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Forum: Finanzen & Beruf

Dieses Forum bietet Platz für alle Fragen und Antworten rund ums liebe Geld und die Absicherung der Familie - egal ob ALGII, Haushaltsgeld, Baufinanzierung oder Altersvorsorge. Auch Themen wie ElterngeldKindergeld sowie der Wiedereinstieg in den Beruf sind hier richtig.

Beitrag von hoschimoto 24.09.08 - 20:33 Uhr

Hallo,

ich habe folgendes Problem: Seit dem 1. Juni arbeite ich auf 400,00 € Basis in einer Arztpraxis als Bürokraft. Ich bin gelernte Industriekauffrau und nach 7 Jahren Berufspause (u.a.Kinderpause) als Quereinsteiger in dieser Praxis gelandet.
Ich war froh, dass ich nach kurzer Suche so schnell wieder einen Job gefunden habe und habe mich ziehmlich bequatschen lassen was die Bedingungen angeht.
Nun arbeite ich an vier Vormittagen 4 Stunden, das macht also 16 Stunden in der Woche.
Ich weiß, dass ich nach so langer Pause erstmal kleine Brötchen backen muss und nicht zuviel verlangen kann, aber so nach der ersten Einarbeitungszeit komme ich mir immer mehr ausgenutzt vor und bin immer unzufriedener.
Zumal kommt noch hinzu, dass mir in Abwesenheit des Chefs, die anderen Angestellten Geschichten von dem Chef und seiner Frau (die dort auch mitarbeitet, und im Büro neben mir sitzt) erzählt haben, dass ich eigendlich schon keine Lust mehr habe dort zu arbeiten, bzw. ich echt Schiss habe mit dem Chef über andere Bedingungen zu sprechen.
Nun weiß ich nicht was ich machen soll, um gute Argumente für,entweder mehr Geld oder weniger Stunden für die gleiche Bezahlung, zu finden.
Eine Bewerbung für eine etwa gleichwertige Stelle, bei der ich aber nur 8 Stunden in der Woche für das gleiche Geld zu arbeiten müsste, habe ich schon losgeschickt.
Bin ich zu raffgierig oder ist mein Empfinden schon in Ordnung, dass ich mit der momentanen Situation unzufrieden bin?

Vielen Dank für Euren Rat.


Eure Hoschimoto

Beitrag von yvonnechen72 24.09.08 - 21:17 Uhr

Hallo,

ich weiß nicht, ob du raffgierig bist, aber ich meine , du hast dich auf diese Bedingungen eingelassen.Du arbeitest gerade mal seit 3 Monat da.Ich glaube nicht, dass es klug wäre nach mehr Geld zu fragen.
Und die Geschichten, die dir erzählt wurden...Mach dir lieber dein eigenes Bild.

LG Yvonne

Beitrag von thea21 24.09.08 - 21:46 Uhr

Ich empfinde 400 Euro für 4 Tage die Woche á 4 Stunden definitiv nicht als zu wenig!

Beitrag von galeia 25.09.08 - 08:34 Uhr

Dein Stundenlohn beträgt brutto=netto rund 5,71 € pro Stunde. Nicht wirklich viel aber auch nicht gerade sittenwidrig wenig. Wenn du den Job für das Geld nicht machen willst, wird sich ein anderer finden.

Problematisch ist, wenn du mehr pro Stunde verdienen willst, kommst du in die sogenannte Gleitzone und bist sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Dadurch, dass dann Arbeitnehmer- und Arbeitgebersozialabgaben zahlen müssen, muss sich der Stundenlohn schon deutlich erhöhen, damit du mehr im Portemonnaie hast.

LG H. #klee

Beitrag von manavgat 25.09.08 - 11:13 Uhr

Das ist Unsinn!

Ich zahle 30 % Abgaben für einen Minijobber.

Für einen Arbeitnehmer ab 401,-- Euro zahle ich (je nach Krankenkasse) leicht weniger.

Gruß

Manavgat

(selbt AG).

Beitrag von galeia 25.09.08 - 11:16 Uhr

Na umso besser! Dann hat mein "Unsinn" jedenfalls dazu geführt, dass die Threaderöffnerin jetzt umfassende Infos, Denkanstöße und Argumentationsgrundlagen hat! #danke

LG H. (kein AG) #klee

Beitrag von galeia 25.09.08 - 08:38 Uhr

Nochmal ergänzend:

Wenn du jetzt mit deinen Chef einen (realistischen) Stundenlohn von 7,50 € aushandelst, liegst du bei 525,00 € brutto. Abzüglich der Sozialversicherung liegst du dann bei netto 461,00 € (also 6,50 € die Stunde). Lohnt sich der Aufwand/Stress bei diesem Gehalt. (Berechnung mit fiktiven Zahlen bei einem Mini-Job-Rechner)

Gib bei Google mal Mini-Job oder Gleitzone ein, da bekommst du auch einen Mini-Job-Rechner und kannst dir selbst ausrechnen, wieviel du verdienen kannst.

LG H. #klee

Beitrag von hoschimoto 25.09.08 - 09:34 Uhr

Hallo,

erstmal vielen Dank für deine Antwort.
Also, für mich würde sich das auf alle Fälle lohnen, denn ich bin zu 30 % Privatversichert, das sind rund 200 Euro im Monat für Krankenversicherung, die ich jetzt noch zusätzlich zahlen muss.
Würde ich wieder gesetzlich versichert sein, dann würde das Geld wegfallen und wir hätten zu den 461,00 € noch ca. 200 € mehr. Also, gesamt etwas über 600,00 €. Das ist doch schon was.

Nur ich weiß nicht, wie ich meinem Chef gegenüber argumentieren soll, dass ich mehr Geld haben will.

Aber wirklich vielen Dank für deinen Beitrag.

LG Hoschimoto

Beitrag von phoe-nix 25.09.08 - 12:38 Uhr

Ich denk mal, nach 3 Monaten kannst das knicken, wenn Du nicht der absolute lang gesuchte Überflieger bist in Deinem Job.

LG