London Reise für 12jährige?

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Beitrag von sannylove 25.09.08 - 00:04 Uhr

Hallo Ihr Lieben,

eigentlich habe ich meine feste Meinung dazu, möchte aber trotzdem mal nachhaken, wie das andere Mütter/Väter sehen:

Meine Tochter besucht seit 2 Jahren einen bilingualen Englischkurs. Der Lehrer ist nun der Meinung, er möchte mit den Kids gerne nach London fahren.

Es stehen 2 Varianten zur Verfügung:

1) Hinreise tagsüber mit dem Bus, 2 Übernachtung, Rückreise tagsüber mit dem Bus
Kosten um die 300 Euro

2) Hinreise nachts, Tagesaufenthalt, Übernachtung im Bus, Tagesaufenthalt, Rückreise nachts im Bus
Kosten um die 150 Euro

Meine persönliche Meinung ist, ich finde so eine Reise völlig übertrieben für 12jährige (7.Klasse). Frei nach dem Motto: Außer Spesen nix gewesen.

Wie würdet ihr das sehen?

LG Sanny

Beitrag von qayqay 25.09.08 - 08:36 Uhr

Hallo,
also ich bin anderer Meinung.
Ich finde so eine Reise durchaus sinnvoll. Ich finde es toll, dass die Kids eindrücke aus anderen Ländern sammeln können. Es ist eine gute Möglichkeit das erlernte praktisch anzuwenden.
Unser Sohn wird wahrscheinlich mit 10 Jahren für ca. 1 Monat in den Ferien nach England gehen. (natürlich freiwillig und ohne Zwang)
Ich finds gut, wenn die Kinder schon sehr früh gutes Englisch lernen. Finde ich einfach wichtig.

LG
qayqay

PS: Bei deinen zwei vorgegebenen Varianten würde ich die 1. nehmen.

Beitrag von an-mi 25.09.08 - 09:20 Uhr

Hallo-ich finde solche Fahrten gut.Das ist Englischunterricht wie er wohl vielen Kindern gefällt.Das einzige was ich schade finde,das es dann mit imensen Kosten verbunden ist,denn mal 300 eur,das fällt sehr vielen Eltern schwer und kann für manche sogar nicht bezahlbar sein.

Beitrag von arthurmama 25.09.08 - 09:48 Uhr

Hallo Sanny,

mein Sohn (6 J.) besucht seit diesem Jahr eine bilinguale Schule und wir hatten viele Diskussionen, warum Menschen anderer Leut's Sprache lernen sollten und wie man das am besten macht. Er ist schon 2-sprachig, aber Englisch war nicht dabei.
Als Motivation (und Urlaub) haben wir als Familie eine WE-Reise nach London gemacht. Er war begeistert, dass er doch einiges versteht was gesprochen wird, fand natürlich den Tower dort viel besser als alle Burgen bei uns ;-), fand das London Eye super und das Aquarium viel besser als das in München, fand die Wachablösungen witzig .... Nebenbei hat er dann seinen Wortschatz um ein paar Wörter erweitert (was nicht einmal angedacht war). Da er eigentlich kein Kind ist, das unter sich guckt, war er begeistert als er zum Frühstück sich verständlich machen konnte und zu seiner Butter und zum Kakao kam.
Für ihn ein unvergessliches, wenn auch stressiges WE.
Ich würde Variante 1 wählen, mir scheint es weniger stressig zu sein und es überwiegt das Positive.
Viel Spaß,
arthurmama.

Beitrag von shadow_77 25.09.08 - 09:58 Uhr

Ich schließe mich meinen Vorrednerinnen an. Mit 12 Jahren ist das wirklich vollkommen in Ordnung. Die Kinder lernen ab der 3. Klasse englisch, warum sollten sie dann in der 7. nicht eine solche Klassenfahrt machen um das was sie gelernt haben auch in der Praxis anwenden zu können?
Ich würde auch auf jeden Fall Variante eins nehmen, sonst ist es für die Kids nur Stress und kein Spaß. Die Kosten finde ich sind allerdings ein Knackpunkt. Soviel haben manche Familien im Monat zum Leben, das könnte einigen wirklich sehr schwer fallen, das Geld aufzutreiben.

Beitrag von aussiegirl600 25.09.08 - 09:58 Uhr

Mich stört das Alter nicht, sondern dass die Fahrt so kurz ist.

Besonders bei Variante 2 kann ich mir nur schwer vorstellen, dass die Kinder fit genug sind um dort wirklich was mitzukriegen.
Falls die Reise kommt, würde ich sie schon mitfahren lassen, aber ich würde vermutlich lieber selbst für ne WOche hinfahren damit sie auch wirklich was von der Reise hat. Und da London sehr teuer ist, müsste es ja auch nicht London sein, sondern vielleicht ein kleinerer Ort.

Für die Sprechfähigkeit wird der Kurztrip glaub ich nicht viel bringen.
Aber schick in doch in 3 Jahren oder so mal für ein paar Wochen ins Ausland in eine Gastfamilie, das ist ziemlich effektiv.

Beitrag von manavgat 25.09.08 - 11:05 Uhr

Beides ist zu teuer für das was es gibt.

Im übrigen sind die Kinder zu jung, um das wirlich nutzen zu können.

Wenn der Lehrer meint, nach London fahren zu müssen, dann soll er das in seiner Freizeit machen.

Gruß

Manavgat

Beitrag von chaostante 25.09.08 - 13:13 Uhr

Wie kannst du denn beurteilen dass beides zu teuer ist für das was es gibt?
Kennst du denn das Programm, dass sich der Lehrer für diese Reise überlegt hat?
Wenn Kinder mit 12 zu jung sind um solche Klassenfahrten nutzen zu können, kann man ja gleich alle Klassenfahrten die bis klasse 6/7 stattfinden ersatzlos streichen...

Ich empfinde es als eine echte Chance für die Kinder, die Sprache die sie lernen in einer authentischen Umgebung zu hören und auch schon selber anzuwenden!
Den Kindern wird auch so der Sinn, warum sie diese Sprache lernen, bewusst.

Mit deinem letzten Satz unterstellst du, Manavgat, zudem noch dem Lehrer, dass er nur zu seinem Spaß mit den Kindern nach London fahren möchte, und dass finde ich doch sehr frech!!

Gruß

Chaostante

Beitrag von manavgat 25.09.08 - 19:20 Uhr

Ich bin immer frech, will heißen, ich sage was ich denke.

Mehr als 300 Euro (da ist noch kein Taschengeld drin) ist völlig überzogen und schließt andere Kinder aus. Mit 300 Euro kann man 1 komplette Woche Klassenfahrt machen und die Kinder haben mehr davon. England ist nämlich sehr weit und die Strapaze lohnt nicht.

Der Sinn von Klassenfahrten liegt nicht darin, eine Sprache zu lernen. Hier brauchst Du mindestens 14 Tage und dann nur mit Sprachkurs.

Ich unterrichte selbst (Englisch, Deutsch, Französisch) und habe diese überambitionierten Eltern reichlich satt.

Wenn das Kind Chinesisch lernt, dann geht es nach China? oder wie?

Vielleicht kann man auch auf dem Teppich bleiben und die Klassenfahrt vorrangig dazu nutzen, den Klassenzusammenhalt zu stärken und kulturelle Eindrücke zu sammeln. Das geht auch in Deutschland. Ausland ist ab der 10. Klasse in Ordnung, wenn sich die Kosten nicht überschlagen.

Gruß

Manavgat

Beitrag von mallorca456 26.09.08 - 15:32 Uhr

#pro

Beitrag von asimbonanga 26.09.08 - 16:39 Uhr

#pro

Beitrag von kinderreich 25.09.08 - 14:16 Uhr

Hallo Sanny!
Meine Tochter ging auch in der 7 Klasse für 1 Woche nach London und dieser Spaß hat uns damals 500 € ohne Taschengeld gekostet. Die Lehrer hatten aber auch einen riesen Programm und das war es wirklich wert! Von Madame Tussaud bis zum Musical war alles vertreten. Warum ist 12 zu früh? Ich finde nur das 2 oder 3 Tage zu kurz sind und das deine Tochter einem ganz schönen Stress ausgesetzt wird. Übertrieben finde ich so eine Reise nicht, schließlich haben die Kids zwei Jahre lang Englisch geübt und wollen es halt nun richtig testen. London ist nunmal ein sehr teures Pflaster und natürlich ist dies auch eine Kostenfrage. Meine Tochter schwärmt aber heute noch von London und wegen der Sprache ist meine für ein halbes Jahr in die USA gegangen, weil London für uns unbezahlbar war!#schmoll Ich würde sie mitfahren lassen, wer weiß wann sich die nächste Gelegenheit bietet.
Gruß Gaby

Beitrag von sannylove 25.09.08 - 15:03 Uhr

Hallo,

vielen Dank erstmal für die Antworten.

Ich möchte noch dazu sagen, daß dies keine Klassenfahrt ist, sondern eine private Fahrt der bilingualen Gruppe, die sich der Lehrer hat einfallen lassen.

Die Klassenfahrt kommt ja nochmal dazu.

Ich sehe es genau wie Manavgat - Kennst du den Lehrer etwa? Mir erscheint es auch so, als wenn der Herr mal Lust hat, nach London zu fahren.

Ich persönlich finde 12jährige viel zu jung. Die können doch das ganze Programm gar nicht aufnehmen, mal abgesehen davon, profitiert keiner davon, wenn man mal einen Tag lang Englisch spricht. Selbst das bezweifle ich.

Wenn ich von meiner Tochter höre, wie es in der Klasse zugeht, nämlich wie im Affenkäfig (Papierkügelchenkrieg, Verstecken von Tornistern und deren Inhalt, selbst Brillen werden schon mal entwendet), denke ich, sind die Kids einfach zu unreif.

Mir tut es weh, wenn ich soviel Geld dafür ausgeben soll.


Naja, bin gespannt, wie die anderen Eltern das entscheiden, aber ich kanns mir schon denken, es wird sich mal wieder keiner getrauen den Mund aufzumachen.

Trotzdem lieben Dank für Eure Antworten.

LG Sanny

Beitrag von aussiegirl600 25.09.08 - 17:07 Uhr

Glaubst du denn ernsthaft, dass so eine Fahrt besonders spaßig ist für den Lehrer?
Der hat die ganze Zeit ich weiß nicht wieviele Halbwüchsige auf die er aufpassen muss, was im Londoner Großstadtgewühl nicht leicht ist.
Dann überlegt er sich vermutlich ein Programm; ich kann nur sagen, die Lehrer die mit uns zB in Rom waren, hatten ALLES schon x-mal gesehen, da war nix neues dabei.
Und selber zahlen muss er das natürlich auch.

Echt, wenn der Lehrer einfach nach London wollte, dann würde er bei einem Billiganbieter nen Flug buchen und ein nettes Hotel und hätte dann sogar noch Zeit um Sachen zu sehen, die er noch nicht kennt!

Wie gesagt, das Alter finde ich ok, aber eine Nacht ist zu wenig um davon zu profitieren.

Beitrag von amorvincitomnia 25.09.08 - 15:53 Uhr

Der Aufenthalt als solcher ist natürlich prima, gerade in dem Alter, das motiviert doch ungemein, aber doch nicht so!!! Was ist denn das für eine Sch...organisation? Die Kinder sind todmüde die ganze Zeit, egal bei welcher Variante. Davon haben die Kinder gar nichts. Schüleraustausch kostet auch fast nichts und bringt viel mehr, Barbara