Operatin wegen Schilddrüsenüberfunktion??

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Beitrag von sissy1980 25.09.08 - 01:54 Uhr

Halli hallo,

ich hab da mal eine Frage, aber ich sage ganz ehrlich ich kenne mich nicht so viel aus mit diesem Thema ....
Mache mich gerade schlauer im Internet ;-)

Also ich habe eine Schilddrüsenüberfunktion, das steht auf meine Arztpapieren:

T3 : 3,65ng/mL Normal: 0,60-1,60
T4 : 24,00μg/dL Normal: 4,50 - 11,70
TSH: 0,006 μIU/ml Normal:0,300-5,500

Weiss nicht ob jemanden das was sagt :-(

Naja seit ca. 14Tagen nehme ich jetzt Medikamente zu mir. Aber seit 2 Tagen erst, aber ich wohl Nebenwirkungen vom starken Juckreiz am ganzen Koerper, vom den Fuessen bis zum Hals!!!:-[
Meinen Arzt konnte ich heute nicht erreichen:-[ und habe einfach die Medikamente heute nicht genommen:-(

Nun habe ich gehoert, dass man gar nicht all diese Medikamente nehmen muss und das ganze durch eine Operation wieder in Ordnung bringen koennte.

Hat jemand Erfahrung? Wisst ihr vielleicht mehr als ich??
Hoffe doch jemand kann mir helfen...#danke

Lieben Gruss
Sissy1980 die total verzweifelt ist#schmoll

Beitrag von goldtaube 25.09.08 - 07:45 Uhr

Die einzige Schilddrüsen-OP die gemacht wird ist die Schilddrüse ganz oder teilentfernen. Allerdings müsstest du dann trotzdem bis an dein Lebensende Tabletten nehmen.

Um die Tabletten kommst du nicht herum. Wie heißen die denn die du bekommen hast und in welcher Stärke? Evtl. wurde die Dosis einfach nur zu hoch angesetzt.

Beitrag von goldtaube 25.09.08 - 08:13 Uhr

In der Regel bekommt man übrigens nur eine Tablette.

Beitrag von an-mi 25.09.08 - 10:02 Uhr

Ich hatte auch Überfunktion der Schlddrüsen.Habe erst versucht es medikamentös zu behandeln,kein Erfolg-dann folgte alle 8 wochen Punktion(fand ich schlimm)und dann teilentfernung.Ich habe das Glück,das ich keine Tablette mehr nehmen muß,das was noch drin ist versorgt optimal....Jeder macht seine Erfahrungen mit der OP und ich war froh,das ich dem Ratschlag des Arztes gefolgt bin.Am Anfang wollte ich das nicht,hatte Muffe vor der OP(hatte schon vieles gehört).Aber seit der OP alles ok und werte sind super.

Beitrag von sissy1980 25.09.08 - 10:43 Uhr


Guten Morgen,

danke fuer Eure Antworten.

Also ich lebe in Griechenland und weiss nicht ob Euch diese Medikamente was sagen:
Unimazole (methimazole USP) insgesamt nehme ich davon 30mg
Pactens 10 (Bisoprolol fumarate) halbe taeglich

Wollte nun nach Deutschland um mir es dort zu opererien zu lassen.
Habe aber gehoert, dass die Aerzte nicht sofort operieren und erst alles mit Medikamenten versuchen wollen.
Ich wuerde aber gerne sofort eine OP!!

@an-mi : Wie lange musstest du im Krankenhaus bleiben? War das ganze sehr schmerzhaft?

Lg
Sissy1980

Beitrag von accent 25.09.08 - 12:28 Uhr

Hallo, Sissy,
ich hatte auch eine Überfunktion und zwei Knoten in der Schilddrüse. Ich nehme seit Jahren Carbimazol 10 mg; morgens eine und abends eine halbe Tablette. Meine Werte werden engmaschig untersucht: Alles im grünen Bereich. Mein Arzt rät prinzipiell von einer OP ab; versuchen könnte man es allenfalls mit einer Radio-Jod-Therapie. Meine Freundin hat sich vor etwa 18 Monaten operieren lassen; mittlerweile ist sie von Kleidergröße 38 auf Kleidergröße 44 gewandert. Außerdem ging es ihr nach der OP relativ lang nicht so gut. Also überlege es Dir sehr sehr gut, ob Du Dich wirklich unters Messer legen willst. Versuche vorher lieber andere Medis.
Grüße
Linda

Beitrag von an-mi 25.09.08 - 12:41 Uhr

@sissy-Ich habe fast eine Woche im KH verbracht.Der Tag nach der OP war schmerzhaft aber auszuhalten,da merkst du erst mal,wie wichtig der Hals ist.Ich war ca 2 tage Bewegungseingeschränkt aber nicht unfähig.Der Arzt hat mir schon früher zur OP geraten aber ich war ....ängstlich,weil ich auch einiges darüber gehört hatte.Von der Diagnose bis zum OP war es 1 Jahr.Hätte es auch früher besser haben können.Ich würde es wieder machen und kann auch jeden verstehen,der die Tablette erst mal vorzieht.Mich hat mein Hausarzt in die Klinik geschickt und schon notwendige Voruntersuchungen mit Absprache der Klinik gemacht.Aber das war 1994 und ich denke mal,es hat sich viel getan auch was die dauer im KH betrifft.Ich war froh,es gemacht zu haben und ich habe nur eine 2 cm Narbe obwohl beide seiten operiert wurden.

Beitrag von miau2 25.09.08 - 13:58 Uhr

Hi,
es gibt eigentlich drei "große" Wege, eine Überfunktion in den Griff zu bekommen.

Der erste sind Tabletten, aber soweit ich weiß wird das zumindest in D nur für eine bestimmte Zeit (ich meine was von 2 Jahren gehört zu haben) gemacht. Routinemäßig zumindest, Ausnahmen gibt es immer und auch Ärzte, die andere Meinungen haben.

Dann die OP, wo i.d.R. ein Teil der SD und ggfs. Knoten entfernt werden. Nach der OP müssen viele (aber nicht alle!) Tabletten nehmen, allerdings hat diese Tablette nichts mit dem zu tun, was du jetzt nimmst - wenn bei der OP so viel der SD entfernt wurde, dass du in eine Unterfunktion rutscht, dann wird mit Tabletten ausgeholfen, die entweder T4 (z.B. L-Thyrox) oder T3 enthalten oder ggfs. zusätzliches Jod. Heißt, mit Ausnahme von Jod führst du deinem Körper über die Tabletten nichts zu, was er im gesunden Falle nicht selbst in ausreichenden Mengen produzieren würde. Und weil das so ist werden diese Tabletten von den allermeisten Menschen gut vertragen.

Dann gibt es noch Radiojodtherapien, die auch zum Ziel haben, mit Hilfe von radioaktivem Jod (klingt bei weitem schlimmer, als es ist) einen Teil der SD zu zerstören. Auch wieder mit dem "Risiko", dass man danach die o.g. Medikamente einnehmen muss. Von den Risiken sind RJTs wohl mit weniger Risiken behaftet als eine OP, allerdings gibt es immer mal wieder Vermutungen oder auch Leute, die meinen es zu wissen dass dadurch das Leukämierisiko steigen würde.

Vorab sollte natürlich geklärt werden, ob es einen sichtbaren Grund für die Überfunktion gibt (soweit ich weiß, gibt es auch Autoimmunerkrankungen, die dazu führen können, dann könnte wieder was anderes notwendig sein) - große, heiße (also hormonproduzierende) Knoten könnten ein Grund für eine OP sein.

Ich lebe übrigens seit 2004 komplett ohne SD (anderer Grund, ich hatte Krebs), habe nicht zugenommen (zumindest nicht wegen der Tabletten), konnte mit dem L-Thyroxin problemlos auf eine Normalfunktion eingestellt werden - dann gibt es darin keine wirklichen Grund mehr für eine Gewichtszunahme.

Viele Grüße
Miau2

Beitrag von sissy1980 25.09.08 - 16:00 Uhr


Hallo nochmal,

also ich habe jetzt mein Flug nach Deutschland gebucht und habe auch einen Termin im Krankenhaus.

Soweit ich jetzt mitbekommen habe, werden einige Untersuchungen wie Blutabnahme, Ultraschall etc. durchgefuehrt.
Ich denke mal die werden mir Tabletten verschreiben und nicht gleich zur OP greifen.

Mal sehen was passiert, habe innerlich schon etwas Angst.

Lieben Gruss und danke fuer Eure Antworten. #danke

Lieben Gruss
Sissy1980