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Forum: Finanzen & Beruf

Dieses Forum bietet Platz für alle Fragen und Antworten rund ums liebe Geld und die Absicherung der Familie - egal ob ALGII, Haushaltsgeld, Baufinanzierung oder Altersvorsorge. Auch Themen wie ElterngeldKindergeld sowie der Wiedereinstieg in den Beruf sind hier richtig.

Beitrag von lanchen 24.09.08 - 08:05 Uhr

Hallo liebe Mamis,

ich habe mir mal so Gedanken gemacht wegen dem Thema Kinder und Beruf und mir sind mehrere Sachen aufgefallen!!
Erstmal das man ja nur 12 Monate Eltergeld bekommt und wenn der Patner 2Monate nimmt, fehlen immer noch ganze 4Monate bis man das Kind in die Krabbelgruppe geben kann.#kratz
Das kann doch irgendwie nicht sein, heut zu tage kommt man mit einem Gehalt ja auch nicht mehr aus und es müssen beide arbeiten gehen:-[
Kein Wunder das es sich mit dem Kinder kriegen viele überlegen und lieber dann keine bekommen.
Ich denke der Staat macht echt was verkehrt.

Wie macht ihr das denn?

LG lanchen

Beitrag von pegsi 24.09.08 - 08:09 Uhr

Krabbelgruppe geht oft ab 6 Monaten los, aber was hat das mit dem Elterngeld zu tun?

In die Krippe kann ein Kind ab 4 Monaten gehen. Man muß sich nur rechtzeitig anmelden. Meine Maus wird mit 9 Monaten betreut, wenn ich mit ner halben Stelle wieder einsteige. Ich hatte nämlich den Papa 5 Monate mit zu Hause und hab das sehr genossen.

Beitrag von lanchen 24.09.08 - 08:14 Uhr

Also hier in Hannover gibt es das nicht in sämtliche´n Einrichtungen wo ich war geht es erst mit 18 Monaten und wenn ich dann vier Monate länger zu Hause bleibe bekomme ich kein Elterngeld und nichts und das ist eine Menge Geld was dann ja fehlt!

Beitrag von muffin357 24.09.08 - 08:31 Uhr

Hallo und Guten Morgen #tasse ,

hallo -- also Krippenplatz und Tagesmutter schenken sich da kostenmässig nichts ... warum suchst Du dir nicht ne Tagesmutti? -- das wär noch ne Möglichkeit... find ich eh persönlicher udn besser als betreuungsart für so superkleine

LG
Tanja mit Ihrem #Baby Julian (zur Zeit 19-Wochen-Schub-Ningelchen genannt :-) )

Beitrag von lanchen 24.09.08 - 08:38 Uhr

Ja hatte ich überlegt, nur auch jemanden zu finden dem man vertraut ist schwer und vor allem ist die Betreuung ganz allein mit meinem Kind, wenn sie sich nicht Ordentlich drum kümmert bekommt es so schnell keiner mit. Das ist halt im Kindergarten anders, da sind mehrere Betreuer und bekommt eher was mit, vieleicht durch beobachtung anderer Eltern.
Wobei es überall sich Schwarze Schafe gibt und man sicher nicht alle über einen Kamm scheren sollte, aber Angst ist halt immer da.

Beitrag von jules1971 24.09.08 - 13:09 Uhr

.... Du hast aber schon mitbekommen, dass der letzte große Missbrauchsfall in Hannover in einer städtischen Krabbelgruppe im Ihmezentrum war?!

Beitrag von jules1971 24.09.08 - 13:08 Uhr

Hallo,

das stimmt nicht.
Ich habe mich auch erkundigt und es gibt in Hannover durchaus auch Krippen, die die Kinder unter 18 Monate nehmen (ab 18 Monate heißt es dann Krabbelgruppe) ... dazu kommt natürlich noch die Option Tagesmutter.
Im Jugendamt liegen im Eingangsbereich Flyer für die einzelnen Stadtteile aus, in denen alle Kindergärten, Krabbelgruppen und Krippen (städtisch, kirchlich und privat) aufgeführt sind.

Gruß,
Julia

Beitrag von tyson08 24.09.08 - 08:29 Uhr

und ausserdem sind die gruppen teilweise sooo teuer ahhh und gehen nur bis 16 uhr ahhh ich bin auch am verzweifeln.

lg

Beitrag von schullek 24.09.08 - 09:49 Uhr

ich halte auch nicht viel vom neuen elterngeld. auf der einen seite ermöglicht es natürlich besser verdienenden ein kind zu bekommen ohne auf zu viel ihres gehaltes verzichten zu müssen.

es wird aber eine wahlfreiheit propagiert, die nicht wirklich gegeben ist.
man hat nur die wahl, wenn man es sich nicht leisten kann, sein kind in eine betreuung ab einem jahr zu geben.
aber man hat nicht die wahl, 2-3 jahre zu hause zu bleiben.

und wenn man dann noch bedenkt, dass es den staat weniger kosten würde, die familien zu hause angemessen zu unterstützen, als einen krippenplatz zu bezuschussen, kommt man doch ins grübeln.

wenn es weniger kostet, einer mutter zu helfen zu hause die ersten zwei jahre für ihr kind zu sorgen, wieso müssen dann mehr und mehr krippenplätze geschaffen werden, wo zu wenige erzieher sich um zu viele kinder kümmern müssen?

wer nach dem ersten jahr wieder arbeiten gehen möchte, für den finde ich das völlig in orsnung. ab er das ist eben nichts für jedes kind und jede mutter!

lg,
adina

Beitrag von maus152449 24.09.08 - 10:59 Uhr

Sorry, aber grundsätzlich hat jeder die freie Wahl. Ehe man sich für sein Kind entscheidet, sollte man auch genug Verantwortung an den Tag legen und sich über die Finanzierung des Kindes Gedanken machen. Dabei kann man sich überlegen, ob man 3 Jahre zu Hause sein möchte oder nicht. Wenn man das möchte, dann muß man sich hierfür Rücklagen schaffen. Warum bitte soll der Staat (der in dem Fall ja aus der steuerzahlenden Bevölkerung besteht, sprich die Allgemeinheit) dafür aufkommen?

Ich denke das Stichwort ist eher Verantwortungsbewußtsein in Deutschland, das scheint eben immer mehr zu fehlen. Oder wie erklärt Ihr Euch die vielen Postings hier zu Erstausstattung und weiteren Förderungen trotz angeblichem Wunschkind?

Beitrag von schullek 24.09.08 - 11:14 Uhr

ich bin ganz deiner meinung. wer ein wunschkind möchte, sollte sicher sein, dass er es sich leisten kann.
es geht um die argumentation der zuständigen stellen. man kann nicht argumentieren eine wahlfreiheit zu schaffen und dies ist am ende keine.
und was mich einfach nur ärgert: es würde den staat tatsächlich weniger kosten eine mutter zu hause zu unterstützen als ihr einen krippenplatz für ihr kind zu finanzieren.

ausserdem bin ich generell der meinung: kinder sind in den ersten zwei jahren am besten bei der mutter aufgehoben.

der ,wohlgemerkt, sozialstaat möchte, dass die zahl der geburten steigt, nimmt aber vielen jungen familien die möglichkeiten dazu.

ich kenne das amerikanische system. dort herrscht reiner kapitulismus. du bekommst ein kind, du bist selber verantwortlich. aber: dort gibt es eine zahl von menschen die so weit unter der armutsgrenze leben, dass es einfach nur zum heulen ist. das sieht man nicht im fernsehen. wollen wir das für deutschland?
und es gibt auch noch einen wesentlichen unterschied zu deutschland, wie es jetzt ist: wenn ein mann dort eine einfach und normale tätigkeit verrichtet, dann kann er damit auch eine familie ernähren!
bei uns ist das nur bedingt möglich. mein mann arbeitet 46h die woche und kann uns leider davon nicht über wasser halten. er hat eine super ausbildung.

und falls jetzt argumente kommen wie: dann geht dorthin, wo besser bezahlt wird etc.: nicht alle menschen können wegziehen bzw. auswandern. und das sollte wohl auch nicht die basis sein, auf der deutschland steht.

lg,
adina

Beitrag von phoe-nix 24.09.08 - 13:01 Uhr

Der "wohlgemerkt Sozialstaat" hat mit Einführung des Elterngeldes ausdrücklich betont, damit einen Anreiz für Paare zu schaffen, die es sich auch selbst leisten können.
Ich finde es schon beachtlich, dass Frauen/Eltern, die gar keinen Job und somit keine Einkommenseinbußen wegen des Kindes haben, dennoch 300 Euro Elterngeld bekommen.


Gruß,

phoenix

Beitrag von schullek 24.09.08 - 13:27 Uhr

eben sozialstaat. das sollten wir mal nicht aus den augen verlieren. wir sind hier nicht in den usa. einem rein kapitalistisch ausgerichtetem system. wer das will, der kann es gerne so betreiben. ich bin selber kein freund von sozialschmarotzern, sofern man das nachweisen kann und war bisher nie vom staat abhängig, falls du das implizieren wolltest.

unser staat existiert auf der basis einer sozialen gemeinschaft und dazu gehört, dass schwächere mitglieder unterstützt werden, wenn sie das benötigen.

desweiteren sollen kinder geboren werden, um unsere gemeinschaft aufrecht zu erhalten. sie sollen unsere renten irgendwann finanzieren. das geht in dl aber nur, wenn man es familien auch ermöglicht kinder zu bekommen.

natürlich ist es scheisse, wenn vor allem szial schwache familien ein kind nach dem anderen bekommen und dafür der staat und damit die steuerzahler zur kasse bittet. da hat das system einen fehler und greift nicht. in dieser hinsicht befürworte ich das neue elterngeld.

aber worauf ich vor allem hinauswollte: das elterngeld propagiert wahlfreiheit, die aber keinen solche darstellt. und die krux an der ganzen sache: es kostet den staat tatsächlich weniger eine mutter ein weiteres jahr zu hause zu unterstützen, als einen kirppenplatz zu schaffen und zu bezuschussen. da stimmt doch irgendwas nicht!

Beitrag von phoe-nix 24.09.08 - 13:59 Uhr

Ich weiß nicht, auf welche Wahlfreiheit Du immer hinaus willst - es sagt doch niemand, dass man sich diese Wahl nicht weiterhin auch leisten können muß.

Meines Ermessens werden Schwächere hier ausreichend unterstützt, selbst bei freiwilligem 3jährigem Zuhausebleiben gibts immer noch ALGII und mehr halte ich weder für machbar noch für angemessen.

Man muß dann eben abwägen, ob einem die Betreuung des Kindes oder der Lebensstandard wichtiger ist.

Beitrag von knoepfchen77 24.09.08 - 15:19 Uhr

"ausserdem bin ich generell der meinung: kinder sind in den ersten zwei jahren am besten bei der mutter aufgehoben. "

DU findest das! (Wieso überrascht mich das nicht?)
Du bist aber nicht das Maß der Dinge!

Ich finde das nämlich nicht!

Beitrag von knoepfchen77 24.09.08 - 15:32 Uhr

Hatte erst jetzt zu Ende gelesen und weiß nun, wie Du Deine Aussage "Müttern das Zu-Hause-Sein finanzieren statt Krippenplätze meintest!

Dennoch, ich teile diese Ansicht trotzdem nicht!

Gruß, Knopf

Beitrag von schullek 24.09.08 - 15:35 Uhr

oh, da hat aber jemand schlechte laune und ist schlecht auf mich zu sprechen! im gegensatz zu dir merke ich mir nicht jeden user hier und dessen persönliche ansichten. ich muss dich ja schwer beeindruckt haben.

aber jetzt will ich deine kleine denkwelt mal durcheinander bringen: mein sohn wird, seit er 10 monate alt ist, fremd betreut. er ging bis zu seinem 3ten geburtstag täglich zwischen 3-6h zu einer tagesmutter!
oha, das passt jetzt wohl nicht in dein bild von mir.
aber das wiederum ist MIR egal!

mittlerweile geht er in den kindergarten.

dennoch wäre ich lieber mit ihm zu hause geblieben,bis er 2 jahre alt gewesen wäre. das eine muss das andere nicht ausschließen.
wieder mal was dazu gelernt!

lg,
adina

Beitrag von emmy06 24.09.08 - 11:25 Uhr

Das unterschreibe ich sofort :-)

Beitrag von zwiebelchen1977 24.09.08 - 12:55 Uhr

Hallo

Was hat der Staat mit den Kindern der Leute zu tun? Selbstverantwortung!! Schon mal was davon gehört? Wer Kinder will, mus sich vorher überlegen,wie man die finanziert. Es kann ja wohl nicht sein, das für alles der Staat herhalten muss.
Man wird genug in Form von Geldern unterstützt. Woanders gibt es das nicht. Da gehen die LEute am We und Abends arbeiten, wenn das Gehalt des Mannes nicht reicht.

Bianca

Beitrag von emmy06 24.09.08 - 10:20 Uhr

In Deutschland gibt es den Luxus des Elterngeldes, schauz Dich mal in anderen Ländern um, da gibt es kaum etwas vergleichbares.

Was man macht? Ganz einfach:
Man geht arbeiten, entgegengesetzt zum Partner, sofern sich keine Kinderbetreuung realisieren lässt oder man keine Fremdbetreuung wünscht.
Mache ich auch seit Kurzem und es klappt super.


LG Yvonne

Beitrag von lichtis 24.09.08 - 10:43 Uhr

...nun ja, ganz so einfach ist das nun auch nicht.
Wenn der Partner einen Job hat, an dem er erst um 20 Uhr abends heim kommt, oft auf Geschäftsreise ist und an Seminaren teilnehmen muss.

Da bliebe einer Mutter ja nur ein Nachtjob und dann hätte sie nicht den Tag zum ausruhen... Also wäre rund um die Uhr am Schaffen. Die Frau will ich sehen, die das auf Dauer aushält UND noch fit für ihr Kind ist.

Funktioniert also auch nicht bei jedem.

Das Elterngeld auf zwei Jahre auszahlen lassen wäre ne Lösung. Doch selbst wenn man erst ne Betreuungsstelle ab drei Jahren bekommt, wäre ein Jahr ohne Geld auszukommen. Auch schwer.

Und das Argument "in anderen Ländern umschauen"... Hm, ich finde, wir zahlen schließlich auch genug in die Staatskasse ein, deshalb zieh ich auch nicht so viel Vergleiche mit anderen Ländern. Ich leb ja schließlich hier.

Wo anders sitzen sie im Kreis und brutzeln ihr Fleisch am Lagerfeuer, macht ja hier auch keiner...

Also, hat alles seine Vor- und Nachteile.

Ich seh das eben nicht nur von meiner Seite aus (wir kommen ganz gut zurecht), aber ich denk halt auch an die jenigen, die sich den Kopf zermatern, wie es nun weiter gehen soll.

Alles Gute.

LG
Anja

Beitrag von muckel-maus 24.09.08 - 11:13 Uhr

Und das Argument "in anderen Ländern umschauen"... Hm, ich finde, wir zahlen schließlich auch genug in die Staatskasse ein, deshalb zieh ich auch nicht so viel Vergleiche mit anderen Ländern. Ich leb ja schließlich hier.


#pro#pro#pro#pro#pro#pro#pro#pro#pro#pro#pro


LG Jeanette

Beitrag von emmy06 24.09.08 - 11:45 Uhr

>>> Hm, ich finde, wir zahlen schließlich auch genug in die Staatskasse ein, ..... <<<

Die Steuerzahlung rechtfertigt aber nicht ein Anspruchsdenken wie es hier manchesmal an den Tag gelegt wird. Nur weil man einzahlt ins Steuersäckel hat man kein Anrecht die Hände aufzuhalten....

Wer ein Kind plant, der soll sich bitte im Vorfeld auch über die Finanzierung des Kindes, der Elternzeit Gedanken machen. Das sind doch Dinge, die man vorher weiß und man kann entsprechend vorsorgen....
Haben wir doch nicht anders getan und unser Sohn war ein Unfall und ungeplant.
Durch die SS wurde mein Vetrag nicht verlängert. Ich hab wenige Wochen nach der Geburt bereits Bewerbungen geschrieben und ein Betreuungsnetzwerk versucht aufzustellen. Letzteres ist mir nicht gelungen, ergo arbeite ich fast berufsfremd und halt entgegengesetzt zu meinem Partner.
Man kann doch dem Kind zuliebe auch mal eine gewisse Zeit der Unannehmlichkeit in Kauf nehmen und bei der TE geht es um gerade mal 6 Monate.

Sorry, mir fehlt dafür jedwedes Verständnis. Ich bin so erzogen worden, das ich mein Leben selbst finanziere.
Und nein, ich habe nichts gegen Menschen, die unverschuldet in den ALGII-Bezug fallen ;-) Bevor mir das vorgeworfen wird.


LG Yvonne

Beitrag von tyson08 24.09.08 - 11:51 Uhr

schonmal ans kind gedacht? also ich persönlich würde sehr gerne sehen wie mein schatz neue dinge endeckt jetzt darf ich es mir erzählen lassen super lösung!


lg sandra und colleen #baby

Beitrag von emmy06 24.09.08 - 11:57 Uhr

Bevor ich mir das von Vater Staat bezahlen lasse, das ich sehe was mein Kind lernt, gehe ich lieber arbeiten...
Zudem sieht es dann bei uns halt der Vater des Kindes ;-)