noch eine ausbildung machen?

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Forum: Finanzen & Beruf

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Beitrag von julia9.9. 24.09.08 - 08:24 Uhr

hallo!
ich glaube, ich muß mal ein wenig weiter ausholen, damit ihr meine frage versteht.
Ich habe 2001 meinen ersten sohn bekommen,
2003 habe ich eine ausbildung angefangen, die ich 2006 erfolgreich abgeschlossen habe. leider die falsche, wie sich nun so langsam herausstellt, da schichtarbeit.
2006 wurde mein 2. sohn geboren.
dieses jahr im februar habe ich mich mit einem kleinen cafe selbstständig gemacht. es läuft allerdings nicht wirklich und ich muß zum ende des jahres schließen. ich möchte und MUSS allerdings arbeiten, da es in der firma meines mannes (auch selbstständig) auch nicht so rosig aussieht.
der kleine geht ab 09/09 in den kiga.
nun ist meine überlegung, ob ich nochmal eine ausbildung machen soll. ich bin dann 26 und überlege, mich zur bürokauffrau, oder groß-und außenhandelskauffrau ausbilden zu lassen, da in diesen berufen eher bedarf besteht, als in meinem alten. bis zum ausbilungsbeginn könnte ich mich wahrschinlich noch mit putzjobs über wasser halten. was meint ihr? bin ich mit 26 schon zu alt für eine ausbildung, oder könnte es den chef eher überzeugen, dass ich verantwortungsbewußt bin und gut organisieren kann...
bitte viele meinungen, oder erfahrungen!
lg julia

Beitrag von rotihex 24.09.08 - 08:42 Uhr

Mit 26 zu alt für eine Ausbildung? Nee, bist du nicht!

Ich hab mit 29 angefangen zu studieren! Mein AG und mein sonstiges Umfeld finden das super.

Du mußt vermutlich gute Argumente bringen können aus welchen Gründen du jetzt nochmal mit was anderem anfangen willst, aber sonst seh ich da keine Hindernisse. Deine Vorzüge hast du ja schon aufgezählt ;-)

Meine Erfahrung ist es, daß viele AGs es positiv sehen, wenn man sich persönlich weiterentwickeln / verändern möchte.

Ich würde es wagen.

LG
rotihex

Beitrag von 5474902010 24.09.08 - 09:35 Uhr

Hi!

Also zu alt bist du ganz sicher nicht :-)
Aber von einer Ausbildung zur Bürokauffrau würde ich eher abraten, denn eine Freundin hat eine Ausbildung zur Bkf gemacht und findet momentan kein Job bzw. eine andere Bekannte hat in diesem Beruf das selbe Problem. Klar, wenn du ein 400€ Job suchst, wäre das sicher kein Problem, aber Vollzeit ist mittlerweile auch bei Büroleuten schwer geworden. Jedenfalls ist es hier so bei uns.
Es sei denn du machst eine Ausbildung in einem Betrieb, die dich danach übernehmen würden... Ist ja heutzutage auch nicht mehr selbstverständlich :-(

Beitrag von risala 24.09.08 - 10:53 Uhr

Hi!

Zu alt bist Du sicherlich nicht, aber von kaufm. Berufen kann ich aus meiner Sicht fast nur abraten. bin selbst gelernte Großhandelskauffrau und hatte bei meinen 2 Arbeitslosigkeiten Probleme eine Stelle zu finden (mag auch daran liegen, dass ich nach Ansicht vieler AG überqualifiziert bin) - aber mein Mann (Industriekaufmann, abgeschl. mit 28 Jahren!) findet seit dem Ende der Ausbildung auch keine Stelle.

aus heutiger sicht würde ich eher einen seltenen Beruf erlernen wollen, in dem Leute wirklich gesucht werden.

Gruß
Kim

Beitrag von curlysue2 24.09.08 - 11:17 Uhr

Hallo Julia!

Zu alt auf keinen Fall. Ich habe mit 25 meine zweite Ausbildung (Automobilkauffrau) angefangen. Hatte da allerdings noch keine eigene Familie.

Wenn die Kinderbetreuung gut organisiert ist, du genug Disziplin besitzt trotz Familie, die ja auch Zeit und energie kostet nicht nur arbeiten sondern auch lernen zu wollen und können und ihr auch mit dem Geld (denn die Welt verdient man in der Ausbildung ja nicht) solange zurecht kommt, würde ich es versuchen.


LG

curlysue

Beitrag von julia9.9. 24.09.08 - 11:39 Uhr

hallo!
danke für deine meinung!
mit meiner disziplin habe ich ja schon einmal meine familie und meine erste ausbildung unter einen hut gebracht. der kleine geht ab nächstem jahr in den kiga! und das lernen fällt mir nicht schwer. so habe ich schon die erste ausbildung um ein halbes jahr verkürzt und trotzdem mit sehr gut abgeschlossen...
es schreckt mich nun nur, dass hier viele von kaufmännischen berufen abraten. obwohl hier in der gegend viel in der branche gesucht wird...
gruß julia

Beitrag von curlysue2 24.09.08 - 13:35 Uhr

Hi!

Ja, das kann verunsichern. Aber ich denke auch, dass es 1.) Ortsabhängig ist und 2.) es zur Zeit in den meisten Berufen nicht unbedingt rosig aussieht.
Die Ausbildung dauert auch drei Jahre, zwei wenn Du verkürzt. Wer weiß, wie der Arbeitsmarkt dann wieder aussieht. Ausserdem schreibst Du ja, dass es bei Euch z. Zt. gut aussieht.

Letztendlich kann Dir keiner die Entscheidung abnehmen. Vielelicht hörst Du Dich bei Euch in der Gegend noch ein wenig um. Kennst Du jemanden der in diesem Beruf arbeitet? Das kann Dir bei Deiner Entscheidung evtl. auch helfen.


LG

curlysue

Beitrag von sonntagsmalerin 24.09.08 - 20:30 Uhr

Hallo,

nur ein kleiner Tipp: Versuche nicht eine Ausbildung zu machen, nur weil in diesem Beruf viele Jobs angeboten werden - versuche dir lieber zu überlegen, welcher Job dir wirklich Spaß machen würde, was du dir auf lange Zeit vorstellen kannst und was du wirklich gut kannst und gerne tust! Nur dann kannst du in deinem Job wirklich aufgehen, motiviert sein und dich gegenüber Mitbewerbern durchsetzen.
Ich habe selbst Kauffrau f. Bürokommunikation gelernt, bei uns gibt es recht viele Stellen, aber auch sehr viele Bewerber. Man muss gut sein und sich von der Konkurrenz abheben, um einen guten Job zu bekommen (vor allem als Mama).

Lg
Clarissa

Beitrag von julia9.9. 25.09.08 - 06:52 Uhr

hallo!
ich habe mir diesen beruf nicht ausgesucht, weil es hier viele stellen gibt, sondern weil ich mir gut vorstellen kann, diesen job lange (bis zur rente) zu machen. ich arbeite jetzt auch schon im büro meines mannes und weiß so, was mich erwartet.
gruß julia