Vorsitzender des Elternbeirates in der KiTa, Erfahrungen?

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von tandura 24.09.08 - 21:05 Uhr

Hallo ihr Lieben,

heute war in der KiTa Elternabend incl. Wahlen des Elternbeirates. Nun bin ich Vorsitzende des Elternbeirates unserer Kindertagesstätte geworden und freue mich sehr auf meine Aufgaben.#huepf#huepf

Im groben wurde uns schon erklärt welches die Rechte und Pflichten eines Elternbeirates sind.

Was genau kommt denn jetzt als Vorsitzende auf mich zu? Teilnahme in den Beiratssitzungen, Stimmrecht, Protokollführung und Schriftführung, Ansprechpartner für die Eltern der Kids. Das ist mir klar. Aber gibt es noch etwas dass ich beachten muss? Will ja alles richtig machen...

Wer hat Erfahrungen und kann mir ein paar Anregungen und Tipps geben? Ich würde mich sehr freuen!

Lieben Gruß #herzlich

Andrea

Beitrag von schnecki82 24.09.08 - 22:08 Uhr

Hallo!

Na dann meinen herzlichen Glückwunsch!

Ich war in der Kita meiner Tochter 1 Jahr lang Elternvertreter und es hat mir ganz sicher keinen Spaß gemacht.

Pflichten?

Ich wurde fast täglich von jeglichen Eltern angerufen, die sich wirklich über jeden Pups aufgeregt haben. Jedes Mal musste ich erzählen, dass sie als aller erstes sich selbst an die Erzieher wenden müssen um persönliche Probleme zu beheben. Ständig stand man zwischen den Stühlen und musste vermitteln, obwohl PERSÖNLICHE Probleme nicht zu meiner Aufgabe gehörten.

Dazu war es selbstverständlich, dass man überall helfen musste. Ob an Ständen stehen oder sonst so. Ich hatte bei Kitafesten keine einzige Minute, die ich mit meiner Tochter genießen konnte.

Vierteljährlich war die große Versammlung - die war nun aber auch nicht wirklich besonders.

Rechte?

Elternvertreter dürften mitbestimmen, was im Kräuterbeet angepflanzt wurde. Das war es soweit ich weiß. Was soll man sonst für Rechte haben?

Bei uns gibt es aber auch mehr als genug, die sich um diesen Job reißen. Ich habe ihn freiwillig wieder hergegeben.

LG Sabine!

Beitrag von cindi1971 24.09.08 - 22:24 Uhr

hallo andrea,
weis nicht ob ich dich beglückwünschen soll.
das ist eine undankbare aufgabe.
vor 2 jahren hab ich mich dazu bereit erklärt elternbeiratvorsitzende zu sein, im letzten jahr war ich 2.te vorsitzende, aber alles ist an mir hängen geblieben, weil die vorsitzende 5 kinder hat und selbst wenig zeit, und dann brach sie sich auch noch das schien und wadenbein und fiel über 10 wochen aus.. also durfte ich wieder ran.
ich überleg schon die ganze zeit, wie ich mich da am 8 oktober aus der schlinge ziehen kann wenn wieder elternabend ist.. ich glaube aber , das es wieder keiner machen will .

zu den aufgaben...
ihr seid auch 8 mitglieder im beirat?
als erstes darfst du eine elterrnbeiratsitzung einberufen, in dem die einzelnen aufgaben verteilt werden.
wer macht protokolführung?
wer pflegt die elternkasse?
wer organisiert das elternkaffee?
usw.

ja und dann organisierst du elterncafe das so alle 6 wochen stattfindet, organisiert die feste mit...sommerfest..
suchst einen fotografen, der alle 2 jahre in den kindergarten kommt und organisierst vorher und machst listen wer mitmachen will, wer was will , dann kommt der fotograf und wenn die bilder fertig sind, wollen die eltern auf einmal nicht mehr bezahlen, darfst wieder vieles zurückschicken..

was ich geschrieben habe, hab ich jetzt mal von unserem kindergarten berichtet, was ich so mache , was unsere aufgabe ist.
achja und dann berufst du eine mitgliedersammlung ein, alle sagen sie kommen und dann sind von 8 nur 2 oder 3 da .
das nervt
..
hättest nicht machen sollen... du kommst da so schlecht wieder raus....
gruss moni

Beitrag von 0908578 25.09.08 - 05:12 Uhr

Guten Morgen,


erstmal: Herzlichen Glückwunsch!

Ich habe mich letztes Jahr das erste Mal in den Elternbeirat wählen lassen und bin tatsälich auch gewählt worden. Allerdings nicht als Vorsitzende, worüber ich auch froh bin.

Ich fand das Jahre sehr interessant. Ich war für die Kasse zuständig, wir hatten 4-5 Treffen im Jahre, teilweise mit dem KiGa-Team. Haben da dann eben alles anfallende besprochen, wie z. B. Laternenumzug, Weihnachtsmarkt, Sommerfest, Vorschulkinderverabschiedung.

Leider ist die Resonanz der Eltern sehr, sehr niedrig und schlecht, so dass doch überwiegend die 4-8 Aktiven des Elternbeirats oftmals die A-Karte gezogen haben und bei Festen oft im Einsatz waren.

Trotzallem fand ich es schön etwas mit entscheiden zu können, was ja auch meinem Kind zugute kommt.

Unsere Vorsitzende allerdings gibt nach nur einem Jahr Vorsitz ihr Amt wieder auf, ihr was es zu wenig Engagment der Eltern (war aber ja vorher klar).

Wir haben dieses Jahre sehr viele kleine Kids bekommen und vielleicht ändert sich ja auch bißchen die Einstellung der Eltern, wer weiß.

Bei unserer Wahl am 8.10. würde ich mich wieder wählen lassen, allerdings NICHT als Vorsitzende, weil mir das mit meinen zwei Kindern (lassen mir keine frei Minute, die kleine ist noch zu Hause) zu viel ist.

Und außerdem könnte man, wenn man wollte, ja auch unabhängig vom Elternbeirat, sich im Kindergartenalltag mit einbringen.

LG Tanja mit Moritz und Marie

Beitrag von ichclaudia 25.09.08 - 09:42 Uhr

Hallo Andrea,

ich gratuliere auch bewusst nicht !
Ich war im letzten Kindergartenjahr im Elternbeirat als 2. Vorsitzende. Nächste Woche ist wieder ein Elternabend mit der Wahl für den Elternbeirat und ich werde mich NICHT wiederwählen lassen.

Ständig rufen irgendwelche Eltern bei einem zu Hause oder sogar auf der Arbeit #schock an, um mir irgendwelche "Kinderlitzchen" zu erzählen, z.B. die Portion vom Nachtisch sind zu groß, die Tochter isst sie nicht ganz auf, die Erzieher sollten das Obst in noch kleinere Stücke schneiden, weil wenn Äpfel nur geachtelt werden, müsste man ja trotzdem noch abbeißen und für die kleineren Kinder wären mundgerechte Stücke ja besser #bla und solche Anrufe, wie gesagt, fast täglich ! Darüber hinaus war alle 2 Wochen Versammlung des Elternbeirats, wo alles mögliche besprochen wurde (Sommerfest, Spenden für die Tombola erbetteln bei umliegenden Firmen, Geburtstagsgeschenke für die Geburtstagskinder aussuchen und einkaufen, einpacken (unser Kindergarten hat 102 Kinder, du kannst dir ausrechnen, wie oft ich Geschenke organisieren musste ? Kuchen backen, Ausflüge für den Kindergarten organisieren wie z.B. Besuch im Zoo, Besichtigung Krankenhaus, Feuerwehr etc., Salate für die Feste vorbereiten, Kuchenverkauf, Laternen basteln, Drachen basteln - im Herbst, bei den Spielmannzügen rumtelefonieren und erfragen, ob einer bereit ist, den Laternenumzug des Kindergartens zu begleiten und so weiter und so weiter). Ich hatte als 2. Vorsitzende also wöchentlich ca. 6-10 Stunden (je nachdem was gerade anstand) mit irgendwelchen organisatorischen Dingen für den Kindergarten zu tun (u.a. auch mal im Internet recherchieren etc.). Das war mir zuviel ! Dieses Jahr bloß nicht wieder.

Dann kommt natürlich noch dazu, dass auf den Festen, wie z.B. beim sommerfest, ich nicht 1 Minute mit unserem Sohn verbringen konnte, sondern stattdessen hinterm Grill stand und die anderen Eltern und Kinder mit würstchen versorgt habe ! Mein Sohn hat in der Zeit mit seinem Freund und dessen Eltern das Sommerfest genossen und ich habe die ganze Zeit GEARBEITET, denn was anderes ist es nicht !

LG