Warum stillt iht NICHT?

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Forum: Stillen & Ernährung

Muttermilch oder Flasche? Was schmeckt kleinen Kindern aufs Brot? Hier könnt ihr Fragen zur Säuglings- und Kleinkindernährung, aber auch zu eurer eigenen Ernährung während der Stillzeit stellen. Unsere Stillberaterin Christina Law-Mclean beantwortet eure Fragen täglich in unserem Expertenforum.

Beitrag von sunshine7505 24.09.08 - 09:43 Uhr

Hallo zusammen,
die Frage soll nicht provozieren. Mich interessiert das wirklich.
Ich stille meinen Sohn voll und habe das auch bei meiner Tochter einige Monate gemacht. Ich finde ees unheimlich praktisch. Ich muss nie Fläschchen machen - vor allem nachts, wenn wir aus dem Haus gehen packe ich nur schnell zwei Windeln und ein Spucktuch ein und muss nicht massenhaft Wasser, Pulver etc mitschleppen. Manchmal bin ich mir nicht sicher ob Sebastian Hunger hat. Ich versuche es einfach mit Anlegen und wenn er nicht will, auch gut.Was macht man mit einer Milchflasche die man extra zubereitet hat? #gruebel Muttermilch ist immer richtig temperiert und ich habe keine Angst das Baby zu überfüttern oder zu wenig zu geben. Es kostet mich keinen Cent, ich muss nicht ständig zum Drogeriemarkt eiern und Pulvermilch kaufen. ICh stelle mir das alles unheimlich stressig vor. #gruebel Ich habe meiner Tochter später auch Flaschennahrung gegeben, als ich planen konnte wieviel sie trinkt. Es war dann eben immer eine Flasche morgens und eine abends. Aber so ein kleines Baby hat doch zwischendurch immer mal Hunger oder Durst.
Rauchen und Alkohol mag ich sowieso nicht, das einizige was mich ein bisschen stört ist, dass ich meinen Kaffee-Konsum beschränken muss. #schein Demnächst will ich anfangen mit Abpumpen, damit ich den Kleinen mal länger abgeben kann. So wirklich hatte ich danach aber bisher kein Bedürfnis.
Ich bin mal gespannt auf eure Antworten und hoffe, dass es jetzt zu keinen heftigen Diskussionen oder Verurteilungen kommt. #schwitz
LG Katja mit ihren #sonnenscheinchen Julia (*25.04.05) und Sebastian (10.06.08)

Beitrag von micnic0705 24.09.08 - 09:48 Uhr

Hallo,

warum ich nicht stille? Weil ich wohl zu den wenigen Müttern gehöre, die ihr Kind nicht satt bekamen.

War bei einer Stillberaterin, habe den Kleinen über 2 Wochen alle halbe Std. angelegt (Tag und Nacht), aber nichts hat geholfen.

Der Kleine wurde einfach nicht satt. Also habe ich ihn zugefüttert und wie das dann so ist, wollte er irgendwann nur noch das Fläschchen (kommt mehr, muss mich nicht anstrengen).

Ich hätte gerne sechs Monate voll gestillt, aber es hat wohl nicht sollen sein.
Ich hoffe, dass es beim nächsten Mal besser klappt.

LG Nicole

Beitrag von sunshine7505 24.09.08 - 09:53 Uhr

Hallo,
das kann ich gut nachvollziehen. Wenn es nicht klappt und das Baby nicht mehr will dann kann man nichts machen. Stimmt, an sowas habe ich gar nicht gedacht. #gruebel
#danke für deine Antwort und einen schönen Tag!
LG Katja #sonne

Beitrag von nurcasa 24.09.08 - 09:57 Uhr

Hallo Katja,

ganz einfach:Weil ich nicht konnte!

Meine dumme FÄ hat sich bei Gewicht und Grösse meiner Kleinen sowas von verrechnet und liess 3 Wochen vor ET einleiten. Ihrer Meinung nach wuchs mein Baby nicht mehr ( geschätzt 2200gr und 45 cm).
Und die Einleitung war der HORROR!! 40 Stunden Wehen, Blutungen, Angst, dass was passieren könnte oder, dass es meiner Kleinen nicht gut geht.
FAZIT: sie kam mit 3220gr und 52cm zur Welt. Doch ich war geschafft, die Anstrengungen und die Tatsache, dass meine Kleine irgendwie nicht an die Brust wollte, führte bei mir dazu,dass die Milch nicht richtig einschsoss.
Ich hab 3 Wochen alles versucht, anlegen, abpumpen,massieren mit Stillöl(meine Hebamme meinte ich soll aufhören,ich würde mich total verrückt machen) und dann war plötzlich die Milch weg.Kein Tropfen mehr.
Tja und dann gab ich die Flasche und es ging mir auch wieder besser,denn meine Tochter trank.

Das ist meine Geschichte,ich musste sie schon oft erzählen,weil immer die selbe Frage kam:Warum stillst du nicht?
Bei mir wars nicht Bequemlichkeit oder nicht wollen,sondern es ging einfach nicht und ich denke es gibt noch einige Mütter,denen es ebenfalls so erging.

Grüsse
Nuray

Beitrag von chimara 24.09.08 - 10:03 Uhr

hallo katja,

ich habe meine erste tochter 6 wochen gestillt und dann aufgegeben. ich hatte so wunde brustwarzen, milchstau, brustenzündung mit fieber usw. meine tochter hat nie gerne an der brust getrunken lieber auss der flasche wenn ich abgepummt habe. ich fand das stille als totale belastung da ich immer schmerzen dabei hatte. leider hatte ich damals auch keine gute hebamme zur seite die mir half.

bei meiner 2ten tochter war dann für mich klar das programm brauche ich nicht mehr und habe gar nicht gestillt.

bei meinem sohn das gleiche- habe nicht gestillt wg der ersten schlechten erfahrung. im nach hinein tut mir es leid das ich es bei ihm nicht probiert habe da er ein sehr schlechter und unruhiger trinker an der flasche ist. ihm hätte das stillen sicher gut getan. aber nun ist es zu spät und er wird auch so groß;-)

es gibt immer wieder pro und kontra zum thema stillen/flasche von daher ist meine meinung jeder wie er es mag.

lg sandra

Beitrag von doeschi 24.09.08 - 10:08 Uhr

Bin auch ne Flaschenmutti.
Also Elias ist immer an der Brust eingeschlafen, zweimal genuckelt und zack eingeschlafen. Wir haben ihn nicht wach bekommen (Krankenschwester, Hebi...). Selbst mit ausziehen und so hat er sich nicht aus seinem Schlaf holen lassen.
Ich bin also ständig im Krankenhaus zum Abpumpen gegangen, dass mein Milchfluss angeregt wird. Aber auch nach 8 Tagen, waren nur 20 ml in der Flasche. Und das obwohl ich alle 2!! Stunden, egal ob Tag oder Nacht für eine halbe Stunde an der Maschine saß, die volle Pulle gepumpt hat. Ich dachte schon mir fliegen die Nippel ab und landen mit in der Flasche #schock
Na ja, Elias hat dann total viel abgenommen und auch noch die Gelbsucht bekommen, dann hab ich zugefüttert.
Hatte mir für zuhause noch ne Pumpe mitgenommen, aber es wollt einfach nicht mehr werden und Elias wollt einfach nicht an der Brust trinken.
Dann war ich psychisch total fertig, hatte auch Wochenbettdepressionen (vielleicht klappte es deswegen ja auch nicht mit dem Milcheinschuss??) und hab mich schweren Herzens dazu entschlossen, dass es für uns besser ist die Flasche zu geben.
Das mit dem Stillen hat mich einfach noch mehr runterzogen, so dass ich echt am Ende war und nur geheult hab.
Wenn es so war (nun kann man seinen Hunger gut erkennen) dass man ne Flasche gemacht hat und er doch keinen Hunger hatte, dann hab ich sie in den Kühlschrank gestellt und später gegeben.
Sonst halte ich die Milch maximal 2 Stunden warm (nachts oder so). Tagsüber, wenn ich unterwegs bin, nehme ich mir ne Thermoskanne mit richtig temperiertem Wasser mit und Pulver in dem Portionierer. Ist alles kein Problem.
Dafür kann ich auch mal länger weg gehen und mein Freund oder die Oma passt auf und kann die Flasche geben und ich kann was trinken oder auch alles essen worauf ich Lust habe.
Füttern tu ich ihn nach Bedarf, was auf irgendwelchen Packungsanleitungen steht interessiert mich nicht.

Man, ist ganz schön lang geworden #hicks

Beitrag von selinia 24.09.08 - 10:41 Uhr

Hallo!
Ich hätte gerne gestillt und habe es auch versucht, aber:
Meine Brustwarzen sind extrem flach (besser gesagt, man sieht die Dinger gar nicht bei mir #schmoll). Anlegen klappte also nicht. Stillhütchen mochte meine Tochter nicht. Also habe ich versucht abzupumpen. Hier war allerdings das Problem, dass ich keinen "richtigen" Milcheinschuß hatte. 30 min abpumpen ergaben etwa 30 - 40 ml (beidsteitig!) und es wurde nicht mehr, sondern immer weniger. Nach 4 Wochen habe ich aufgegeben. War fix und fertig und habe mir Vorwürfe gemacht, dass ich mein Kind nicht ernähren kann usw...

Nunja, jetzt ist sie ein glückliches, gesundes Flaschenkind, und ich bin eine (fast) Streßfreie Flaschenmami. Ich gebe ihr 1er Milch, und sie ist nicht zu dick, sondern "genau richtig" ;-)

Vorteil bei Flaschenkindern:
- Papa kann auch mal Nachts aufstehn und die Flasche geben (danke Schatzi #kuss)
- Man sieht genau wieviel getrunken wurde (für die Mama´s, die sich immer fragen ob die kleinen auch genug bekommen #mampf)

Nachteil:
- Kostet recht viel (halbes Jahr bei mir ca. 500 Euro)
- Pulver, Wasser, Flasche immer mitschleppen

Sonstiges:
- Die richtige Temperatur hat man schnell rausgefunden (ich hab mir ein Thermometer für die Flasche zugelegt. Koche das Wasser, lasse es auf etwa 40° abkühlen und dann rein in die Thermoskanne... fertig).
- Anfangs musste ich sehr viel wegschütten wenn ich mich beim Hunger geirrt hatte, aber inzwischen ist das zur Seltenheit geworden :-D

Und stressig empfinde ich das Flasche-machen-geben nicht.

Liebe Grüße #sonne
Selinia + Magdalena 7 Monate

Beitrag von nancy80 24.09.08 - 10:57 Uhr

ich habe eine woche lang gestillt und dann aufgehört,weil meine maus mir meine brustwarzen so kaputt gemacht hat.
meine brustwarzen sind nicht weit genug raus gekommen aber meine maus hat trotzdem getrunken.sie hatte einen starken sog und bevor die milch eingeschossen ist mußte ich sie alle 2 std anlegen und dann wurden die brustwarzen immer wunder und sogar blutig.meine hebi hat alles mit mir probiert nichts hat geholfen.ich hab es sogar mit hütchen probiert und hatte nur noch schmerzen beim stillen.hatte sogar geweint als es nicht mehr ging und ich auf flasche und milchnahrung umsteigen mußte.weil ich dachte ich bin eine schlechte mutter.
meine brustwarzen haben 14 tage gebraucht um wieder zu heilen.

und unsere maus kam mit der flasche gut klar und ich persönlich finde es jetzt auch nicht schlimm.

wenn wir uns noch ein 2.anschaffen würden würde ich wieder stillen aber dann gleich von anfang an mit hütchen

lg
Nancy & Naina (29.05.2008)

Beitrag von anikad007 24.09.08 - 10:49 Uhr

Ich könnte hier genauso gut ein Posting reinsetzen "Warum gebt Ihr kein Fläschchen" ;-) Tu ich aber nicht weil es jeder für sich selbst wissen muss.

Ich habe knapp 2 Monate gestillt bis nix mehr ging, dann kam die Flasche und ich war im Endeffekt froh, da wir beide glücklicher damit waren. Manche Mütter sind eben keine Still Typen, ich mochte es nicht das meine Brustwarzen wund waren, das ich in der nacht wo er keinen hunger hatte, ständig auslief und alles nass war, das ich wenn ich einkaufen war und Sohnemann unerwartet Hunger bekam, meine Brust im Auto auspacken musste, ebenso wenn ich Besuch hatte. Ne also ich finde das Fläschchen praktischer.

Lg Anika (Elias 7 Monate)

Beitrag von juliejohanna 24.09.08 - 14:28 Uhr

#pro

Beitrag von janine2785 24.09.08 - 11:12 Uhr

Hi,

immer diese Fragen nach Stillen und nicht stillen...oh mann....

Naja, bei mir war es so das ich Sophie stillen wollte und auch gestillt habe, nur wurde sie mir direkt nach der Geburt weg genommen weil ich ewig und 3 Tage genäht werden sollte, dann bekam ich sie durfte etwas schmusen und dann wurde sie mir wieder für 4 Std. abgenommen. Naja, als ich sie dann morgens um 5 (geburt 23:15) zum stillen bekommen habe hing sie soooo lange an der Brust das ich direkt am 2 Tag die Warzen kaputt hatte. Naja, troz alledm weiter gestillt, aber dann meinten die Schwestern irgendwas mit Sophies Nieren wäre nicht in Ordnung weil sie kein Pipi macht und sie musste Tagelang Glukose aus Flaschen trinken, die Nieren wurden geschallt und alles war ok, Sophie fing auch an Pipi zu machen, wollte aber von der Brust nicht wirklich was wissen und ausser mir die Brustwarzen blutig zu nuckeln hat sie nichts gemacht. Wir haben es dann zuhause mit der Hebamme mit Wiegen-Stillen probiert, mit Stillhütchen und allem. Naja, nix hat funktioniert, dann haben wir abgepumt bis mir weitere 6 Wochen später die Milch ausging, ich habe dann Calzium bekommen, aber naja... die Milch war weg, ich habe dann durch pumpen pumpen pumpen versucht den Milchfluss wieder zu regulieren, hat nichts gebracht :-( ich kann dazu sagen, ich wusste von Anfang an das ich nicht länger als 6 Monate stillen wollte, aber diese 2 Monate waren mir doch wesentlich zu kurz.
Beim nächsten werde ich mich durchsetzen und direkt nach der Geburt anlegen, sodass ich auch einen richtigen Milcheinschuss habe, der blieb bei mir nämlich komplett aus.

LG

Janine

Beitrag von shrekbaby 24.09.08 - 11:29 Uhr

Ich konnte auch nicht stillen, meine Tochter war einfach zu schwach und obwohl ich 4 Wochen zusätzlich abegepumpt habe, kam einfach nicht genug Milch. Ich hatte dann das ständige Abpumpen satt und bin komplett auf Flaschennahrung umgestiegen.
Ehrlichgesagt finde ich das auch nicht schlimm, das Fläschchen machen (nachts) machte mir nichts aus, geht ja schnell, und ich konnte auch mal meinen Mann schicken #schein und weiterschlafen - das ist der Vorteil wenn man nicht stillt!

Beitrag von sammy2007 24.09.08 - 11:53 Uhr

Also anfänglich war ich enttäuscht NICHT stillen zu können, meine Beiden und ich lagen 5 Tage auf getrennten Intensivstationen und somit war es da nicht möglich, danach mußte ich 6 Wochen starke Medikamente nehmen, die wiederum ein Stillen nicht zuliessen...aber für mich stand meine Gesundheit und Rehabilitation an erster Stelle, denn sonst hätten unsere Zwerge nicht nur keine MuMi-sondern auch keine Mum gehabt.

Ich finde es schade, aber trauere auch nun nicht mehr, da es einfach nicht zu ändern ist und die Beiden mit Ihrer Pre-Milch prächtig gedeihen, glücklich und zufrieden sind.

Und umständlich finde ich persönlich die Fläschchenfütterung nun nicht..spielt sich alles ein und wird somit zur Routine..und ständig einkaufen müssen wir auch nicht, macht mein Mann 2x im Monat, da kauft er Nahrung und Windeln.

Und nachdem ich die ganze Schwangerschaft fast nur liegen mußte und vieles ernährungstechnisch weglassen mußte, bin ich nun wieder froh, auch mal wieder flexibler zu sein und meinen Mann freut es sehr, die Beiden füttern zu können.

Es gibt für alles pro und kontras..das waren die Meinigen!

LG sammy

Beitrag von mutschki 24.09.08 - 11:56 Uhr

hi

ich habe ca 6-7 wochen gestillt und dann abgestillt,weil ich mich einfach net wohlfühlte,unsicher war und romeo nachts nur am schreien war....
ich hab am 3ten tag nach der geburt schon daheim gehockt und geheult weil ich nicht mehr stillen wollte,es tat auch furchtbar weh..habs dann aber weiter gemacht,weil ich auch net wusste wie ich abstillen soll und angst vor milchstau hatte.
praktlsich war es für mich nur nachts,das stimmt wirklich.
aber über tag war es für mich nur stress und ehrlich gesagt auch nervig.musste dann da sitzen ,konnte net aufstehn wenns klingelt,um was zu holen,nach dem grossen zu schauen...wusste nie was er getrunken hat,wielviel er noch trinkt,wann er wieder hunger hat...
abpmpen hab ich auhc versucht,aber diese milchpumpe war der einste schrott,hab da eeeewig gepumpt und vielleicht nur 30 oder 4 ml rausbekommen,und ich hatte sehr viel milch!
naja,als ich umgestellt hab auf flaschennahrung,fühlte ich mich total erleichtert,und romeo ging es auch von tag zu tag zu tag besser.

lg carolin

Beitrag von muehlie 24.09.08 - 12:53 Uhr

Hallo Carolin,

hat dir denn deine Hebamme nicht erklären können, wie du abstillst?

Beitrag von bunny08 24.09.08 - 11:59 Uhr

Hallo Katja,

ich habe meine Sohn leider nur 8 Wochen gestillt.
Und das sind die Gründe:

In der 42. SSW wurde die Geburt eingeleitet. Letzlich kam mein Sohn per Kaiserschnitt auf die Welt. Die Hilfe beim Anlegen meines Sohnes von Hebammen und Schwestern war lächerlich... Und mein Sohn machte leider auch keinerlei anstalten zum Saugen. Man schob das auf meine angeblich flachen Brustwarzen. NAch einigen Stunden wurde mir mein Sohn weggenommen - seine Blutwerte hatten einen erhöhten Entzündungswert und er musste 5 Tage auf der Neugeborenenstation liegen. Ich konnte zwar jederzeit bei ihm sein, aber er bekam die Flasche. Es hieß von Schwestern und Ärzten, dass er wegen des Antibiotikas, dass er bekam, Nahrung brauchte. Da ich noch keinen Milcheinschuss hatte (kam normal nach 3 Tagen), bekam er halt Flasche. Ich habe während dessen abgepumpt, meinen Sohn immer wieder angelegt (mit Stillhütchen) und Flasche gegeben. Zuhause angekommen konnte ich trotzdem voll stillen!!! Das hatte ich auch alleine geschafft. Leider wollte mein Sohn nur mit Stillhütchen gestillt werden. Ich hab´s ganz oft versucht ihm das abzugewöhnen.
Mein Gedanke war: Lieber mit Stillhütchen, als gar nicht...
Es war zwar nicht alles ideal, aber ich war sehr stolz, dass ich trotz der Vorgeschichte im Krankenhaus, voll stillen konnte. Hatte genug Milch - alles super.

Bis ich dann eine ganz heftige Brustentzündung bekam. Musste einige Tage Antibiotika nehmen. Da mein Fieber nicht runterging und meine Brust immer schlimmer aussah, musste ich ins Krankenhaus und operiert werden. Dann wurd´s für mich echt schrecklich:
Ich hatte eine offene Stelle in der Brust (es wurde eine Drainage gelegt, damit Wundflüssigkeit ablaufen konnte... sorry!!) und ich habe mich extrem geekelt...
Ich wusste überhaupt nicht, wie ich jetzt an dieser Brust mein Baby anlegen sollte. Mir hat keiner mal wieder so richtig geholfen. Die Stillberaterin des Krankenhauses sagte nur: "Sie können trotz der Drainage ihr Kind weiterstillen!" Aber wie hat mir keiner gezeigt. Ich war wieder auf mich alleine gestellt. Ihr könnt gar nicht glauben, wie oft ich darum gebeten habe, dass mir jemand hilft dabei. Keiner hat sich so wirklich drum gekümmert.
Wieder zuhause habe ich mir eine sehr gute und erfahrende Hebamme gesucht, die mir speziell bei dieser Problematik helfen könnte. Sie hat ihr bestes gegeben. Mein Sohn wollte aber nicht mehr gestillt werden. Er hat meine Brust richtig weggedrückt und hat vor Freude gegluckst, wenn ich endlich mit der Flasche ankam... Das war für mich lange Zeit echt schlimm und ich habe oft geweint... Es war alles so gekommen, wie ich´s nie haben wollte...

Das schlimmste war für mich, dass ich dann von so einigen Müttern vorverurteilt wurde, weil ich nicht stillte. Und die Meinung, dass es meine Schuld sein müsste.
Vielleicht hätte ich auch einiges anders machen können. Aber ICH habe eingesehen, dass ich alles MIR mögliche getan habe. JETZT habe ich die Situation akzeptiert und bin sehr glücklich - auch wenn ich meinen Sohn nicht stillen kann.
Wir sind alle zufrieden und glücklich.

Bestimmt gibt es hier wieder so manche, die anderer Meinung sind. Seid mir nicht böse, aber ich will´s nicht hören. Ich habe hier gerne mal erzählt wieso, weshalb, warum! Aber glaubt mir ich kenne JEDE Gegenargumentation. ICh bin Dankbar für jeden, der seine Ratschläge für sich behält... Denn ich kann´s nicht mehr ändern!!!

Ich finde Katja, du hast hier sehr nett gefragt.... Bestimmt hast du für uns Flaschenmama´s jetzt ein bisschen mehr verständnis...

Alles Liebe

bunny + Ben (7 Monate)

Beitrag von muehlie 24.09.08 - 12:49 Uhr

Hallo,

ich bin Langzeit- und wahrscheinlich auch bald Tandemstillmama (also die ganz extreme Sorte! ;-)).
Wollte dir nur sagen, dass ich für jede Frau, die es mit dem Stillen versucht hat, und bei der es aus irgendwelchen Gründen nicht geklappt hat, absolutes Verständnis habe. Wenn ich deine Geschichte und ähnliche lese, ärgere ich mich immer nur darüber, wieso jungen Müttern nicht mehr geholfen wird und sie nicht mehr Tipps erhalten.

LG
Claudia

Beitrag von bunny08 24.09.08 - 12:57 Uhr

Hallo Claudia,

ich find´s nicht extrem sondern toll, dass du so viel Glück hast bei der natürlichsten Sache der Welt...
Danke für dein Verständnis und ja, ich ärgere mich auch, dass ich trotz des großen Angebots an Stillberatung / Hebammen/ "stillfreundliche" Krankenhäuser, etc. keine umsetzbare Hilfe bekommen habe....
Natürlich kann man in manchen Situationen nichts machen, aber ich hätte mir echt ein bisschen mehr Hilfe gewünscht - vielleicht wäre ich dann auch eine Langzeitstillmama geworden.
Ich hoffe beim nächsten Kind kann ich mich stilltechnisch so richtig "austoben", wie ich´s mir immer vorgestellt habe. Alles Liebe für dich und deine family...

#hasi

Beitrag von innchik 24.09.08 - 15:01 Uhr

hallo bunny,

echt heftig, deine Geschichte.

Als ich das gelesen habe, musste ich erneut daran denken, dass ich Glück hatte, dass es bei mir mit dem Stillen ohne Probleme klappte bzw. klappt.

Das ist wirklich sehr schade, dass so viele Mütter, die stillen wollen, nicht die nötige Hilfe bzw. Unterstützung bekommen.

Alles Liebe.

innchik mit Sillkind Lina *11.02.07

Beitrag von 1c1c1 24.09.08 - 12:10 Uhr

nicht schon wider#cool

Beitrag von sternenzauber24 24.09.08 - 13:11 Uhr

Hallo

Ich habe 4 Kinder, 3 Stillkinder und einen Sohn konnte ich nur 14 Tage Stillen. Hatte eine Niereninfektion durch Stau in der SS, und mußte starke Medikamente nehmen, die aber in der Stillzeit Tabu waren. Unter anderem war mein Sohn extrem, er wollte sich nicht anstrengen es gab nur genörgel, so war die Brustentzündung auch nicht weit entfernt. Wir waren auch mit der Flasche sehr Glücklich, aber ich bereue es. Ich Stille sehr gerne, und ich finde Stillkinder ( meine zumindest) sind viel anhänglicher und weniger krank. So ist es bei uns.

LG, Julia+Still#baby Samira *24.08.08

Beitrag von jewishwoman 24.09.08 - 15:40 Uhr

Ich Stille aus genau dem Grund wie du!!Manche wollen nicht stillen weils ihnen zu unbequem ist, ich finds aber total bequem das stillen, und eben voll suess zu sehen wie das baby sich an einen kuschelt und trinkt und es auch so nur Gutes bekommt.
Cu naomi

Beitrag von denise83 24.09.08 - 21:03 Uhr

Hallo,

ich habe aus verschiedenen Gründen aufgehört zu stillen. Die Vorteile für das Flasche geben sind für mich:

- ich weiß wieviel er trinkt
- er wird satt
- wir haben einen geregelten Tagesablauf
- die Zubereitung geht mittlerweile flott
- Papa kann füttern
- man muss nicht auf seine Ernährung achten
- man kann mit dem Partner abends ein Gläschen Wein trinken
- man kann die Pille wieder nehmen


....

Ich bin der Meinung das müssen alle Eltern für sich entscheiden, Flaschenkinder werden genauso groß wie gestillte Kinder.

Liebe Grüße

Denise und Heikki *19.08.08