meine Bewerbung ist fertig

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Forum: Finanzen & Beruf

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Beitrag von leerchen 24.09.08 - 14:32 Uhr

Hallo leute,

ich habe gerade meine bewerbung fertig bekommen.#schwitz

würdet ihr mal bitte drüber schauen und mir sagen ob ich das so schreiben kann?

Bewerbung:
Bewerbung um einen Ausbildungsplatz als Verwaltungsfachangestellte


Sehr geehrter Herr ...,

im Wissen, dass sie für das Jahr 2009 Auszubildende Verwaltungsfachangestellte suchen und hierfür eine hochmotivierte Mitarbeiterin mit einem ausgesprochenen Maß an Kompetenz, Flexibilität, Kreativität und Belastbarkeit benötigen, erlaube ich mir, Ihnen meine Bewerbungsunterlagen zuzuschicken.

Derzeit bin ich in Elternzeit und möchte wieder am Arbeitsleben teilnehmen. Ich wünsche mir eine neue Herausforderung und bin überzeugt, mich bei Ihnen in außergewöhnlich positiver Weise einbringen zu können.

Ich wäre gern Teil der Stadtverwaltung .... als bürgerorientierter Dienstleister. Die Verbindung von Büro- und Verwaltungsarbeit, der Umgang mit Gesetzestexten und die Nähe zum Bürger machen diesen Ausbildungsberuf sehr attraktiv für mich. Organisationstalent, Umgang mit Kunden, Teamfähigkeit, aber auch Durchsetzungsvermögen konnte ich in meiner Ausbildung und im Studium unter Beweis stellen.

Meinen weiteren bisherigen Werdegang und die Etappen der schulischen Ausbildung wollen Sie bitte dem beigefügten tabellarischen Lebenslauf entnehmen.

Einer persönlichen Vorstellung, um mögliche weitere Fragen zu meiner Person zu beantworten, steht meinerseits nichts im Wege. Sie können mich täglich unter der Telefonnummer: ...erreichen.
Die notwendige Mobilität ist auch gewährleistet.


In Erwartung einer Nachricht von Ihnen verbleibe ich

mit freundlichen Grüßen

Danke für die mühe!#danke

steffi

Beitrag von devadder 24.09.08 - 14:37 Uhr

"In Erwartung einer Nachricht von Ihnen verbleibe ich "


In einer Bewerbung sollte man nichts fordern!!

Gruß

Beitrag von leerchen 24.09.08 - 14:41 Uhr

erwartung heisst doch nicht fordern. das bedeutet so viel wie: ich stehe jeden tag hoffnungsvoll am briefkasten und warte auf antwort.

oder steh ich aufm schlauch?#kratz

Beitrag von ruhrpottjunge 24.09.08 - 15:21 Uhr

Man kann "erwarten" als "etwas hoffnungsvoll erwarten" und als "etwas von jemandem erwarten" verstehen.

Es ist auf jeden Fall missverständlich.

Warum drückst du dich überhaupt so geschwollen und substantiv-lastig aus?

Beitrag von cami_79 24.09.08 - 15:24 Uhr

Ganz ehrlich? Mir ist das etwas ZU VIEL. Zu viel "in außergwöhnlich positiver Weise" und zu viel bei "entnehmen Sie dem Lebenslauf ...".

Verweise auf den Lebenslauf darfst du beruhigt weglassen, das schaffen die Damen und Herren auch so. Fülltext wird nicht so gern gesehen. Auch das abpinnen von Schlüsselbegriffen aus den Stellenangeboten (erster Absatz?) wirkt nicht sehr kreativ und sollte es nicht aus dem Stellenangebot sein sind es dennoch zu viele Schlagworte die von dir nicht untermauert werden sondern eben "nur" hingeschrieben.

LG C

Beitrag von christinamarie 24.09.08 - 16:09 Uhr

Das 4. Wort und schon ein Rechtschreibfehler: "sie" in der Anrede MUSS groß geschrieben werden.

Ansonsten klingt es etwas geschwollen. Vor allem das Durchsetzungsvermögen würde ich rauslassen. Die Bewerbung klingt sehr, sehr selbstbewusst und in Kombination mit der Erwähnung des Durchsetzungsvermögens deutet sich für den Leser eine nicht gewollte Dominanz (oder dominante Person) an.

Ich würde es auch noch kürzen.

LG
Christina

Beitrag von nightingale1969 24.09.08 - 21:13 Uhr

Ein Verwaltungsmitarbeiter braucht ZWINGEND! Durchsetzungsvermögen.

Verwaltung ist Teil der Exekutive = die, die DURCHSETZEN.

Beitrag von manavgat 24.09.08 - 19:04 Uhr

zu geschwollen!


erlaube ich mir Ihnen zuzuschicken.

=

schicke ich Ihnen zu


wollen Sie bitte entnehmen.... ?

=

können Sie meinem Lebenslauf entnehmen.


vom Tenor her gefällt mir die Bewerbung ansonsten ganz gut.

Gruß

Manavgat

Beitrag von nightingale1969 24.09.08 - 21:21 Uhr

Wie manavgat schon schreibt: Zu geschwollen.

Wirst Du in der Ausbildung lernen: In der Verwaltung soll schon lange nicht mehr "behördisch", mit "Verhauptwortung" und "verpassiviert" geschrieben werden (selbst in einer offiziellen Geschäftsanweisung meines Arbeitgebers stehen Richtlinien dazu).

Wenn ich an einen Kunden in bestem Behördisch schreibe "wollen sie bitte bis dann und dann vorlegen" (analog Deinem "wollen sie entnehmen"), dann um im speziellen Fall die "Hoheit", die "Staatsmacht" raushängen zu lassen.

Ansonsten schreiben wir im Aktiv, vermeiden, mittels -ung zu kaschieren, dass wir meinen "Ich erwarte" usw. usf.

Deine Bewerbung klingt zu amtlich, klingt komisch, ist aber so. So gestelzt wird normalerweise wirklich nur, wenn man mit dem Bürger schon im Clinch liegt.

Gruß und viel Glück
Christine
VfA ;-)