Scheidung in Einvernehmen: Gerichtskosten und Versorgungsausgleich?

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Forum: Trennung

Sorgerecht, Umgangsrecht, Unterhaltszahlung ... ? Wenn sich ein Paar zu einer Trennung entschließt, ergeben sich für jedes Elternteil ganz neue Fragen an die eigene Lebensplanung.

Beitrag von sunflower17677 24.09.08 - 00:10 Uhr

Guten Morgen zusammen!

Mein Noch-Ehemann und ich leben seit Ende Juni 2007 getrennt.
Wir haben ein freundschaftliches Verhältnis zueinander und allmählich würde ich unseren neuen Partner zuliebe doch gerne mal das Thema Scheidung anpacken.

Was das Finanzielle betrifft, mache ich mir keine Sorgen: wir hatten keine Eigentum oder ähnliches.

Aber dennoch habe ich ein paar Fragen:
1. benötigt man trotz Einigkeit in sämtlichen Fragen einen Anwalt und können wir uns diesen ggf. teilen?
2. wie hoch sind die reinen Gerichtskosten?
3. er hat sich vor ein paar Monaten ein neues, ziemlich großes und teures Auto gekauft - ich weiß nicht, ob er das locker aus der Tasche zahlen konnte oder einen Kredit aufnehmen musste; hafte ich für diesen mit, obwohl wir zu diesem Zeitpunkt schon getrennt lebten?
4. er ist bei der Bundeswehr und von der Rentenversicherungspflicht befreit, hat sich seine Ansprüche auch vor mehreren Jahren auszahlen lassen, da sein Dienstherr ja hierfür aufkommt. Wie erfolgt in diesen Fällen der Versorgungsausgleich? Wir sind jetzt seit etwas mehr als drei Jahren verheiratet.

Danke für Eure Antworten!

Gute Nacht!
sunflower

Beitrag von kanische 24.09.08 - 08:51 Uhr

hi ich bin zwar rechtsanwaltsgehilfin (zur Zeit noch im erziehungsurlaub), aber selbst ich kann dir diese speziellen Fragen nicht beantworten. Nur soviel: Klar könnt ihr euch einen Anwalt teilen wenn alles soweit geklärt ist. Wegen Kosten und dem auto müsst ihr am besten den Anwalt fragen. Sucht euch einen, der Neutral ist, mit dem also noch keiner von euch was zu tun hatte. Er sollte auf Familienrecht spezialisiert sein. Am besten ihr macht erstmal einen beratungstermin, danach seit ihr schlauer. wegen den Kosten, könntest du auf dem Familien gericht mal anrufen, vielleicht können die dir was sagen.

LG

Beitrag von cinderella2008 24.09.08 - 15:44 Uhr

Nur so viel:

Einen Anwalt teilen könnt ihr Euch nicht. Aber es reicht, wenn sich nur einer von Euch einen Anwalt nimmt. Der vertritt dann aber auch nur die Interessen seines Mandanten.

Bei meiner Scheidung hatten wir auch nur einen Anwalt, den sich mein Ex-Mann genommen hatte. Das ging aber auch nur, weil wirklich alles klar war. Ich hatte mit dem Anwalt nichts zu tun. Da es der Anwalt meines Ex war, hat der ihn auch bezahlt (ca. 3000 Euro).

Die Gerichtskosten beliefen sich insgesamt auf ca. 140 Euro. Sie wurden geteilt.

Beitrag von sunflower17677 24.09.08 - 16:39 Uhr

Hallo Cinderella,

danke für Deine Antwort! Mal sehen, wie wir das mit dem Anwalt dann regeln - eigentlich sehe ich nicht ein, einen zu bezahlen :-(

Naja, Anfang 2009 werden wir es dann wohl mal angehen.

Liebe Grüße
sunflower

Beitrag von bienchen1975 25.09.08 - 08:10 Uhr

Hi,

also ich hatte auch nur einen Anwalt bei meiner Scheidung. Zum Glück war vorab schon alles geklärt und aufgeteilt. Somit ging es nur um den Gerichtstermin.

Die Anwältin und die Gerichtskosten habe wir uns geteilt, denn wir wollten schließlich auch beide die Scheidung. Aber die Kosten kann ich Dir nicht mehr sagen. War eh ein Freundschaftspreis. Eine Reiterkollegin.
Aber frag Deinen doch wie es das sieht. Vielleicht könnt ihr Euch das auch teilen.

Alles Gute
Bienchen

Beitrag von cinderella2008 25.09.08 - 09:19 Uhr

Wenn beide die Scheidung wollten und man sich einigermaßen versteht, ist das auch o.k., wenn man die Kosten teilt.

Ich habe mich darauf nicht eingelassen, obwohl der Anwalt meines Ex wollte, dass ich eine Vereinbarung zur Teilung der Kosten unterschreibe.

Mein Ex hat mich während der Ehe dermaßen vera*** und sich so mies verhalten, dass ich nicht eingesehen habe, mich auch noch an den Scheidungskosten zu beteiligen.

Beitrag von bienchen1975 25.09.08 - 09:32 Uhr

Das war einfach ein Kompromiss. Ich hab die Scheidung eingereicht und mein Ex meinte ich müsse auch zahlen. Da er aber nicht eingereicht hatte, weil es schiss vor den Kosten hatte, hab ich gesagt wir teilen uns den Preis. Hab dann meiner Bekannten das Mandat gegeben um es günstig zu halten.
Haus, Vermögen, Möbel, etc. wurde mehr oder weniger gerecht geteilt. Somit hielten sich die Kosten in Grenzen. Ichglaube das warn für jeden um die 600 Euro inkl. Anwalt und Gerichtskosten.

LG
Bienchen