Ruhestörung - was kann man tun?

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Forum: Haushalt & Wohnen

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Beitrag von kikou 23.09.08 - 23:06 Uhr

Hallo,

Meine Oma wohnt in einem Haus, in dem ausser ihr noch 3 Parteien wohnen, alles Einzelpersonen. Das Haus gehört mir, sie hat Wohnrecht und auch Entscheidungsbefugnis, wenn es um Mieter & Co. geht, schliesslich muss sie ja mit den anderen zusammen wohnen, nicht ich. Ich wohne auch nicht vor Ort, kann also nicht mal eben vorbeischauen.

Sie hat nun vor ein paar Monaten an einen an sich sehr netten jungen Mann vermietet, der jedes Wochenende Party macht. Ist ja auch nix gegen einzuwenden, wenn er dabei nicht das ganze Haus wecken würde: beim Rauf- oder Runtergehen (bzw. -fallen, da ist wohl auch immer einiges an Alkohol im Spiel), beim lautstarken Verabschieden der Gäste, und natürlich auch ganz einfach mit der Musik und der Lautstärke der Gespräche.

Sie hat ihn wohl auch schon ein paar Mal drauf angesprochen, es tut sich aber nichts. Ein paar Tage Ruhe, dann geht es wieder von vorne los. Das ist für alle anstrengend und stressig, zumal jetzt auch eine andere Mieterin, eine ältere Dame, sagt, dass sie das nicht mehr lange aushält, diese ständige Lärmbelästigung.

Was kann ich da tun? Ich bin in Vermieterdingen nicht so bewandert, ich weiss gar nicht, wie ich das jetzt angehen soll? Schriftlich "verwarnen"? Per Einschreiben? Habe ich eine Handhabe? Welche? Kann ich das auch regeln, ohne gleich mit Anwalt & Co. daher zu kommen?

Für ein paar Tipps (und/oder Weblinks) wäre ich sehr dankbar.

Vielen Dank,
Kikou

Beitrag von peterpanter 24.09.08 - 08:28 Uhr

Hi,

schreib ihm einen freundlichen Brief und bitte ihn in Zukunft an die Ruhrzeiten z.B. 22 Uhr Zimmerlautstärke zu halten. Teile ihm mit das das Verhalten nicht tragbar ist - bleibe aber freundlich und drohe nicht.

Deine Oma bzw. Nachbarin soll ein "Lärmtagbuch" in Zukunft führen, also genau Uhrzeit und Art des Lärms aufschreiben - sollte dieser dennoch vorkommen.

Macht der Nachbar weiterhin Lärm, dann solltest du dem Mieter mit der Kündigung drohen und diese bei Uneinsichtigkeit auch aussprechen. Die beste Vorgehenseweise solltest du dann mit deinem Anwalt besprechen.

grüßle

peter

Beitrag von bezzi 24.09.08 - 09:40 Uhr

Schriftlich ist gut..
(Einwurf-)Einschreiben ist auch gut.
Sachlich bleiben und die Verfehlungen aufführen, mit Datum und Uhrzeit.
Klarstellen, dass man ihn als Mieter schätzt aber dieses Verhalten in Zukunft nicht mehr duldet.

Im Wiederholungsfall zeitnah ein weiteres Schreiben im gleichen Format schicken, allerdings mit Androhung der Kündigung im Wiederholungsfall.

Passiert es dann wirklich nochmal: Fistgerechte Kündigung wegen "nachhaltiger Störung des Hausfriedens".

Einen Anwalt würde ICH erst einschalten, wenn er dann Widerspruch einlegt und/oder nicht auszieht.