht in die Schule. Okay, auch sie hat kein gutes Imunsystem und war erst heute wieder beim Arzt um Blutabnehmen zu lassen. Aber sie hat sooo viele fehlttage. Sie hat jetzt erst die Schule gewechselt, weil sie in der anderen Schule angeblich bedroht wurde. Auch sie macht nichts im Haushalt. Ihren Hasenkäfig macht sie sauber, um das Katzenklo kümmert sie sich nicht.

Meine Mutter hat 2 Jahre lang eine Nachbarin gepflegt, im Mai ist sie allerdings gestorben. Seitdem ist sie Arbeitslos. Sie hat auch immer gemeint sie hätte da so viel geputzt und so. Aber meine Oma und einige meiner Tanten haben die Wohnung geputzt, weil die meinem Onkel gehört. Die Wohnung war dreckig. Meine Mama hat ansichten das ist echt schlimm. Sie würde ja so viel machen und was weiss ich.

Es ist so schlimm das es meine ganze Familie belastet, also auch Oma, Opa und die Tanten. Es machen sich alle Sorgen und einen Kopf, was und ob sie was machen können. Meine Oma macht sich Vorwürfe, ob sie nicht etwas falsch gemacht hat, aber die anderen Kinder sind doch auch sauber und ordentlich. Vor allem will ja so kaum einer was mit Ihnen zu tun haben. In die Wohnung will niemand gehen, einfach weil es so dreckig ist. Ich würde mich auch schämen da jemand reinzulassen.

Gut wir hatten es die letzten Jahre nicht leicht. Mein Vater hat sich vor fast 8 Jahren das Leben genommen. Als er noch da war, hatten wir immer Geld und es ging uns gut. Wirklich sauber war es damals auch nicht, aber um einiges besser als jetzt. Meine Mutter hat viele Fehler, die ich bei meiner Tochter anders machen werde, weil ich ihr sowas nicht bieten möchte. Meine Familie bekommt ihr Leben nicht auf die Reihe, sie schieben es irgendwie auf den Tod von Papa. Aber ich habe auch meinen Papa verloren und ich habe mein Leben auf die Reihe bekommen und das sogar mit Kind. Ich bin noch nicht ganz zufrieden mit meinem Leben und auch ich bin nicht perfekt aber ich habe es ganz gut im Griff.

Meine Mutter ist dazu noch depressiv und Panikpatientin. Sie nimmt Tabletten, die mein Bruder auch nimmt. Rauchen tun sie natürlich auch und wehe sie haben mal keine. Da sie kaum Geld haben wird dann Überall mal nachgefragt wer Geld leihen kann für Zigaretten. Ich finde das so schlimm.

Bisher hab ich meine Tochter immer dort gelassen da ich ja arbeiten muss. Aber mir sind irgendwie die Augen aufgegangen. Ich will sie nicht mehr dort haben. Das kann ich ihr echt nicht antun.

Mein Opa hat schon gesagt das bald ein Knall passiert. Er weiss nicht was, aber es kommt was. Und das Gefühl habe ich auch.

Wie kann ich meiner Familie helfen?? Putzen werde ich dort garantiert nicht. Ich habe schon öfters geholfen und es ist nicht mein Haushalt. Außerdem lernen sie daraus nichts.

Habe schon überlegt beim Jugendamt anzurufen und mal zu schildern was wirklich da los ist. Oder Gesundheitsamt?? Ich hab echt keine Ahnung was ich machen soll, aber so kann es doch nicht weiter gehen.

Tut mir leid das es so viel geworden ist, aber ich muss es echt mal los werden. Ich schäme mich auch echt für meine Familie, also könnt ihr euch dumme Sprüche bitte gleich sparen.

LG

Beitrag von joulins 23.09.08 - 22:52 Uhr

Hallo Lisabine,

Du bist 22, hast ein Kind, gehst arbeiten, und ich kann verstehen, daß du im Haus deiner Eltern, wo du nicht mehr lebst, nicht putzen möchtest. Ich denke eher, es ist an der Zeit, daß du mal deinen (noch zuhause wohnenden) Geschwistern auf die Füße trittst. Die sind mit 26 und 16 alt genug, um zu helfen - zumindest alt genug, um den Ernst der Lage zu erkennen. Offenbar haben die ja eine sagenhafte Frustrationstoleranz, was Sauberkeit angeht.

Deine Mutter hingegen braucht Hilfe, denn offensichtlich entgleitet ihr das was. Du schreibst, daß sie Depressionen hat und Tabletten nimmt. Antidepressiva, evtl. Neuroleptika können als Nebenwirkung auch Müdigkeit und Antriebsschwäche haben.

Mit Sicherheit ist das Jugendamt die falsche Adresse, denn aus dem relevanten Alter wird deine Mutter heraus sein. Ich würde auch nicht beim Gesundheitsamt anrufen.

Du solltest ernsthaft das Gespräch suchen - mit Mutter und Geschwistern. Und dann überlegt ihr, wer von euch welchen Teil übernehmen kann, damit der Laden wieder läuft. Ihr könntet auch eine Familienpflegerin suchen. Oder ihr legt zusammen, und bezahlt eine Haushaltshife, die deiner Mutter unter die Arme greift.

Wichtig ist das Gespräch mit deinen Geschwistern!

Alles Gute!
Joulins

Beitrag von lisabine1986 24.09.08 - 20:04 Uhr

danke für deine antwort!

ich habe meinen geschwistern schon öfters gesagt das sie doch auch mal was tun sollen. sie beschweren sich ja auch beide, es wäre so dreckig, aber keiner von beiden macht etwas. es wird immer nur auf den anderen geschoben, der soll es doch machen.

ich weiss das die ganzen tabletten nebenwirkungen haben. nur meine oma ist auch depressiv und an schlechten tagen schafft sie es doch auch wenigstens die wichtigsten sachen im haushalt zu machen. wenn man in einem loch steckt, ist es sehr schwer wieder raus zu kommen, aber wenn sie sich so hängen lässt, kommt sie da nie wieder raus.

um eine haushaltshilfe zu zahlen haben wir alle nicht genug geld. ich denke sie sollten auch lernen, das sie selber putzen müssen und nicht das immer jemand kommt und es für sie macht. sonst ändert sich nie etwas.

LG

Beitrag von .elfe 23.09.08 - 22:53 Uhr

Freunde kann man sich aussuchen, Familie nicht.
Ich denke Deine Familie ist alt genug, um sich selbst zu helfen.
Warum machst Du Dir jetzt Sorgen, ich seh da nix lebensbedrohliches und daß Deine Mutter nicht putz, ist ja nicht Dein Problem, sicher ist sie einfach überlastet, schonmal daran gedacht immerhin hat sie Depressionen?
Und weil sie raucht, wird sie keiner verhaften, hoffe ich.

Warum geht Deine Tochter nicht in eine KiTa, wenn Du arbeiten mußt?

Beitrag von lisabine1986 24.09.08 - 20:10 Uhr

klar habe ich daran gedacht das sie depressionen hat und genau deswegen mache ich mir ja auch sorgen. denn sie hat sich auch schon öfters die arme aufgeschnitten und lauter so sachen. ich denke wenn da nicht bald eine änderung eintritt wird sie nicht mehr lange da sein. sie war auch schonmal in einer klinik und wurde behandelt, aber es hat nicht lange angehalten.

ich finde es aber nicht in ordnung wenn sie in gegenwart meiner tochter raucht. ich meine, es ist ihre enkelin und wenn sie sie liebt dann wird sie doch auch an die gesundheit denken.

wir haben keine kita. die kleine geht seit heute in den kindergarten. fahre extra in den nebenort, weil nur dort ein platz in der 2 jährigen gruppe frei war. warum sollte sie auch nicht bei oma sein wenn ich arbeiten muss?? das machen viele familien so. meine mutter hat die kleine auch gerne bei sich.

LG

Beitrag von sunny1970 23.09.08 - 23:38 Uhr

Moin Bine,

Deine Mutter braucht Hilfe, das ist offensichtlich.
Keine Vorwürfe, sondern Unterstützung.

Dein Bruder und Deine Schwester brauchen- hmmmmmmmmm, wie drück ich das vorsichtig aus -
also die zwei brauchen mal einen dezenten Tritt in den Allerwertesten.
Nun seid ihr Kinder gefragt, denn Eure Mutter ist (aus welchen Gründen auch immer) momentan überfordert.
Natürlich sollst Du da nicht putzen, das schaffen deine Geschwister sicher allein, solange sie ihre Greifwerkzeuge frei bewegen können und die Wohnung über fließend Wasser und Putzmittel verfügt.

Schäm Dich bitte nicht, deswegen sind sie keine schlechten Menschen.

Meinst Du, Deine Mutter ist offen für ein Gespräch?
Meinst Du, Du hast die Möglichkeit ihr zuzuhören?
Das ist oft schwerer, als es sich anhört.
Kennst Du ansonsten eine Vertrauensperson, mit der Deine Mutter eventuell reden würde?

Das wäre in meinen Augen der erste Schritt zur Hilfe.

Bezieh den Rest der Familie (Oma, Opa, Tanten, Onkel) mit ein. Es reicht nicht aus, wenn sie sich "einen Kopf machen". Sie sollen klipp und klar fragen, wie sie helfen können oder konkrete Hilfe anbieten.

Und erwarte für den Anfang nicht zu viel. Solche Situationen erfordern viel Feingefühl und Geduld.

Viel Kraft wünsch ich Dir!

Sun

Beitrag von lisabine1986 24.09.08 - 21:16 Uhr

hallo,

meine geschwister brauchen wirklich einen tritt in den allerwertesten. das weiss ich schon lange.

meine mutter wurde vor kurzem operiert, da hat mein bruder schon einen putzwahn bekommen. er hat echt richtig geputzt, das hab ich gar nicht von ihm gekannt. er wollte auch das meine schwester mit putzt, aber sie wollte wieder mal nicht. er wollte schon öfters mit ihr zusammen aufräumen, aber sie zieht nicht mit. sie verdreht immer nur die augen. die beiden müssten sich echt mal zusammen reißen und gemeinsam was machen sonst wird das nie was.

putzmittel fehlen schon wieder da das wenige geld eher für zigaretten und handykarten ausgegeben wird. jedesmal wenn geld gekommen ist, bekommen sie einen höhenflug und bringen es so schnell wie möglich unter die leute.

ich höre meiner mutter immer zu. sie jammert aber viel. sachen bei denen ich ihr nicht helfen kann und die sie selbst verschuldet hat. eigentlich helfen alle schon etwas mit. oma gibt immer wieder essen, genauso meine tante. wenn irgendwas fehlt kann mama immer zu jemanden kommen und bekommt etwas. wenn es um lebensmittel geht zumindest. auch meine tante hat ihr schon öfters geld geliehen, obwohl sie selber kaum hatte. und wofür wurde es ausgegeben, klar zigaretten. ich denke nicht das man nun von meiner oma oder so verlangen kann, das sie die wohnung meiner mutter putzen.

Beitrag von cinderella2008 24.09.08 - 07:08 Uhr

Mach Deiner Mutter keine Vorwürfe. Sie ist krank, so wie es sich für mich anhört, leidet sie wahrscheinlich auch noch an Depressionen. Wenn Ihr Kinder bzw. die restliche Familie wie Oma und Tanten nicht auf sie aufpasst und Euch angemessen kümmert, könnte es sein, dass ihr sie nicht mehr lange bei Euch habt.

Deine Geschwister, insbesondere Dein Bruder sollten sich natürlich um den Haushalt kümmern, das steht außer Frage. Da muss mal ein sehr deutliches Wort gesprochen werden.

Beitrag von anonym5 24.09.08 - 09:51 Uhr

Hallo

Ersteinmal finde ich es gut das du siehst das es so nicht mehr weitergehn kann aber hör auf mit den Jugendamt etc zu drohn denn damit ist in dieser Situation niemanden geholfen

Das Problem wird das sein das deine Mutter einfach dazu nicht in der lage ist das hatt wenig mit keine lust zu tun aber ich glaube ganz einfach das du nicht verstehn kannst wie schlimm richtige depressionen sind und das man dann einfach so sinnige dinge nicht mehr ausführen kann.
Klar dein Bruder und deine Schwester Brauchen ein tritt in den hintern aber deine Mutter ist krank und braucht anstelle von vorwürfe einfach unterstützung.

Setzt euch als Familie einfach mal zusammen und plant mal richtig 1-2 Aufräumtage wo ihr die wohnung zusammen wieder richtig schön macht.Zusammen macht es dann auch richtig spass.Deine Geschwister müsen natürlich mitziehn und das werden die auch den ich glaube nicht das sie sich wircklich in den Chaos wohl fühlen.

Versucht es mal ihr müsst zusammen halten.Und für die zukunft wäre vielleicht eine Haushaltshelferin nicht verkehrt sofern das finanziell klappen würde.

Liebe grüsse
Bibi

Beitrag von lisabine1986 24.09.08 - 21:24 Uhr

hallo,

ich habe nicht mit den ämtern gedroht. ich habe ihnen nichts davon erzählt. es waren nur überlegungen von mir.

ich hab bald selber keine kraft und nerven mehr um noch mehr zu helfen. noch als ich daheim gewohnt habe, war ich diejenige die den haushalt gemacht hat und einkaufen war. ich habe immer gemacht und getan. auch als ich dann meine eigene wohnung und meine kleine hatte. ich bin nur für meine tochter zuständig, nicht für die anderen. ich weiss meine mutter schafft es nicht, aber normal müsste die rolle mein bruder nun übernehmen.

wie gesagt, finanziell würde eine haushaltshelferin nicht gehen.