Welche Globuli bei Schnupfen?

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Forum: Kleinkind

Das Leben mit kleinen Kindern ist wunderschön, nie langweilig aber auch ziemlich anstrengend. Da können Tipps von anderen Müttern oder Vätern viel Erleichterung und Hilfe in den Alltag bringen. Viele Infos rund um euer Kleinkind  (z.B. Kinderkrankheiten) findet ihr auch in unserem Magazin.

Beitrag von bee74 24.09.08 - 09:11 Uhr

Hallo!

Wir wollen Freitag in Urlaub fahren und nun ist mein Sohn (13 Monate) total verschnupft.

Welche Globuli könnt ihr mir empfehlen und wie schnell tritt eine Besserung ein?

#danke

Bee

Beitrag von daddy69 24.09.08 - 09:17 Uhr

Hallo,

mit Globuli dauerts 7 Tage, ohne Globuli eine Woche.

Alternativ kannst Du auch Zuckerkügelchen geben und ganz feste an den Placebo-Effekt glauben.

LG
Peter

Beitrag von nijura 24.09.08 - 09:24 Uhr

Hallo Daddy,

schlechte Erfahrung mit Homöopathie gemacht?
Das Internet bietet eine tolle Plattform an Infos...Links gefällig?

LG
Ela

Beitrag von daddy69 24.09.08 - 09:41 Uhr

Hallo,

ich kannte sogar jemanden, der das praktiziert. An Informationen mangelt es mir nicht. Mal abgesehen davon, dass es bei vielen Potenzen rechnerisch keinen Wirkstoff mehr gibt, fehlen mir zudem Studien die darauf hinweisen, dass es wirklich funktioniert.

Die bisherigen Studien zeigen nur, dass die Wirkung mit dem eines Placebos vergleichbar ist. Wobei der Placebo-Effekt wesentlich besser erforscht ist - und ja auch funktioniert.

Es ist also nichts dagegen einzuwenden, wenn sich Patienten in eine lange, intensive Behandlung bei einem Homoeopathen begeben. Oder bei einem Kleinkind bei unkritischen Erkrankungen eine Gabe erfolgt, die durch die entsprechende Suggestion wirklich hilft.

Hier verkehren aber zuviele Leute, die für fast jeden Befund Tipps für Globuli haben, die den Kindern dann mal nebenbei eingeworfen werden. Das ist unseriös.

LG
Peter

Beitrag von nijura 24.09.08 - 10:04 Uhr

Hallo Daddy,

Ui, ein Studienmensch**da liegt sicherlich der Knackpunkt:
MIR fehlen keine Studien...ich brauche sie nämlich nicht:-).
Ich mache meine eigenen Erfahrungen und habe bislang ausschließlich positive in diesem Bereich gesammelt.

Und selbstverständlich sollte bestenfalls ein Homöopath oder eine spezialiesierte Apotheke das passende Mittel verordnen.
Doch als kleiner Leitfaden für uns "Hobbyhomöopathen" bietet das Buch "Homöopathie für Kinder" einen kompetenten Einblick in die Wirkstoffe und deren Wirkung.

LG
Ela

Beitrag von daddy69 24.09.08 - 10:09 Uhr

Hallo Ela,

wenn Du positive Erfahrungen gemacht hast, freut mich das für mich. Nur solltest Du vorsichtig sein, dies auf Grund Deiner Erfahrung anderen zu empfehlen.

Du weißt ja nicht ob Du nicht auch ohne die Globuli gesund geworden wärst. Und um das herauszufinden, braucht es halt die Studien ;-)

L.G.
Peter

P.S.: Viele Verfechter der Homoeopathie möchten die Homoeopathie von den naturwissenschaftlichen Vertretern anerkannt wissen. Dann sollten die aber auch deren Methoden akzeptieren.

Beitrag von nijura 24.09.08 - 10:20 Uhr

So?
Warum sollte ich meine Erfahrungen nicht mitteilen? Diese basiert lediglich auf meiner eigenen "Studie".

Sicher, möglicherweise wäre ich auch ohne Globulis gesund geworden.
Anders herum wird ein Schuh draus: Es gibt genügend Krankheiten, die auch ohne chemische Bomben, bzw. Schulmedizin ausheilen.
Alles Ansichtssache, Studie hin oder her...

LG
Ela




Beitrag von kanakilu 24.09.08 - 11:39 Uhr

Hallo!

Es gibt aber auch genug Studien die zeigen, dass auch in der Schulmedizin Placebos die gleichen Wirkungen haben, wie die "richtigen" Medikamente.

Also bräuchte man keine Medikamente sondern allgemein nur Zuckerperlen.

LG kanakilu

Beitrag von -avenahar- 24.09.08 - 09:28 Uhr

Na Peter... du weißt wohl nicht wovon du sprichst, was?

Anmerkung: DAS Schnupfenmittel gibt es nicht... da muss man speziell FÜR dein Kind schauen.
Empfehle das Buch Homöopathie für Kinder (GU Ratgeber)....

Im übrigen: mit dem RICHTIGEN Mittel ist eine Besserung nach 2 Stunden, spätestens am nächsten Tag zu sehen.

LG
Anja

Beitrag von gemeinhardt 24.09.08 - 09:33 Uhr

Die Homöopthie-Gegner kannst Du nicht mit Beweisen überzeugen, weil ihnen immer mehr abenteuerliche Ausreden für die Wirkung von Globuli einfallen.

Lg, Caro

Beitrag von daddy69 24.09.08 - 09:44 Uhr

Hallo,

ich bin verzweifelt auf der Suche nach Beweisen, dass Homoeopathie wirkt - abseits des Placebo-Effekts.

Wenn Du mich mit seriösen Studien versorgen kannst - immer her damit. Voraussetzung wäre halt eine randomisierte Doppelblindstudie oder ein Vierfeldertest. Das übliche halt.

LG
Peter

Beitrag von gemeinhardt 24.09.08 - 09:50 Uhr

Lieber Peter,

du hast in mir eine ziemlich überzeugte Ex-Globuligegnerin, die erst durch ihre Kinder gelernt hat, dass das Zuckerzeug tatsächlich hilft.

Nein - ich habe keine Studien für Dich - nur persönliche Erfahrungen und nein, es liegt nicht, daran dass ich mich entspanne, oder sonstwas.
Es hilft - nicht immer (genausowenig wie Aspirin immer hilft), aber wenn man das Richtige erwischt, dann hilft es.
Bei meinen Kindern ist es tatsächlich so.
Wie kann man denn bei Kindern nur so Überzeugt sein vom Placeboeffekt.... das versteh ich nicht...

Und EINMAL hat es sogar bir mir geholfen.

Lg, Cora




Beitrag von daddy69 24.09.08 - 09:57 Uhr

Hallo Cora,

wie ich oben schon andeutete: Wenn Du überzeugt bist, dass es hilft, kann es auch Deinen Kindern helfen - eben durch die genannte Suggestion. Die sollte man nicht unterschätzen.

Ich habe einen interessanten Artikel über neue Erkenntnisse der Placeboforschung rausgekramt:
http://wissen.spiegel.de/wissen/dokument/01/43/dokument.html?titel=Wundermittel+im+Kopf&id=53533410&top=SPIEGEL&suchbegriff=placebo&quellen=&vl=0

Lg
Peter

Beitrag von gemeinhardt 24.09.08 - 10:02 Uhr

Ich WAR aber nicht überzeugt. Und es hat trotzdem geholfen.
Ich könnte Dir eine Reihe von Beispielen nennen, wo ich Globuli gegeben habe und sicher war dass es NICHT hilft, bzw. quasi ausprobiert habe, ob wir zu den Menschen gehören, die darauf ansprechen. Und meine Kinder tun es. Eindeutig. Und es kommt trotzdem noch häufig genug vor, dass ich GLAUBE es hilft und es passiert nix.
Oder ich NICHT sicher bin und es hilft.

Und das eine Mal bei mir da hätte NIE dran gedacht, dass es bei mir anschlägt und dann hat es reingehaun wie ne Bombe.

Wie gesagt: ich glaube nicht jeder spricht drauf an. Und ich glaube auch, dass man sehr genau wissen muss was man wofür nimmt. Und in dem Zusammenhang finde ich nix verkehrtes dran es auszuprobieren.

Lg, Cora

Beitrag von daddy69 24.09.08 - 10:23 Uhr

Hallo,

aber genau hier liegt doch das Problem der Nachweisbarkeit. Du kannst Dir nicht sicher sein, ob es nicht auch ohne Globuli besser geworden wäre.

Um das herauszufinden, brauchst Du eben die genannten Studien und Methoden. Die haben aber bisher nichts bewiesen bis auf Effekte der Placebos und Suggestion.

Natürlich hast Du auch recht, dass es nicht verkehrt ist, das einfach mal auszuprobieren. Es sollte aber auch nicht als sanftes Allheilmittel gepriesen werden.

LG
Peter

Beitrag von nijura 24.09.08 - 10:30 Uhr

Dies habe ich für dich bzgl. Wirksamkeit rausgesucht...nun bin ich auf deine Antwort gespannt:

http://www.innovations-report.de/html/berichte/preise_foerderungen/bericht-63430.html

LG
Ela

Beitrag von daddy69 24.09.08 - 10:36 Uhr

Das war so ziemlich der einzige renommierte Preis... 2005 haben die die Studie zurückgezogen und den Preis zurückgegeben

http://www.gwup.org/aktuell/news.php?aktion=detail&id=302

Beitrag von nijura 24.09.08 - 10:46 Uhr

Ok, das wusste ich nicht.
Schade, denn das wäre sicherlich der Durchbruch gewesen und hätte auch die letzten Skeptiker vom Stuhl gezogen.

Und dennoch hat die Homöopathie in der heutigen Zeit einen festes Standbein und ist nicht wegzudenken.
Ich bin mir ziemlich sicher, dass neue Studien folgen und die Nachweisbarkeit erbringen. Da heisst es nur abwarten.

LG
Ela

Beitrag von gemeinhardt 24.09.08 - 10:35 Uhr

Von sanftem Allheilmittel hab ich nie was gesagt.

Wie soll man das auch in einer Studie herausfinden.
Dazu bräuchte man ja 2 Testpersonen die komplett gleich sind. Wie soll das gehn?

Sicher kann ich mir nicht sein. Aber meine Tochter hatte z.B. mal 3 Wochen lang nen richtig fiesen Reizhusten. Nix hat geholfen was der Arzt verschrieben hat.
Und als ich auf nen TIpp hin mit Globuli angefangen habe, wars innerhalb kürzester Zeit wesentlich besser.
Möglich wäre es, dass es von alleine so plötzlich besser geworden ist. Find ich aber absolut unlogisch.
Genauso bei der Geburt meines Sohnes.
Bei mir haben Globuli übrigens noch nie geholfen. Ich lag 14 Std. in den Wehen und es ging NIX voran. Da kam ne Schwester mit Globuli. Ich hab ihr fast HOhn und Spott ins Gesicht gespuckt. Ich hatte 5 Kügelchen im Mund und niemand kann mich überzeugen, dass ich auch nur den Funken Hoffnung hatte, dass es hilft. 1,5 Std. nach Gabe der Globuli war das Kind da.
Man kann jetzt natürlich sagen, dass diese "Sturzgeburt" auch so plötzlich gekommen wäre, hätte ich die Globuli nicht bekommen. Aber - ehrlich - das klingt wesentlich abstruser...

Beitrag von daddy69 24.09.08 - 10:43 Uhr

>>Wie soll man das auch in einer Studie herausfinden.


http://www.urbia.de/forum/index.html?area=complete&bid=3&tid=1683596#10845679

Beitrag von -avenahar- 24.09.08 - 10:15 Uhr

Nimm dir ein Buch mit den Arzneimittelbildern und nimm ein Mittel ein, welches derzeit nicht auf dich zutrifft und du wirst staunen, was passiert...

du wirst nämlich genau die beschriebenen Symptome (ÄHNLICH) bekommen... und wenn du das Mittel absetzt, verschwinden diese nach wenigen Stunden.

Und dass obwohl dort eigentlich nichts drin ist.... nanü...

Und so wirkt Homlopathie: Ähnliches mit Ähnlichem. Und ja, es wirkt.

Bei Erwachsenen, bei Kindern, bei Haustieren. Erkläre mir da den Placebo-Effekt.

Beitrag von daddy69 24.09.08 - 10:20 Uhr

Hallo,

ich habe es ja schon probiert und es hat sich nichts getan.

Zu den Kindern und Haustieren: Der Placebo Effekt wirkt auch über Suggestion. Wie gesagt ist Placebo und Nocebo wesentlich besser erforscht als die Homoeopathie.

LG
Peter

Beitrag von gemeinhardt 24.09.08 - 10:23 Uhr

Ist eigentlich schade.
Dass man sich mehr Mühe gibt es zu wiederlegen, als rauszufinden wann es wie wirkt.

Der Artikel ist mir zu einseitig.
Natürlich funktioniert der Placebo-Effekt.
Das ist bekannt.

ABER, warum funktioniert er nicht immer.
Warum funktioniert es mal so und mal so?

Beitrag von daddy69 24.09.08 - 10:30 Uhr

>>Ist eigentlich schade.
>>Dass man sich mehr Mühe gibt es zu wiederlegen, als >>rauszufinden wann es wie wirkt.

Nun, so funktioniert aber die Wissenschaft seit Jahrhunderten. Die Verfechter müssen beweisen, die Kritiker wollen widerlegen.

Nur ist es in diesem Fall den Verfechtern noch nicht gelungen, es zu beweisen. Vielleicht gelingt es ja mal.

Das ist von den Kritikern nicht böse gemeint, sondern der ganz normale Alltag in der Forschung. Wie in Physik, Chemie, etc.

Beitrag von gemeinhardt 24.09.08 - 10:36 Uhr

Nein, aber wie soll man das auch Beweisen?
Ich mein - gut ich hab von solchen Studien nicht wirklich ne Ahnung, aber mir fällt wirklich nicht ein, wie man das Beweisen könnte.

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